Presse

Auf dieser Seite haben wir Ihnen alle medienrelevanten Informationen und Presseunterlagen zu den Ausstellungen des Museum Barberini zusammengestellt. Sollten Sie Fragen oder Interviewwünsche haben oder zusätzliches Material benötigen, sprechen Sie uns gerne persönlich an. Bitte beachten Sie, dass der Museumsbesuch für Journalisten und Pressevertreter mit einem gültigen Presseausweis nur mit vorheriger Anmeldung möglich ist. Wir freuen uns auf Ihren Besuch im Museum Barberini.

Achim Klapp, Marte Kräher, presse@museum-barberini.com

Presseverteiler

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Pressemitteilungen
  • 22. Juli 2020 | Pressemitteilung
    Data Analytics – Datenanalyse-Projekt des HPI und des Museums Barberini

    Das von der Hasso Plattner Stiftung gegründete Museum Barberini in Potsdam zeigt Themen aus der gesamten Kunstgeschichte mit den Schwerpunkten Impressionismus und Kunst aus der DDR. Bis zu drei Ausstellungen im Jahr bieten Besuchern eine hohe Abwechslung, erfordern aber auch die stetige Anpassung und Weiterentwicklung der digitalen Produkte des Hauses. Die Ausstellungen und Exponate werden durch ein reichhaltiges Zusatzangebot, insbesondere mittels der Museums-App begleitet. Auf diese Weise soll der Museumsbesuch ein nachhaltiges Erlebnis für vielfältige Besuchergruppen bieten.

    Das Ziel eines mit dem Hasso-Platner Institut (HPI) entwickelten Bachelorprojekts war die Sammlung, Aufbereitung, Analyse und Präsentation verfügbarer Daten rund um den Museumsbesuch. Die Analyseergebnisse sollen zukünftig genutzt werden, um Ausstellungen und deren weitere Angebote noch attraktiver zu gestalten, den Besucher noch besser zu begleiten und so das Museumserlebnis zu verbessern.

    Für das in der der deutschen Museumslandschaft einzigartigen Projekt standen anonymisierte Daten aus der Museums-App und aus Befragungen zur Verfügung. Darin sind auch Ortungsinformationen innerhalb des Museums enthalten. Zusätzlich wurden externe Informationen etwa aus Ausstellungsbesprechungen in Bewertungsportalen oder anderen Web-Texten gesammelt und ausgewertet.

    Das Projekt durchschrittt sämtliche Schritte eines typischen Datenanalyseprojekts und umfasste mehrere Aufgabenpakete. Der genaue Umfang jedes Pakets wurde mit den Teilnehmern im Laufe des Projekts abgestimmt:

    - Datensammlung: In dieser ersten Phase wurden alle vorhandenen Systeme identifiziert und die darin enthaltenen strukturierten und unstrukturierten Daten extrahiert sowie zentral gespeichert. Hierbei wurden Export-Funktionen der bestehenden Systeme und den darin bereits gesammelten Daten nutzbar, aber auch z.B. Webcrawler oder eigene Tools zur Datensammlung entwickelt..
    - Datenaufbereitung: In der zweiten Phase wurden die Rohdaten so formatiert und strukturiert, dass sie für eine automatisierte Analyse verwendet werden konnten. Hierbei gilt es, ein Datenmodell zu entwickeln, das eine optimale Auswertung ermöglichte, und alle Daten in diese Struktur überführte.
    - Datenanalyse und Erstellung von Handlungsempfehlungen: In dieser Phase wurden Analysemethoden entwickelt, die eine möglichst ergiebige Datenauswertung aus textuellen Daten ermöglichten, etwa statistische Algorithmen, aber auch Machine Learning Ansätze. Aus den Ergebnissen der Datenanalyse wurden dann konkrete Empfehlungen abgeleitet.
    - Visualisierung und Präsentation der Ergebnisse: Die Kernergebnisse der zugrundeliegenden Handlungsempfehlungen wurden durch Visualisierungstools darzustellt, die durch die Geschäftsführung des Museums nun nutzbar sind.

    Das Projekt startete im Oktober 2019 und wurde durch Prof. Dr. Felix Naumann und sein Team sowie durch Mitarbeiter des Museums Barberini betreut.

  • 20. Juli 2020 | Pressemitteilung
    Monets Werke begeisterten in Potsdam und online

    Am Wochenende ging die große Monet-Retrospektive im Museum Barberini zu Ende. Rund 110.000 Besucherinnen und Besucher zählte die Werkschau trotz der Corona-Pandemie. Die Ausstellung war die umfangreichste Retrospektive, die dem Künstler jemals an einem deutschen Museum gewidmet wurde. Digitale Angebote begleiteten die erste Schau, die Monets künstlerischen Werdegang im Hinblick auf seine Ortswahl und sein Ortsbewusstsein in den Blick nahm.

    Um Gäste und Mitarbeiter vor einer möglichen Ansteckung zu schützen und die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, hatte das Museum Barberini im März nach knapp vierwöchiger Ausstellungslaufzeit schließen müssen. Zwei Monate später öffnete das Museum im Mai wieder seine Türen, allerdings unter strengen Hygiene-Auflagen und mit stark eingeschränkten Ticketkontingenten.

    „Wir sind sehr froh, dass wir unter diesen besonderen Bedingungen so vielen Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit geben konnten, diese einzigartige Schau zu erleben“, erklärt Museumsdirektorin Ortrud Westheider. „Die Nachfrage nach der langen Schließzeit nach Tickets war riesig, und es tut uns unendlich leid, dass die Online-Buchung aufgrund der stark reduzierten Ticketkontingente eine so große Herausforderung war. Unser Team hat alles Erdenkliche getan, um einen angenehmen Museumsbesuch bei maximaler Sicherheit zu ermöglichen. Sehr herzlich möchte ich mich für die Geduld und das Verständnis unserer Besucher in dieser außerordentlichen Situation bedanken“.

    Westheider bedauert, dass wegen der Einschränkungen längst nicht alle Kartenwünsche erfüllt werden konnten, hat aber einen Trost für Freunde des französischen Impressionismus parat: „Alle, die keine Chance hatten, Monet. Orte zu besuchen, können wir hoffentlich mit dieser Nachricht erfreuen: 34 Gemälde von Claude Monet werden dauerhaft ins Museum Barberini ziehen und sind ab dem 7. September 2020 im Rahmen unserer Sammlungspräsentation Impressionismus. Die Sammlung Hasso Plattner zu sehen“. Mit der umfangreichen Sammlung des Museumsstifters wird Potsdam eines der weltweit wichtigsten Zentren impressionistischer Landschaftsmalerei: In Zukunft werden über 100 Werke von Monet, Renoir, Signac, Pissarro bis Sisley dauerhaft im Museum Barberini präsentiert.

    Mit zahlreichen, täglich wechselnden Online-Angeboten rund um die AusstellungMonet. Orte hatte das Museum Barberini die Werke und die Geschichten hinter den Gemälden auch während der temporären Schließzeit in den digitalen Raum getragen. Neben der multimedialen Website Barberini Prolog, gefilmten Kuratoren-Rundgängen, 360°-Touren durch die Ausstellung und Monets Garten in Giverny sowie Interviews mit internationalen Monet-Experten präsentierte das Museum Online-Yoga-Kurse, digitale Gesprächskonzerte und Bildbesprechungen der Barberini Kids. Eine Live Tour bot zudem die Möglichkeit, die Schau gemeinsam mit einem erfahrenen Guide bei einem interaktiven Rundgang virtuell zu besuchen. Das Interesse an den digitalen Angeboten war groß: 1,8 Millionen Nutzer besuchten in der Ausstellungszeit die Website, mit Posts und Videos erreichte das Museum allein auf Facebook fast 1,5 Millionen User.

    Zur Vorbereitung der Sammlungspräsentation bleibt das Museum Barberini bis 6. September 2020 geschlossen, alle Online-Angebote sind weiterhin auf www.museum-barberini.de/digital verfügbar.

  • 18. Juni 2020 | Pressemitteilung
    Impressionismus. Die Sammlung Hasso Plattner: ab dem 7. September 2020 im Museum Barberini

    Das Museum Barberini in Potsdam zeigt vom 7. September 2020 an dauerhaft die umfangreiche Sammlung impressionistischer Gemälde des Museumsgründers Hasso Plattner – darunter Meisterwerke von Monet, Renoir und Signac. Mit 34 Gemälden von Claude Monet sind außerhalb von Paris nirgends in Europa mehr Werke dieses Künstlers an einem Ort zu sehen. Potsdam wird damit eines der weltweit wichtigsten Zentren impressionistischer Landschaftsmalerei. So bietet das Museum Barberini neben seinen Wechselausstellungen in internationalen Kooperationen eine in Deutschland einmalige Sammlung.

    Claude Monet, Camille Pissarro, Auguste Renoir und Alfred Sisley fanden in den 1860er Jahren als Gruppe zusammen und revolutionierten die Kunst mit lichtdurchfluteten Landschaften, die sich von den traditionellen Bildthemen ihrer Zeit befreiten. 1874 wurden sie als die „Impressionisten“ bekannt, die mit Vorliebe in freier Natur malten und flüchtige Sinneseindrücke möglichst unmittelbar auf die Leinwand bannten. Künstler wie Berthe Morisot, Paul Cézanne und Gustave Caillebotte schlossen sich dieser neuen Kunstrichtung an. Mehr als ein Jahrzehnt später entwickelten Künstler wie Paul Signac und Henri-Edmond Cross die Malerei dieser Pioniere weiter, und sogar Pablo Picasso ließ sich in seinem ersten Jahr in Paris, 1901, vom impressionistischen Stil inspirieren.

    Noch immer fasziniert diese Malerei mit ihrer Konzentration auf den Augenblick. Die Impressionisten wollten alles malen, wenn es nur neu gesehen war. Ihrer Beobachtungsgabe verdanken wir realistische Bilder von überraschender Abstraktion. Geleitet von den Wechselwirkungen des Lichts und der Atmosphäre schufen sie zeitlos schöne Landschaften, deren Neuerungsgeist und Energie bis heute begeistert.

    Hasso Plattner hat sich für diese Malerei entschieden und erklärt seine Leidenschaft: „Die Gemälde beziehen uns als Betrachter unmittelbar mit ein. Wir spüren den Wind auf der Haut und die Temperatur des Wassers, wenn wir Monets Segelboten auf der Seine zusehen. Das schafft keine andere Kunst. Die Impressionisten sind Kommunikationsgenies.“ Hasso Plattner gibt nun über 100 Werke seiner Privatsammlung wie auch seiner Stiftung, der Hasso Plattner Foundation, als Dauerleihgabe in das Museum Barberini. Zu den bekanntesten Werken des Bestandes gehören Caillebottes Brücke von Argenteuil (1983), Monets Getreideschober (1891), Signacs Hafen bei Sonnenuntergang (1892), Monets Palazzo Contarini (1908) und die Seerosen (1914–1917).

    Mit dem Museum Barberini und seiner Sammlung möchte Plattner auch an die umkämpfte Geschichte des Impressionismus in Deutschland erinnern. Noch bis heute ist die Malerei dieser Kunstrichtung an deutschen Museen nur wenig vertreten: „Aus nationalem Ressentiment wurde der französische Impressionismus in Deutschland in der Kaiserzeit kaum gesammelt. Meine Sammlung im Museum Barberini soll heute, besonders hier im Osten Deutschlands, ein Ort der deutsch-französischen Freundschaft, des kulturellen Freigeistes und des internationalen Austausches sein.“

    Die Sammlung ermöglicht, die Geschichte des französischen Impressionismus vorzustellen. Ortrud Westheider, Direktorin des Museums Barberini, unterstreicht die Bedeutung der neuen Dauerausstellung: „Es gibt keine vergleichbare Sammlung, die impressionistische Landschaftsmalerei so umfangreich und in ihrer Entwicklung und Ikonographie so schlüssig zeigen könnte. Man kann tatsächlich die Geschichte dieser faszinierenden Kunstrichtung anhand unserer Werke nachvollziehen.“ Schon mit der Eröffnungsausstellung des Museums Barberini Impressionismus. Die Kunst der Landschaft war Westheider 2017 dem Vorurteil entgegengetreten, Impressionismus sei eine spontane Stimmungskunst. Diese Malerei, so Westheider, lohnt eine fundierte Auseinandersetzung: „Dass Hasso Plattner diesen Schatz jetzt dauerhaft dem Museum Barberini anvertraut, ermöglicht, mit Ausstellungen, Symposien und Vorträgen der Impressionismus-Forschung neue Impulse zu geben und uns weltweit zu vernetzen.“

    Zur Eröffnung der Sammlungspräsentation erscheint im Prestel Verlag der Katalog Impressionismus. Die Sammlung Hasso Plattner von Ortrud Westheider. Auf der Website des Museums wird die Sammlung mit Texten von Daniel Zamani, Kurator am Museum Barberini, und Ergebnissen der Provenienzforschung von Linda Hacka, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, vorgestellt.

    Bis 19. Juli 2020 zeigt das Museum Barberini noch die Ausstellung Monet. Orte, die umfangreichste Retrospektive, die dem Künstler bislang an einem deutschen Museum gewidmet worden ist, sowie die Präsentation Jasper Johns. The 100 Monotypes. Dank der Unterstützung aller Leihgeber konnte nicht nur Monet. Orte bis zum 19. Juli verlängert, sondern die Schau Rembrandts Orient, eine Kooperation mit dem Kunstmuseum Basel, für das Frühjahr 2021 gesichert werden. Vom 13. März bis 27. Juni 2021 widmet sich die Ausstellung mit über 100 Kunstwerken dem Blick von Rembrandt und seinen niederländischen Maler-Kollegen auf fernöstliche Kulturen.

  • 29. April 2020 | Pressemitteilung
    Museum Barberini öffnet am 6. Mai wieder

    Nach knapp zwei Monaten öffnet das Museum Barberini am Mittwoch, den 6. Mai 2020, wieder seine Türen. Das Land Brandenburg hat einer Wiedereröffnung von Kultureinrichtungen unter strengen Auflagen zugestimmt. Das Museum hat in Abstimmung mit den zuständigen Behörden einen umfänglichen Katalog an Schutz- und Hygienemaßnahmen entwickelt.

    Um den Ausstellungsbesuch auch während der Corona-Pandemie sicher zu gestalten, wird die Anzahl der Gäste bis auf Weiteres stark reduziert, die Verweildauer auf 120 Minuten begrenzt sowie der geforderte Abstand von 1,5 Metern durch ein Wegeleitsystem gewährleistet. Zudem wird der Schutz durch Maskenpflicht und generelle Kontaktreduzierung erhöht.

    Ortrud Westheider, Direktorin des Museums Barberini: „Wir freuen uns sehr, dass wir das Museum endlich wieder zugänglich machen können. Wir sind uns der Verantwortung bewusst, die wir gegenüber unseren Gästen und Mitarbeitern haben. In Zeiten der Krise, in der weltweit alle Museen geschlossen waren, hat das Museum Barberini eine beispiellose Solidarität erfahren: In kürzester Zeit haben die zahlreichen internationalen Leihgeber einer Verlängerung der Ausstellung Monet. Orte bis 19. Juli 2020 zugestimmt. Damit können wir der Begeisterung für Monets Malerei Zeit und Raum geben.“

    Die Ticketbuchung ist ab Donnerstag, den 30. April 2020, vorerst ausschließlich online möglich. Bereits erworbene Tickets für einen Museumsbesuch ab dem 6. Mai 2020 behalten ihre Gültigkeit.

    Weitere Informationen zu Tickets für die Monet-Ausstellung sowie den Schutz- und Hygienemaßnamen im Museum Barberini: www.museum-barberini.de.

  • 20. April 2020 | Pressemitteilung
    Museum Barberini prüft Voraussetzungen für Wiedereröffnung

    Das Land Brandenburg hat am Freitag, 17. April 2020, einer Wiedereröffnung der Museen unter strengen Auflagen zugestimmt. Das Museum Barberini prüft zurzeit in Abstimmung mit den zuständigen Behörden in Potsdam die Schutz- und Hygienevorschriften und plant deren technische und organisatorische Umsetzung. Zudem stimmt sich das Museum Barberini mit den Kultureinrichtungen in Potsdam und Berlin ab.

    „Wir haben einen Hygieneplan und Konzepte für die Regulierung der Besucherströme erstellt. Damit wir einen möglichst sicheren Ausstellungsbesuch gewährleisten können, benötigen wir dennoch Zeit, um die notwendigen Schutzvorkehrungen für das Haus anzupassen. Wir hoffen, die Monet-Schau in Kürze für Besucher wieder zugänglich machen zu können. Über den genauen Termin informieren wir sobald wie möglich“, erklärt Ortrud Westheider, Direktorin des Museums Barberini.

    Mit zahlreichen, täglich wechselnden Online-Angeboten rund um die aktuelle Ausstellung Monet. Orte trägt das Museum Barberini derzeit die Werke und die Geschichten hinter den Gemälden in den digitalen Raum. Neben einer Website zur Schau, gefilmten Kuratoren-Rundgängen, 360°-Touren sowie Interviews mit internationalen Monet-Experten bietet das Museum ab sofort ein weiteres digitales Angebot an:

    Die Barberini Live Tour bietet die Möglichkeit, die Schau gemeinsam mit einem erfahrenem Guide des Museums virtuell zu besuchen. In dem interaktiven Rundgang tauchen die Besucher ein in die Vielfalt der Orte, die Monet im Lauf seines langes Künstlerlebens geprägt hat – von der Großstadt Paris und den Seine-Dörfern Argenteuil, Vétheuil und Giverny bis zu Reisezielen wie London oder Venedig. Im Austausch mit dem Guide besuchen die Besucher alle Ausstellungsräume und können die Gemälde aus nächster Nähe betrachten – fast als wären die Besucher im Museum.

    „Wir wissen, dass eine virtuelle Führung das Erlebnis des Originals nicht ersetzen kann. Aber die Kombination einer 360°-Tour mit einer persönlichen Führung kommt einem Ausstellungsbesuch schon sehr nahe und kann vielleicht auch in der Zukunft Menschen einen Zugang ermöglichen, die nicht ins Museum kommen können!“, sagt Ortrud Westheider. „In einer Testphase wollen wir dieses einzigartige Führungsformat, bei der sich die Besucher per Computer zuschalten können, kostenfrei anbieten, um erste Erfahrungen sammeln zu können und das Angebot zu perfektionieren. Ab dem 10. Mai 2020 ist die virtuelle Führung dann kostenpflichtig. Wir sind gespannt, wie das neue Angebot bei unseren Besuchern ankommt!“.

    Weitere Informationen zur Barberini Live Tour sowie den aktuellen digitalen Aktivitäten des Museums Barberini: www.museum-barberini.com/digital.

Pressebilder

Bitte verwenden Sie das Photo-Material nur im Zusammenhang der aktuellen Berichterstattung zum Museum Barberini und nennen bei der Veröffentlichung unbedingt die angegebenen Bildunterschriften und Copyrightangaben. Für Veröffentlichungen im Internet sind maximal 72 dpi gestattet.

Erweiterte Rechtebestimmungen gelten insbesondere für Werke von Künstlern, die von der VG Bild-Kunst vertreten werden. Diese Werke dürfen nur vollständig und unverändert abgebildet werden. Außerdem ist die kostenfreie Veröffentlichung dieser Abbildungen nur im Rahmen der aktuellen Berichterstattung erlaubt (ab drei Monate vor Ausstellungsbeginn bis sechs Wochen nach Ende der Ausstellung). Die Verwendung für Produktwerbung ist zudem lizenz- und gebührenpflichtig und muss mit der VG Bild-Kunst direkt vereinbart werden. Bitte wenden Sie sich bei Rückfragen an reproduktionsrechte@bildkunst.de

Photo- und Drehgenehmigung

Bitte haben Sie Verständnis, dass Photo- und Filmaufnahmen, die für professionelle Zwecke bzw. zur Veröffentlichung bestimmt sind, im Museum Barberini nur nach vorheriger Genehmigung erfolgen können. Bitte melden Sie sich daher rechtzeitig zu einem Photo- bzw. Drehtermin an.

Pressemeldungen - Archiv

  • 16. März 2020 | Pressemitteilung
    Verlängerung der Schließung des Museums Barberini bis 19. April 2020

    Aufgrund der Verfügung der Landeshauptstadt Potsdam im Zusammenhang mit dem Coronavirus wird das Museum Barberini die Schließung bis vorerst Sonntag, den 19. April 2020, verlängern. Um Besucher wie auch Mitarbeiter vor einer möglichen Ansteckung zu schützen und die Verlangsamung der Ausbreitung des Coronavirus zu unterstützen, hat das Museum bereits auf eigene Initiative seit Donnerstag, den 12. März 2020, geschlossen.

    Ortrud Westheider, Direktorin des Museums: „Die Schließung des Museums bis nach Ostern ist unendlich schade, doch wir tragen die Verantwortung für die Gesundheit unserer Gäste sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Über Social Media bieten wir aber während der Schließung täglich neue Einblicke in die Monet-Ausstellung. Interessierte können nach wie vor den Barberini Prolog – die Webseite zur Ausstellung – durchstöbern, die Audiotour auf der kostenlosen Barberini App anhören oder sich Interviews mit internationalen Monet-Experten auf unserem YouTube-Kanal anschauen.“

    Der Ticketverkauf wird ebenfalls bis einschließlich 19. April 2020 ausgesetzt. Bereits für den Zeitraum vom 12. März bis 19. April 2020 erworbene Tickets für den Ausstellungsbesuch sowie für Veranstaltungen im Museum Barberini werden erstattet. Weitere Informationen: www.museum-barberini.com

    Pressekontakt
    Achim Klapp, Marte Kräher
    Kommunikation Museum Barberini
    T +49 331 236014 305/308
    E presse@museum-barberini.com
    www.museum-barberini.com

  • 11. März 2020 | Pressemitteilung
    Temporäre Schließung des Museums Barberini

    Die Gesundheit der Gäste und Mitarbeiter des Museums Barberini hat höchste Priorität. Das Museum prüft laufend die Berichterstattung sowie die Empfehlungen der zuständigen Behörden zum Coronavirus und möchte einen Beitrag dazu leisten, die dynamische Verbreitung des Coronavirus zu hemmen.

    Um Gäste und Mitarbeiter vor einer möglichen Ansteckung zu schützen, hatte das Museum Barberini bereits in der vergangenen Woche die Anzahl der Besucher stark begrenzt. Da das Museum aber bei der großen Publikumsausstellung Monet. Orte mit anfänglich 2.500 bis 3.000 Gästen pro Tag das empfohlene Limit von höchstens 500 bis 1.000 Besuchern bei Kulturveranstaltungen nicht gewährleisten kann, wird das Museum ab Donnerstag, 12.3.2020, bis einschließlich Dienstag, 17.3.2020, schließen. In dieser Zeit ist der Online-Ticket-Verkauf ausgesetzt. Nach Prüfung der aktuellen Lage wird das Haus am 17.3.2020 neu entscheiden.

    Bereits für diesen Zeitraum gebuchte Tickets für den Ausstellungsbesuch sowie Veranstaltungen im Museum Barberini werden erstattet, weitere Informationen hierzu werden in Kürze auf der Website veröffentlicht.

  • 20. Februar 2020 | Pressemitteilung
    Impressionismus. Die Sammlung Hasso Plattner (ab 5. September 2020 im Museum Barberini)

    Das Museum Barberini in Potsdam wird ab dem 5. September 2020 die Impressionisten aus der Sammlung des Museumsgründers Hasso Plattner zeigen. Über 100 Meisterwerke von Monet, Renoir, Morisot, Sisley, Pissarro, Cross, Signac und weiteren Malern des Impressionismus und Postimpressionismus werden künftig dauerhaft im Museum Barberini präsentiert werden. Darunter sind allein 34 Gemälde von Claude Monet. Mehr Monets sind außerhalb von Paris nirgends in Europa zu sehen. Insgesamt werden über zwanzig Künstler in der Dauerausstellung vertreten sein. Ihre Werke unterstreichen die zentrale Rolle der Landschaftsmalerei zu jener Zeit.

    Hasso Plattner erklärt seine Leidenschaft für die Impressionisten so: „Aus nationalem Ressentiment wurde der französische Impressionismus in Deutschland in seiner Zeit kaum gesammelt. Meine Sammlung soll deshalb, besonders hier im Osten Deutschlands, ein Ort der deutsch-französischen Freundschaft, des kulturellen Freigeistes und des internationalen Austausches sein.“

    Ortrud Westheider, Direktorin des Museums Barberini, unterstreicht die Bedeutung der neuen Dauerausstellung: „Diese Sammlung ist für das Museum Barberini eine große Chance. Mit Leidenschaft und einem unfehlbaren Blick für Qualität hat Hasso Plattner im Lauf der letzten 30 Jahre eine der bedeutendsten Sammlungen impressionistischer Malerei weltweit zusammengetragen. Neben den wichtigen Häusern in Berlin, Bremen, Frankfurt, Köln, München und Stuttgart gewinnt die deutsche Museumslandschaft jetzt dank seiner großzügigen Dauerleihgaben mit Potsdam einen weiteren Standort, der über einen herausragenden Bestand impressionistischer und postimpressionistischer Werke verfügt.“

    In der Dauerausstellung der Sammlung Plattner werden zum ersten Mal auch Gemälde zu sehen sein, die die Hasso Plattner Foundation unlängst erworben hat. Darunter bedeutende Werke von Caillebotte, Pissarro und Renoir, aber auch Monets Stillleben mit spanischen Melonen (1879), Bordighera, Italien (1884) und Die blühende Wiese (1885). Als bekanntestes Bild konnte Monets Getreideschober aus dem Jahr 1890 für das Museum Barberini gewonnen werden. Das Bild ist eine von 25 Variationen des Motivs einfacher Getreideschober, wie sie in unmittelbarer Nähe von Monets Landhaus in Giverny standen. Der Maler nahm sie in den 1890er Jahren zu unterschiedlichen Tages- und Jahreszeiten in den Blick. Als 15 dieser Arbeiten im Mai 1891 in der Pariser Galerie Paul Durand-Ruel ausgestellt wurden, erklärte Monet: „Für mich existiert eine Landschaft nicht an und für sich, weil ihre Erscheinung sich jeden Moment verändert; sie lebt durch das, was sie umhüllt – durch die Luft und das Licht, die ständig wechseln. (…) Für mich erhält das Sujet erst durch seine Umgebung seinen wahren Wert.“

    Mit den Getreideschobern entwickelte Monet Ende des 19. Jahrhunderts sein Serienverfahren, das er später mit seinen Seerosenbildern fortsetzte – ein Wendepunkt in seinem Schaffen. Der Getreideschober nimmt in dieser Serie eine herausgehobene Stellung ein, da die in Reihe stehenden Getreideschober hier nicht wie sonst vor dem geraden Horizont inszeniert werden. Dieses Bild wurde 1892 von der Chicagoer Kunstsammlerin Bertha Palmer erworben, die damals eine der größten Sammlungen französischer Landschaftsmalerei außerhalb von Paris besaß, darunter allein neun Bilder aus dieser ersten Serie Monets.

