Presse

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Achim Klapp, Marte Kräher
presse@museum-barberini.com
T +49 331 236014-305/308

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Pressetexte

Hier finden Sie unsere Pressemitteilungen sowie die Pressemappe für die laufenden Ausstellungen Farbe und Licht. Der Neoimmpressionist Henri-Edmond Cross (17. November 2018 – 17. Februar 2019) und Götter des Olymp. Aus der Dresdner Skulpturensammlung (17. November 2018 – 17. Februar 2019).

Pressemitteilungen
  • 29. November 2018 | Pressemitteilung
    Symposium Van Gogh. Stillleben

    Internationale Van Gogh-Experten untersuchen das Genre Stillleben im Werk des Künstlers

    Von seinem ersten Gemälde bis zu den farbstarken Blumenbildern der späten Jahre hat Vincent van Gogh (1853–1890) immer wieder Stillleben gemalt. In diesem Genre konnte er malerische Mittel und Möglichkeiten erproben: von der Vergewisserung der niederländischen Tradition des 17. Jahrhunderts – zunächst an Rembrandt, später an Jan Davidsz de Heem orientiert, über die Erfassung des Raums mit Licht und Schatten bis zum Experimentieren mit der Farbe. Van Goghs Reaktionen auf den Impressionismus zeigen sich in den Stillleben ebenso wie seine Verarbeitung von Einflüssen japanischer Farbholzschnitte. Auch in seinen Briefen ging Van Gogh immer wieder auf die Bedeutung der Stillleben für die Entwicklung seines Œuvres ein. Von den rund 800 Gemälden, die im Laufe seines Schaffens entstanden sind, sind 167 Stillleben. Umso erstaunlicher ist es, dass sich bisher noch nie eine monographische Ausstellung der Gattung des Stilllebens bei Van Gogh gewidmet hat.

    Die nun erste Ausstellung zu diesem Thema analysiert vom 26. Oktober 2019 bis 2. Februar 2020 im Museum Barberini, Potsdam, anhand von über 20 Gemälden die entscheidenden Etappen im Werk und Leben Van Goghs. Die Schau ist eine Zusammenarbeit mit dem Kröller-Müller Museum, Otterlo, und dem Van Gogh Museum, Amsterdam, mit Leihgaben aus dem Art Institute of Chicago und der National Gallery of Art, Washington, D. C. Schirmherr der Ausstellung ist S.E. Wepke Kingma, Botschafter des Königreichs der Niederlande in Deutschland.

    Fragestellungen der Ausstellung greift das Symposium mit internationalen Van Gogh-Experten, darunter Sjraar van Heugten, Stefan Koldehoff und Marije Vellekoop, am 5. Dezember 2018 auf. Die Vorträge des Symposiums werden in dem Ausstellungskatalog zur Schau im Herbst 2019 veröffentlicht.

    Symposium zur Ausstellung Van Gogh. Stillleben
    Mittwoch, 5.12.2018, 10–19 Uhr
    Museum Barberini, Humboldtstr. 5–6, 14467 Potsdam
    Mit: Sjraar van Heugten, Utrecht; Stefan Koldehoff, Köln; Dr. Michael Philipp, Museum Barberini, Potsdam; Eliza Rathbone, Washington, D. C.; Dr. Oliver Tostmann, Wadsworth Atheneum Museum of Art, Hartford, CT; Marije Vellekoop, Van Gogh Museum, Amsterdam; Prof. Dr. Michael F. Zimmermann, Katholische Universität Eichstätt
    € 10 / ermäßigt € 8, freier Eintritt für Studierende, Anmeldung erforderlich

    Ausstellung Van Gogh. Stillleben
    26.10.2019 – 2.2.2020
    Museum Barberini, Humboldtstr. 5–6, 14467 Potsdam

  • 22. November 2018 | Pressemitteilung
    Wann und warum berührt uns Kunst? Auftakt des Veranstaltungsprogramm zu den aktuellen Ausstellungen mit Florian Illies

    Wann und warum berührt uns Kunst?
    Auftakt des Veranstaltungs- und Vermittlungsprogramm zu den aktuellen Ausstellungen mit Bestsellerautor Florian Illies