    Über die Bedeutung des Ankaufs sagt Museumsgründer Hasso Plattner: „Mit Monets Getreideschober hat die Hasso Plattner Foundation eine Ikone des Impressionismus für den Museumsbetrieb erworben. Meisterwerke wie diese gehören nicht weggeschlossen, sondern sollten öffentlich gezeigt werden. Im Museum Barberini wird das Bild für jedermann zu sehen sein.“ Direktorin Ortrud Westheider: „Mit Monets Getreideschober ist das Museum Barberini mit Sammlungen wie dem Art Institute of Chicago, dem Metropolitan Museum of Art in New York, dem Musée d’Orsay in Paris und dem Kunsthaus Zürich verbunden, die ebenfalls ein Werk aus dieser Serie besitzen.“

    Monets Gemälde Getreideschober wird erstmals seit 1945 öffentlich ausgestellt und schon im Rahmen der umfangreichen Retrospektive Monet. Orte zu sehen sein, die das Museum Barberini ab 22. Februar zeigt. In dieser Ausstellung wird das Bild in einen Dialog mit zwei weiteren Variationen der Getreideschober treten können: Das eine Bild stammt aus der Privatsammlung Hasso Plattners. Das andere ist eine Leihgabe aus der National Gallery of Australia in Canberra und befand sich früher ebenfalls in der Sammlung von Bertha Palmer.

  • 20. Februar 2020 | Pressemitteilung
    Monet. Orte (22. Februar – 1. Juni 2020)

    Vom 22. Februar bis 1. Juni 2020 präsentiert das Museum Barberini die Ausstellung Monet. Orte. Diese Werkschau ist eine der umfangreichsten Retrospektiven, die dem Künstler jemals an einem deutschen Museum gewidmet wurde. Sie entstand in Zusammenarbeit mit dem Denver Art Museum. Anhand von über 100 Gemälden spürt sie den Orten nach, aus denen Monet Inspiration bezog – von Paris und den Seine-Dörfern bis zu Reisezielen wie London oder Venedig. Die Schau versammelt zahlreiche Schlüsselwerke aus sämtlichen Schaffensphasen. Sie ist die erste Ausstellung, die Monets künstlerischen Werdegang im Hinblick auf seine Ortswahl und sein Ortsbewusstsein in den Blick nimmt.

    Der Ort war für Claude Monet (1840–1926) von entscheidender Bedeutung. Hier traf das von Wetter, Jahres- und Tageszeiten abhängige Licht auf die Landschaft. Hier ging er dem flüchtigen Spiel atmosphärischer Phänomene nach – dem, was zwischen ihm und dem Motiv lag. Dabei machte er es sich nicht einfach: Immer wieder suchte er gezielt Ansichten, deren malerische Umsetzung eine Herausforderung war, vom gleißenden Licht der Riviera bis zur windgepeitschten Atlantikküste im Norden Frankreichs. Die Ausstellung Monet. Orte zeigt, welche Strategien der Künstler bei der Wahl seiner Wohnorte und Reiseziele verfolgte. Anhand von über 100 Exponaten erfasst sie sein gesamtes Schaffen, vom ersten dokumentierten Gemälde bis zu den späten Seerosenbildern, die er in seinem Garten in Giverny anfertigte.

    Schon früh hatte sich Monet der Freilichtmalerei zugewandt. Er malte nicht wie damals üblich nur vorbereitende Ölskizzen, sondern auch ausgearbeitete Gemälde unter freiem Himmel. Monet spürte dem genius loci, der Aura, die einem bestimmten Ort innewohnt, nach. Zugleich wollte er immer sein Erlebnis des Moments am Ort erfassen. Obwohl die Gemälde im Lauf seines Lebens zunehmend abstrakter wurden, beruhten sie auf Beobachtung und blieben an der Wirklichkeit orientiert.

    Immer wieder sprach Monet von seinem Bedürfnis, zunächst in eine Landschaft eintauchen, ein Gespür für eine neue Gegend entwickeln zu müssen, bevor er sie auf die Leinwand bannen konnte. Anders als das Klischee der impressionistischen Malerei als spontaner Eindruck vermuten lässt, ging Monet zielgerichtet und methodisch vor. Sein Ringen um eine authentische Wiedergabe der Landschaft beschrieb er in einem Brief von 1912: „Ich weiß nur, dass ich im Hinblick auf die Natur alles tue, was in meiner Macht steht, um wiederzugeben, was ich empfinde, und dass ich meistens, wenn ich versuche, das wiederzugeben, was ich fühle, die grundlegenden Regeln der Malerei, sollten sie überhaupt existieren, vollkommen vergesse.“

    Anders als seine Künstlerfreunde suchte Monet die verschiedensten Landschaften und Lichtstimmungen – nicht nur an seinen Wohnorten in Frankreich, sondern auch auf Reisen. Er nutzte das nach 1850 rapide anwachsende Schienennetz, durch das sich sein Aktionsradius erweiterte. Monets Kunst spiegelt die neue Mobilität, die das Aufkommen der Eisenbahn mit sich brachte. Zahlreiche Orte, die er darstellte, waren touristisch beliebte Ausflugsziele, die auch als Motive auf Postkarten oder Amateurphotographien zirkulierten. Monet wandte sich an das aufstrebende Großstadtbürgertum, eine kaufkräftige Klientel, die sich über Tourismus, Freizeit und Erholung definierte.

    Die neu aufgekommene Photographie entsprach dem Zeitgeist mit seinem Streben nach wissenschaftlicher Erfassung der Welt. „Monet machte mit seiner Malerei ein Spannungsfeld zwischen naturwissenschaftlicher Exaktheit und subjektiver Erfahrung auf. Bei aller Motivtreue zielte er darauf ab, dem Betrachter sein Naturerlebnis erfahrbar zu machen“, erklärt Ortrud Westheider, Direktorin des Museums Barberini. Kurator Daniel Zamani fügt hinzu: „Die Bedeutung des Ortes zeigt sich bei Monet auch an den Bildtiteln, die häufig konkrete Orte benennen – wie etwa Blick auf Bordighera oder Felsen bei Port-Goulphar. Im Wissen, dass sich Menschen mit Orten identifizieren, war Monet bestrebt, die Topographie seiner Gemälde kenntlich zu machen, statt allgemeine Titel wie Stadt am Meer oder Die schwarzen Klippen zu verwenden, wie es damals bei Salonbildern üblich war.“

    „Ein ganzer Raum unserer Retrospektive ist Monets Garten in Giverny gewidmet“, betont Ortrud Westheider. „In seinen ikonischen Seerosenbildern bahnt sich ein freies Spiel von Farbe und Form den Weg, das ihn zu einem der wichtigsten Wegbereiter der abstrakten Malerei im frühen 20. Jahrhundert werden ließ.“ Über die Zielsetzung der Retrospektive führt Daniel Zamani weiter aus: „Monets Schaffen ist intensiv untersucht worden, aber unser Fokus auf die Orte, die ihn inspirierten, eröffnet neue Einblicke in seine künstlerischen Interessen und Methoden. Wir zeigen, wie wichtig bestimmte Landschaften an den Wendepunkten seiner Karriere waren, und untersuchen, wie und warum diese Orte die Entwicklung seiner Malerei beeinflusst haben.“

    Ausgangspunkt der Ausstellung bildet die Sammlung Hasso Plattners, Stifter des Museums Barberini, sowie der Impressionismus-Bestand des Denver Art Museums. Dazu kommen Leihgaben aus zahlreichen internationalen Museums- und Privatsammlungen, darunter Schlüsselwerke aus dem Musée d’Orsay und dem Musée Marmottan Monet in Paris, der National Gallery in London, dem Museo Nacional Thyssen-Bornemisza in Madrid, dem Metropolitan Museum of Art in New York, der National Gallery of Art in Washington, D. C., dem Hammer Museum in Los Angeles sowie dem National Museum of Western Art in Tokio und der National Gallery of Australia in Canberra. Die Ausstellung wurde konzipiert von den

    Direktoren und Kuratoren des Denver Art Museums und des Museums Barberini, Christoph Heinrich und Angelica Daneo sowie Ortrud Westheider und Daniel Zamani.

    Die mehr als 100 Exponate werden in einer thematisch nach Orten gegliederten Raumfolge präsentiert, die sich über alle drei Stockwerke des Museums erstreckt. Im Rundgang können die Besucherinnen und Besucher Monets gesamte Werkentwicklung bis zu seinen späten Serienbildern verfolgen und zugleich den Orten nachspüren, aus denen er Inspiration für seine impressionistische Freilichtmalerei bezog – darunter auch sein aufwendig angelegter Wassergarten in Giverny, der zum Fokus seiner letzten Schaffensjahre wurde.

    Zur Ausstellung erscheint ein 280-seitiger Katalog (Prestel, 2020), der Essays von einigen der bedeutendsten Forscherinnen und Forschern im Bereich des Impressionismus beinhaltet, darunter Marianne Mathieu, James H. Rubin, George T. M. Shackelford, Richard Thomson und Paul Hayes Tucker.

  • 3. Februar 2020 | Pressemitteilung
    165.000 Besucher bei Van Gogh

    165.000 Besucher besuchten die Ausstellung Van Gogh. Stillleben, die am gestrigen Sonntag nach rund drei Monaten endete. Sie ist nach der Museumseröffnung 2017 mit Impressionismus. Die Kunst der Landschaft und Picasso. Das späte Werk im vergangenen Jahr die bislang besucherstärkste Ausstellung des Hauses. Anhand einer repräsentativen Auswahl von 27 Gemälden veranschaulichte sie die Bedeutung, die die Stillleben für Van Goghs künstlerischen Werdegang hatten. Ortrud Westheider, Direktorin des Museums Barberini: „Noch nie gab es eine Ausstellung, die sich Van Goghs Stillleben gewidmet hat. Wir freuen uns sehr, dass wir mit unserer konzentrierten Schau so viele Besucherinnen und Besucher für einen neuen Blick auf Van Goghs Werk begeistern konnten – und dies auf nur einer Etage des Museums. Um allen unseren Gästen ein angenehmes Kunsterlebnis in den sechs Sälen zu ermöglichen, hatten wir die Besuchskontingente für das Museum stark begrenzt. Besonders freue ich mich, dass die Ausstellung erneut so viele junge Menschen angesprochen hat. Über 1.200 Führungen und Workshops wurden in den drei Monaten durchgeführt, davon allein 300 für Kinder- und Schülergruppen. Der Anteil der Führungen und Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche im Museum Barberini beträgt somit ein Viertel aller Führungen, ein schöner Erfolg!“

    Im Anschluss an Van Gogh. Stillleben zeigt das Museum Barberini vom 22. Februar bis 1. Juni 2020 Monet. Orte. Mit über 100 Gemälden ist die Ausstellung die bislang größte dem Künstler gewidmete Retrospektive in Deutschland. Der Ort war für Claude Monet von entscheidender Bedeutung. Hier traf das von Wetter, Jahres- und Tageszeiten abhängige Licht auf landschaftliche Gegebenheiten. Monet. Orte versammelt zahlreiche Schlüsselwerke aus sämtlichen Schaffensphasen und ist die erste Ausstellung, die Monets künstlerischen Werdegang im Hinblick auf die Kategorien Ortswahl und Ortsbewusstsein in den Blick nimmt.

    www.museum-barberini.com/monet

  • 3. Januar 2020 | Pressemitteilung
    100.000 Besucher bei Van Gogh

    Heute konnte das Museum Barberini den 100.000. Besucher in der Ausstellung Van Gogh. Stillleben begrüßen. Die Schau veranschaulicht anhand einer repräsentativen Auswahl von 27 Gemälden die Bedeutung, die die Stillleben für seinen künstlerischen Werdegang hatten. Ortrud Westheider, Direktorin des Museum Barberini: „Noch nie gab es eine Ausstellung, die sich Van Goghs Stillleben gewidmet hat. Wir freuen uns sehr, dass wir mit unserer konzentrierten Schau so viele Besucherinnen und Besucher für diesen neuen Blick auf Van Gogh begeistern können. Wir empfehlen allen, die die Schau unbedingt noch sehen wollen, vorab online Karten zu reservieren. Um allen Besuchern ein angenehmes Ausstellungserlebnis in den nur sechs Sälen zu ermöglichen, sind die Besuchskontingente für die Schau begrenzt“.

    Insgesamt kamen 2019 rund 390.000 Besucher in das Museum Barberini zu den Ausstellungen zum Spätwerk Picassos, zu den römischen Barock-Meisterwerken und den Stillleben Van Goghs, über 3.300 Gruppenführungen für Kinder und Erwachsene wurden angeboten. Das vergangene Jahr war damit nach dem Eröffnungsjahr 2017 das besucherstärkste für das neue Museum in Potsdam, die Picasso-Schau im Frühling 2019 nach der Museumseröffnungsausstellung die erfolgreichste des Hauses bislang. „Wir sind überwältigt von dem hohen Zuspruch unserer Besucher und der Begeisterung, mit der unser Haus, unsere Ausstellungen, Veranstaltungen, unser umfangreiches Vermittlungsprogramm und die digitalen Angebote angenommen werden“, sagt Ortrud Westheider. „Die Resonanz auf unsere bislang 13 Schauen waren sowohl beim Publikum als auch bei den Medien hervorragend. Über 100.000 Barberini Friends-Jahreskarteninhaber besuchen uns regelmäßig. Rund 250.000 Nutzer verwenden die Barberini App mit Audioguides und redaktionell aufbereiteten Inhalten wie Expertenvideos und Podcasts. Und rund ein Drittel unserer Besucher nutzt beim Besuch die Barberini App über das eigene Smartphone oder die Leihgeräte im Museum.“

    Die von Michael Philipp, Chefkurator des Museums Barberini, verantwortete Ausstellung Van Gogh. Stillleben, die noch bis zum 2. Februar 2020 zu sehen ist, durchmisst das gesamte Œuvre des Künstlers von den in dunklen Erdtönen gehaltenen Studien des Frühwerks der Jahre 1881 bis 1885 bis zu den in leuchtenden Farben gemalten Obst- und Blumenstillleben, die in den letzten Lebensjahren in Arles, Saint-Rémy und Auvers entstanden sind. Michael Philipp: „Das Genre Stillleben wurde zu seinem Experimentierfeld zur Erprobung malerischer Mittel und Möglichkeiten. Seine Reaktion auf den Impressionismus, den Van Gogh in Paris kennenlernte, zeigt sich in den Stillleben ebenso wie seine Verarbeitung von Einflüssen japanischer Farbholzschnitte. Gerade die Entwicklung zu einem immer freieren, intensiveren Umgang mit Farbe lässt sich anhand der Stillleben nachvollziehen.“

    Im Anschluss an die Van Gogh-Schau zeigt das Museum Barberini vom 22. Februar bis 1. Juni 2020 Monet. Orte. Mit über 100 Gemälden ist die Ausstellung die bislang größte dem Künstler gewidmete Ausstellung in Deutschland. Vom 27. Juni bis 11. Oktober 2020 geht die Ausstellung Rembrandts Orient der Auseinandersetzung des Künstlers und anderer Maler des Goldenen Zeitalters der Niederlande mit den außereuropäischen Kulturen nach und fragt nach ihrem Bild vom Orient. Im Herbst präsentiert das Museum Barberini die Schau Impressionismus in Russland (7. November 2020 bis 28. Februar 2021). Die Ausstellung zeigt die Internationalität der impressionistischen Bildsprache von Malerinnen und Maler um 1900 und zeigt, wie sie auch für Avantgardekünstler wie Natalja Gontscharowa, Michail Larionow und Kasimir Malewitsch zum Ausgangspunkt wurde. Die Ausstellung integriert die russischen Künstler in das Projekt der europäischen Moderne.

    www.museum-barberini.com/van-gogh
    prolog.museum-barberini.com/vangogh
    #VanGoghBarberini

  • 20. Dezember 2019 | Pressemitteilung
    Monet, Rembrandt, Impressionismus in Russland. Ausstellungsprogramm 2020

    Monet. Orte
    22. Februar bis 1. Juni 2020

    Die Wiedergabe flüchtiger Natureindrücke spielt eine zentrale Rolle in der Kunst Claude Monets (1840–1926). Wie kein anderer Impressionist setzte er sich intensiv mit der Topographie und den spezifischen Lichtstimmungen der unterschiedlichsten Orte auseinander, von der Metropole Paris bis zu den abgelegenen Seine-Dörfchen Vétheuil und Giverny. Die Ausstellung zeigt mit über 100 Gemälden die Entwicklung von Monets Kunst von den 1850er bis zu den 1920er Jahren mit einem Fokus auf die Orte – sowohl in der Heimat wie auf Reisen –, aus denen er Inspiration für seine Malerei bezog. In Zusammenarbeit mit dem Denver Art Museum, wo die Ausstellung unter dem Titel Claude Monet: The Truth of Nature bis zum 2. Februar 2020 zu sehen ist.

    Rembrandts Orient. Westöstliche Begegnung in der niederländischen Kunst des 17. Jahrhunderts
    27. Juni bis 11. Oktober 2020

    Der intensive Handel der Niederlande mit dem Nahen und Fernen Osten machte die Stadt Amsterdam im 17. Jahrhundert zu einem kulturellen Schmelztiegel und einem zentralen Umschlagplatz für exotische Güter in Europa. Rembrandt (1606–1669) und andere Maler des Goldenen Zeitalters der Niederlande schöpften freimütig aus der Vielzahl von Einflüssen ferner Länder und bereicherten ihr Werk um neue Motive. Die Ausstellung geht der Auseinandersetzung dieser Künstler mit den außereuropäischen Kulturen nach und fragt nach ihrem Bild vom Orient.
    In Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Basel.

    Impressionismus in Russland. Aufbruch zur Avantgarde
    7.11.2020 bis 28.2.2021

    Zahlreiche Künstler in Russland ließen sich am Ende des 19. Jahrhunderts von den Themen und der Malweise der französischen Impressionisten anregen. Sie arbeiteten en plein air und spürten der Flüchtigkeit des Moments nach, wenn sie Szenen des russischen Alltags portraitierten. Malerinnen und Maler wie Natalja Gontscharowa, Michail Larionow und Kasimir Malewitsch, die später die Avantgarde bildeten, entwickelten aus dem impressionistischen Studium des Lichts ihre neue Kunst. Die Ausstellung zeigt die Internationalität ihrer Bildsprache um 1900 und integriert die russischen Künstler in das Projekt der europäischen künstlerischen Moderne.
    In Zusammenarbeit mit der Staatlichen Tretjakow-Galerie, Moskau, und dem Museum Frieder Burda, Baden-Baden.

  • 11. November 2019 | Pressemitteilung
    Impressionismus in Russland. Aufbruch zur Avantgarde (7.11.2020 – 28.2.2021)

    Paris war schon vor 1900 ein Anziehungspunkt für russische Künstler. Hier begegneten sie den Werken von Claude Monet und Auguste Renoir. Sie ließen sich von den Themen und der Malweise der französischen Impressionisten anregen. Zurück in Russland malten sie en plein air und spürten der Flüchtigkeit des Moments nach, wenn sie Szenen des russischen Alltags portraitierten. Auch Maler, die später die Avantgarde bildeten, entwickelten aus dem impressionistischen Studium des Lichts ihre neue Kunst. Erstmals widmet sich eine Ausstellung dem vielgestaltigen Impressionismus in Russland. Die Schau, eine Kooperation mit der Staatlichen Tretjakow-Galerie, Moskau, und dem Museum Frieder Burda, Baden-Baden, zeigt die Internationalität der Bildsprache um 1900 und integriert die russischen Künstler in das Projekt der europäischen künstlerischen Moderne.

    Der Aufenthalt von Künstlerinnen und Künstlern in Paris, der Hauptstadt der europäischen Kunst, hat in der russischen Malerei Spuren hinterlassen. Die Generation nach Ilja Repin orientierte sich am Westen. Die Boulevards und Cafés von Paris wurden um 1900 ein wichtiges Thema. Die Maler studierten nicht nur die Architektur, sondern auch die impressionistischen Stadtansichten mit ihren dramatischen Straßenfluchten und kühnen Perspektiven. Die nächtlich beleuchteten Straßenzüge faszinierten Konstantin Korowin und Nicolas Tarkhoff, die das Thema populär machten.

    Zurück in Russland setzten sie ihre Eindrücke von der französischen Moderne um: Sie malten im Freien und inszinierten auf ihren Leinwänden das Licht. Die Landschaftsmalerei erhielt dadurch wichtige Impulse und wurde zum ersten Experimentierfeld für Künstler wie Michael Larionow, Natalja Gontscharowa und Kazimir Malewitsch. Sie sahen sich als Impressionisten, bevor sie nach 1910 mit dem expressiven Rayonismus und dem ungegenständlichen Suprematismus die russische Avantgardekunst begründeten.

    Das Studium des Lichts in der Landschaft veränderte auch die Interieur-Darstellungen. Jetzt wurden Innenräume gemalt, die von Fensterdurchblicken und dem das Innere verlebendigenden, von außen einfallenden Licht bildwürdig wurden. Während die Interieurs französischer Maler wie Edgar Degas und Édouard Manet ohne Tageslicht auskamen, erkundeten russische Maler wie Stanislaw Shukowski und Valentin Serow die impressionistischen Lichtwirkungen im Innenraum. Auch dezidiert impressionistische Themen wie der Spaziergang durch ländliche Wiesen und Felder oder Blumen- und Fruchtstillleben wurden von Künstlern wie Ilja Repin, Igor Grabar und Alexei von Jawlensky in die russische Kunst aufgenommen.

    Die Ausstellung thematisiert auch, auf welche Weise Maler wie Nicolas Tarkhoff oder David Burljuk aus der impressionistischen Praxis – vergleichbar den Neoimpressionisten in Frankreich und den Expressionisten in Deutschland – zu einer flächigen Malweise in ausdrucksstarben, leuchtenden Farben vordrangen.

    Schließlich widmet sie sich jenen Werken, die vor dem Ersten Weltkrieg in Moskau die impressionistische Lichtmalerei in die abstrakte Lichtmetaphorik der russischen Avantgarde transformierten.

    Am 14. November 2019 widmet sich das 11. Symposium des Museums Barberini den unterschiedlichsten Aspekten dieses Themas. Die Vorträge renommierter Experten wie Olga Atroshchenko, Staatliche Tretjakow Galerie Moskau; Rosalind Polly Blakesley, University of Cambridge; Maria Kokkori, The Art Institute of Chicago; Susanne Strätling, University of Potsdam; Irina Vakar, Staatliche Tretjakow Galerie Moskau; Tatiana Yudenkova, Staatliche Tretjakow Galerie Moskau werden im Ausstellungskatalog publiziert. Das Programm finden Sie unter www.museum-barberini.com.

    Das Museum Barberini hat mit der Sammlung Hasso Plattner einen Schwerpunkt im französischen Impressionismus. Eine von drei Ausstellungen im Jahr widmet sich daher dem Impressionismus aus internationaler Perspektive und in internationalen Kooperationen.

    Das Museum Frieder Burda mit seinem Sitz in Baden-Baden nahe an Frankreich hat sich seit jeher den deutsch-französischen Beziehungen verschrieben, dies war immer auch persönlicher Wunsch seines Gründers Frieder Burda. Bereits seit dem 19 Jahrhundert war Baden-Baden als Sommerfrische Sitz und Treffpunkt der europäischen Aristokratie, vor allem der russischen, der bald die Künstler und Schriftsteller folgten. Noch heute ist die Stadt im Schwarzwald eine beliebte Destination russischer Touristen.

    Die Ausstellung wird von 7. November 2020 bis zum 28. Februar 2021 im Museum Barberini in Potsdam und im Anschluss im Museum Frieder Burda in Baden-Baden gezeigt.

    Impressionismus in Russland
    7. November 2020 bis 28. Februar 2021
    Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstr. 5–6, 14467 Potsdam

    In Zusammenarbeit mit der Staatlichen Tretjakow-Galerie, Moskau, und dem Museum Frieder Burda, Baden-Baden.

  • 5. November 2019 | Pressemeldung
    Symposium Impressionismus in Russland. Aufbruch zur Avantgarde

    Donnerstag, 14. November 2019, 10–19 Uhr

    Zahlreiche Künstler in Russland ließen sich am Ende des 19. Jahrhunderts von der Malweise französischer Impressionisten anregen. Sie malten en plein air und spürten der Flüchtigkeit des Moments nach. Auch Maler wie Natalja Gontscharowa, Michail Larionow und Kasimir Malewitsch, die später die Avantgarde bildeten, entwickelten aus dem impressionistischen Studium des Lichts ihre neue Kunst. Das Symposium bereitet die Ausstellung vor, die vom 7. November 2020 bis zum 28. Februar 2021 im Museum Barberini zu sehen sein wird.

    In Zusammenarbeit mit der Staatlichen Tretjakow-Galerie, Moskau

    Programm:

    10:00
    Begrüßung
    Dr. Ortrud Westheider, Museum Barberini

    10:15
    Frankreich-Reisen. Russische Künstler im Land des Impressionismus
    Dr. Tatiana Yudenkova, Staatliche Tretjakow-Galerie
    Vortrag in russischer Sprache mit Übersetzung ins Deutsche

    11:15
    Realistische Impressionen oder impressionistische Realitäten. Rahmenbedingungen der russischen Kunst
    Prof. Dr. Rosalind Polly Blakesley, University of Cambridge
    Vortrag in englischer Sprache In English

    12:15
    Russischer Impressionismus. Ein neuer Blick
    Olga Atroshchenko, Staatliche Tretjakow-Galerie
    Vortrag in russischer Sprache mit Übersetzung ins Deutsche

    14:30
    Kraftfelder der Wahrnehmung. Wort- und Bildwelten um 1900
    Prof. Dr. Susanne Strätling, Universität Potsdam
    Vortrag in deutscher Sprache

    15:30
    Licht als Thema des Impressionismus in Russland
    Maria Kokkori, PhD, The Art Institute of Chicago
    Vortrag in englischer Sprache In English

    16:30 Kaffee-Pause

    17:00
    Impressionistische Traditionen in der russischen Avantgarde
    Irina Vakar, Staatliche Tretjakow-Galerie
    Vortrag in russischer Sprache mit Übersetzung ins Deutsche

    Museum Barberini
    Alter Markt
    Humboldtstr. 5–6
    14467 Potsdam

    Teilnahme € 10
    Freier Eintritt für Studierende

  • 24. Oktober 2019 | Pressemitteilung
    Van Gogh. Stillleben (26.10.2019–2.2.2020)

    „Stillleben sind der Anfang von allem“, sagte Van Gogh im Winter 1884/85. Die Ausstellung Van Gogh. Stillleben untersucht den experimentellen und wegweisenden Charakter, den Vincent van Gogh (1853­–1890) seinen Stillleben beimaß. Jetzt wird erstmals die Bedeutung dieses Genres in seinem Werk gewürdigt. In Stillleben hat der Künstler Singularität errungen: Sie waren das geeignete Medium für sein Ringen um die Ausdruckskraft der Farbe. Van Goghs künstlerische Entwicklung zeigt sich im andauernden Experimentieren in den Stillleben. Hier hat er die Moderne vorgedacht, ohne auf die Bedeutung zu verzichten, die sie in der niederländischen Kunst seit dem 17. Jahrhundert hatten. So entstand eine emblematisch-existentielle Malerei, deren Energie bis heute ausstrahlt.

    Über 170 Stillleben hat Van Gogh in dem einen Jahrzehnt seines künstlerischen Schaffens von 1881 bis zu seinem Tod 1890 gemalt. Das Genre Stillleben bot ihm einen dankbaren Einstieg in die Malerei und wurde zu seinem Experimentierfeld zur Erprobung malerischer Mittel und Möglichkeiten. Seine Reaktion auf den Impressionismus, den Van Gogh in Paris zwischen 1886 und 1888 kennenlernte, zeigt sich in den Stillleben ebenso wie seine Verarbeitung von Einflüssen japanischer Farbholzschnitte. Gerade die Entwicklung zu einem immer freieren, intensiveren Umgang mit Farbe lässt sich anhand der Stillleben nachvollziehen.

    Die von Dr. Michael Philipp, Chefkurator des Museums Barberini, verantwortete Ausstellung Van Gogh. Stillleben zeigt die künstlerische Entwicklung des Malers anhand einer repräsentativen Auswahl von 27 Gemälden. Sie durchmisst das gesamte Œuvre des Künstlers von den in dunklen Erdtönen gehaltenen Studien des Frühwerks der Jahre 1881 bis 1885 bis zu den in leuchtenden Farben gemalten Obst- und Blumenstillleben, die in den letzten Lebensjahren in Arles, Saint-Rémy und Auvers entstanden sind.

    In Zusammenarbeit mit dem Kröller-Müller Museum, Otterlo, und dem Van Gogh Museum, Amsterdam. Unter der Schirmherrschaft des Botschafters des Königreichs der Niederlande in Deutschland, S. E. Wepke Kingma

    Kapitel der Ausstellung

    Die Ausstellung Van Gogh. Stillleben zeichnet die entscheidenden werkgeschichtlichen und biographischen Etappen des Malers nach und veranschaulicht anhand einer repräsentativen Auswahl von 27 Gemälden die Bedeutung, die die Stillleben für seinen künstlerischen Werdegang hatten.

    Den Haag und Nuenen, 1881–1885

    Vincent van Gogh war bereits 27 Jahre alt, als er sich im August 1880 der Kunst zuwandte. Nachdem er ein Jahr mit Zeichenübungen im Selbststudium verbracht hatte, begann er im Winter 1881 mit Ölmalerei. Unterricht erhielt er in Den Haag von seinem angeheirateten Cousin Anton Mauve, einem angesehenen Maler der Haager Schule. „Mauve hat mich gleich vor ein Stillleben aus einem Paar alter Klompen & anderen Gegenständen gesetzt & und so konnte ich mich an die Arbeit machen“, schrieb Van Gogh Anfang Dezember 1881 an seinen Bruder Theo. Stillleben boten einen dankbaren Einstieg in die Malerei. Zu den ersten Gemälden Van Goghs gehört Stillleben mit Kohl und Klompen. Anders als in der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts, als Stillleben häufig der Darstellung von Pracht und Exotik oder der Vermittlung einer bestimmten Aussage durch Symbole dienten, verwendete Van Gogh einfache und alltägliche Dinge sowie ländliches Obst und Gemüse. Er beschränkte seine Palette auf wenige gedämpfte Farben, hauptsächlich unterschiedliche Brauntöne, teilweise mit Rot oder Grün gemischt. Ging es ihm zunächst um das räumliche Verhältnis der Dinge zueinander, um Form und Perspektive, so beschäftigte ihn bald der Einsatz von Farbe: Unter dem Eindruck der Bücher Les artistes de mon temps (1876) von Charles Blanc und Du dessin et de la couleur (1883) von Félix Bracquemond, das er mehrmals las, begann Van Gogh im Herbst 1885 mit Farbkontrasten und -nuancen als Gestaltungsmitteln zu experimentieren. Studien wie Stillleben mit Äpfeln und Kürbissen dienten, wie Van Gogh Ende September 1885 an seinen Bruder schrieb, dem „Modellieren mit verschiedenen Farben“.

    Auch die Naturliebe des Malers fand Ausdruck in seinen Stillleben. Van Gogh besaß eine Sammlung von Nestern zahlreicher Vogelarten, die er – ebenso wie ausgestopfte Vögel – in seinem Atelier in Nuenen aufbewahrte. Das Motiv, zumeist mit Gelege, war in den niederländischen Stillleben des 17. und 18. Jahrhunderts weit verbreitet. Allerdings war es immer Teil eines größeren Arrangements aus Blumen in einer Vase, häufig auch mit unterschiedlichen Tieren. Erst Van Gogh zeigte ein Vogelnest als einzigen Gegenstand eines Gemäldes. Diese Bilder haben eine sinnbildliche Bedeutung. Wenige andere Motive könnten nachdrücklicher Nachkommenschaft und Geborgenheit symbolisieren. Dass zumindest letzterer Gedanke auch Van Gogh bei seinen Darstellungen der Vogelnester bewegte, zeigt ein Brief an seinen Bruder. Auf einer beigefügten Skizze eines einzelnen Vogelnests in einem Baum notierte er: „la nichée et les nids [die Brut und die Nester], die liegen mir am Herzen – vor allem die Menschennester, diese Hütten auf der Heide und ihre Bewohner“.

    Paris, 1886–1888

    Mit seinem Umzug nach Paris Ende Februar 1886 ließ Van Gogh die Niederlande und damit auch das von erdigen, dunklen Tönen bestimmte Kolorit und die Themen aus der bäuerlichen Lebenswelt hinter sich. Innerhalb der zwei Jahre seines Aufenthaltes in der französischen Hauptstadt gelangte er zu einer helleren, reicheren Palette und einem individuellen Stil. Dieser künstlerische Durchbruch bereitete sich in seinen Blumenstillleben vor. Mehr als 30 davon schuf Van Gogh in seinem ersten Pariser Sommer. Diese Motive gaben ihm auch die Möglichkeit, im großstädtischen Umfeld seine Verbundenheit mit der Natur aufrechtzuerhalten. Anregungen erhielt Van Gogh von den Blumenstillleben zeitgenössischer Maler, deren Werke er in Paris erstmals sah. Der von ihm am meisten bewunderte war Adolphe Monticelli. Von ihm inspiriert experimentierte Van Gogh mit dunklen, farbigen Hintergründen und pastosem Farbauftrag.

    Paris war nicht nur das Zentrum des europäischen Kulturschaffens, sondern auch eine Metropole der Gartenkultur, in der sich die Leidenschaft für Blumen auf alle gesellschaftlichen Kreise erstreckte. Öffentliche Parks wie der Jardin du Luxembourg oder der Voyer d’Argenson im nahegelegenen Asnières waren bei den Parisern beliebt, und Van Gogh malte dort ebenso Ansichten wie von den damals noch bestehenden Gärten in Montmartre. Das Stillleben Rosen und Pfingstrosen könnte auf einen Impuls durch ein Blumenstillleben von Édouard Manet zurückgehen. Es entstand im Juni 1886, im selben Monat als Van Gogh Manets Pfingstrosen in einer Vase von 1864 sah. Noch zwei Jahre später schwärmte Van Gogh in einem Brief an seinen Bruder Theo von der freien Malweise „in vollem, solidem Impasto“ dieses Bildes.

    Wie die Impressionisten, deren achte Ausstellung im Mai 1886 er besuchte, las auch Van Gogh das Buch Grammaire des arts du dessin von Charles Blancs über das Gesetz der Simultankontraste. Es besagt, dass sich die Wirkung der auf dem Farbkreis gegenüberliegenden Farben gegenseitig verstärkt, wenn sie unmittelbar nebeneinander platziert sind. Blumen boten mit dem Kolorit ihrer Blüten einen natürlichen Fundus kräftiger Farben, die sich leicht und beliebig kombinieren ließen. Zum Eindruck impressionistischer Flüchtigkeit gesellt sich in Van Goghs Pariser Blumenstillleben bereits auch ein expressives Moment. Mit der Sichtbarkeit des Pinselstrichs ging es ihm auch um die künstlerische Handschrift.

    Ungewöhnlich ist das Format des Stilllebens mit Wiesenblumen und Rosen, das im Museum Barberini gezeigt wird: Mit einer Größe von 100 x 80 cm zählt diese Arbeit zu den größten Stillleben Van Goghs überhaupt – größer noch als seine Sonnenblumen. Es ist eine Huldigung an den Sommer und vielleicht auch ein traditionelles Memento mori als Mahnung an die Vergänglichkeit des Lebens, ist doch die üppige Farben- und Blütenpracht der Wiesenblumen nur von kurzer Dauer. Sicher aber dürfte ihn die signalhaft leuchtende Farbe interessiert haben. Claude Monet hatte dieser Blume in Landschaftsdarstellungen wie Mohnfeld (1873, Musée d’Orsay, Paris) kurz zuvor gehuldigt. Das Gemälde Vase mit Mohnblumen aus dem Wadsworth Atheneum in Hartford wurde erst jetzt nach umfangreichen Untersuchungen im Van Gogh Museum in Amsterdam als authentisches Werk Van Goghs bestimmt. Es wird hier erstmals nach dieser Zuschreibung ausgestellt und kann mit dem motivverwandten Stillleben mit Wiesenblumen und Rosen verglichen werden.

    Zu den wichtigsten künstlerischen Entdeckungen Van Goghs in Paris gehörten neben japanischen Farbholzschnitten die Werke der Impressionisten und Neoimpressionisten, die er im Frühsommer 1886 kennenlernte. Auch wenn er sich keiner dieser Richtungen zugehörig fühlte, bezog er wichtige Anregungen aus der Auseinandersetzung mit diesen aktuellen Strömungen. Mit Paul Signac, einem der Begründer des Pointillismus, war er im Frühjahr 1887 in Asnières zum Malen unterwegs, wo das erweiterte Stillleben Restaurant-Interieur entstand. Aus diesen pointillistischen Versuchen entwickelte Van Gogh seine markante, dynamische Pinselschrift aus langen, kräftigen, nebeneinandergesetzten Strichen, die zum Merkmal seines Stils wurde.

    Er begann, die Umgebung der Objekte in seinen Stillleben zu beleben. Zunächst nutzte Van Gogh die aufwendige Gestaltung einer Tapete im Hintergrund, um Komplementärkontraste von Rot und Grün, Blau und Orange zu setzen. Die Farbe ist bei Karaffe und Teller mit Zitrusfrüchten an vielen Stellen so dünn aufgetragen, dass die Leinwand noch durchscheint, was den zarten Eindruck des Bildes verstärkt. Das Volumen der Zitronen deutete Van Gogh mit feinen Schraffuren an, anstatt es aus der Farbe heraus zu modellieren. Bei den im Anschluss entstandenen Obst-Stillleben wird der Untergrund, der die locker verstreuten Objekte trägt, durch die gegeneinandergesetzten Schraffuren optisch zum Pulsieren gebracht. In Trauben, Zitronen, Birnen und Äpfel autonomisierte Van Gogh den Bildraum, indem er auf die illusionistische Dreidimensionalität verzichtete.

    Auch in Paris dachte Van Gogh an emblematische Deutungsmöglichkeiten und übertrug sie in die Moderne. Die ungewöhnliche Kombination der Gegenstände auf dem Stillleben mit Gipsstatuette, aber auch die deutlich lesbaren Buchtitel weisen darauf hin, dass Van Gogh eine symbolische Aussage treffen wollte. In den Romanen Germinie Lacerteux (1864) der Brüder Edmond und Jules de Goncourt und Bel-Ami (1885) von Guy de Maupassant, Schlüsselwerken des literarischen Naturalismus, geht es um Verderben oder Erfolg bei Liebschaften. Auch die Statuette der Venus und die ihr als Attribut seit der Antike zugeordnete Rose weisen auf das Thema Liebe.

    Arles, 1888–1889

    Nach seiner Ankunft in Arles im Februar 1888 beschäftigte sich Van Gogh, fasziniert vom südlichen Frühling der Provence, mit Landschaftsdarstellungen. In wenigen Stillleben trieb er seine formalen Experimente mit Farbe und Faktur weiter voran. Sein langjähriges Bestreben, ein Gemälde nur in gelben Farben zu gestalten, verwirklichte er in den Sonnenblumen.

    Vincent van Goghs Sonnenblumen sind die berühmtesten Stillleben der Kunstgeschichte. Er malte im August 1888 vier Versionen, im Januar des folgenden Jahres drei weitere. Die erhaltenen Fassungen befinden sich heute im Van Gogh Museum in Amsterdam, in der National Gallery in London, in der Neuen Pinakothek der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen in München, im Philadelphia Museum of Art, im Sompo Japan Nipponkoa Museum of Art in Tokio sowie in einer Privatsammlung – kein Museum wird diese Ikonen der Malerei jemals auf Reisen schicken.

    Die Ausstellung Van Gogh. Stillleben präsentiert mehrere Werke aus dem unmittelbaren Kontext der Stillleben mit Sonnenblumen. Darunter das Stillleben Korb mit Zitronen und Flasche, das als Experiment in monochromer Malerei gilt – ein von Van Gogh lange angestrebtes Verfahren. Die Fläche der Tischdecke, die Struktur des Korbes und der Körper der Zitronen sind mit verschiedenen Gelbabstufungen formuliert. Die Sonnenblumen bereitete auch die gleichzeitig entstandene Vase mit Zinnien vor. Wie in zahlreichen Blumenstillleben aus seinem ersten Sommer in Paris präsentierte Van Gogh den Blumenstrauß vor einem monochromen, tiefdunklen Hintergrund, der die hellen Farben der Blüten zum Leuchten bringt. Die Kompaktheit der Blüten und die unmittelbare Nahsicht verleihen dem Strauß etwas Monumentales. Das Kompositionsschema entspricht dem der Sonnenblumen.

    Van Gogh ging es nicht nur um die Wiedergabe der Dinge, sondern darum „der Natur und den Gegenständen Leidenschaft zu verleihen“ (Antonin Artaud). Er wählte mehrfach Objekte aus, die stellvertretend für den Künstler stehen und von seiner Identifikation mit den Bildern zeugen. Auch das Stillleben mit einem Teller Zwiebeln gehört zum Kontext der Stillleben mit Sonnenblumen. In diesem verdeckten Selbstportrait schilderte Van Gogh seine Situation im Januar 1889. Das Gemälde entstand kurz nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus in Arles. Dort hatte er zwei Wochen verbracht, nachdem er sich nach einem Streit mit Paul Gauguin einen Teil seines linken Ohrs abgeschnitten hatte. Das Stillleben ist künstlerische Bestandsaufnahme und Dokument ungebrochenen Arbeitswillens. Sofort nach seiner Rückkehr aus dem Hospital wollte Van Gogh wieder mit der künstlerischen Arbeit anfangen; seinem Bruder schrieb er, mit Stillleben beginnen zu wollen, um sich wieder an das Malen zu gewöhnen. Die brennende Kerze in diesem Stillleben erinnert an Paul Gauguin, dessen drohende Abreise im Dezember 1888 die gemeinsame Zeit und den Traum einer Künstlergemeinschaft nach nur zwei Monaten beendet und Van Gogh in eine schwere psychische Krise gestürzt hatte. In dem Stillleben Gauguins Stuhl (National Gallery, London) hatte Van Gogh im November 1888 auf der Sitzfläche diese brennende Kerze stellvertretend für den befreundeten Maler gezeigt. Pfeife und Tabak stehen für Van Gogh selbst. Auf Van Goghs Stuhl (Van Gogh Museum, Amsterdam), dem Pendant zu Gauguins Stuhl, hatte er diese Pfeife und den offenen Tabak gemalt. Jenes Stillleben zeigte im Hintergrund auch einige Zwiebeln in einer Holzkiste, auf der er seine Signatur angebracht hatte. So dürfte Van Gogh auch mit den Zwiebeln im Mittelpunkt des Gemäldes sich selbst gemeint haben. Zwiebeln werden mit Tränen und Schärfe verbunden werden, dessen hier ausgreifende grüne Triebe können aber auch für Wachstum und Selbstentfaltung stehen.

    Das Stillleben mit Orangen, Zitronen und blauen Handschuhen entstand wenige Tage später, unmittelbar vor den Wiederholungen der Sonnenblumen für Paul Gauguin. Vielleicht sind die abgelegten Handschuhe nicht nur ein der kalten Jahreszeit geschuldetes Accessoire, sondern auch Ausdruck von Schutzbedürfnis und Verletzlichkeit. Jedenfalls hat Van Gogh mit seiner deutlich sichtbaren, am Stulpeneingang platzierten Signatur die persönliche Bedeutung dieses Kleidungsstücks herausgestellt. Nur wenige Monate nach Fertigstellung des Gemäldes ließ sich Van Gogh in die psychiatrische Klinik in Saint-Rémy-de-Provence aufnehmen.

    Saint-Rémy, 1889/90

    Das Stillleben mit Lederpantoffeln entstand in der Abgeschiedenheit der Klinik in Saint-Rémy-de-Provence, in der Van Gogh innerhalb eines Jahres rund 140 Gemälde schuf – darunter fast keine Stillleben. Dieses Gemälde hat daher eine besondere Bedeutung: Dem für ein Stillleben ungewöhnlichen Motiv hatte sich Van Gogh schon 1881 in Den Haag mit landestypischen Klompen gewidmet, um es in Paris in den Jahren 1886/87 mit aufgereihten Stiefeln und im August 1888 in Arles mit dem Stillleben Schuhe (Metropolitan Museum of Art, New York) zu entwickeln. Während des Aufenthalts in der psychiatrischen Klinik Saint-Paul-de-Mausole nahm er das Thema erneut auf. Nun symbolisiert es Aufbruchsstimmung: Die dem Betrachter zugewandte offene Seite lädt dazu ein, in die Schuhe zu schlüpfen und loszulaufen.

    Auvers, 1890

    Nach einjährigem Klinikaufenthalt in Saint-Rémy zog Van Gogh im Mai 1890 nach Auvers-sur-Oise bei Paris. Dort müssen die blühenden Kastanien, stärkster Ausdruck der Lebenskraft des Frühlings, dem für Natureindrücke empfänglichen Van Gogh ein Gefühl der Vitalität vermittelt haben. Innerhalb von nur zwei Monaten bis zu seinem Tod am 29. Juli schuf er knapp 80 Gemälde, darunter zehn Stillleben. Die Ideen der Impressionisten, die eine Auflösung der Formen angestrebt hatten, hatte Van Gogh in diesen Bildern hinter sich gelassen. Der Maler schrieb am 3. Juni 1890 an seinen Bruder: „Und ich hoffe auch, dass das weitergeht, dass ich mich meines Pinsels viel sicherer fühle als bevor ich nach Arles ging“. Von diesem Selbstbewusstsein zeugt das Gemälde Blühende Kastanienzweige. Es ist das größte von Van Goghs späten Stillleben und zugleich sein expressivstes überhaupt. Er malte in den leuchtenden Farben weiter, wie er sie im Süden Frankreichs gesteigert hatte. Van Gogh belebte das vermeintlich statische Genre des Stilllebens, als seien die Emotionen des Malers den dargestellten Dingen eingeschrieben.

    www.museum-barberini.com/van-gogh

    Zeitgleich zur Ausstellung Van Gogh. Stillleben zeigt das Städel Museum in Frankfurt am Main die groß angelegte Ausstellung Making Van Gogh. Geschichte einer deutschen Liebe. Mit insgesamt 70 Gemälden in beiden Ausstellungen sind so viele Werke Van Goghs in Deutschland zu sehen wie bislang nur 1914 in der wegweisenden Retrospektive der Berliner Galerie Paul Cassirer.

  • 26. Juli 2019 | Pressemitteilung
    Symposium Reviving the Archive: Material Records in the Digital Age

    Donnerstag, 19. September 2019, 10 bis 19 Uhr, Museum Barberini, Potsdam

    Archive bewahren das kollektive Gedächtnis und sind für die Zukunft der kunstgeschichtlichen Forschung unverzichtbar. Der Zugang zu archivierten Informationen ist von zentraler Bedeutung für Restitutions- und Provenienzrecherchen, die Erhaltung des Kulturbesitzes und die Betreuung von Künstlernachlässen. Nachdem 1998 in den USA die Presidential Advisory Commission on Holocaust Assets ins Leben gerufen wurde, war diese Thematik bereits Gegenstand etlicher Tagungen. Angesichts der steigenden Nachfrage nach Informationen im digitalen Zeitalter müssen die Archivdepots in Europa sich jedoch grundsätzlich mit der Frage auseinandersetzen, wie sie ihr Material künftig erschließen können. Durch Digitalisierung lassen sich archivierte Informationen heute weltweit systematisieren und vernetzen, sodass Wissenschaftler und Forscher leichter auf dringend benötigtes Material zugreifen können.

    Diese internationale Konferenz stellt beispielhafte archivalische Neuentdeckungen vor, rückt unzureichend genutzte Archive in den Blick, stellt die Konzentration von Archiven als prioritäre Aufgabe heraus und zeigt auf, welche Ressourcen Archiveigentümern heute zur Verfügung stehen.

    Mit:
    Dr. Ortrud Westheider, Museum Barberini
    Elizabeth Gorayeb, The Wildenstein Plattner Institute, New York
    Dr. Meike Hoffmann, Mosse Art Research Initiative, Freie Universität Berlin
    Agnes Peresztegi, Attorney, Looted Art Litigation, New York and Paris
    Dr. Victoria Noel-Johnson, Scholar and Historian, Rome
    Walter Feilchenfeldt, Dealer, Curator, and Scholar, Zurich
    Vivian Endicott Barnett, Curator and Scholar, New York
    Dr. Nadine Oberste-Hetbleck, Kunsthistorisches Institut, University of Cologne with
    Dr. Günter Herzog, Head of Archives, ZADIK, Cologne
    Jane Bramwell, Head of Library and Archive, Tate, London
    France Nerlich, Director, Département des études et de la recherche, INHA, Paris with
    Sophie Derrot, Curator, Service du Patrimoine, INHA, Paris
    Prof. Dr. Chris Stolwijk, General Director, RKD – Netherlands Institute for Art History, The Hague
    Christina Bartosh, PhD Candidate, University of Vienna
    Martin Lorenz, Director of Technology, Wildenstein Plattner Institute, Berlin
    Prof. Dr. Christoph Meinel, President & CEO, Hasso Plattner Institute, Potsdam
    Christian Bartz, Chair of Internet Technologies & Systems, Hasso Plattner Institute, Potsdam
    Prof. Dr. Ralf Krestel, Head of Web Science Research Group, Hasso Plattner Institute, Potsdam

    Die Panels und Diskussionen finden in englischer Sprache statt.

  • 11. Juli 2019 | Pressemitteilung
    Wege des Barock. Die Nationalgalerien Barberini Corsini in Rom

    Das Museum Barberini zeigt vom 13. Juli bis 6. Oktober 2019 mit Wege des Barock. Die Nationalgalerien Barberini Corsini in Rom seine erste Ausstellung im Bereich der Alten Meister. 54 Meisterwerke aus dem Palazzo Barberini und der Galleria Corsini sind zu Gast in Potsdam, darunter eines der frühen Werke Caravaggios, sein 1597–1599 entstandenes Gemälde Narziss. Die Schau zeichnet die von Caravaggio ausgehende Entstehung der römischen Barockmalerei nach und folgt ihrer Ausstrahlung nach Europa und der Entwicklung nördlich der Alpen ebenso wie in Neapel. Die Ausstellung schlägt den Bogen von den Barberini als Förderer der Künste bis zur Italiensehnsucht der preußischen Könige.

    Das Barberini im Barberini

    54 Meisterwerke aus dem Palazzo Barberini und der Galleria Corsini sind für Wege des Barock zu Gast in Potsdam. Der Palazzo Barberini, das architektonische Vorbild für das Palais Barberini in Potsdam, verfügt über eine der wichtigsten Sammlungen römischer Barockmalerei weltweit. Zusammen mit der Galleria Corsini beherbergt er die italienischen Nationalgalerien. Ortrud Westheider, Direktorin des Museums Barberini: „Es ist eine große Ehre und auch Anerkennung des noch jungen Museums Barberini, mit den traditionsreichen Nationalgalerien kooperieren zu können. Es war von Anfang an unser Wunsch, mit der Sammlung unserer Namensschwester eine Ausstellung zu realisieren. „Flaminia Gennari Santori, Direktorin der italienischen National­galerien Barberini Corsini in Rom: „Wir freuen uns, dass wir unser Museum und einen Teil seiner Sammlung gerade in Potsdam vorstellen können, einer Stadt mit so zahlreichen Anknüpfungspunkten an die Kunst und Architektur Roms.“

    Pietro da Cortonas monumentales Deckenbild aus dem Gran Salone des Palazzo Barberini empfängt die Besucher der Potsdamer Ausstellung in Form einer Deckenprojektion. Das berühmte Fresko spiegelt den Machtanspruch einer der bedeutendsten Familien im Rom des 17. Jahrhunderts wider: Tugenden flankieren die Allegorie der göttlichen Vorsehung und präsentieren die Papst-Tiara und die Schlüssel Petri. Auftraggeber war der literarisch gebildete Maffeo Barberini, der sich bereits als junger Mann von Caravaggio portraitieren ließ. Schon vor seiner Wahl zum Papst hatte er in Rom einen Kreis von Schriftstellern und Wissenschaftlern um sich geschart und begonnen, eine Kunstsammlung aufzubauen. Als er 1623 zum Papst Urban VIII. gewählt wurde, entwickelte er sich zu einem der wichtigsten Kunstförderer und machte Rom zur Hauptstadt des Barock. Unter seinem Pontifikat wurde der Petersdom fertiggestellt und geweiht. Straßen und Plätze entstanden, die das Gesicht der Stadt bis heute prägen. Im Dreißigjährigen Krieg (1618–1848) unterstützte Urban VIII. keine der Streitmächte und hielt an seinem Ziel fest, in seinem Jahrhundert eine kulturelle Blüte in Malerei, Architektur, Literatur und Musik zu initiieren, die den Vergleich mit der Renaissance nicht scheuen sollte. Dennoch blieb sein Pontifikat eine Zeit anhaltender Gewalt durch die in der Gegenreformation begründete Inquisition. So musste der mit Urban VIII. befreundete Galileo Galilei seine Lehren widerrufen.