    Ein umfangreiches Veranstaltungs- und Vermittlungsprogramm mit Vorträgen, Führungen, Diskussionen, Konzerten und Filmen begleiten die beiden aktuellen Ausstellungen Farbe und Licht. Der Neoimpressionist Henri-Edmond Cross und Götter des Olymp. Den Auftakt macht der Journalist und Buchautor Florian Illies. Er diskutiert am 26. November 2018 mit Christoph Amend, Chefredakteur des ZEITmagazins und Herausgeber von WELTKUNST, über die Verführungskraft der Kunst. Was macht (gute) Kunst mit uns? Wann und warum berührt uns Kunst? Welche Werke begleiten uns ein Leben lang? Florian Illies kann es für sich genau sagen: Bei einem Besuch im Frankfurter Städel war der damals 10-Jährige hingerissen von einem großen, farbstarken Gemälde: Nachmittag im Garten von Henri-Edmond Cross. Die Wiederbegegnung 36 Jahre später mit dem nun in Potsdam ausgestellten Werk wird zum Anlass eines Grundsatzgesprächs, vertieft durch eine kurze Lesung aus seinem aktuellen Bestseller 1913 – Was ich unbedingt noch erzählen wollte.

    Aus Anlass der Präsentation Götter des Olymp portraitiert der Literaturwissenschaftler und Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung Ernst Osterkamp einige Tage später am 29. November 2018 den legendären Begründer der Kunstgeschichte Johann Joachim Winckelmann (1717–1768). Winckelmann war von der Schönheit und Gegenwärtigkeit der Körperdarstellungen der antiken Skulpturen fasziniert. Ernst Osterkamp veranschaulicht auf unterhaltsame Weise in seinem Vortrag, wie dessen idealisierter Blick auf die Helden- und Götterstatuen noch in heutigen Vorstellungen von Schönheit fortlebt.

    Kunst verführt
    Florian Illies, Journalist, Kunsthistoriker und Buchautor (1913), Berlin
    Christoph Amend, Chefredakteur des ZEITmagazins und Herausgeber von WELTKUNST, Berlin

    Montag, 26. November 2018, 19 Uhr
    € 10 / ermäßigt € 8

    Edle Einfalt, stille Größe. Mit Winckelmann zu den antiken Göttern
    Prof. Dr. Ernst Osterkamp, Humboldt-Universität, Berlin

    Donnerstag, 29. November 2018, 19 Uhr
    € 10 / ermäßigt € 8

    Übersicht Veranstaltungs- und Vermittlungsprogramm: www.museum-barberini.com/veranstaltungen/

    Über die Ausstellungen Farbe und Licht. Der Neoimpressionist Henri-Edmond Cross und Götter des Olymp

    Am vergangenen Samstag eröffnete das Potsdamer Museum Barberini mit der Retrospektive Farbe und Licht. Der Neoimpressionist Henri-Edmond Cross eine weitere Ausstellung, die der Klassischen Moderne in Frankreich gewidmet ist. Um 1900 galt Cross als einer der bedeutendsten Vertreter der französischen Avantgarde und war für seine lichtdurchfluteten Darstellungen der Riviera bekannt. Bereits an den ersten beiden Tagen nach der Eröffnung strömten rund 2.200 Besucher ins Haus, um seine farbopulenten Traumlandschaften zu bestaunen. Die groß angelegte Retrospektive umfasst zahlreiche neoimpressionistische Meisterwerke aus einigen der bedeutendsten Museen der Welt, darunter Leihgaben aus dem Musée d’Orsay in Paris, der National Gallery of Art in Washington, dem Museo Nacional Thyssen-Bornemisza in Madrid, dem Museum of Fine Arts in Houston und der Ny Carlsberg Glyptotek in Kopenhagen. Ergänzt werden sie durch ausgewählte Schlüsselwerke aus internationalen Privatsammlungen, die sonst der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind. Parallel zu der Cross-Ausstellung präsentiert das Museum Barberini in der Schau Götter des Olymp Meisterwerke der Antikensammlungen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.