    Caravaggios Gemälde Narziss

    Mit seiner Konzentration auf den entscheidenden Moment einer Erzählung stieß Michelangelo Merisi da Caravaggio eine neue Kunst an. Mit seinen Hell-Dunkel-Effekten brach der Künstler mit bisherigen Normen und wurde zu einem der Begründer der Barockmalerei. Sein Werk spaltete die Geister. Während seine Anhänger ihn für den mutigen Stil feierten, sahen seine Feinde in ihm einen respektlosen Anarchisten, der die althergebrachten Werte der Malerei zerstören wollte. Eines der frühen Werke Caravaggios, sein 1597–1599 entstandenes Gemälde Narziss, kommt als einer der vielen herausragenden Leihgaben aus Rom nach Potsdam.Ortrud Westheider: „Caravaggio zeigt einen jungen Mann beim Anblick seines Spiegelbildes – Narziss, dem seine Selbstliebe zum Verhängnis wurde. Das Gemälde ist berühmt für seine Fokussierung auf den dramatischen Wendepunkt. Seine Modernität, mit der das Abbild, auch die Möglichkeiten der Malerei, reflektiert wurden, fasziniert bis heute.“

    Gewalt und Erlösung. Caravaggio und sein Kreis

    Caravaggios Realismus traf in der Zeit von Gegenreformation und Religionskriegen einen Nerv. Der Kampf gegen den als Häresie verdammten Protestantismus brachte eine neue Frömmigkeit hervor, wie sie in Orazio Gentileschis Gemälde Der heilige Franziskus, von einem Engel gehalten (um 1612) zu erkennen ist. Bei aller Glaubensmystik zeugen die Bilder wie etwa Giovanni Bagliones Himmlische und irdische Liebe(vor 1603) aber auch von der Gewalttätigkeit dieser Epoche und von einem neuen Selbstbewusstsein der Künstler, mit dem diese auf die Spannungen innerhalb des kunstsinnigen und zugleich streng klerikalen Rom reagierten.

    Wie Caravaggio studierten die Künstler in seinem Kreis Modelle, die aus den ärmsten Vierteln Roms kamen. Den monumentalen Altarbildern und Heiligenlegenden verlieh diese Praxis eine neue Eindringlichkeit. Andachtsbilder wurden verlebendigt und in Alltagsszenen umgedeutet. So malte Carlo Saraceni, ein weiterer Weggefährte Caravaggios, mit Madonna mit Kind und die heilige Anna (um 1611) ein unglückliches Jesuskind inmitten einer häuslichen Szene.

    Dramen der Halbwelt. Die Caravaggisten in Neapel

    Wegen seiner Teilnahme an einem Straßenkampf mit tödlichem Ausgang musste Caravaggio ins Spanische Königreich Neapel fliehen. Mit seiner Malweise inspirierte er die dortigen Künstler. Luca Giordano und Battistello Caracciolo griffen seine nahsichtige Darstellung und Monumentalisierung der Figuren auf und experimentierten mit schlaglichtartiger Beleuchtung. Sie aktualisierten die Geschichten antiker Philosophen und christlicher Heiliger, indem sie wie Caravaggio das historische Geschehen wie auf einer Bühne zeigten. Jusepe de Ribera hat in Venus und der sterbende Adonis (1637) den dramatischen Moment gewählt, in dem Aphrodite ihren sterbenden Gefährten erblickt. Der aus Spanien stammende Maler hatte Caravaggios Werke 1615 in Rom gesehen. Er bewunderte die Dramatik in dessen Arbeit und die Darstellung der oft implizierten Gewalt.

    Licht und Schatten. Caravaggismus in Nordeuropa

    Künstler aus Flandern und Frankreich brachten ihre Maltraditionen nach Rom und schöpften aus dem hier von Raffael und Michelangelo geprägten, von antiken Vorbildern ausgehenden Stil. Von Caravaggio und seinem Kreis übernahmen Simon Vouet und Matthias Stom die effektvoll beleuchteten Interieurs und nächtlichen Szenen und machten Licht und Schatten – häufig in der Bedeutung von Gut und Böse – zu dem auch in ihren Heimatländern beliebten Spezialgebiet. Auch Michael Sweerts Der Künstler bei der Arbeit (Mitte 17. Jh.) zeigt sich in der Tradition der Helldunkelmalerei und spiegelt zugleich die Kontroverse um den Stil der beiden inzwischen verstorbenen Meister Caravaggio und Guido Reni. Sollte die Kunst, wie Caravaggio behauptete, die Wirklichkeit abbilden? Oder sollte sie sich, wie es Reni vertrat, an antiken Vorbildern orientieren? Der Künstler Sweerts spielt mit den entgegengesetzten Standpunkten und setzte sich so über die Dogmen der Generationen vor ihm hinweg.

    Allegorien der Künste. Vorlieben deutscher Sammler

    Für die europäische Aristokratie war die Bildungsreise nach Italien obligatorisch. Die Begegnung mit antiken Kunst- und Bauwerken stand im Vordergrund. Im 18. Jahrhundert gewannen die Kunstsammlungen in den Palästen der römischen Familien, wie der Barberini, zunehmend an Bedeutung. Für deutsche Fürsten wurden sie zum Vorbild des eigenen Sammelns. Sie orientierten sich an Kunstwerken, die sich auf die Antike bezogen, und bevorzugten allegorische Darstellungen der Künste, wie sie in Rom von Simon Vouet, Salvator Rosa und Prospero Muti geprägt wurden. Simon Vouets weibliche Figur mit Farbpalette und Pinsel in Allegorie der Malerei (Selbstportrait) (frühe 1620er Jahre) trägt vermutlich die Gesichtszüge Artemisia Gentileschis, der berühmtesten Malerin ihrer Epoche. Sie ist mit zwei Werken aus der Sammlung der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg in der Ausstellung vertreten.

    Galerie der Unvernunft. Die italienischen Barockgemälde im Potsdamer Neuen Palais

    Als Leihgabe der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg verlassen die zwei Gemälde Bathseba im Bade (um 1635) und Lukretia und Sextus Tarquinius (um 1630) seit 250 Jahren erstmals das Neue Palais in Potsdam und zeigen beispielhaft den Einfluss des römischen Barock auf deutsche Sammlungen. Als der preußische König Friedrich II. die Gemälde für das Neue Palais erwarb, wusste er nicht, dass sie von einer Frau gemalt worden waren. Er ließ 1769 eine italienische Galerie mit Werken von Giordano Bruni, Guido Reni und den heute Gentileschi zugeschriebenen Gemälden einrichten. Mit biblischen und mythologischen Themen nimmt sie die unheilvollen Folgen männlicher Begierde in den Fokus. Der preußische König, der sich mit Schloss Sanssouci, Ruinenberg und Palais Barberini imperialer wie bukolischer Vorbilder bediente, konfrontierte seinen späteren Nachfolger Friedrich Wilhelm II. fortan mit dieser „Galerie der Unvernunft“.

    Palazzo Barberini: Das architektonische Vorbild für das Museum Barberini in Potsdam

    Das Museum Barberini wurde nach dem Palais Barberini benannt, das Friedrich der Große am Alten Markt in Potsdam bauen ließ. Im Zweiten Weltkrieg zerstört, wurde es in den Jahren 2013 bis 2016 von der Hasso Plattner Stiftung als moderner Museumsbau an originaler Stelle wiedererrichtet. Der preußische König Friedrich der Große hatte sich eine italienische Piazza für Potsdam gewünscht und sich an einem Kupferstich Piranesis orientiert, der den Palazzo Barberini in Rom zeigt. Mit diesem Bezug auf den Kunst-Papst Urban VIII. brachte der Preußen-König seinen Anspruch zum Ausdruck, ebenfalls ein großer Sammler und Kenner der Kunst zu sein. Im Auftrag von Friedrich II. und seines Nachfolgers Friedrich Wilhelm IV. wurden zahlreiche Gebäude nach italienischen Vorbildern in Potsdam errichtet.
    Das Museum Barberini als Ausgangspunkt für eine Entdeckungstour durch Italien in Potsdam

    Anlässlich der Ausstellung Wege des Barocklädt das Museum Barberini dazu ein, die italienischen Einflüsse im Stadtbild Potsdams zu entdecken. Als Stadtrundgang führt die Audiotour Italien in Potsdamder Barberini App zu insgesamt 30 Gebäuden und Kunstwerken, die im 18. und 19. Jahrhundert nach italienischen Vorbildern entstanden sind. Die Stadttour – gesprochen von Günther Jauch – begleitet durch die Stadt und ermöglicht einen verblüffenden visuellen Vergleichzwischen Potsdam und Italien.

    Italien in Potsdam. Jahresthema der Landeshauptstadt 2019

    Die Stiftung Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg und die Stadt Potsdam nehmen die Ausstellung zum Anlass, gemeinsam mit dem Museum Barberini den Sommer 2019 zu einer Feier italienischer Kunst und Kultur werden zu lassen. Bei Führungen, Konzerten, Lesungen, Filmabenden, Schlössernacht und vielen weiteren Veranstaltungen zeigt sich Potsdam von seiner italienischen Seite. Mehr Informationen zum ThemenjahrItalien in Potsdam: www.potsdamtourismus.de/italien-in-potsdam.

  • 17. Juni 2019 | Pressemitteilung
    168.000 Besucher bei Picasso in Potsdam

    Gestern ging die große Picasso-Schau im Museum Barberini mit 168.300 Besuchern zu Ende. „Wir freuen uns sehr, dass wir so viele Besucher für die Ausstellung zum Spätwerk Picassos begeistern konnten. Die Picasso-Schau ist damit nach der Impressionismus-Ausstellung zur Eröffnung des Museums 2017 die erfolgreichste Ausstellung des Hauses bislang. Dies ist insbesondere erfreulich, weil wir mit 87 Tagen nur eine recht kurze Ausstellungszeit anbieten konnten, elf Tage weniger als die Gerhard Richter-Schau im vergangenen Jahr und sogar 25 Tage weniger als die Eröffnungsschau des Museums“, sagt Ortrud Westheider, Direktorin des Museums Barberini. “Wir danken Catherine Hutin, Tochter Jacqueline Picassos, die sich für Picasso. Das späte Werk. Aus der Sammlung Jacqueline Picasso von 136 Arbeiten trennte, die bis auf wenige Ausnahmen zum ersten Mal in Deutschland zu sehen waren“. Ausgewählt wurden die Werke der Potsdamer Schau von Bernardo Laniado-Romero, vormals Direktor der Picasso-Museen in Barcelona und Málaga, der als Gastkurator Konzept, Ausstellung und Katalog verantwortet.

    Vom 13. Juli bis 6. Oktober 2019 folgt die nächste Ausstellung, über 50 Meisterwerke aus den Nationalgalerien Barberini Corsini in Rom sind in der Schau Wege des Barock zu sehen, darunter eines der bedeutendsten Werke Caravaggios, sein 1597–1599 entstandenes Gemälde Narziss. Die letzte Ausstellung des Jahres, Van Gogh. Stillleben (26. Oktober 2019 bis 2. Februar 2020) ist die erste Schau zu diesem Thema. Sie analysiert anhand von über 25 Gemälden in einer konzentrierten Ausstellung die entscheidenden Etappen im Werk und Leben van Goghs. Die Barock-Ausstellung steht im Zentrum des Festivals Italien in Potsdam. Gemeinsam mit der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg lädt das Museum Barberini dazu ein, den Ausstellungsbesuch auf die italienisch inspirierte Architektur und Kunst in der Stadt und im Park Sanssouci auszuweiten – mit dem Audioguide der Barberini App, gesprochen von Günther Jauch.

  • 12. Juni 2019 | Vorankündigung
    Van Gogh. Stillleben

    Die Ausstellung Van Gogh. Stillleben ist die erste systematische Würdigung dieses zentralen Themas in einer Ausstellung. Von den rund 800 Gemälden, die Vincent van Gogh (1853-1890) während seines zehnjährigen künstlerischen Schaffens anfertigte, bilden die über 170 Stillleben etwa ein Fünftel. Umso erstaunlicher ist, dass sich bisher noch keine monographische Ausstellung der Gattung des Stilllebens bei Van Gogh gewidmet hat.

    Das Museum Barberini in Potsdam hat mit Ausstellungen zu Henri-Edmond Cross und Pablo Picasso eine Reihe begonnen, die Künstlerinnen und Künstlern der Moderne in Frankreich gewidmet ist. Mit einer spezifischen Fragestellung und international besetzten Symposien werden bisher nicht behandelte Aspekte ihres Schaffens beleuchtet. Im Herbst 2019 zeigt das Museum Barberini die erste Ausstellung zum Genre des Stilllebens im Werk Vincent Van Goghs. Die konzentrierte Auswahl von 27 Gemälden zeichnet die Entwicklung seiner Malerei von den erdigen Tönen und den einfachen Alltagsgegenständen des Frühwerks über die Blumenstillleben seiner Zeit in Paris bis zu den lichten, energiegeladenen Motiven des Südens.

    Seien es die ersten noch erhaltenen Gemälde, Stillleben mit Kohl und Holzschuhen (Van Gogh Museum, Amsterdam) – entstanden Ende 1881 in Den Haag – oder die farbstarken Blumenbilder aus seinen letzten Lebensmonaten 1890 in Auvers-sur-Oise, etwa Blühende Kastanienzweige (Sammlung Bührle, Zürich), hat sich der Künstler immer wieder dem Genre des Stilllebens gewidmet. Dies unternahm er auch, aber keineswegs nur, weil er etwa Blumengemälde für leichter verkäuflich hielt und sich dabei das Geld für Modelle sparen konnte, sondern vor allem, weil er in diesem Genre die malerischen Mittel und Möglichkeiten erprobte: von der Vergewisserung der nieder­ländischen Tradition des 17. Jahrhunderts – zunächst an Rembrandt, später an Jan Davidsz de Heem orientiert – über die Erfassung des Raums mit Licht und Schatten bis zum Experimentieren mit der Farbe. Mit der Wahl unspektakulärer Alltagsgegenstände löste sich Van Gogh um 1884 von der repräsentativen Tradition der niederländischen Stilllebenmalerei.

    Van Gogh. Stillleben thematisiert die künstlerischen Fragestellungen und vollzieht die entscheidenden werkgeschichtlichen und biographischen Etappen Vincent van Goghs nach. Seine Reaktion auf den Impressionismus, den er in Paris zwischen 1886 und 1888 kennenlernte, zeigt sich in den Stillleben ebenso wie seine Verarbeitung von Einflüssen japanischer Farbholzschnitte. Darüber hinaus sind viele dieser Werke mit persönlichen Bezügen symbolisch aufgeladen, von Stillleben mit Büchern bis zu den wiederholt gemalten Schuhen. Gerade die Entwicklung zu einem immer freieren, intensiveren Umgang mit Farbe, ein zentraler Moment seines Werks, lässt sich anhand der Stillleben rekonstruieren. Auch in seinen Briefen ging Van Gogh immer wieder auf die Bedeutung der Stillleben für die Entwicklung seines Œuvres ein, was die Bedeutung dieser Bildgattung für seine intensive Selbstreflexion belegt.

    Die Ausstellung im Museum Barberini entstand in Zusammenarbeit mit dem Kröller-Müller Museum in Otterlo und dem Van Gogh Museum Amsterdam und wird darüber hinaus von internationalen Leihgebern wie dem Art Institute of Chicago und der National Gallery of Art in Washington D.C. unterstützt.

    Zur Vorbereitung der Ausstellung veranstaltete das Museum Barberini am 5. Dezember 2018 ein internationales Symposium. Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Diskussion werden im Katalog zur Ausstellung veröffentlicht. Die Beiträge stammen von renommierten Van Gogh-Forschern wie Sjaar van Heugten, Stefan Koldehoff, Eliza Rathbone und Marije Vellekoop sowie von Oliver Tostmann, Michael Zimmermann und Michael Philipp, Chefkurator des Museums Barberini und Kurator der Ausstellung. Der Ausstellungskatalog erscheint als 9. Band in der Reihe der Publikationen des Museums Barberini in einer deutschsprachigen und einer englischsprachigen Ausgabe.

    Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft S.E. Wepke Kingsma, Botschafter des Königreichs der Niederlande in Deutschland.

  • 27. Mai 2019 | Pressemitteilung
    Eine Million Besucher im Museum Barberini

    Heute konnte das Museum Barberini den eine Millionsten Besucher im Haus begrüßen. Sarah Robinson, 40, aus London erhielt von Museumsdirektorin Ortrud Westheider aus diesem feierlichen Anlass ein ganz besonderes Geschenk: Ein Kurztrip in die Ewige Stadt Rom für zwei Personen, inklusive Flug, Übernachtung und – als Höhepunkt – einem Besuch des Palazzo Barberini, der für Friedrich II. im 18. Jahrhundert das architektonische Vorbild für das Palais Barberini in Potsdam war. Im Sommer sind die Barock-Meisterwerke des Palazzo Barberini, der heute die traditionsreichen Nationalgalerien von Italien beheimatet, im Museum Barberini im Rahmen der Ausstellung Wege des Barock zu Gast. Sarah Robinson wird die Barock-Werke nun persönlich vorab in Rom bewundern können.

    „Wir sind überwältigt von dem hohen Zuspruch unserer Besucher und der Begeisterung, mit der unser Haus, unsere Ausstellungen, Veranstaltungen, Führungen und digitalen Angebote angenommen werden“, sagt Ortrud Westheider, Direktorin des Museum Barberini. „Die Resonanz auf unsere bislang elf Schauen, sei es die Eröffnungsausstellung zum Impressionismus, Hinter der Maske. Künstler in der DDR oder die Gerhard Richter-Ausstellung, waren sowohl beim Publikum als auch bei den Medien hervorragend. Über 70.000 Barberini Friends-Jahreskarteninhaber besuchen uns regelmässig. Über 100.000 Nutzer verwenden die Barberini App mit Audioguides und redaktionell aufbereiteten Inhalten wie Expertenvideos und Podcasts. Und rund ein Drittel unserer Besucher nutzt zudem die App über die Leihgeräte im Museum.“

    Die Eröffnung des Museums Barberini 2017, eine Initiative des SAP-Mitbegründers Prof. Dr. h.c. mult. Hasso Plattner, gilt als erfolgreichster Start eines Kunstmuseums in Deutschland. Aktuell zeigt das Haus bis zum 16. Juni 2019 eine große Picasso-Schau mit über 130 Werken der bislang kaum öffentlich gezeigten Sammlung Jacqueline Picasso, dem Spätwerk des Malers. Vom 13. Juli bis 6. Oktober 2019 sind über 50 Meisterwerke aus den Nationalgalerien Barberini Corsini in Rom, darunter eines der bedeutendsten Werke Caravaggios, sein 1597–1599 entstandenes Gemälde Narziss, in der Schau Wege des Barock zu sehen. Die letzte Ausstellung des Jahres, Van Gogh. Stillleben (26. Oktober 2019 bis 2. Februar 2020) ist die erste Schau zu diesem Thema. Sie analysiert anhand von über 20 Gemälden die entscheidenden Etappen im Werk und Leben van Goghs. Im Frühjahr 2020 widmet das Museum Barberini dem französischen Impressionisten Claude Monet eine groß angelegte Retrospektive. Die Ausstellung versammelt rund 110 Gemälde aus sämtlichen Schaffensphasen des Malers. Zu den Höhepunkten zählen zahlreiche Gemälde von Monets Garten und Teich in Giverny bei Paris, darunter mehrere seiner weltberühmten Seerosenbilder.

  • 20. Mai 2019 | Pressemitteilung
    Symposium zur Ausstellung Rembrandts Orient. Westöstliche Begegnungen in der niederländischen Kunst

    Dank ihres enormen Handels mit Asien, Afrika und der Levante war die Stadt Amsterdam ein gewaltiges Warenhaus für Güter aus dem Nahen und Fernen Osten. Diese materiellen Objekte versahen niederländische Autoren und Verleger mit einem intellektuellen und historischen Fundament, das zu einem tieferen Verständnis des Orients beitrug. Rembrandt und andere Maler des Goldenen Zeitalters der Niederlande schöpften freimütig aus diesen Quellen und bereicherten ihr Werk um exotische Motive. Das Symposium untersucht die Beziehung niederländischer Künstler zu außereuropäischen Kulturen und hinterfragt ihren Blick auf den Orient. Das Symposium bereitet die Ausstellung vor, die vom 27. Juni bis 11. Oktober 2020 im Museum Barberini und vom 31. Oktober 2020 bis 14. Februar 2021 im Kunstmuseum Basel zu sehen sein wird.

    Mit
    Jan de Hond, Rijksmuseum Amsterdam
    Michael Philipp, Museum Barberini
    Gary Schwartz, Gastkurator der Ausstellung, Maarssen
    Erik Spaans, Kunsthistoriker, Amsterdam
    Arnoud Vrolijk, Kurator Universitätsbibliothek Leiden
    Roelof van Gelder, Historiker, Amsterdam

    Alle Vorträge werden auf Englisch gehalten.

    Donnerstag, 6. Juni 2019, 10–19 Uhr

  • 15. Mai 2019 | Vorankündigung
    Wege des Barock (13. Juli – 6. Oktober 2019)

    Das Museum Barberini zeigt vom 13. Juli bis 6. Oktober 2019 die Ausstellung Wege des Barock. Die Nationalgalerien Barberini Corsini in Rom. 54 Meisterwerke aus den Sammlungen des Palazzo Barberini und der Galleria Corsini sind zu Gast in Potsdam, darunter eines der frühen Werke Caravaggios, sein 1597–1599 entstandenes Gemälde Narziss.

    Caravaggio stieß mit seiner Konzentration auf den entscheidenden Moment einer Erzählung eine neue Kunst an. Wie auf einer Bühne werden die Figuren durch schlaglichtartige Beleuchtung monumentalisiert. Diese Bildmittel lösten ausgehend von Rom eine europäische Gegenbewegung zur Vergeistigung und Verklärung barocker Darstellungen aus und führten zu einem Realismus, der mit seiner Härte bis heute fasziniert. Mit Caravaggios Narziss steht ein Gemälde im Zentrum der Ausstellung, das mit seinem Thema der enttäuschten Selbstliebe für diesen Aktualitätsbezug beispielhaft ist.

    Der Palazzo Barberini birgt eine der wichtigsten Sammlungen römischer Barockmalerei. Zusammen mit dem Palazzo Corsini beherbergt er heute die italienische Nationalgalerie. Wege des Barock zeigt erstmals eine repräsentative Auswahl dieser Malerei in einer Ausstellung. Sie zeichnet die von Michelangelo Merisi da Caravaggio inspirierte Entstehungsgeschichte der römischen Barockmalerei nach und verfolgt mit deren Ausstrahlen nach Europa Entwicklungen nördlich der Alpen ebenso wie in Neapel. Diese europäische Dimension wird auch mit der Rezeption in Deutschland thematisiert und als Schlaglicht die Sammeltätigkeit Friedrichs II. einbezogen, der für das Neue Palais in Potsdam Werke von Artemisia Gentileschi, Guido Reni und Luca Giordano erwarb.

    Papst Urban VIII. war der wichtigste Förderer dieses römischen Barock. Bereits vor Erlangung der Kardinalswürde ließ er sich von Caravaggio portraitieren. Maffeo Barberini war ein Kenner gelehrter Schriften, dessen Bibliothek neben Manuskripten der Kirchenlehrer auch Hauptwerke der antiken Literatur umfasste. Als Papst wollte er in seinem Jahrhundert eine kulturelle Blüte in Malerei, Architektur, Literatur und Musik initiieren, die den Vergleich mit der Renaissance nicht scheuen sollte. In sein Pontifikat fiel die Einweihung des Petersdoms im Jahr 1626, dessen Bau die Päpste der Renaissance über hundert Jahre zuvor begonnen hatten. Mit seinem Baumeister Gian Lorenzo Bernini vollendete Urban VIII. das wichtigste Bauwerk der katholischen Kirche. Über dem Grab Petri ließ er von Bernini ein prunkvolles Ziborium errichten und dort mit Sonne, Bienen und Lorbeer die Insignien der Familie Barberini anbringen.

    Unterdessen hatte sich mit seinem Onkel Taddeo, seinem Bruder Francesco und seinen Neffen Francesco und Antonio die aus Florenz stammende Familie in Rom angesiedelt und mit Carlo Maderno, Francesco Borromini und Bernini die wichtigsten Baumeister ihrer Zeit mit dem Bau des Palazzo Barberini betraut. Vom Palazzo Barberini gingen entscheidende Impulse für die Kunst des Barock aus. Das Deckenfresko des Audienzsaals zeugt wie Berninis Ziborium in St. Peter noch heute von Anspruch und Ambitionen Papst Urbans VIII.: Tugenden flankieren die Allegorie der Göttlichen Vorsehung seines Pontifikats und präsentieren die Papst-Tiara und die Schlüssel Petri. Darunter formen Personifikationen von Glauben, Liebe und Hoffnung einen Lorbeerkranz, der die Bienen des Familienwappens umgibt. Mit seinem Erfindungsreichtum setzte Pietro da Cortonas Deckenfresko neue Maßstäbe und wurde wie die von Bernini und Borromini entworfenen Treppenhäuser des Palazzos Signum der Epoche.

    Seit Eröffnung des Museums Barberini in Potsdam im Januar 2017 war es der Wunsch, ein gemeinsames Projekt mit dem Palazzo Barberini in Rom zu realisieren. Das Museum Barberini wurde nach dem Palais Barberini benannt, das Friedrich der Große in den siebziger Jahren des 18. Jahrhunderts am Alten Markt in Potsdam bauen ließ. Im Zweiten Weltkrieg zerstört, wurde es in den Jahren 2013 bis 2016 von der Hasso Plattner Stiftung als moderner Museumsbau wiedererrichtet. Der preußische König Friedrich der Große hatte sich eine italienische Piazza für Potsdam gewünscht und sich an einem Kupferstich Piranesis orientiert, der den Palazzo Barberini in Rom zeigt. Damit stellte Friedrich eine Beziehung zum Familiensitz der Barberini her und – durchaus ironisch – zum bedeutendsten Kunst-Papst des Barock.

    Die Ausstellung Wege des Barock. Die Nationalgalerien Barberini Corsini in Rom versammelt 56 Meisterwerke. Sie ist ein Gemeinschaftsprojekt der Namensschwestern in Rom und Potsdam und verdankt sich der Zusammenarbeit von Maurizia Cicconi und Michele Di Monte, Kuratoren der römischen Nationalgalerien, und Inés Richter-Musso, Gastkuratorin des Museums Barberini in Potsdam.

    Ein Symposium in Potsdam im Oktober 2018 bereitete den Ausstellungskatalog vor. Wie die Ausstellung schlagen die Katalog-Essays den Bogen von den Barberini als Förderern der Künste über die Entstehung und Ausstrahlung des römischen Barock bis zur Italiensehnsucht der preußischen Könige.

    Eine Kooperation mit der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg ermöglicht die Ausleihe zweier von Friedrich II. erworbener Gemälde von Artemisia Gentileschi, die sich seit 1769 im Neuen Palais befinden. Nach 250 Jahren verlassen sie, eigens für die Ausstellung restauriert, erstmals ihren Standort.

    Die Ausstellung steht im Zentrum des Sommerfestivals Italien in Potsdam. Gemeinsam mit der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg lädt das Museum Barberini dazu ein, den Ausstellungsbesuch auf die italienisch inspirierte Architektur und Kunst in der Stadt und im Park Sanssouci auszuweiten – mit dem Audioguide der Barberini App, gesprochen von Günther Jauch.

  • 11. April 2019 | Pressemitteilung
    Längere Öffnungszeiten bei Picasso

    Seit der Eröffnung zählt die Ausstellung "Picasso. Das späte Werk" im Museum Barberini rund 1.700 Besucher am Tag, am Wochenende deutlich mehr. Um auf den hohen Besucherandrang insbesondere am Wochenende zu reagieren, bietet das Museum ab sofort samstags längere Öffnungszeiten an. Interessierte haben bis zum Ausstellungsende (16. Juni 2019) die Möglichkeit, das Museum am Samstag bis 21 Uhr zu besuchen.

    "Wir freuen uns sehr über das große Interesse an unserer Picasso-Schau. Es ist großartig, dass sich unsere Begeisterung über Picassos Spätwerk, seine künstlerische Metamorphosen und geniale Kreativität in den letzten Lebensjahren auch auf unsere Besucher überträgt", sagt Ortrud Westheider, Direktorin des Museum Barberini. "Wir hoffen, dass noch viele weitere Besucher diese einmalige Möglichkeit nutzen: In der von Gastkurator Bernardo Laniado-Romero getroffenen Auswahl – über 130 Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen, Keramiken und Druckgraphiken – befinden sich zahlreiche Werke, die erstmalig in Deutschland gezeigt werden, sowie einige, die zum ersten Mal in einem Museum überhaupt präsentiert werden. Wir sind Catherine Hutin, Jacqueline Picassos Tochter, für diese großzügige Leihgabe und ihr Vertrauen in unser Haus überaus dankbar. Die Chance, die Vielfalt und Aktualität von Picassos Schaffen in den Jahren von 1954 bis 1973 in unserer Schau zu erleben, sollte man nicht verpassen!"

  • 12. Februar 2019 | Pressemitteilung
    Picasso. Das späte Werk (9. März – 16. Juni 2019)

    Picasso. Das späte Werk

    Aus der Sammlung Jacqueline Picasso
    9. März bis 16. Juni 2019

    Pablo Picasso (1881–1973) gilt als Erneuerer der Kunst im 20. Jahrhundert. In Malerei, Skulptur, Graphik und Keramik hat er neue Maßstäbe gesetzt. Weniger bekannt ist sein Schaffen aus den letzten zwei Jahrzehnten seines Lebens, als Picasso von seiner Frau Jacqueline mehr Bildnisse schuf als je zuvor von einem anderen Modell. Die Ausstellung Picasso. Das späte Werk zeigt, wie Picasso auch in seinen letzten Schaffensjahren innovativ blieb. Alle Leihgaben stammen aus der Sammlung Jacqueline Picasso (1927– 1986). Ihre Tochter Catherine Hutin stellt diese bislang kaum öffentlich gezeigte Sammlung für die Ausstellung im Museum Barberini zur Verfügung. In der von Gastkurator Bernardo Laniado-Romero getroffenen Auswahl befinden sich zahlreiche Werke, die erstmalig in Deutschland gezeigt werden sowie einige, die zum ersten Mal in einem Museum präsentiert werden.

    Als der Photograph Brassaï im Mai 1960 Picasso zum ersten Mal nach fast 15 Jahren wiedersah, machte ihm dessen neues Werk ungeheuren Eindruck: „So brutal aber wie in der Villa Californie bin ich noch nie überfallen worden … Kunst und Natur, Schöpfung und Mythos, Ritterturnier und Stierkampf, Märchenwelt, Olymp und Walpurgisnacht stürmen auf mich ein … Alles will gesehen werden, sich übertrumpfen, will gleichzeitig zu Wort kommen, zerrt an den Nerven, provoziert und überwältigt …“. Der Photograph sah sich im Atelier in Cannes umgeben von Portraits, die Picassos Lebensgefährtin Jacqueline Roque zeigen. Er sah Skulpturen und Assemblagen aus unterschiedlichsten Materialien. Überall lagen Skizzen und Papierarbeiten in neuen Techniken. Auch die stilistische Vielfalt und die Monumentalität der Entwürfe dürfte das Gefühl der Überwältigung hervorgerufen haben. Während Picassos Werk in seinen früheren Phasen stilistisch deutlich unterschieden war – so dass sich die Blaue von der Rosa Periode, der die Form sprengende Kubismus vom geschlossenen Kontur des Neoklassizismus abhebt –, bilden die Stile in Picassos spätem Werk eine Synthese. Zudem verschmelzen die Medien: Das graphische Element der Linie erscheint als Ausdrucksträger in der Malerei. In Skulpturen wiederum falten bemalte Flächen sich in den Raum und erzeugen auf diese Weise Grenzgänge zwischen den Gattungen.

    Picassos Werk der letzten beiden Lebensjahrzehnte hält Rückschau. Revisionen des eigenen Werks nehmen bekannte Themen auf und erneuern sie. Doch geschieht dies vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen und vielfach im Dialog mit künstlerischen Werken – von den Alten Meistern bis zur Pop Art. Picasso entwickelte Verfahren weiter, die Henri Matisse in seinen Cut-outs begonnen hatte. Der Tod des Künstlerfreunds im November 1954 löste auch eine intensive Auseinandersetzung Picassos mit dessen Themen aus – oder, wie es Picasso zuspitzte: „Als Matisse starb, hinterließ er mir seine Odalisken.“ Picasso ging dafür zu den Skizzen zurück, die er bereits in den 1940er Jahren zu Eugène Delacroix’ Gemälde Die Frauen von Algier gemacht hatte. In einer der Odalisken Delacroix’ erkannte er Jacqueline wieder, mit der er in diesem Jahr eine Beziehung einging. Im folgenden Jahr zog er mit ihr und ihrer Tochter Catherine in die Villa La Californie. Jacqueline inspirierte Picasso zu zahlreichen Interieur-Darstellungen der Villa. Sie zeigen sie als Muse. Ihr Lieblingsplatz, der Schaukelstuhl, repräsentiert ihre Allgegenwart an Picassos Schaffensorten.

    Jacqueline Picasso inspirierte, orchestrierte und verwaltete die überwältigende Fülle, die Brassaï in Picassos Atelier beschrieb. Sie erhielt nach Picassos Tod einen bedeutenden Teil seines Œuvres, als es unter den Erben aufgeteilt wurde. Für das neue Picasso Museum in Paris wählte der französische Staat aus Picassos Nachlass Werke aus allen Phasen und Techniken aus. Die kanonisierten Phasen des Œuvres nahmen dabei den größten Raum ein. Das späte Werk Picassos hat sich deshalb in Anzahl und Qualität bis heute am besten in den Sammlungen der Familie erhalten – so auch in der Sammlung Jacqueline Picasso. In dieser Sammlung befinden sich weithin bekannte Werke, die bislang kaum im Original zu sehen waren. Bekannt sind sie durch die berühmten Photographien von Lucien Clergue, David Douglas Duncan oder Edward Quinn: Picasso und seine Frau in den Ateliers der Villa La Californie, der Werkstatt in Mougins nördlich von Cannes und am Rückzugsort der Familie, Schloss Vauvenargues in der Provence. Während die Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen und Keramik, die nach seinem Tod in Staatsbesitz übergingen, seit 1985 im Musée Picasso in Paris der Öffentlichkeit zugänglich sind – und 2005 in einer repräsentativen Auswahl in der Ausstellung Pablo. Der private Picasso in der Neuen Nationalgalerie in Berlin zu sehen waren –, blieben weite Teile des Schatzes, den die Ateliers bargen, im Besitz der Familie.

    „Wir freuen uns sehr auf Picasso in Potsdam! Unser Dank gilt Catherine Hutin, Tochter Jacqueline Picassos, die sich für die Ausstellung Picasso. Das späte Werk. Aus der Sammlung Jacqueline Picasso im Museum Barberini von 136 Arbeiten trennte, die bis auf wenige Ausnahmen zum ersten Mal in Deutschland zu sehen sein werden“, sagt Ortrud Westheider, Direktorin des Museum Barberini. „Die Ausstellung versammelt neben Gemälden Zeichnungen, Skulpturen, Keramik und Druckgraphik und zeigt das Gestaltungsspektrum im späten Werk Picassos. Mit dieser großzügigen Leihgabe ermöglicht sie erstmals, die Vielfalt und Aktualität von Picassos Schaffen in den Jahren 1954 bis 1973 mit den Werken ihrer Sammlung zu veranschaulichen.“

    Schon Picassos Bruch mit dem Kubismus nach dem Ersten Weltkrieg irritierte die Kunstwelt, da sein neuer Klassizismus dem Weg einer fortschreitenden Abstraktion widersprach. Nach dem Zweiten Weltkrieg, den er im von den Nationalsozialisten besetzen Paris überstand, erneuerte der Künstler sein Werk durch Experimente in der Eisenskulptur, der Monumentalmalerei, der Keramik und in druckgraphischen Techniken. In den 1950er und 1960er Jahren wurde Picasso durch zahlreiche Großaufträge ausgezeichnet: Reliefs in Oslo und Barcelona, Wandbilder im Gebäude der UNESCO in Paris und einer Kapelle in Vallauris sowie die monumentale Stahlskulptur am Civic Center in Chicago entstanden in Zusammenhang mit den ausgestellten Werken.

    Ausgewählt wurden die Werke der Potsdamer Schau von Bernardo Laniado-Romero, vormals Direktor der Picasso-Museen in Barcelona und Málaga, der als Gastkurator Konzept, Ausstellung und Katalog verantwortet. Sein kuratorischer Ansatz rückt die Auseinandersetzung mit dem Künstler von den 1950er bis zu den frühen 1970er Jahren in den Fokus – jene Zeit, in der in Paris die existentialistische Kunst des Informel, in New York der Abstrakte Expressionismus und schließlich in Reaktion darauf die Pop Art entstanden. „Picasso hat sich zeitlebens immer wieder neu erfunden. Sein spätes Werk zeugt von einer stilistischen Vielfalt, die diese Schaffensphase ebenso dynamisch macht wie die vorherigen“, erklärt Bernardo Laniado-Romero. „Diese Ausstellung lässt nachvollziehen, wie Picassos stetige künstlerische Metamorphose und Kreativität seine Karriere bis in die letzten Lebensjahre auszeichneten.“

    Ein umfangreiches Veranstaltungs- und Vermittlungsprogramm mit Vorträgen, Führungen, Diskussionen, Konzerten und Filmen begleitet die Ausstellung. In gemeinsamen Veranstaltungen weisen die Sammlung Berggruen an den Staatlichen Museen zu Berlin und das Museum Barberini auf Picasso in Berlin und Potsdam hin.

    Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Botschafters des Königreichs Spanien in Deutschland, S. E. Ricardo Martínez.

    Picasso. Das späte Werk. Aus der Sammlung Jacqueline Picasso
    Ausstellungslaufzeit: 9. März bis 16. Juni 2019
    Pressekonferenz: 7. März 2019, 11 Uhr

    Adresse und Eintritt:
    Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam

    Täglich außer dienstags 10–19 Uhr, jeder erste Donnerstag im Monat 10–21 Uhr
    Vormittagsöffnung für Kindergärten und Schulen nach Anmeldung montags bis freitags (außer dientags) 9–11 Uhr
    Eintritt: € 14 / ermäßigt € 10 / Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei
    Jahreskarte Einzelperson € 30 / Jahreskarte Paare € 50 / Young Friend (unter 35 Jahre) € 20
    
Online-Zeitfenster-Tickets unter www.museum-barberini.com

  • 5. Februar 2019 | Pressemitteilung
    Vorankündigung Ausstellung Monet. Orte (22. Februar – 1. Juni 2020)

    Vom 22. Februar bis zum 1. Juni 2020 widmet das Museum Barberini dem französischen Impressionisten Claude Monet (1840–1926) eine groß angelegte Retrospektive. Die Ausstellung Monet. Orte versammelt rund 110 Gemälde aus sämtlichen Schaffensphasen des Malers und erforscht seine Darstellungen von Orten und Landschaften, die die Entwicklung seines Stils mitbeeinflusst haben – von den Großstädten Paris und London sowie den Seine-Dörfern Argenteuil, Vétheuil und Giverny über die Küsten der Normandie und der Bretagne bis hin zu südlichen Reisezielen wie Bordighera, Antibes und Venedig. Zu den Höhepunkten der Ausstellung zählen zahlreiche Gemälde von Monets Garten und Teich in Giverny, darunter mehrere seiner weltberühmten Seerosenbilder.

    In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts führte das Aufkommen des Impressionismus zu einer radikalen Veränderung der europäischen Landschaftsmalerei. Einer der einflussreichsten Vertreter der Bewegung war Claude Monet, dessen künstlerische Laufbahn mehr als sechs Jahrzehnte umfasste. Zeit seines Lebens galt Monets besonderes Interesse stimmungsvollen Naturdarstellungen, die von einer grenzenlos experimentierfreudigen Erforschung von Farbe, Schatten und Licht geprägt waren. Inspiriert von seinem künstlerischen Austausch mit Eugène Boudin und Johan Barthold Jongkind, radikalisierten seine frühen Landschaftsbilder die Praxis der Freiluftmalerei. Wie viele seiner impressionistischen Kollegen lehnte Monet das traditionelle Arbeiten im Atelier weitgehend ab und malte stattdessen in freier Natur und direkt vor dem Motiv. Dabei maß er der situativen Erkundung spezifischer Landschaften und Orte besondere Bedeutung zu, von der sonnendurchfluteten Riviera oder der rauen Meeresküste der Belle-Île in der Bretagne bis hin zu den malerischen Ufern der Seine. Im Zentrum seiner künstlerischen Praxis stand der Wunsch, flüchtige Natureindrücke zu erfassen, wobei er selbst den subtilsten Veränderungen atmosphärischer Effekte malerischen Ausdruck verleihen wollte. „Für mich existiert eine Landschaft niemals an und für sich, denn ihre Erscheinung verändert sich mit jedem Augenblick“, erklärte Monet 1891. „Aber sie wird lebendig durch ihre Umgebung, die Luft und das Licht, die sich ständig verändern. (…) Für mich ist es nur die Umgebung, die den Motiven ihren eigentlichen Wert verleiht.“

    In Zusammenarbeit mit dem Denver Art Museum organisiert das Museum Barberini zurzeit eine umfangreiche Monet-Retrospektive, welche die Rolle der Orte erforscht, die den Maler inspirierten, sowie seine Herangehensweise an die Darstellung ihrer spezifischen Topographie und Lichtstimmungen. Von seiner ersten bekannten Komposition aus dem Jahr 1858 bis zu den späten Bildern seines Landhauses und Wassergartens in Giverny bietet die Ausstellung einen weitläufigen Überblick über sein gesamtes Schaffen und beleuchtet Monets herausragende Stellung innerhalb der französischen Avantgarde seiner Zeit. Somit greift die Werkschau auch Fragen auf, die bereits 2017 bei der Eröffnungsausstellung des Barberini verhandelt wurden, die unter dem Titel Impressionismus. Die Kunst der Landschaft mehr als 320.000 Besucherinnen und Besucher angezogen hat. Kurator Daniel Zamani erläutert: „Monets Schaffen ist in der kunsthistorischen Forschung intensiv untersucht worden, aber unser Fokus auf die Orte, die ihn inspirierten, eröffnet neue Einblicke in seine künstlerischen Interessen und Methoden. Wir wollen zeigen, wie wichtig bestimmte Landschaften an entscheidenden Wendepunkten von Monets Karriere waren, und genauer untersuchen, wie und warum diese Orte die Entwicklung seiner Malerei beeinflusst haben.“ Museumsdirektorin Ortrud Westheider ergänzt: „Monet war nicht nur einer der begnadetsten Landschaftsmaler des Impressionismus, sondern einer der radikalsten und fortschrittlichsten Künstler seiner Generation. Werke wie die ikonischen Bilder der Seerosen und des Teichs in Giverny weisen bereits den Weg hin zur Abstraktion und ziehen uns auch heute noch in den Bann durch ihre expressive Ausdruckskraft und visuelle Opulenz.“

    In Potsdam umfasst die Monet-Retrospektive rund 110 Gemälde, darunter bedeutende Leihgaben aus dem Musée d’Orsay und dem Musée Marmottan in Paris, der National Gallery in London, dem Museo Nacional Thyssen-Bornemisza in Madrid, dem Metropolitan Museum of Art in New York, dem Van Gogh Museum in Amsterdam und der National Gallery of Art in Washington. Ergänzt werden diese Arbeiten durch zahlreiche Meisterwerke aus internationalen Privatsammlungen, die der Öffentlichkeit sonst nicht zugänglich sind, darunter mehrere Leihgaben aus der Sammlung Hasso Plattners, Gründer und Mäzen des Museums Barberini. „Als Sammler gilt Hasso Plattners Leidenschaft insbesondere impressionistischen Landschaftsbildern“, erklärt Ortrud Westheider. „Ich freue mich daher außerordentlich, dass er diese Ausstellung mit einem so großzügigen Konvolut an Leihgaben ermöglicht hat. Angesichts seiner engen persönlichen Verbindungen zu den USA und der dort fest verankerten Tradition des Mäzenatentums ist es eine wunderbare Konstellation, dass wir dieses ambitionierte Projekt in Kooperation mit dem Denver Art Museum realisieren können.“

    Bis zum 17. Februar 2019 zeigt das Museum Barberini noch eine umfangreiche Retrospektive zum französischen Neoimpressionisten Henri-Edmond Cross, der Monet zutiefst bewunderte und in dessen Œuvre Landschaftsdarstellungen ebenfalls eine herausragende Rolle spielen.



    Katalog:
    Die Ausstellung wird von einem 280-seitigen Katalog (Prestel Verlag, 2019) begleitet, der u.a. Essays von Marianne Mathieu, James Rubin, George T. M. Shackelford, Richard Thomson und Paul Tucker beinhaltet. Alle Katalogbeiträge gehen auf Vorträge zurück, die im Januar 2019 bei einem internationalen Monet-Symposium am Museum Barberini gehalten wurden.

    Pressefotos:
    www.museum-barberini.com/presse

    Interviews mit den Teilnehmern des Monet-Symposiums – Angelica Daneo, Christoph Heinrich, Marianne Mathieu, Alexander Penn, James Rubin, George T. M. Shackelford, Richard Thomson, Paul Tucker, Ortrud Westheider und Daniel Zamani – liegen in HD-Qualität vor und können kostenlos für die aktuelle Berichterstattung genutzt werden.
    www.museum-barberini.com/monet

    Presseabteilung:
    Achim Klapp, Marte Kräher, +49 331 236014-305 / -308, presse@museum-barberini.com
    www.museum-barberini.com

  • 17. Januar 2019 | Pressemitteilung
    Barberini Friends Day

    Das Museum Barberini feiert am 20. Januar 2019 sein zweijähriges Jubiläum mit seinen Barberini Friends und denjenigen, die es an diesem Tag werden

    An diesem Sonntag feiert das Museum Barberini sein zweijähriges Jubiläum gemeinsam mit seinen Jahreskarteninhabern, den Barberini Friends. Alle aktuellen Friends, die ehemaligen, die an diesem Tag ihre Karte um ein Jahr verlängern sowie alle Besucher, die an diesem Tag neue Friends werden und eine Jahreskarte erwerben, sind zu einem Glas Sekt im Foyer eingeladen. Zudem werden von 11 bis 18 Uhr stündlich kostenlose Führungen durch die aktuelle Schau Farbe und Licht. Der Neoimpressionist Henri-Edmond Cross ausschließlich für die Friends angeboten. Die Anzahl der Teilnehmer ist pro Führung auf 20 Personen begrenzt, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

    „Über 500 000 Besucher im Eröffnungsjahr, über 150 000 Besucher und über 1200 Führungen allein bei der Richter-Schau im vergangenen Jahr – es sind überwältigende Zahlen, die uns glücklich machen“, erklärt Ortrud Westheider, Direktorin des Museum Barberini. „Wir sind sehr froh, dass unser auf internationalen Kooperationen beruhendes Ausstellungsprogramm und das umfangreiche Vermittlungs- und Veranstaltungsangebot so gut angenommen werden. Und wir sind begeistert von der Resonanz auf unsere Jahreskarten: knapp 70 000 Barberini Friends nutzen bislang dieses Angebot – unsere Jahreskarte kostet für Einzelpersonen 30 Euro, für Paare 50 Euro und für Besucher unter 35 Jahre 20. Viele Friends sehen wir mehrmals in der Woche in den Ausstellungsräumen, in der Mittagspause oder abends für einen kurzen Besuch nach der Arbeit, vertieft in ein Werk, wunderbar! Der Barberini Friends Day zum zweijährigen Jubiläum ist unser Dankeschön für unsere treuen Fans“.

    Mit der Jahreskarte kann man die Ausstellungen des Museums ein Jahr lang besuchen, so oft man mag – mit sofortigem Einlass ohne Schlange stehen. Außerdem erhalten die Barberini Friends Einladungen zu speziellen Veranstaltungen oder den ersten Rundgang durch eine neue Ausstellung.

    Die Neugründung des Museums Barberini, eine Initiative des SAP-Mitbegründers Prof. Dr. h.c. mult. Hasso Plattner, gilt als erfolgreichster Start eines Kunstmuseums in Deutschland. In disesem Jahr zeigt das Museum Barberini bis 17. Februar 2019 die Retrospektive des Neoimpressionisten Henri-Edmond Cross. Vom 9. März bis 16. Juni 2019 widmet sich eine große Picasso Schau mit über 130 Werken, darunter Gemälden, Zeichnungen, Collagen, Skulpturen, Keramiken, der bislang kaum öffentlich gezeigten Sammlung Jacqueline Picasso, dem Spätwerk des Malers. Vom 13. Juli bis 6. Oktober 2019 sind über 50 Meisterwerke aus den Nationalgalerien Barberini Corsini Rom, darunter eines der bedeutendsten Werke Caravaggios, sein 1589/99 entstandenes Gemälde „Narziss“, in der Schau Wege des Barock zu sehen. Die letzte Ausstellung des Jahres, Van Gogh. Stillleben (26. Oktober 2019 bis 2. Februar 2020) ist die erste Schau zu diesem Thema, sie analysiert anhand von über 20 Gemälden die entscheidenden Etappen im Werk und Leben van Goghs.

  • 11. Januar 2019 | Pressemitteilung
    Symposien zu den Ausstellungen Monet und Götter des Olymp

    Zwei hochkarätig besetzte internationale Symposien greifen die Fragestellungen der laufenden „Götter des Olymp“-Ausstellung und der großen Monet-Schau im kommenden Jahr auf.

    Die Wiedergabe flüchtiger Natureindrücke spielte eine zentrale Rolle in der Kunst Claude Monets. Wie kein anderer Impressionist setzte er sich intensiv mit der Topographie und den spezifischen Lichtstimmungen der unterschiedlichsten Orte auseinander, von der Metropole Paris bis zu den abgelegenen Seine-Dörfchen Vétheuil und Giverny. In Zusammenarbeit mit dem Denver Art Museum zeigt das Museum Barberini im kommenden Jahr die Schau Monet. Orte (29. Februar – 1. Juni 2020). Ein hochkarätig besetztes Symposium erforscht am 16. Januar 2019 in Vorbereitung der Potsdamer Ausstellung die Entwicklung von Monets Kunst von den 1850er bis zu den 1920er Jahren mit einem Fokus auf dem Ausstellungsthema: die Orte – sowohl in der Heimat wie auf Reisen –, aus denen er Inspiration für seine Malerei bezog.

    Die Schau Götter des Olymp. Aus der Dresdner Skulpturensammlung präsentiert derzeit im Museum Barberini Meisterwerke, die viele Jahre nicht angemessen gezeigt werden konnten, bis sie im Herbst 2019 im renovierten Semperbau in Dresden ihre dauerhafte Aufstellung finden werden. Aus Anlass der Neubegegnung mit diesen Werken untersucht ein Symposium am 25. Januar 2019 Fragen zur Aktualisierung und Verlebendigung von Sammlungen antiker Werke. Das Symposium – veranstaltet in Zusammenarbeit mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden – würdigt auch die langjährige Tätigkeit von Kordelia Knoll als Oberkonservatorin der Dresdner Antikensammlung.