    Mehr Informationen:
    www.museum-barberini.com/henri-edmond-cross
    www.museum-barberini.com/goetter-des-olymp

  • 16. November 2018 | Presseinformation
    Parallel zur Ausstellung Farbe und Licht. Der Neoimpressionist Henri-Edmond Cross zeigt das Museum Barberini drei Präsentationen

    Götter des Olymp. Aus der Dresdner Skulpturensammlung
    17. November 2018 bis 17. Februar 2019

    Für die Menschen im antiken Griechenland verwiesen eindrucksvoll ausgearbeitete Statuen auf die Anwesenheit der Götter und symbolisierten Machtfülle oder ideale Schönheit. In der römischen Kaiserzeit, als Bildhauer die griechischen Vorbilder kopierten, vermittelten die Skulpturen eine Aura von Bildung und Gelehrsamkeit. Noch heute strahlen diese Werke Würde und Anmut aus. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden bewahren einen der bedeutendsten Bestände antiker Skulpturen in Deutschland. Aus dieser umfangreichen Sammlung präsentiert das Museum Barberini antike Bildwerke, die die wichtigsten Götter des griechischen Olymp darstellen – darunter Statuen, die so prominent sind, dass sie nach ihrem Standort benannt sind wie etwa der „Dresdner Zeus“.

    Die Meisterwerke zeigen die Entwicklung griechischer Bildhauerkunst und veranschaulichen die antike Mythologie mit ihren Göttergeschichten und den Konventionen ihrer Darstellung. Die Ausstellung Götter des Olymp. Aus der Dresdner Skulpturensammlung stellt sie ins Zentrum, um mit ihrer Präsenz die Mythen für unsere Zeit zu vergegenwärtigen.

    August der Starke, Kurfürst von Sachsen, König von Polen und Großfürst von Litauen, hat die Dresdner Skulpturensammlung begründet, und mit den Göttern hat er die Helden und Tugendvorbilder am Hof versammelt. Die Büste des Ares und die Hermes-Herme erhielt er als Geschenk des Königs in Preußen, Friedrich Wilhelm I. Nach fast 300 Jahren finden diese Werke ihren Weg zurück nach Potsdam, bevor sie im renovierten Semperbau in Dresden ihre dauerhafte Aufstellung finden werden. Die in Kooperation mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden entstandene Ausstellung setzt die Zusammenarbeit fort, die mit Leihgaben zur Ausstellung Hinter der Maske. Künstler in der DDR (2017/18) begann und einer Ko-Kuratorenschaft zwischen dem Gerhard Richter Archiv und dem Museum Barberini für die Ausstellung Gerhard Richter. Abstraktion (2018) fortgesetzt wurde.



    Barberini Collection
    Künstler aus der DDR. Werke aus der Sammlung des Museum Barberini
    17. November 2018 bis 2. Februar 2020

    Die Sammlung des Museums Barberini hat einen Schwerpunkt in der Malerei von Künstlerinnen und Künstlern aus der DDR. In der Reihe Barberini Collection werden im Laufe eines Jahres vier thematische Präsentationen eröffnet. Im Herbst 2019 werden alle Werke aus diesem Sammlungsschwerpunkt zu sehen sein. Die Themen sind: Aspekte des Malerischen (ab 17. November 2018), Moderne Historienmalerei (ab 9. März 2019), Melancholie und Malerei (ab 26. Oktober 2019) und Landschaft (ab 26. Oktober 2019). Die erste Präsentation Aspekte des Malerischen konzentriert sich in zwei Ausstellungsräumen auf Gemälde aus den 1980er Jahren und stellt vier Künstler vor, denen die Malerei als Mittel zur Selbstbefragung und zur Reflexion diente: Hartwig Ebersbach (*1940), Günter Firit (1947–2010), Stefan Plenkers (*1945) und Erika Stürmer-Alex (*1938). Auf der Suche nach einem individuellen künstlerischen Ausdruck erweiterten die Künstlerinnen und Künstler unabhängig von offiziellen Vorgaben die Malerei um eine Dimension des Expressiven, oftmals Rätselhaften.


    Kunstgeschichten
    Nolde, Feininger, Nay. Vom Expressionismus zum Informel
    9. Juni 2018 bis 10. Februar 2019

    Bereits seit 9. Juni 2018 sind Werke von Willi Baumeister, Lyonel Feininger, Wassily Kandinsky, Ernst Wilhelm Nay, Emil Nolde, Max Pechstein, Karl Schmidt-Rottluff und Fritz Winter zu sehen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelten sich in der Kunst in Deutschland zahlreiche avantgardistische Strömungen. Die Maler der Brücke waren die Ersten, die auf die Kraft der Farbe setzten. Das Bauhaus arbeitete an einer Farbtheorie der Moderne. Spätestens nach dem Zweiten Weltkrieg galt die Farbe als Mittel des künstlerischen Selbstausdrucks. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden diese Künstler verfemt, aber ihre Werke prägten die Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts. Eine Auswahl präsentiert das Museum Barberini in einer konzentrierten Schau von 26 Werken.