    Mittwoch, 16. Januar 2019, 10–19 Uhr
    Symposium zur Ausstellung Monet. Orte (29. Februar – 1. Juni 2020)
    Mit: Marianne Mathieu, Musée Marmottan Monet, Paris; Dr. James H. Rubin, Stony Brook University, New York; George T. M. Shackelford, Kimbell Art Museum, Fort Worth; Prof. Dr. Richard Thomson, The University of Edinburgh, Edinburgh College of Art; Prof. Paul Tucker, University of Massachusetts, Boston; Dr. Daniel Zamani, Museum Barberini, Potsdam
    Programm des Symposiums
    Alle Vorträge werden auf Englisch gehalten.
    € 10 / ermä̈ßigt € 8, freier Eintritt für Studierende, Anmeldung erforderlich

    Freitag, 25. Januar 2019, 10–18 Uhr
    Symposium zur Ausstellung Götter des Olymp. Aus der Dresdner Skulpturensammlung (bis 17. Februar 2019)
    Mit Dr. Norbert Eschbach, Gießen; Dr. Stephan Koja, Dresden; Dr. Claudia Kryza-Gersch, Dresden; Dr. Joachim Raeder, Kiel; Prof. Dr. Andreas Scholl, Berlin; Saskia Wetzig, Dresden
    Programm des Symposiums
    € 10 / ermä̈ßigt € 8, freier Eintritt für Studierende, Anmeldung erforderlich

    Pressekontakt
    Achim Klapp, Marte Kräher
    Kommunikation Museum Barberini
    T +49 331 236014 305/308
    E presse@museum-barberini.com
    Pressephotos: www.museum-barberini.com/presse
    www.museum-barberini.com

  • 29. November 2018 | Pressemitteilung
    Symposium Van Gogh. Stillleben

    Internationale Van Gogh-Experten untersuchen das Genre Stillleben im Werk des Künstlers

    Von seinem ersten Gemälde bis zu den farbstarken Blumenbildern der späten Jahre hat Vincent van Gogh (1853–1890) immer wieder Stillleben gemalt. In diesem Genre konnte er malerische Mittel und Möglichkeiten erproben: von der Vergewisserung der niederländischen Tradition des 17. Jahrhunderts – zunächst an Rembrandt, später an Jan Davidsz de Heem orientiert, über die Erfassung des Raums mit Licht und Schatten bis zum Experimentieren mit der Farbe. Van Goghs Reaktionen auf den Impressionismus zeigen sich in den Stillleben ebenso wie seine Verarbeitung von Einflüssen japanischer Farbholzschnitte. Auch in seinen Briefen ging Van Gogh immer wieder auf die Bedeutung der Stillleben für die Entwicklung seines Œuvres ein. Von den rund 800 Gemälden, die im Laufe seines Schaffens entstanden sind, sind 167 Stillleben. Umso erstaunlicher ist es, dass sich bisher noch nie eine monographische Ausstellung der Gattung des Stilllebens bei Van Gogh gewidmet hat.

    Die nun erste Ausstellung zu diesem Thema analysiert vom 26. Oktober 2019 bis 2. Februar 2020 im Museum Barberini, Potsdam, anhand von über 20 Gemälden die entscheidenden Etappen im Werk und Leben Van Goghs. Die Schau ist eine Zusammenarbeit mit dem Kröller-Müller Museum, Otterlo, und dem Van Gogh Museum, Amsterdam, mit Leihgaben aus dem Art Institute of Chicago und der National Gallery of Art, Washington, D. C. Schirmherr der Ausstellung ist S.E. Wepke Kingma, Botschafter des Königreichs der Niederlande in Deutschland.

    Fragestellungen der Ausstellung greift das Symposium mit internationalen Van Gogh-Experten, darunter Sjraar van Heugten, Stefan Koldehoff und Marije Vellekoop, am 5. Dezember 2018 auf. Die Vorträge des Symposiums werden in dem Ausstellungskatalog zur Schau im Herbst 2019 veröffentlicht.

    Symposium zur Ausstellung Van Gogh. Stillleben
    Mittwoch, 5.12.2018, 10–19 Uhr
    Museum Barberini, Humboldtstr. 5–6, 14467 Potsdam
    Mit: Sjraar van Heugten, Utrecht; Stefan Koldehoff, Köln; Dr. Michael Philipp, Museum Barberini, Potsdam; Eliza Rathbone, Washington, D. C.; Dr. Oliver Tostmann, Wadsworth Atheneum Museum of Art, Hartford, CT; Marije Vellekoop, Van Gogh Museum, Amsterdam; Prof. Dr. Michael F. Zimmermann, Katholische Universität Eichstätt
    € 10 / ermäßigt € 8, freier Eintritt für Studierende, Anmeldung erforderlich

    Ausstellung Van Gogh. Stillleben
    26.10.2019 – 2.2.2020
    Museum Barberini, Humboldtstr. 5–6, 14467 Potsdam

  • 22. November 2018 | Pressemitteilung
    Wann und warum berührt uns Kunst? Auftakt des Veranstaltungsprogramm zu den aktuellen Ausstellungen mit Florian Illies

    Wann und warum berührt uns Kunst?
    Auftakt des Veranstaltungs- und Vermittlungsprogramm zu den aktuellen Ausstellungen mit Bestsellerautor Florian Illies

    Ein umfangreiches Veranstaltungs- und Vermittlungsprogramm mit Vorträgen, Führungen, Diskussionen, Konzerten und Filmen begleiten die beiden aktuellen Ausstellungen Farbe und Licht. Der Neoimpressionist Henri-Edmond Cross und Götter des Olymp. Den Auftakt macht der Journalist und Buchautor Florian Illies. Er diskutiert am 26. November 2018 mit Christoph Amend, Chefredakteur des ZEITmagazins und Herausgeber von WELTKUNST, über die Verführungskraft der Kunst. Was macht (gute) Kunst mit uns? Wann und warum berührt uns Kunst? Welche Werke begleiten uns ein Leben lang? Florian Illies kann es für sich genau sagen: Bei einem Besuch im Frankfurter Städel war der damals 10-Jährige hingerissen von einem großen, farbstarken Gemälde: Nachmittag im Garten von Henri-Edmond Cross. Die Wiederbegegnung 36 Jahre später mit dem nun in Potsdam ausgestellten Werk wird zum Anlass eines Grundsatzgesprächs, vertieft durch eine kurze Lesung aus seinem aktuellen Bestseller 1913 – Was ich unbedingt noch erzählen wollte.

    Aus Anlass der Präsentation Götter des Olymp portraitiert der Literaturwissenschaftler und Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung Ernst Osterkamp einige Tage später am 29. November 2018 den legendären Begründer der Kunstgeschichte Johann Joachim Winckelmann (1717–1768). Winckelmann war von der Schönheit und Gegenwärtigkeit der Körperdarstellungen der antiken Skulpturen fasziniert. Ernst Osterkamp veranschaulicht auf unterhaltsame Weise in seinem Vortrag, wie dessen idealisierter Blick auf die Helden- und Götterstatuen noch in heutigen Vorstellungen von Schönheit fortlebt.

    Kunst verführt
    Florian Illies, Journalist, Kunsthistoriker und Buchautor (1913), Berlin
    Christoph Amend, Chefredakteur des ZEITmagazins und Herausgeber von WELTKUNST, Berlin

    Montag, 26. November 2018, 19 Uhr
    € 10 / ermäßigt € 8

    Edle Einfalt, stille Größe. Mit Winckelmann zu den antiken Göttern
    Prof. Dr. Ernst Osterkamp, Humboldt-Universität, Berlin

    Donnerstag, 29. November 2018, 19 Uhr
    € 10 / ermäßigt € 8

    Übersicht Veranstaltungs- und Vermittlungsprogramm: www.museum-barberini.com/veranstaltungen/

    Über die Ausstellungen Farbe und Licht. Der Neoimpressionist Henri-Edmond Cross und Götter des Olymp

    Am vergangenen Samstag eröffnete das Potsdamer Museum Barberini mit der Retrospektive Farbe und Licht. Der Neoimpressionist Henri-Edmond Cross eine weitere Ausstellung, die der Klassischen Moderne in Frankreich gewidmet ist. Um 1900 galt Cross als einer der bedeutendsten Vertreter der französischen Avantgarde und war für seine lichtdurchfluteten Darstellungen der Riviera bekannt. Bereits an den ersten beiden Tagen nach der Eröffnung strömten rund 2.200 Besucher ins Haus, um seine farbopulenten Traumlandschaften zu bestaunen. Die groß angelegte Retrospektive umfasst zahlreiche neoimpressionistische Meisterwerke aus einigen der bedeutendsten Museen der Welt, darunter Leihgaben aus dem Musée d’Orsay in Paris, der National Gallery of Art in Washington, dem Museo Nacional Thyssen-Bornemisza in Madrid, dem Museum of Fine Arts in Houston und der Ny Carlsberg Glyptotek in Kopenhagen. Ergänzt werden sie durch ausgewählte Schlüsselwerke aus internationalen Privatsammlungen, die sonst der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind. Parallel zu der Cross-Ausstellung präsentiert das Museum Barberini in der Schau Götter des Olymp Meisterwerke der Antikensammlungen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.

    Mehr Informationen:
    www.museum-barberini.com/henri-edmond-cross
    www.museum-barberini.com/goetter-des-olymp

  • 16. November 2018 | Presseinformation
    Parallel zur Ausstellung Farbe und Licht. Der Neoimpressionist Henri-Edmond Cross zeigt das Museum Barberini drei Präsentationen

    Götter des Olymp. Aus der Dresdner Skulpturensammlung
    17. November 2018 bis 17. Februar 2019

    Für die Menschen im antiken Griechenland verwiesen eindrucksvoll ausgearbeitete Statuen auf die Anwesenheit der Götter und symbolisierten Machtfülle oder ideale Schönheit. In der römischen Kaiserzeit, als Bildhauer die griechischen Vorbilder kopierten, vermittelten die Skulpturen eine Aura von Bildung und Gelehrsamkeit. Noch heute strahlen diese Werke Würde und Anmut aus. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden bewahren einen der bedeutendsten Bestände antiker Skulpturen in Deutschland. Aus dieser umfangreichen Sammlung präsentiert das Museum Barberini antike Bildwerke, die die wichtigsten Götter des griechischen Olymp darstellen – darunter Statuen, die so prominent sind, dass sie nach ihrem Standort benannt sind wie etwa der „Dresdner Zeus“.

    Die Meisterwerke zeigen die Entwicklung griechischer Bildhauerkunst und veranschaulichen die antike Mythologie mit ihren Göttergeschichten und den Konventionen ihrer Darstellung. Die Ausstellung Götter des Olymp. Aus der Dresdner Skulpturensammlung stellt sie ins Zentrum, um mit ihrer Präsenz die Mythen für unsere Zeit zu vergegenwärtigen.

    August der Starke, Kurfürst von Sachsen, König von Polen und Großfürst von Litauen, hat die Dresdner Skulpturensammlung begründet, und mit den Göttern hat er die Helden und Tugendvorbilder am Hof versammelt. Die Büste des Ares und die Hermes-Herme erhielt er als Geschenk des Königs in Preußen, Friedrich Wilhelm I. Nach fast 300 Jahren finden diese Werke ihren Weg zurück nach Potsdam, bevor sie im renovierten Semperbau in Dresden ihre dauerhafte Aufstellung finden werden. Die in Kooperation mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden entstandene Ausstellung setzt die Zusammenarbeit fort, die mit Leihgaben zur Ausstellung Hinter der Maske. Künstler in der DDR (2017/18) begann und einer Ko-Kuratorenschaft zwischen dem Gerhard Richter Archiv und dem Museum Barberini für die Ausstellung Gerhard Richter. Abstraktion (2018) fortgesetzt wurde.



    Barberini Collection
    Künstler aus der DDR. Werke aus der Sammlung des Museum Barberini
    17. November 2018 bis 2. Februar 2020

    Die Sammlung des Museums Barberini hat einen Schwerpunkt in der Malerei von Künstlerinnen und Künstlern aus der DDR. In der Reihe Barberini Collection werden im Laufe eines Jahres vier thematische Präsentationen eröffnet. Im Herbst 2019 werden alle Werke aus diesem Sammlungsschwerpunkt zu sehen sein. Die Themen sind: Aspekte des Malerischen (ab 17. November 2018), Moderne Historienmalerei (ab 9. März 2019), Melancholie und Malerei (ab 26. Oktober 2019) und Landschaft (ab 26. Oktober 2019). Die erste Präsentation Aspekte des Malerischen konzentriert sich in zwei Ausstellungsräumen auf Gemälde aus den 1980er Jahren und stellt vier Künstler vor, denen die Malerei als Mittel zur Selbstbefragung und zur Reflexion diente: Hartwig Ebersbach (*1940), Günter Firit (1947–2010), Stefan Plenkers (*1945) und Erika Stürmer-Alex (*1938). Auf der Suche nach einem individuellen künstlerischen Ausdruck erweiterten die Künstlerinnen und Künstler unabhängig von offiziellen Vorgaben die Malerei um eine Dimension des Expressiven, oftmals Rätselhaften.


    Kunstgeschichten
    Nolde, Feininger, Nay. Vom Expressionismus zum Informel
    9. Juni 2018 bis 10. Februar 2019

    Bereits seit 9. Juni 2018 sind Werke von Willi Baumeister, Lyonel Feininger, Wassily Kandinsky, Ernst Wilhelm Nay, Emil Nolde, Max Pechstein, Karl Schmidt-Rottluff und Fritz Winter zu sehen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelten sich in der Kunst in Deutschland zahlreiche avantgardistische Strömungen. Die Maler der Brücke waren die Ersten, die auf die Kraft der Farbe setzten. Das Bauhaus arbeitete an einer Farbtheorie der Moderne. Spätestens nach dem Zweiten Weltkrieg galt die Farbe als Mittel des künstlerischen Selbstausdrucks. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden diese Künstler verfemt, aber ihre Werke prägten die Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts. Eine Auswahl präsentiert das Museum Barberini in einer konzentrierten Schau von 26 Werken.

  • 19. Oktober 2018 | Pressemitteilung
    Über 150.000 Besucher in der Gerhard Richter-Ausstellung

    Am Sonntag, 21. Oktober 2018, endet die Ausstellung „Gerhard Richter. Abstraktion“. Über 150.000 Besucherinnen und Besuchern werden dann die Schau in den vergangenen dreieinhalb Monaten in Potsdam gesehen haben. Es war die erste Einzelausstellung eines zeitgenössischen Künstlers im Museum Barberini. „Gerhard Richter. Abstraktion“ vereinte Werke aus fünf Jahrzehnten unterschiedlicher Schaffensphasen des Künstlers von den 1960er Jahren bis zu neuen, bislang noch nicht ausgestellten Arbeiten. Im Unterschied zu den Retrospektiven der vergangene Jahre im Museum of Modern Art in New York, Tate Modern, London, Neue Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin und Centre Pompidou in Paris konzentrierte sich die Ausstellung im Museum Barberini inhaltlich auf das für Richters Malerei zentrale Thema der Abstraktion.

    „Abstraktion ist ein roter Faden durch Richters Malerei. Sie ist Richters Methode, weil sie ihn von der gesehenen Realität wegführt und eine neue Realität erzeugt, die zu entdecken die Kunst sein Mittel ist. 2016 erwarb die Hasso Plattner Stiftung das abstrakte Gemälde A B, Still aus dem Jahr 1986, das den Anlass gab, dem Künstler das Ausstellungsthema Abstraktion vorzuschlagen. Zu unserer großen Freude hatte Gerhard Richter dem Vorhaben zugestimmt, es mit zahlreichen, zum Teil noch nie gezeigten Leihgaben unterstützt und über das Konzept unserer Ausstellung immer wieder nachgedacht, es ergänzt und gemeinsam mit uns im Juni die Eröffnung gefeiert“, erklärt Ortrud Westheider, Direktorin des Museums Barberini. „Diese enge Zusammenarbeit und Auseinandersetzung fiel in eine Zeit intensiver Vorbereitungen für seine Ausstellung im New Yorker Metropolitan Museum of Art im kommenden Jahr. Mit Dietmar Elger, Leiter des Gerhard Richter Archivs an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und Co-Kurator der Potsdamer Ausstellung, danke ich dem Künstler sehr für dieses Geschenk.“

    Im Anschluss an die Richter-Schau zeigt das Museum Barberini vom 17. November 2018 bis 17. Februar 2019 die erste Retrospektive, die Henri-Edmond Cross (1856–1910) an einem deutschen Museum gewidmet ist. Gemeinsam mit seinem Freund und Künstlerkollegen Paul Signac entdeckte Cross, der als einer der bedeutendsten Vertreter des französischen Neoimpressionismus gilt, die Côte d’Azur für die Malerei. Zwischen den Impressionisten um Claude Monet und den Vorreitern des Expressionismus um Henri Matisse markiert sein Œuvre eine entscheidende Etappe auf dem Weg zur Wertschätzung der Farbe als einem autonomen Gestaltungsmittel und damit in Richtung der Abstraktion. In Deutschland wurde er früh als ein Vorreiter der Moderne gefeiert. Neben seiner herausragenden Rolle innerhalb der neoimpressionistischen Bewegung nimmt sie seinen Einfluss auf die spätere Entwicklung der französischen Avantgarde in den Blick und beleuchtet Cross’ Bedeutung als einer der großen Pioniere der Malerei des 20. Jahrhunderts.

  • 26. Juli 2018
    Museum Barberini zeigt erste Retrospektive, die Henri-Edmond Cross an einem Museum in Deutschland gewidmet ist

    Farbe und Licht. Der Neoimpressionist Henri-Edmond Cross
    17. November 2018 bis 17. Februar 2019

    Henri-Edmond Cross (1856–1910) gilt als einer der bedeutendsten Vertreter des französischen Neoimpressionismus. Gemeinsam mit seinem Freund und Künstlerkollegen Paul Signac entdeckte er die Côte d’Azur für die Malerei. Zwischen den Impressionisten um Claude Monet und den Vorreitern des Expressionismus um Henri Matisse markiert sein Œuvre eine entscheidende Etappe auf dem Weg zur Wertschätzung der Farbe als einem autonomen Gestaltungsmittel und damit in Richtung der Abstraktion. In Deutschland wurde er früh als ein Vorreiter der Moderne gefeiert. In Zusammenarbeit mit dem Musée des impressionnismes in Giverny zeigt das Museum Barberini die erste Retrospektive, die Cross an einem deutschen Museum gewidmet ist. Neben seiner herausragenden Rolle innerhalb der neoimpressionistischen Bewegung nimmt sie seinen Einfluss auf die spätere Entwicklung der französischen Avantgarde in den Blick und beleuchtet Cross’ Bedeutung als einer der großen Pioniere der Malerei des 20. Jahrhunderts.

    Henri-Edmond Delacroix wurde 1856 im nordfranzösischen Douai geboren. Seine künstlerische Ausbildung begann 1866 bei Carolus Duran, gefolgt von Unterricht an den Écoles Académiques de Dessin et d’Architecture in Lille sowie bei den Pariser Malern François Bonvin und Émile Dupont-Zipcy. Ab 1883 stellte er unter dem Pseudonym Cross aus, um Assoziationen mit dem berühmten Maler Eugène Delacroix zu vermeiden. Im Jahr darauf gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Salon des Indépendants, wo er die Bekanntschaft Paul Signacs machte und mit wenigen Ausnahmen bis 1910 prominent vertreten war. Unter dem Einfluss Georges Seurats experimentierte er ab Beginn der 1890er Jahre mit der neuen Maltechnik des Pointillismus, bei der leuchtende Farben in kurzen Pinselstrichen nebeneinandergesetzt werden. Frühe neoimpressionistische Gemälde wie Stierkampf (ca. 1891–92, Privatbesitz) oder Das Haar (ca. 1892, Musée d’Orsay, Paris) können als Hommage an den großen Vorreiter des Neoimpressionismus gedeutet werden.

    Entscheidend für die Entwicklung von Cross’ Œuvre war sein Umzug an die französische Riviera, deren landschaftliche Schönheit zur zentralen Inspirationsquelle wurde. 1891 bezog er ein Haus am Strand von Cabasson und ließ sich wenig später in dem Küstenstädtchen Saint-Clair nieder. Obwohl Cross die großstädtische Kunstszene im Auge behielt und in Kontakt zum Kreis der Neoimpressionisten stand, änderte sich sein Stil unter den neuen Lebens- und Arbeitsbedingungen: Die dunklen, tonigen Farben seines Frühwerks wichen einer hellen Palette und ausgeprägten Farbkontrasten. Zu einem Markenzeichen von Cross’ Arbeiten dieser Zeit wurden Landschafts- und Genrebilder, die eine romantisch verklärte Sicht auf den rustikalen Alltag an der Küste zeigen (vgl. Der Bauernhof [Morgen], 1893, Musée des Beaux-Arts, Nancy; Der Bauernhof [Abend], 1893, Privatbesitz; Die Wäscherin, 1895, Privatbesitz). In späten Werken verband er seine Naturidyllen häufig mit allegorischen und mythologischen Anklängen, die an das Idealbild eines Goldenen Zeitalters erinnern (vgl. Das Fröhliche Bad, 1899–1902, Privatbesitz; Faun, 1905–06, Privatbesitz). „Ich möchte das Glück malen, die glücklichen Wesen, die die Menschen in einigen Jahrhunderten (?) sein können, wenn die reine Anarchie verwirklicht ist“, hatte er im Juni 1893 mit einem Fragezeichen hinter der Zeitangabe an Signac geschrieben. In einem Vorwort zu Cross’ Einzelausstellung in der Pariser Galerie Druet 1905 sah der belgische Dichter Émile Verhaeren seine Kunst als eine „Verherrlichung der Natur“ sowie die „Verherrlichung einer inneren Vision“, die von einem „pantheistischen Eifer“ geprägt sei. Solche Anklänge an die Idee eines irdischen Paradieses spiegeln sich in Cross’ Darstellungen der lichtdurchfluteten Riviera wie Der Strand von Saint-Clair (1901, Privatbesitz) oder Ein Pinienwäldchen (1906, Privatbesitz) wieder.

    Zu Beginn des 20. Jahrhunderts galt Cross als einer der wichtigsten Vertreter der französischen Malerei und war Vorbild und Mentor für aufstrebende Avantgardekünstler wie Henri Matisse und Albert Marquet, die in regem Austausch mit ihm standen. Zugleich war Cross’ Werk in diesen Jahren auf nationalen und internationalen Ausstellungen präsent. In Deutschland wurde er früh als ein Vorreiter der Moderne anerkannt, seine Werke häufig ausgestellt und intensiv besprochen. Der Sammler Harry Graf Kessler gehörte zu seinen eifrigsten Bewunderern und erwarb zahlreiche Werke des Künstlers, darunter Landschaft bei Bormes (1907, Privatbesitz), Pardigon, Küste in der Provence, Abend (1907, The Kasser Mochary Foundation, Montclair, New Jersey) und Rosafarbener Frühling (1909, Privatbesitz). Lange vor ihren französischen Kollegen kauften deutsche Museumsgründer und Direktoren wie Karl Ernst Osthaus oder Georg Swarzenski Werke des Malers an, darunter das großformatige Hauptwerk Nachmittag im Garten (1904, Städel Museum, Frankfurt am Main). Die wegweisende Ausstellung des Kölner Sonderbundes 1912 feierte Cross neben Paul Cézanne, Pablo Picasso und Vincent van Gogh als eine der großen Leitfiguren der französischen Avantgarde.

    Bei der Schau im Museum Barberini handelt es sich um die erste Retrospektive, die dem Künstler an einem Museum in Deutschland gewidmet ist. Rund 20 Jahre nach der letzten Einzelausstellung zu Cross (Musée de la Chartreuse, Douai, 1998/99) nimmt sie die gesamte Entwicklung seines künstlerischen Schaffens in den Blick und präsentiert seinen innovativen Umgang mit Farbe und Licht im erweiterten Kontext der Avantgarde seiner Zeit. Darüber hinaus beleuchtet die Ausstellung Cross’ Interesse an anarchistischem Gedankengut und erörtert die sozialpolitische Dimension seiner gemalten Utopien. „Cross’ frühe Rezeption in Deutschland war für uns ein entscheidender Aspekt bei der Umsetzung dieses Projekts. Viele Werke, die sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts in deutschem Besitz befanden oder auf Ausstellungen in Deutschland gezeigt wurden, kehren im Rahmen der Retrospektive hierher zurück“, erklärt Ortrud Westheider, Direktorin des Museums Barberini. „Zahlreiche Gemälde, die im Werkverzeichnis zu Cross von 1964 aufgeführt werden, gelten heute als verschollen oder befinden sich in Privatbesitz. Es freut uns daher ganz besonders, dass es uns gelungen ist, so viele Privateigentümer für dieses Ausstellungsprojekt zu begeistern. Gerade dadurch können wir unserem Publikum Cross mit einem repräsentativen Querschnitt durch sein gesamtes Schaffen näherbringen, darunter viele seiner bedeutendsten neoimpressionistischen Werke“, ergänzt Daniel Zamani, Kurator der Ausstellung am Museum Barberini.

    Die Retrospektive umfasst insgesamt rund 100 Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen aus sämtlichen Werkphasen des Künstlers, darunter Leihgaben aus dem Musée d’Orsay in Paris, dem Museo Nacional Thyssen-Bornemisza in Madrid, der Ny Carlsberg Glyptotek in Kopenhagen, dem Museum of Fine Arts in Houston, dem Toledo Museum of Art in Ohio, dem Chrysler Museum of Art in Norfolk, sowie zahlreiche Werke aus internationalen Privatsammlungen. Zu den Highlights der Retrospektive gehören zwei von Cross’ frühesten neoimpressionistischen Strandbildern, Calanque des Antibois (1891–92) und Plage de la Vignasse (ca. 1891–92), die von der National Gallery of Art in Washington und dem Musée d’art moderne André Malraux in Le Havre zur Verfügung gestellt werden. Ein weiterer Höhepunkt sind Cross’ bislang weitgehend unbekannte Schwarz-Weiß-Zeichnungen, die mit Kohle oder Crayon Conté ausgeführt wurden und die seinen engen Dialog mit den Papierarbeiten Georges Seurats eindringlich vor Augen führen.

    SERVICEDATEN & EINTRITTE

    Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam

    Mo & Mi–So 10–19 Uhr, jeder erste Do im Monat 10–21 Uhr, Di geschlossen
    Mo–Fr (außer Di) für Kindergärten und Schulen nach Anmeldung 9–11 Uhr
    Eintritt: € 14 / ermäßigt € 10 / Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei

    Jahreskarte Einzelperson € 30 / Jahreskarte Paare € 50 /

    Young Friend (unter 35 Jahre) € 20


    Online-Zeitfenster-Tickets unter www.museum-barberini.com
    Pressephotos: www.museum-barberini.com/presse

  • 28. Juni 2018 | Pressemitteilung
    Gerhard Richter. Abstraktion – Erste Ausstellung eines zeitgenössischen Künstlers im Museum Barberini

    Pressemitteilung

    Gerhard Richter. Abstraktion

    30. Juni bis 21. Oktober 2018

    Gerhard Richters Werk ist in großen Retrospektiven gewürdigt worden: 2002 widmete ihm das Museum of Modern Art, New York, eine Einzelausstellung. 2011 zeigten die Tate Modern, London, die Neue Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin und das Centre Pompidou, Paris, eine Präsentation, die im Titel Panorama schon den weiten Blick auf Richters Lebenswerk benannte. Wie diese Ausstellungen schlägt auch Gerhard Richter. Abstraktion im Museum Barberini den großen Bogen von den 1960er Jahren bis zu neuen Arbeiten. Sie widmet sich dabei erstmals einem für Richters Malerei zentralenThema: den abstrakten Strategien und Verfahrensweisen im Gesamtwerk des Künstlers.

    Die Schau geht von einem Werk der Sammlung des Museums Barberini aus und vereint über 90, zum Teil noch nicht ausgestellte Werke aus internationalen Museums- und Privatsammlungen. Sie zeigt Richters Entwicklung von den schwarzweißen Fotobildern und Farbtafeln über die Ausschnitte, die Grauen Bilder und Vermalungen bis zu den Abstrakten Bildern, wie Richter von den späten 1970er Jahren an seine Gemälde mit ihren Pinsel-, Rakel- und Spachtelspuren im Farbauftrag häufig betitelte. In der Variationsbreite unterschiedlichster Werkgruppen werden so Elemente erkennbar, die sich durch das gesamte Werk ziehen.

    „Abstraktion ist ein roter Faden durch Richters Malerei. So sprunghaft und vielgestaltig sie manchen Zeitgenossen beim Wechsel zwischen verschiedenen Werkphasen erschien, so konsequent entwickelte sich sein Werk als stetige Fortführung und Wandlung der Abstraktion“, erklärt Ortrud Westheider, Direktorin des Museum Barberini. „Durch kalkuliertes Einbeziehen des Zufalls nimmt Richter die bewusste Steuerung des Malprozesses zurück. Er arbeitet mit Rasterstrukturen, hinter denen das Schöpferische zurücktritt oder zieht mit der Rakel über die gesamte Bildfläche. Er vermeidet schöpferisches Pathos und Bedeutungen, die außerhalb der Kunst liegen, die Bilder wirken so durch sich selbst.“

    Die Ausstellung, kuratiert von Dietmar Elger, Leiter des Gerhard Richter Archivs an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, ist in enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit Gerhard Richter entstanden. Ein umfangreiches Veranstaltungs- und Vermittlungsprogramm mit Vorträgen, Führungen, Konzerten und Filmen begleitet die Ausstellung.

  • 27. Juni 2018 | Pressemitteilung
    Museum Barberini präsentiert Meisterwerke aus den Sammlungen der Palazzi Barberini und Corsini Rom

    Museum Barberini präsentiert Meisterwerke aus den Sammlungen der Palazzi Barberini und Corsini Rom im kommenden Jahr

    Das Museum Barberini zeigt vom 13. Juli bis 6. Oktober 2019 die Ausstellung Wege des Barock. Die Nationalgalerien Barberini Corsini in Rom. 54 Meisterwerke aus den Sammlungen der Palazzi Barberini und Corsini sind zu Gast in Potsdam, darunter eines der bedeutendsten Werke Caravaggios, sein 1589/99 entstandenes Gemälde Narziss.

    Flaminia Gennari Santori, Direktorin der National­galerien Barberini Corsini in Rom: „Wir freuen uns, dass wir unser Museum und einen Teil seiner Sammlung gerade in Potsdam vorstellen können, einer Stadt mit so zahlreichen Anknüpfungspunkten an Kunst und Architektur Roms.“ Als Papst Urban VIII. sammelte Maffeo Barberini im 17. Jahrhundert Bilder und gab Gemälde in Auftrag, die heute zu den Hauptwerken der italienischen Malerei zählen. Die Ausstellung, das erste Projekt des Museums Barberini im Bereich der Alten Meister, wird die Themen und stilistischen Entwicklungen des Barock in Rom aufzeigen. Die Stadt war im 17. Jahrhundert nicht nur in der Architektur, sondern auch in der bildenden Kunst das kulturelle Zentrum Europas.

    Ortrud Westheider, Direktorin des Museums Barberini: „Es ist für uns eine große Ehre und auch Anerkennung des noch jungen Museums Barberini, mit der traditionsreichen Nationalgalerie kooperieren zu können. Es war von Anfang an unser Wunsch, mit der Sammlung, die den gleichen Namen wie unser Gebäude trägt, eine Ausstellung zu realisieren. Dass dies nun auch noch mit der spekta­kulären Leihgabe von Caravaggios Narziss möglich ist, freut mich besonders.“

    Das Museum Barberini am Alten Markt ist eine Rekonstruktion des Palais Barberini, das Friedrich der Große 1771/72 nach dem Vorbild des Palazzo Barberini errichten ließ. Die Architekten Georg Christian Unger und Carl von Gontard adaptierten in Potsdam die von Gian Lorenzo Bernini mit anderen im Auftrag von Taddeo und Francesco Barberini 1627-1638 errichtete barocke Fassade und variierten sie. Heute beheimatet der Palazzo Barberini eine der bedeutendsten Sammlungen italienischer Malerei. Zusammen mit den Sammlungen der Galleria Corsini bilden sie die Gallerie Nazionali Barberini Corsini.

    Die Stiftung Preußischer Schlösser und Gärten Berlin Brandenburg und die Landeshauptstadt Potsdam nehmen die Ausstellung zum Anlass, mit dem Museum Barberini den Sommer 2019 zu einer Feier italienischer Kunst und Kultur werden zu lassen. Dr. Franziska Windt, Kuratorin für die französischen und italienischen Gemälde der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin Brandenburg: „Schlösser und Gärten Potsdams zeugen von unzähligen Inspirationen, die Friedrich II. und Friedrich Wilhelm IV. von römischen Vor­bildern empfangen haben. Wir laden unsere Besucher dazu ein, den Spuren dieser Anregungen nachzugehen.“ Eine als Wanderweg zu den römischen Monumenten in Potsdam konzipierte App soll die Kunstwerke erschließen. Weitere Partner der Stadt, darunter das Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte, das Filmmuseum und die Kammerakademie Potsdam, die Potsdamer Erlebnisnacht, das Bildungsforum, der Freundeskreis Potsdam-Perugia sowie die PMSG Potsdam Marketing und Service GmbH widmen sich ebenfalls dem Thema Italien in Potsdam. Jann Jakobs, Oberbürgermeister von Potsdam: „Wir freuen uns auf zahlreiche Initiativen. ‚Italien in Potsdam‘ verspricht einen inspirierenden Kultursommer.“


    Wege des Barock. Die Nationalgalerien Barberini Corsini in Rom
    Ausstellung im Museum Barberini, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam
    13. Juli bis 6. Oktober 2019

    Symposium zur Ausstellung: 17. Oktober 2018, Museum Barberini
    Mit Vorträgen von Maurizia Cicconi, Michele Di Monte, Inés Richter-Musso, Prof. Dr. Sebastian Schütze, Dr. Franziska Windt. 10 Euro / ermäßigt 8 Euro, freier Eintritt für Studierende, Anmeldung erforderlich.

  • 27. Juni 2018 | Pressemitteilung
    Museum Barberini präsentiert Meisterwerke aus den Sammlungen der Palazzi Barberini und Corsini Rom

    Das Museum Barberini zeigt vom 13. Juli bis 6. Oktober 2019 die Ausstellung Wege des Barock. Die Nationalgalerien Barberini Corsini in Rom. 54 Meisterwerke aus den Sammlungen der Palazzi Barberini und Corsini sind zu Gast in Potsdam, darunter eines der bedeutendsten Werke Caravaggios, sein 1589/99 entstandenes Gemälde Narziss.

    Flaminia Gennari Santori, Direktorin der National­galerien Barberini Corsini in Rom: „Wir freuen uns, dass wir unser Museum und einen Teil seiner Sammlung gerade in Potsdam vorstellen können, einer Stadt mit so zahlreichen Anknüpfungspunkten an Kunst und Architektur Roms.“ Als Papst Urban VIII. sammelte Maffeo Barberini im 17. Jahrhundert Bilder und gab Gemälde in Auftrag, die heute zu den Hauptwerken der italienischen Malerei zählen. Die Ausstellung, das erste Projekt des Museums Barberini im Bereich der Alten Meister, wird die Themen und stilistischen Entwicklungen des Barock in Rom aufzeigen. Die Stadt war im 17. Jahrhundert nicht nur in der Architektur, sondern auch in der bildenden Kunst das kulturelle Zentrum Europas.

    Ortrud Westheider, Direktorin des Museums Barberini: „Es ist für uns eine große Ehre und auch Anerkennung des noch jungen Museums Barberini, mit der traditionsreichen Nationalgalerie kooperieren zu können. Es war von Anfang an unser Wunsch, mit der Sammlung, die den gleichen Namen wie unser Gebäude trägt, eine Ausstellung zu realisieren. Dass dies nun auch noch mit der spekta­kulären Leihgabe von Caravaggios Narziss möglich ist, freut mich besonders.“

    Das Museum Barberini am Alten Markt ist eine Rekonstruktion des Palais Barberini, das Friedrich der Große 1771/72 nach dem Vorbild des Palazzo Barberini errichten ließ. Die Architekten Georg Christian Unger und Carl von Gontard adaptierten in Potsdam die von Gian Lorenzo Bernini mit anderen im Auftrag von Taddeo und Francesco Barberini 1627-1638 errichtete barocke Fassade und variierten sie. Heute beheimatet der Palazzo Barberini eine der bedeutendsten Sammlungen italienischer Malerei. Zusammen mit den Sammlungen der Galleria Corsini bilden sie die Gallerie Nazionali Barberini Corsini.

    Die Stiftung Preußischer Schlösser und Gärten Berlin Brandenburg und die Landeshauptstadt Potsdam nehmen die Ausstellung zum Anlass, mit dem Museum Barberini den Sommer 2019 zu einer Feier italienischer Kunst und Kultur werden zu lassen. Dr. Franziska Windt, Kuratorin für die französischen und italienischen Gemälde der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin Brandenburg: „Schlösser und Gärten Potsdams zeugen von unzähligen Inspirationen, die Friedrich II. und Friedrich Wilhelm IV. von römischen Vor­bildern empfangen haben. Wir laden unsere Besucher dazu ein, den Spuren dieser Anregungen nachzugehen.“ Eine als Wanderweg zu den römischen Monumenten in Potsdam konzipierte App soll die Kunstwerke erschließen. Weitere Partner der Stadt, darunter das Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte, das Filmmuseum und die Kammerakademie Potsdam, die Potsdamer Erlebnisnacht, das Bildungsforum, der Freundeskreis Potsdam-Perugia sowie die PMSG Potsdam Marketing und Service GmbH widmen sich ebenfalls dem Thema Italien in Potsdam. Jann Jakobs, Oberbürgermeister von Potsdam: „Wir freuen uns auf zahlreiche Initiativen. ‚Italien in Potsdam‘ verspricht einen inspirierenden Kultursommer.“


    Wege des Barock. Die Nationalgalerien Barberini Corsini in Rom
    Ausstellung im Museum Barberini, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam
    13. Juli bis 6. Oktober 2019

    Symposium zur Ausstellung: 17. Oktober 2018, Museum Barberini
    Mit Vorträgen von Maurizia Cicconi, Michele Di Monte, Inés Richter-Musso, Prof. Dr. Sebastian Schütze, Dr. Franziska Windt. 10 Euro / ermäßigt 8 Euro, freier Eintritt für Studierende, Anmeldung erforderlich.

  • 8. Juni 2018 | Pressemeldung
    Ausstellung Max Beckmann. Welttheater endet erfolgreich mit rund 90.000 Besuchern

    Am Sonntag, 10. Juni 2018, endet die Ausstellung Max Beckmann. Welttheater mit 112 zum Teil kaum gezeigten Meisterwerken aus bedeutenden internationalen und nationalen Museen und Privatsammlungen. Rund 90.000 Besucher haben die Ausstellung in den vergangenen vier Monaten im Museum Barberini besucht.

    „Unser Wunsch, mit einer sehr klaren Erzählung unsere Besucher für den oft als sperrig empfundenen Beckmann zu begeistern, hat sich erfüllt. Die Beckmann-Schau ist seit unserem fulminanten Start im vergangenen Jahr nun bereits die vierte große Ausstellung in Folge mit kontinuierlich hohen Besucherzahlen und hervorragendem Publikums- und Medienecho“, erklärt Ortrud Westheider, Direktorin des Museums Barberini. „Besonders freut mich, dass wir mit unserem vielseitigen Begleitprogramm – mit Themenführungen, Filmprogramm, mit Tangoabend, Meditation und Kinderzirkusakrobatik im Museum, nicht zu vergessen den wunderbaren Talks mit Bundestagspräsident a. D. Norbert Lammert, Ulrich Matthes, Cem Özdemir, Klaus Staeck, Harald Welzer und vielen weiteren prominenten Gästen – uns als wichtiger Veranstaltungs- und Kulturerlebnisort in der Berlin-Brandenburger Region etablieren konnten.“

    Die Beckmann-Schau wurde in Kooperation mit der Kunsthalle Bremen realisiert, eine erste Station der Ausstellung in Bremen hatte zuvor bereits rund 70.000 Besucher angelockt. Ende Juni startet die nächste große Ausstellung im Museum Barberini: Gerhard Richter. Abstraktion widmet sich erstmals einem für Richters Malerei zentralen Thema, den abstrakten Strategien und Verfahrensweisen im Gesamtwerk des Künstlers. Die Schau geht von einem Werk der Sammlung des Museums Barberini aus und vereint über 90, zum Teil noch nicht ausgestellte Werke aus internationalen Museums- und Privatsammlungen. Im Herbst zeigt das Museum Barberini die erste Retrospektive des französischen Neoimpressionisten Henri-Edmond Cross in Deutschland. Im Frühjahr 2019 folgt Picasso. Das späte Werk. Alle Leihgaben für diese Schau stammen aus der Sammlung Jacqueline Picasso. Jacqueline Picassos Tochter Catherine Hutin stellt diese bislang kaum öffentlich gezeigte Sammlung für die Ausstellung in Potsdam zur Verfügung.

    SERVICEDATEN & EINTRITTE

    Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam

    Mo & Mi–So 10–19 Uhr, jeder erste Do im Monat 10–21 Uhr, Di geschlossen
    Mo–Fr (außer Di) für Kindergärten und Schulen nach Anmeldung 9–11 Uhr
    Eintritt: € 14 / ermäßigt € 10 / Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei

    Jahreskarte Einzelperson € 30 / Jahreskarte Paare € 50 /

    Young Friend (unter 35 Jahre) € 20


    Online-Zeitfenster-Tickets unter www.museum-barberini.com

  • 23. Mai 2018 | Pressemitteilung
    Meisterwerke von Nolde, Feininger, Nay und ein Oral Culture-Projekt begleiten Gerhard Richter-Schau

    Nolde, Feininger, Nay. Vom Expressionismus zum Informel, 09.06.2018 - 10.02.2019

    Congo Tales. Erzählungen aus Mbomo, 30.06. - 21.10.2018

    Parallel zur Ausstellung Gerhard Richter. Abstraktion zeigt das Museum Barberini zwei Präsentationen: Nolde, Feininger, Nay. Vom Expressionismus zum Informel und das Oral Culture-Projekt Congo Tales. Erzählungen aus Mbomo.

    Bereits ab 9. Juni 2018 sind Werke von Willi Baumeister, Lyonel Feininger, Wassily Kandinsky, Ernst Wilhelm Nay, Emil Nolde, Max Pechstein, Karl Schmidt-Rottluff und Fritz Winter zu sehen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelten sich in der Kunst in Deutschland zahlreiche avantgardistische Strömungen. Die Maler der Brücke waren die Ersten, die auf die Kraft der Farbe setzten. Das Bauhaus arbeitete an einer Farbtheorie der Moderne. Spätestens nach dem Zweiten Weltkrieg galt die Farbe als Mittel des künstlerischen Selbstausdrucks. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden diese Künstler verfemt, aber ihre Werke prägten die Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts. Eine Auswahl präsentiert das Museum Barberini nun in einer konzentrierten Schau von 26 Werken.

    Das Projekt Congo Tales widmet sich dem Thema des Geschichtenerzählens. Mündliche Überlieferung von Geschichten und kulturellen Praktiken ist die Grundlage kultureller Gemeinschaft. Durch regionale Erzählungen bilden sich kollektive Identitäten aus. Das von Stefanie Plattner und Eva Vonk initiierte, über mehrere Jahre angelegte Projekt visualisiert Fabeln und Erzählungen aus der Region Mbomo im Odzala-Kokoua-Nationalpark in der Republik Kongo mit Photographien des New Yorker Photographen Pieter Henket. Im Rahmenprogramm ist eine Dokumentation des mit dem Pulitzer Grant bedachten Photographen Jasper Rischen zu sehen. Eine Publikation gewährt Einblicke in die vielfältige Kultur der mündlichen Überlieferung von Märchen, Geschichten und Mythen und die Landschaft dieser einzigartigen Region, die fast ein Viertel des weltweiten Regenwaldes beheimatet. Die Potsdamer Präsentation, die von einem Vermittlungs- und Kinderprogramm begleitet wird, ist die zweite Station des langfristigen Oral Culture-Projekts. Auftakt von Congo Tales ist eine Photo-Ausstellung, die am 28. Mai 2018 in Mbomo, Kongo, eröffnet wird.

    Museum Barberini, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam
    Öffnungszeiten: Mo & Mi–So 10–19 Uhr, jeder erste Do im Monat 10–21 Uhr, Di geschlossen, Mo–Fr (außer Di) für Kindergärten und Schulen nach Anmeldung 9–11 Uhr
    Eintritt: € 14 / ermäßigt € 10 / Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei, Jahreskarte Einzelperson € 30 / Jahreskarte Paare € 50 / Young Friend (unter 35 Jahre) € 20, Online-Zeitfenster-Tickets unter www.museum-barberini.com
    Mehr Informationen und Pressephotos: www.museum-barberini.com/presse und www.talesofus.net

  • 18. Mai 2018 | Pressemitteilung
    Vorankündigung: Gerhard Richter. Abstraktion, 30. Juni - 21. Oktober 2018, Museum Barberini Potsdam

    Erste Ausstellung, die sich der Abstraktion im Gesamtwerk des Künstlers widmet / Beleuchtet Ideen und Techniken Richters von den 1960er Jahren bis heute

    30.06. - 21.10.2018

    Potsdam, 17. Mai 2018

    Gerhard Richters Werk ist in großen Retrospektiven gewürdigt worden: 2002 widmete ihm das Museum of Modern Art, New York, eine Einzelausstellung. 2011 zeigten die Tate Modern, London, die Neue Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin und das Centre Pompidou, Paris, eine Präsentation, die im Titel Panorama schon den weiten Blick auf Richters Lebenswerk benannte. Wie diese Ausstellungen schlägt auch Gerhard Richter. Abstraktion im Museum Barberini den großen Bogen von den 1960er Jahren bis zu neuen Arbeiten. Sie widmet sich dabei erstmals einem für Richters Malerei zentralen Thema: den abstrakten Strategien und Verfahrensweisen im Gesamtwerk des Künstlers.

    Die Schau geht von einem Werk der Sammlung des Museums Barberini aus und vereint über 90, zum Teil noch nicht ausgestellte Werke aus internationalen Museums- und Privatsammlungen. Sie zeigt Richters Entwicklung von den schwarzweißen Fotobildern und Farbtafeln über die Ausschnitte, die Grauen Bilder und Vermalungen bis zu den Abstrakten Bildern, wie Richter von den späten 1970er Jahren an seine Gemälde mit ihren Pinsel-, Rakel- und Spachtelspuren im Farbauftrag häufig betitelte. In der Variationsbreite unterschiedlichster Werkgruppen werden so Elemente erkennbar, die sich durch das gesamte Werk ziehen.

    „Abstraktion ist ein roter Faden durch Richters Malerei. So sprunghaft und vielgestaltig sie manchen Zeitgenossen beim Wechsel zwischen verschiedenen Werkphasen erschien, so konsequent entwickelte sich sein Werk als stetige Fortführung und Wandlung der Abstraktion“, erklärt Ortrud Westheider, Direktorin des Museum Barberini. „Durch kalkuliertes Einbeziehen des Zufalls nimmt Richter die bewusste Steuerung des Malprozesses zurück. Er arbeitet mit Rasterstrukturen, hinter denen das Schöpferische zurücktritt oder zieht mit der Rakel über die gesamte Bildfläche. Er vermeidet schöpferisches Pathos und Bedeutungen, die außerhalb der Kunst liegen, die Bilder wirken so durch sich selbst.“

    Die Ausstellung, kuratiert von Dietmar Elger, Leiter des Gerhard Richter Archivs an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, ist in enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit Gerhard Richter entstanden. Ein umfangreiches Veranstaltungs- und Vermittlungsprogramm mit Vorträgen, Führungen, Konzerten und Filmen begleitet die Ausstellung.

    Gerhard Richter. Abstraktion
    Museum Barberini, Humboldtstr. 5–6, 14467 Potsdam
    Laufzeit: 30. Juni bis 21. Oktober 2018
    Pressekonferenz: 28. Juni 2018, 11 Uhr (bitte hier akkreditieren)
    Pressefotos: www.museum-barberini.com/presse

    Pressekontakt
    Achim Klapp
    Presse und Öffentlichkeitsarbeit Museum Barberini
    T +49 331 236014 305
    E presse@museum-barberini.com
    www.museum-barberini.com

  • 26. April 2018 | Pressemitteilung
    Begleitprogramm zur Ausstellung „Max Beckmann. Welttheater“

    Talks, Vorträge, Themenführungen, Filme und Aktionen machen den Kosmos Beckmann und seine Aktualität erfahrbar

    Potsdam, 26. April 2018 – Die Welt der Varieté- und Jahrmarktkünstler, Akrobaten, Clowns und Schauspieler war für Max Beckmann Metapher für menschliche Beziehungen und das Weltgeschehen. Bis 10. Juni 2018 zeigt das Museum Barberini mit „Max Beckmann. Welttheater“ noch die erste Ausstellung zu diesem zentralen Thema im Werk des Malers, das angesichts der gegenwärtigen medialen Entwicklung von höchster Aktualität ist. Ein umfangreiches Begleitprogramm mit Vorträgen, Talks, Themen- und Kinderführungen, Filmen und Aktionen vermittelt Beckmanns Idee von der Welt als Bühne und macht sie auf anspruchsvolle wie spielerische Weise erfahrbar.

    Jo Schück, Moderator des ZDF-Kulturmagazins Aspekte, lädt am 30. Mai Schauspielerin und Regisseurin Feo Aladag („Die Fremde“), Politiker Cem Özdemir, Schauspieler Ulrich Matthes und Sozialpsychologe Harald Welzer zu einer Talkrunde ins Museum Barberini ein. Sein Thema ist „Die Welt als Bühne“. Wie aktuell ist Beckmanns Metapher des Welttheaters angesichts der rasanten Entwicklungen in der medialen Welt, die das Weltgeschehen häufig als Spektakel erscheinen lässt? Erleben wir derzeit Tragödie, Komödie oder Realsatire?

    Theatermacher Thomas Oberender, Intendant der Berliner Festspiele, interessiert Beckmanns spezifische Art, seine Figuren im Bild zu inszenieren. In seinem Vortrag am 17. Mai reflektiert er, inwieweit die Theatermetapher im Medium der Malerei mit der Entwicklung des modernen Theaters korrespondiert.

    Eine breite Palette von vielen weiteren Veranstaltungen – von Themenführungen über Filmprogramm im Filmmuseum Potsdam bis zu Yoga und Meditation im Museum, Kinderführungen und Akrobatik in der Ausstellung runden das Begleitprogramm im Mai und Juni ab und unterstreichen das Bestreben des Museums Barberini, den Kosmos Beckmann neu und für jedermann erfahrbar zu machen.

    Mehr Informationen und Tickets für alle Veranstaltungen unter

    www.museum-barberini.com

  • 21. März 2018 | Pressemitteilung
    Das Museum Barberini gratuliert Klaus Fußmann zum 80. Geburtstag

    Das Museum Barberini gratuliert dem norddeutschen Maler Klaus Fußmann zu seinem 80. Geburtstag

    Am 24. März 2018 feiert der Künstler Klaus Fußmann seinen 80. Geburtstag. Aus diesem Anlass zeigt das Museum Barberini noch bis zum 3. Juni eine Ausstellung mit 39 großformatigen Gemälden des Malers. Seit den Anfängen seiner Sammeltätigkeit begleiten den Museumsstifter Hasso Plattner die Werke Klaus Fußmanns, der in Berlin und Gelting an der Ostsee lebt.

    Es ist die erste Ausstellung, die sich dem in seinem Werk zentralen Thema von Menschen in Landschaften widmet. Menschen und Räume beschäftigen Klaus Fußmann in seiner Malerei seit den siebziger Jahren. Waren es zunächst einzelne Figuren, die sich im kargen Innenraum seines Ateliers abzeichneten, zeigte er die Zeugen seines Werkprozesses schon bald vor dem Gegenlicht des Fensters. Seine Modelle – Freunde und Verwandte – stehen mit dem Rücken vor dem Raster des Fensterkreuzes, markieren die Schwelle zwischen dem Innen und Außen, den Blick auf den Betrachter gerichtet. Sie wirken monumental in der Vereinzelung und doch fragil wie eine Erscheinung. Darin sind sie mit den Skulpturen Alberto Giacomettis vergleichbar, der seinen Portraits die Aura der Unerreichbarkeit verlieh. Dieses Erscheinungshafte und zugleich Konkrete in der menschlichen Figur ist ein zentrales Thema in Fußmanns Werk.