  • 16. November 2018 | Pressemitteilung
    Farbe und Licht. Der Neoimpressionist Henri-Edmond Cross

    Farbe und Licht. Der Neoimpressionist Henri-Edmond Cross
    17. November 2018 bis 17. Februar 2019

    Henri-Edmond Cross (1856–1910) gilt als einer der bedeutendsten Vertreter des französischen Neoimpressionismus. Gemeinsam mit seinem Freund und Künstlerkollegen Paul Signac entdeckte er die Côte d’Azur für die Malerei. Zwischen den Impressionisten um Claude Monet und den Vorreitern des Expressionismus um Henri Matisse markiert sein Œuvre eine entscheidende Etappe auf dem Weg zur Wertschätzung der Farbe als einem eigenständigen Gestaltungsmittel und damit in Richtung der Abstraktion. In Deutschland wurde er früh als ein Vorreiter der Moderne gefeiert. In Zusammenarbeit mit dem Musée des impressionnismes in Giverny zeigt das Museum Barberini die erste Retrospektive, die Cross an einem deutschen Museum gewidmet ist. Neben seiner herausragenden Rolle innerhalb der neoimpressionistischen Bewegung nimmt sie seinen Einfluss auf die spätere Entwicklung der französischen Avantgarde in den Blick und beleuchtet Cross’ Rolle als einer der großen Pioniere der Malerei des 20. Jahrhunderts.

    Henri-Edmond-Joseph Delacroix wurde 1856 im nordfranzösischen Douai geboren. Seine künstlerische Ausbildung begann 1866 bei Carolus-Duran, gefolgt von Unterricht an den Écoles Académiques de Dessin et d’Architecture in Lille sowie bei den Pariser Malern François Bonvin und Émile Dupont-Zipcy. Ab 1883 stellte er unter dem Pseudonym Cross aus, um Assoziationen mit seinem berühmten Namensvetter Eugène Delacroix zu vermeiden. Im Jahr darauf gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der Société des Artistes Indépendants in Paris, durch die er die Bekanntschaft von Georges Seurat und Paul Signac machte. Unter dem Einfluss Seurats experimentierte er ab Beginn der 1890er Jahre mit der neuen Maltechnik des Pointillismus, bei der leuchtende Reinfarben in kurzen Pinselstrichen nebeneinandergesetzt wurden. Frühe pointillistische Gemälde wie Stierkampf (ca. 1891/92, Privatbesitz) oder Das Haar (ca. 1892, Musée d’Orsay, Paris) können als Hommage an den großen Vorreiter des Neoimpressionismus gedeutet werden.

    Entscheidend für die Entwicklung von Cross’ Œuvre war sein Umzug an die französische Riviera, deren landschaftliche Schönheit zum Kernthema seiner Malerei wurde. 1891 bezog er ein Haus am Strand von Cabasson und ließ sich wenig später in dem Küstenstädtchen Saint-Clair nieder. Obwohl Cross die großstädtische Kunstszene im Auge behielt und in Kontakt zum Kreis der Neoimpressionisten stand, änderte sich sein Stil unter den neuen Lebens- und Arbeitsbedingungen: Die dunklen, tonigen Farben seines Frühwerks wichen einer hellen Palette und ausgeprägten Farbkontrasten. Zu einem Markenzeichen von Cross’ Arbeiten dieser Zeit wurden Landschafts- und Genrebilder, die eine romantisch verklärte Sicht auf den rustikalen Alltag an der Küste zeigen (vgl. Der Bauernhof [Morgen], 1893, Musée des Beaux-Arts, Nancy; Der Bauernhof [Abend], 1893, Privatbesitz; Die Wäscherin, 1895, Privatbesitz). In späten Werken verband er seine Naturidyllen häufig mit allegorischen und mythologischen Anklängen, die an das Idealbild eines Goldenen Zeitalters erinnern (vgl. Das Fröhliche Bad, 1899–1902, Privatbesitz). „Ich möchte das Glück malen, die glücklichen Wesen, die die Menschen in einigen Jahrhunderten (?) werden sein können, wenn die reine Anarchie verwirklicht ist“, hatte er im Juni 1893 mit einem Fragezeichen hinter der Zeitangabe an Signac geschrieben. In einem Vorwort zu Cross’ Einzelausstellung in der Pariser Galerie Druet 1905 sah der belgische Dichter Émile Verhaeren seine Kunst als eine „Verherrlichung der Natur“ sowie die „Verherrlichung einer inneren Vision“, die von einem „pantheistischen Eifer“ geprägt sei. Solche Anklänge an die Idee eines irdischen Paradieses spiegeln sich in Cross’ Darstellungen der lichtdurchfluteten Riviera wie Der Strand von Saint-Clair (1901, Privatbesitz) oder Ein Pinienwäldchen (1906, Privatbesitz) wieder.

    Zu Beginn des 20. Jahrhunderts galt Cross als einer der wichtigsten Vertreter der französischen Malerei und war Vorbild und Mentor für aufstrebende Avantgardekünstler wie Henri Matisse und Albert Marquet, die in regem Austausch mit ihm standen. Zugleich war Cross’ Werk in diesen Jahren auf nationalen und internationalen Ausstellungen präsent. In Deutschland wurde er früh als ein Vorreiter der Moderne anerkannt, seine Werke häufig ausgestellt und intensiv besprochen. Der Sammler Harry Graf Kessler gehörte zu seinen eifrigsten Bewunderern und erwarb zahlreiche Werke des Künstlers, darunter Landschaft bei Bormes (1907, Privatbesitz), Pardigon, Küste in der Provence, Abend (1907, The Kasser Mochary Foundation, Montclair, New Jersey) und Rosafarbener Frühling (1908/09, Privatbesitz). Lange vor ihren französischen Kollegen kauften deutsche Museumsgründer und Direktoren wie Karl Ernst Osthaus oder Georg Swarzenski Werke des Malers an, darunter das großformatige Hauptwerk Nachmittag im Garten (1904, Städel Museum, Frankfurt am Main). Die wegweisende Ausstellung des Kölner Sonderbundes 1912 feierte Cross neben Paul Cézanne, Pablo Picasso und Vincent van Gogh als eine der großen Leitfiguren der französischen Avantgarde.

    Bei der Schau im Museum Barberini handelt es sich um die erste Retrospektive, die dem Künstler an einem Museum in Deutschland gewidmet ist. Rund 20 Jahre nach der letzten Einzelausstellung zu Cross (Musée de la Chartreuse, Douai, 1998/99) nimmt sie die gesamte Entwicklung seines künstlerischen Schaffens in den Blick und präsentiert seinen innovativen Umgang mit Farbe und Licht im Kontext der Avantgarde seiner Zeit. Darüber hinaus beleuchtet die Ausstellung Cross’ Interesse an anarchistischem Gedankengut und erörtert die sozialpolitische Dimension seiner gemalten Utopien. „Cross’ frühe Rezeption in Deutschland war für uns ein entscheidender Aspekt bei der Umsetzung dieses Projekts. Viele Werke, die sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts in deutschem Besitz befanden oder auf Ausstellungen in Deutschland gezeigt wurden, kehren im Rahmen der Retrospektive hierher zurück“, erklärt Ortrud Westheider, Direktorin des Museums Barberini. „Zahlreiche Gemälde, die im Werkverzeichnis zu Cross von 1964 aufgeführt werden, gelten heute als verschollen oder befinden sich in Privatbesitz. Es freut uns daher ganz besonders, dass es uns gelungen ist, so viele Privateigentümer für dieses Ausstellungsprojekt zu begeistern. Gerade dadurch können wir unserem Publikum Cross mit einem repräsentativen Querschnitt durch sein gesamtes Schaffen näherbringen, darunter viele seiner bedeutendsten neoimpressionistischen Werke“, ergänzt Daniel Zamani, Kurator der Ausstellung am Museum Barberini.

    Die Retrospektive umfasst rund 100 Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen aus sämtlichen Werkphasen des Künstlers, darunter Leihgaben aus dem Musée d’Orsay in Paris, dem Museo Nacional Thyssen-Bornemisza in Madrid, der Ny Carlsberg Glyptotek in Kopenhagen, dem Museum of Fine Arts in Houston, dem Toledo Museum of Art in Ohio, dem Chrysler Museum of Art in Norfolk sowie zahlreiche Werke aus internationalen Privatsammlungen. Zu den Highlights der Retrospektive gehören zwei von Cross’ frühesten neoimpressionistischen Strandbildern, Calanque des Antibois (1891/92) und Plage de la Vignasse (ca. 1891/92), die von der National Gallery of Art in Washington und dem Musée d’art moderne André Malraux in Le Havre zur Verfügung gestellt werden. Ein weiterer Höhepunkt sind Cross’ bislang weitgehend unbekannte Schwarz-Weiß-Zeichnungen, die mit Kohle oder Crayon Conté ausgeführt wurden und die seinen engen Dialog mit den Papierarbeiten Georges Seurats eindringlich vor Augen führen.

  • 19. Oktober 2018 | Pressemitteilung
    Über 150.000 Besucher in der Gerhard Richter-Ausstellung

    Am Sonntag, 21. Oktober 2018, endet die Ausstellung „Gerhard Richter. Abstraktion“. Über 150.000 Besucherinnen und Besuchern werden dann die Schau in den vergangenen dreieinhalb Monaten in Potsdam gesehen haben. Es war die erste Einzelausstellung eines zeitgenössischen Künstlers im Museum Barberini. „Gerhard Richter. Abstraktion“ vereinte Werke aus fünf Jahrzehnten unterschiedlicher Schaffensphasen des Künstlers von den 1960er Jahren bis zu neuen, bislang noch nicht ausgestellten Arbeiten. Im Unterschied zu den Retrospektiven der vergangene Jahre im Museum of Modern Art in New York, Tate Modern, London, Neue Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin und Centre Pompidou in Paris konzentrierte sich die Ausstellung im Museum Barberini inhaltlich auf das für Richters Malerei zentrale Thema der Abstraktion.

    „Abstraktion ist ein roter Faden durch Richters Malerei. Sie ist Richters Methode, weil sie ihn von der gesehenen Realität wegführt und eine neue Realität erzeugt, die zu entdecken die Kunst sein Mittel ist. 2016 erwarb die Hasso Plattner Stiftung das abstrakte Gemälde A B, Still aus dem Jahr 1986, das den Anlass gab, dem Künstler das Ausstellungsthema Abstraktion vorzuschlagen. Zu unserer großen Freude hatte Gerhard Richter dem Vorhaben zugestimmt, es mit zahlreichen, zum Teil noch nie gezeigten Leihgaben unterstützt und über das Konzept unserer Ausstellung immer wieder nachgedacht, es ergänzt und gemeinsam mit uns im Juni die Eröffnung gefeiert“, erklärt Ortrud Westheider, Direktorin des Museums Barberini. „Diese enge Zusammenarbeit und Auseinandersetzung fiel in eine Zeit intensiver Vorbereitungen für seine Ausstellung im New Yorker Metropolitan Museum of Art im kommenden Jahr. Mit Dietmar Elger, Leiter des Gerhard Richter Archivs an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und Co-Kurator der Potsdamer Ausstellung, danke ich dem Künstler sehr für dieses Geschenk.“

    Im Anschluss an die Richter-Schau zeigt das Museum Barberini vom 17. November 2018 bis 17. Februar 2019 die erste Retrospektive, die Henri-Edmond Cross (1856–1910) an einem deutschen Museum gewidmet ist. Gemeinsam mit seinem Freund und Künstlerkollegen Paul Signac entdeckte Cross, der als einer der bedeutendsten Vertreter des französischen Neoimpressionismus gilt, die Côte d’Azur für die Malerei. Zwischen den Impressionisten um Claude Monet und den Vorreitern des Expressionismus um Henri Matisse markiert sein Œuvre eine entscheidende Etappe auf dem Weg zur Wertschätzung der Farbe als einem autonomen Gestaltungsmittel und damit in Richtung der Abstraktion. In Deutschland wurde er früh als ein Vorreiter der Moderne gefeiert. Neben seiner herausragenden Rolle innerhalb der neoimpressionistischen Bewegung nimmt sie seinen Einfluss auf die spätere Entwicklung der französischen Avantgarde in den Blick und beleuchtet Cross’ Bedeutung als einer der großen Pioniere der Malerei des 20. Jahrhunderts.

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