    Das Museum Barberini gratuliert Klaus Fußmann zum 80. Geburtstag mit einer Sonderführung durch die Ausstellung am 24.03.2017, 15 Uhr

    Link Pressemappe Ausstellungen Max Beckmann und Klaus Fußmann


    SERVICEDATEN & EINTRITTE
    Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam
    Mo & Mi–So 10–19 Uhr, jeder erste Do im Monat 10–21 Uhr, Di geschlossen
    Mo–Fr (außer Di) für Kindergärten und Schulen nach Anmeldung 9–11 Uhr
    Eintritt: € 14 / ermäßigt € 10 / Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei
    Jahreskarte Einzelperson € 30 / Jahreskarte Paare € 50 /
    Young Friend (unter 35 Jahre) € 20
    Online-Zeitfenster-Tickets unter www.museum-barberini.com

  • 19. März 2018 | Pressemitteilung
    Politik als Theater – Wie unterhaltsam darf Demokratie sein?

    Politik als Theater – Wie unterhaltsam darf Demokratie sein?

    Wortwechsel, eine Sendung von Deutschlandfunk Kultur, live aus dem Museum Barberini am Freitag, 23. März 2018, 17.30 Uhr

    Das muss man US-Präsident Trump lassen: Ein Langweiler ist er nicht. Doch bedeutet maximale Medienwirksamkeit automatisch gute Politik? Sicher müssen in einer Demokratie die Wähler umworben werden, und dabei zählt auch die Verpackung. Aber wenn alles Inszenierung ist, wer trifft dann Ent­scheidungen, die nicht sexy sind? Politik als Theater – wie viel Unterhaltung kann Demokratie sich leisten, und wie viel Ehrlichkeit braucht sie? Darüber diskutieren die Spin-Doctorin Verena Köttker, Cicero-Redakteur Alexander Kissler, Theaterintendant Holger Schultze und der Grafikdesigner und Künstler Klaus Staeck am 23. März im Museum Barberini. Die Diskussion wird live aufgezeichnet für die Sendung „Wortwechsel“ des Deutschlandfunk Kultur und findet im Rahmen der Ausstellung Max Beckmann. Welttheater im Museum Barberini statt.

    Wortwechsel „Politik als Theater – Wie unterhaltsam darf Demokratie sein?“
    in Kooperation mit Deutschlandfunk Kultur
    23. März 2018, 17.30 Uhr (Live-Sendung 18–19 Uhr)
    Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam
    € 10 / ermäßigt € 8


    Mit:

    Klaus Staeck, Grafikdesigner, Karikaturist und Jurist. Von April 2006 bis Mai 2015 war Staeck Präsident der Akademie der Künste in Berlin. Als politischer Künstler und jahrzehntelanger Beobachter hat er den politischen Diskurs in Deutschland maßgeblich mitgestaltet.

    Holger Schultze, Intendant des Theaters und Orchesters Heidelberg, der u.a. in der aktuellen Spielzeit das Stück „Ich bin das Volk“ von Frans Xaver Kroetz inszeniert, bei dem es um die allmähliche Durchdringung der Gesellschaft mit rechtem Denken geht. Schultze war von 1992-1994 Spielleiter am Hans-Otto-Theater in Potsdam.

    Verena Köttker, Agenturinhaberin von koetter kommunikation im Berliner Regierungsviertel, kennt sowohl das Mediengeschäft in allen Formaten als auch die Anforderungen von Unternehmen an Politik- und Kommunikationsarbeit aus eigener, über 25jähriger Erfahrung.

    Alexander Kissler, Ressortleiter Salon beim Magazin Cicero, mit Theatervergangenheit. Er verfasste zahlreiche Sachbücher, u.a. „Dummgeglotzt. Wie das Fernsehen uns verblödet“, „Keine Toleranz den Intoleranten. Warum der Westen seine Werte verteidigen muss“

    Moderation: Susanne Führer
    Begrüßung: Ortrud Westheider, Direktorin Museum Barberini und Kuratorin der Ausstellung Max Beckmann. Welttheater


    SERVICEDATEN & EINTRITTE

    Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam
    Mo & Mi–So 10–19 Uhr, jeder erste Do im Monat 10–21 Uhr, Di geschlossen
    Mo–Fr (außer Di) für Kindergärten und Schulen nach Anmeldung 9–11 Uhr
    Eintritt: € 14 / ermäßigt € 10 / Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei
    Jahreskarte Einzelperson € 30 / Jahreskarte Paare € 50 /

    Young Friend (unter 35 Jahre) € 20

    Online-Zeitfenster-Tickets unter www.museum-barberini.com

  • 1. März 2018 | Pressemitteilung
    Jahresprogramm Museum Barberini 2018 / Vorschau 2019

    Jahresprogramm Museum Barberini 2018 / Vorschau 2019

    Das im Januar 2017 eröffnete Museum Barberini in Potsdam stellt in Ausstellungen mit internationalen Kooperationen einzelne Themen, Künstler oder Epochen vor. Das Ausstellungsjahr 2018 startet mit einer Schau zu Max Beckmann.


    24. Februar bis 10. Juni 2018
    Max Beckmann. Welttheater

    Viele Gemälde Max Beckmanns (1884–1950) zeigen die Welt des Theaters, Zirkus und Varietés. Der Maler verwandelte das Bild in eine Bühne. Das Zurschaustellen trieb ihn an. Erstmals geht eine Ausstellung der Frage nach der ideen­geschichtlichen Einbindung der Vorstellung vom Welttheater in der Kunst Max Beckmanns nach. Sie ermöglicht einen neuen Zugang zu einem der großen Ausnahmekünstler des 20. Jahrhunderts. Unter den ca. 100 gezeigten Werken sind zwei großformatige, bisher kaum in Europa präsentierte Triptychen. Die Ausstellung entstand in Kooperation mit der Kunsthalle Bremen.


    30. Juni bis 21. Oktober 2018
    Gerhard Richter. Abstraktion

    Die Ausstellung Gerhard Richter. Abstraktion widmet sich erstmals den abstrakten Strategien und Verfahrensweisen im Gesamtwerk des Künstlers. Angeregt durch eine Neuerwerbung des Museums Barberini durchmisst sie Richters Werk von den 1960er Jahren bis heute und widmet sich dem Verhältnis und den Bedeutungen von Abstraktion und Gegenstand, von Photographie und Farbmaterial, von Übermalung und Freilegung. Sie vereint etwa 80 Werke aus internationalen Museums- und Privatsammlungen. Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Gerhard Richter Archiv der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.


    17. November 2018 bis 17. Februar 2019
    Farbe und Licht. Der Neoimpressionist Henri-Edmond Cross

    Aus dem Impressionismus entwickelte sich in den 1880er Jahren eine Malerei, bei der leuchtende Farbe in kurzen Pinselstrichen nebeneinandergesetzt wurde – der Pointillismus. Diese Malerei zerlegte die Wirklichkeit in einzelne Farbinformationen. Einer ihrer wichtigsten Vertreter war Henri-Edmond Cross (1856–1910), der dem utopischen Gesellschaftsentwurf des Anarchismus anhing. In Zusammenarbeit mit dem Musée des impressionnismes Giverny zeigt das Museum Barberini die erste Retrospektive zum Werk dieses Neoimpressionisten in Deutschland.


    9. März bis 16. Juni 2019
    Picasso. Das späte Werk
    Aus der Sammlung Jacqueline Picasso

    Pablo Picasso (1881-1973) gilt als Erneuerer der Kunst im 20. Jahrhundert. In Malerei, Skulptur, Graphik und Keramik hat er neue Maßstäbe gesetzt. Weniger bekannt ist sein Schaffen aus den letzten zwei Jahrzehnten seines Lebens, als Picasso von seiner Frau Jacqueline mehr Bildnisse schuf als je zuvor von einem anderen Modell. Die Ausstellung Picasso. Das späte Werk zeigt, wie Picasso auch in seinen letzten Schaffensjahren innovativ blieb. Alle Leihgaben stammen aus der Sammlung Jacqueline Picasso (1927-1986). Ihre Tochter Catherine Hutin stellt diese bislang kaum öffentlich gezeigte Sammlung für die Ausstellung im Museum Barberini zur Verfügung. In der von Gastkurator Bernardo Laniado-Romero getroffenen Auswahl befinden sich zahlreiche Werke, die erstmalig in Deutschland gezeigt sowie einige, die zum ersten Mal in einem Museum präsentiert werden.


    SERVICEDATEN & EINTRITTE

    Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam
    Mo & Mi–So 10–19 Uhr, jeder erste Do im Monat 10–21 Uhr, Di geschlossen
    Mo–Fr (außer Di) für Kindergärten und Schulen nach Anmeldung 9–11 Uhr
    Eintritt: € 14 / ermäßigt € 10 / Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei
    Jahreskarte Einzelperson € 30 / Jahreskarte Paare € 50 /

    Young Friend (unter 35 Jahre) € 20

    Online-Zeitfenster-Tickets unter www.museum-barberini.com

  • 5. Februar 2018 | Pressemitteilung
    Ausstellung Hinter der Maske. Künstler in der DDR endete erfolgreich mit 110.000 Besuchern.

    Die aktuelle Ausstellung im Museum Barberini Hinter der Maske. Künstler in der DDR endete erfolgreich mit 110.000 Besuchern.

    Die Schau Hinter der Maske. Künstler in der DDR war noch bis zum 4.2. zu sehen. Sie widmete sich der Inszenierung des Künstlerindividuums von 1945 bis 1989. Das Thema wurde durch vier Generationen in Gemälden, Photographie, Graphik, Collage, Skulptur und Aktionen vorgestellt. Der Katalog ist in der deutschen Ausgabe restlos ausverkauft, es gibt noch einige Exemplare der englischen Ausgabe.

    Frau Westheider, die Direktorin des Museum Barberini resümierte: „Nach den Impressionisten und der amerikanischen Moderne haben wir einen prägnanten Überblick über Kunst in der DDR gegeben. Unsere Schau hat sich eines so großen Zuspruchs erfreut, weil sie bei den Menschen Fragen der Identität aufrief.“

    Das Ausstellungsjahr 2018 startet am 24.2. mit einer Schau zu einem der großen Ausnahmekünstler des 20. Jahrhunderts: Max Beckmann. Welttheater. Viele Gemälde Max Beckmanns (1884–1950) zeigen die Welt des Theaters, Zirkus und Varietés. Motive des Zurschaustellens prägten das Werk Max Beckmanns (1884–1950) seit den frühen 1920er Jahren: Varieté- und Jahrmarktkünstler, Akrobaten, Clowns und Schauspieler. Beckmann sah diesen Themenkreis als Ausdruck des Welttheaters. Damit stellte er sein Schaffen in die Tradition der barocken Idee, die das Weltgeschehen als scheinhaftes Spiel begreift, das auf eine dahinterliegende Macht verweist.

    SERVICEDATEN & EINTRITTE

    Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam

    Mo & Mi–So 10–19 Uhr, jeder erste Do im Monat 10–21 Uhr, Di geschlossen
    Mo–Fr (außer Di) für Kindergärten und Schulen nach Anmeldung 9–11 Uhr
    Eintritt: € 14 / ermäßigt € 10 / Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei

    Jahreskarte Einzelperson € 30 / Jahreskarte Paare € 50 /

    Young Friend (unter 35 Jahre) € 20


    Online-Zeitfenster-Tickets unter www.museum-barberini.com

  • 25. Januar 2018 | Pressemitteilung
    Museum Barberini präsentiert 2019 das späte Werk von Pablo Picasso

    Potsdam, 25. Januar 2018

    Museum Barberini präsentiert 2019 das späte Werk von Pablo Picasso

    Picasso. Das späte Werk

    Aus der Sammlung Jacqueline Picasso

    9. März bis 16. Juni 2019

    Pablo Picasso (1881-1973) gilt als Erneuerer der Kunst im 20. Jahrhundert. In Malerei, Skulptur, Graphik und Keramik hat er neue Maßstäbe gesetzt. Weniger bekannt ist sein Schaffen aus den letzten zwei Jahrzehnten seines Lebens, als Picasso von seiner Frau Jacqueline mehr Bildnisse schuf als je zuvor von einem anderen Modell. Die Ausstellung Picasso. Das späte Werk zeigt, wie Picasso auch in seinen letzten Schaffensjahren innovativ blieb.

    Alle Leihgaben stammen aus der Sammlung Jacqueline Picasso (1927-1986). Ihre Tochter Catherine Hutin stellt diese bislang kaum öffentlich gezeigte Sammlung für die Ausstellung im Museum Barberini zur Verfügung. In der von Gastkurator Bernardo Laniado-Romero getroffenen Auswahl befinden sich zahlreiche Werke, die erstmalig in Deutschland gezeigt sowie einige, die zum ersten Mal in einem Museum präsentiert werden.

    SERVICEDATEN & EINTRITTE

    Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam

    Mo & Mi–So 10–19 Uhr, jeder erste Do im Monat 10–21 Uhr, Di geschlossen
    Mo–Fr (außer Di) für Kindergärten und Schulen nach Anmeldung 9–11 Uhr
    Eintritt: € 14 / ermäßigt € 10 / Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei

    Jahreskarte Einzelperson € 30 / Jahreskarte Paare € 50 /

    Young Friend (unter 35 Jahre) € 20


    Online-Zeitfenster-Tickets unter www.museum-barberini.com

  • 15. Januar 2018 | Pressemitteilung
    Einjähriges Jubiläum im Museum Barberini wird als Barberini Friends Day gefeiert

    Einjähriges Jubiläum im Museum Barberini wird als Barberini Friends Day gefeiert

    Die Neugründung des Museums Barberini, eine Initiative des SAP-Mitbegründers Prof. Dr. h.c. mult. Hasso Plattner, gilt als erfolgreichster Start eines Kunstmuseums in Deutschland. Mitte Dezember 2017 wurde der 500.000 Besucher im Museum Barberini begrüßt. Mit den Ausstellungen Klassische Moderne und Impressionismus. Die Kunst der Landschaft, Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne sowie die laufende Schau Hinter der Maske. Künstler der DDR nahm das Museum sein auf internationalen Kooperationen beruhendes Ausstellungsprogramm auf.

    Am Sonntag, den 21. Januar 2018 findet anlässlich des einjährigen Bestehens des Museums ein besonderes Programm für die Barberini Friends statt, denn ab 2018 wird nun jährlich an diesem Datum der Barberini Friends Day gefeiert. Alle bisherigen Friends, die an diesem Tag ihre Karte um ein Jahr verlängern oder neue Friends werden und eine Barberini Friends oder Barberini Young Friends Karte erwerben, sind zu einem Glas Sekt ins Foyer eingeladen. Zudem werden von 11 bis 18 Uhr stündlich zusätzlich zwei kostenlose Führungen durch die Schau Hinter der Maske. Kunst in der DDR ausschließlich für die Friends angeboten. Die Anzahl der Teilnehmer ist pro Führung auf 20 Personen begrenzt, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Ausstellungskatalog Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne ist am Jubiläumstag mit einem Preisnachlass von 30% erhältlich.

    Mit der Jahreskarte kann man die Ausstellungen des Museums ein Jahr lang besuchen, so oft man möchte – mit sofortigem Einlass ohne Schlange stehen. Außerdem erhalten die Barberini Friends Einladungen zu speziellen Veranstaltungen oder den ersten Rundgang durch eine neue Ausstellung. Aktuell sind schon mehr als 37.000 Barberini Friend Karten verkauft worden.

    Die Direktorin Ortrud Westheider freut sich im Hinblick auf die Zahl der bisher verkauften Jahreskarten über den positiven Zuspruch: „Die Rückmeldungen zur Barberini Friends und Young Friends Karte sind sehr positiv und wir sprechen viele Besucher an, die sich unserem Haus, dem Ausstellungsprogramm und Veranstaltungen verbunden fühlen und einfach gern regelmäßig ins Museum kommen.“

    SERVICEDATEN & EINTRITTE

    Hinter der Maske. Künstler der DDR, 29. Oktober 2017 bis 4. Februar 2018

    Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam

    Mo & Mi–So 10–19 Uhr, jeder erste Do im Monat 10–21 Uhr, Di geschlossen

    Mo–Fr (außer Di) für Kindergärten und Schulen nach Anmeldung 9–11 Uhr

    Eintritt: € 14 / ermäßigt € 10 / Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei

    Jahreskarte Einzelperson € 30 / Jahreskarte Paare € 50 /
    Young Friend (unter 35 Jahre) € 20

    Online-Zeitfenster-Tickets unter www.museum-barberini.com

  • 15. Januar 2018 | Pressemitteilung
    Max Beckmann. Welttheater

    Potsdam, 15. Januar 2018

    24. Februar bis 10. Juni 2018

    Max Beckmann. Welttheater

    Motive des Zurschaustellens prägten das Werk Max Beckmanns (1884–1950) seit den frühen 1920er Jahren: Varieté- und Jahrmarktkünstler, Akrobaten, Clowns und Schauspieler. Beckmann sah diesen Themenkreis als Ausdruck des Welttheaters. Damit stellte er sein Schaffen in die Tradition der barocken Idee, die das Weltgeschehen als scheinhaftes Spiel begreift, das auf eine dahinterliegende Macht verweist. Max Beckmann. Welttheater ist die erste Ausstellung zu diesem zentralen Thema im Werk des Malers.

    Max Beckmann gehört zu den bedeutendsten Malern der Klassischen Moderne. In den zwanziger Jahren stand er der Neuen Sachlichkeit nahe. Mit seinen schwarzen Konturen und leuchtenden Farben galt er später als Expressionist, der früh internationale Beachtung fand. Viele seiner berühmten Triptychen hängen in Museen in den USA. Darunter befindet sich das Schauspieler-Triptychon aus dem Fogg Art Museum der Harvard University, das im Zentrum der neuen Ausstellung im Museum Barberini steht.

    Max Beckmanns Gemälde, Skulpturen und Druckgraphik zeigen oft Szenen, die auf oder hinter der Bühne spielen: Zu sehen sind Varieté- oder Zirkusnummern, Schauspieler in der Garderobe oder Schausteller auf dem Jahrmarkt. Hinzu kommen Selbstportraits, in denen sich Beckmann als Clown oder Artist präsentiert. Schon Picasso hatte den Künstler unter das fahrende Volk gemischt, um herauszustellen, dass er vom Rand der Gesellschaft einen unbestechlichen Blick auf die Menschen richtet.

    Auch für Beckmann war die Rolle des Zuschauers eine Möglichkeit, das Weltgeschehen zu kommentieren und persönliche Erfahrungen zu verarbeiten. Der Maler fühlte sich den Menschen als aufrichtiger Berichterstatter verpflichtet, als Zeitgenosse, der das Leben auf der Straße und die gesellschaftlichen Gegensätze aufzeigen wollte. Als Sanitärer im Ersten Weltkrieg hatte er großes Leid gesehen. Er gehörte einer Generation an, der der Glaube an eine ordnende Macht verlorengegangen war. Ihr stellte sich die Frage nach der persönlichen Souveränität, die bei Beckmann in der Figur des Narren ihren Ausdruck findet. Mit diesem Vergleich traf er den Nerv einer Generation, die das Ausgeliefertsein an das Schicksal erfahren hatte und der sich damit auch die Frage nach der Willensfreiheit stellte.

    Angesichts seiner persönlichen Erfahrungen und der dramatischen Entwicklungen auf der politischen Weltbühne – 1933 wurde ihm sein Lehramt an der Frankfurter Städelschule gekündigt, nach 1937 befand er sich im Exil in Amsterdam – galt Beckmann das Welttheater als Sinnbild für das aktuelle Geschehen. Er suchte die Wahrheit hinter der Maskerade, und dafür lieferten Zirkus und Theater die Vorlagen: das Leben ist nicht nur für Seiltänzer ein Balanceakt und nicht nur für Schauspieler ein Rollenspiel.

    Nicht allein Beckmanns Motive, auch Komposition und Malweise zeugen vom Zurschaustellen. In den zwanziger Jahren begann er, seine Bilder wie Guckkastenbühnen anzulegen. In einem flachen Raum wölben sich Figuren und Gegenstände dem Betrachter entgegen. Je leuchtender die Farben, je freier die Malerei, desto flächiger und moderner seine Bilder. In seinen ausdrucksstarken Gemälden betonte er das Körperliche. Plastisch modelliert, sprechen die dargestellten Motive die Sinne der Betrachter direkt an. Durch auffordernde Gesten und provozierende Themen entwickelte Beckmann die seinem Werk eigene Ansprache. Sie fordert den Betrachter heraus und ist bis heute aktuell.

    Die Ausstellung versammelt 112 Leihgaben aus deutschen und internationalen Museen und Privatsammlungen wie der Nationalgalerie Berlin, der Stiftung Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, dem Museum Ludwig, Köln, der Tate, London und dem Saint Louis Art Museum. Unter den gezeigten Werken sind auch zwei großformatige, bisher kaum in Europa präsentierte Triptychen aus amerikanischen Sammlungen.

    Die Ausstellung wurde in Kooperation mit der Kunsthalle Bremen realisiert, die eine der größten Beckmann-Sammlungen Deutschlands besitzt. Dort war die Ausstellung vom 30.9.2017–4.2.2018 zu sehen.

    Kuratorinnen der Ausstellung sind Dr. Eva Fischer-Hausdorf, Kuratorin an der Kunsthalle Bremen und Dr. Ortrud Westheider, Direktorin des Museum Barberini.

    Der Katalog geht auf ein Symposium zurück, das am 29.3.2017 im Museum Barberini stattfand. Er erscheint im Prestel Verlag und umfasst 224 Seiten, mit Beiträgen von u.a. Dr. Eva Fischer-Hausdorf, Dr. Sebastian Karnatz, Prof. Dr. Irene Pieper, Dr. Lynette Roth, Dr. Ortrud Westheider und Dr. Christiane Zeiller. Der Katalog wird im Museumsshop für € 29,00 und im Buchhandel für € 39,95 erhältlich sein.

    SERVICEDATEN & EINTRITTE

    Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam

    Mo & Mi–So 10–19 Uhr, jeder erste Do im Monat 10–21 Uhr, Di geschlossen Mo–Fr (außer Di) für Kindergärten und Schulen nach Anmeldung 9–11 Uhr Eintritt: € 14 / ermäßigt € 10 / Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei

    Jahreskarte Einzelperson € 30 / Jahreskarte Paare € 50 / Young Friend (unter 35 Jahre) € 20

    Online-Zeitfenster-Tickets unter www.museum-barberini.com

  • 14. Dezember 2017 | Pressemitteilung
    Über 500.000 Besucher im ersten Jahr. Museum Barberini Potsdam schreibt seine Erfolgsgeschichte fort

    Potsdam, 13. Dezember 2017

    Über 500.000 Besucher im ersten Jahr

    Museum Barberini Potsdam schreibt seine Erfolgsgeschichte fort

    Vergangene Woche wurde der 500.000 Besucher im Museum Barberini begrüßt. Seit Eröffnung des Museums Barberini zu Beginn des Jahres 2017 erfreut sich das Haus über einen stetigen Zuspruch, der sich auch in der dritten Ausstellung über Künstler in der DDR fortsetzt. Mit seinem konzeptionellem Ansatz einer dynamischen Ausstellungstätigkeit mit internationalen Kooperationen, eine moderne Vermittlungsarbeit und digitalen Zugängen hat das Museum den Nerv der Zeit getroffen. “Für uns ist die anhaltende Begeisterung der Potsdamer und Berliner und all unserer Gäste, die aus ganz Deutschland und aus dem Ausland zu uns kommen eine große Freude und Bestätigung unserer Arbeit. Ich freue mich sehr, unseren Besuchern auch im kommenden Jahr wieder Ausstellungen von großer Strahlkraft anbieten zu können, “ so die Direktorin Dr. Ortrud Westheider.

    Die Neugründung des Museums Barberini, eine Initiative des SAP-Mitbegründers Prof. Dr. h.c. mult. Hasso Plattner, gilt als erfolgreichster Start eines Kunstmuseums in Deutschland. Die Sonderausstellungen zum Impressionismus und zur Klassischen Moderne sahen mehr als 320.000 Besucher, die Ausstellung Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne mehr als 140.000 Besucher. Die laufende Schau Hinter der Maske. Künstler in der DDR besichtigten in den ersten Wochen rund 40.000 Gäste.

    Das Institut markt.forschung.kultur mit Sitz in Bremen bescheinigt dem Museum eine große Strahlkraft für Potsdam. Eine aktuelle Besucherstudie vom November 2017 zeigt, dass das Museum Barberini Gäste anzieht, die vermutlich sonst nicht nach Potsdam gekommen wären. Rund 45 Prozent der Besucher waren Berliner, weitere 21 Prozent Touristen, die in Berlin übernachteten und für einen Tagesbesuch nach Potsdam reisten. Weitere Gäste kamen aus Bayern, Baden-Württemberg, NRW, Niedersachsen und Hamburg. 76 Prozent der Auswärtigen reisten ausschließlich wegen des Museums nach Potsdam, jeder zehnte überhaupt zum ersten Mal.

    Für die Ausstellung Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne liegen die regionalwirtschaftlichen Effekte bei rund 7,3 Millionen Euro, so die Schätzung von markt.forschung.kultur.

    „Unser Wunsch, dass wir mit unserem Programm Potsdamer und Berliner zu regelmäßigen Besuchen erreichen, ist in Erfüllung gegangen. Das zeigt die hohe Zahl an Jahreskarten, die wir ausgeben konnten und die vielen positiven Rückmeldungen in unserem digitalen Gästebuch“, so Westheider. Bereits 30.000 Kunstinteressierte besitzen die Jahreskarte „Barberini Friends“. Die preisgekrönte Barberini App wurde bisher 50.000 Mal heruntergeladen.

    Auch international hat sich das Museum Barberini bereits in kurzer Zeit ein Renommee erarbeiten können, das in Ausstellungen mit internationalen Kooperationen einzelne Themen, Künstler oder Epochen vorstellt.

    Das Ausstellungsjahr 2018 startet mit der Schau Max Beckmann. Welttheater in Kooperation mit der Kunsthalle Bremen und präsentiert vom 24. Februar bis 10. Juni 2018 zahlreiche Gemälde Beckmanns, die die Welt des Theaters, Zirkus und Varietés zeigen. Vom 30. Juni bis 21. Oktober 2018 widmet sich die Ausstellung Gerhard Richter. Abstraktion in Kooperation mit dem Gerhard Richter Archiv der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden erstmals den abstrakten Strategien und Verfahrensweisen im Gesamtwerk des Künstlers. Vom 17. November 2018 bis 17. Februar 2019 zeigt das Museum Barberini die erste Retrospektive zum Werk des Neoimpressionisten Henri-Edmond Cross (1856–1910) in Deutschland in Zusammenarbeit mit dem Musée des impressionnismes Giverny.

    SERVICEDATEN & EINTRITTE

    Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam

    Mo & Mi–So 10–19 Uhr, jeder erste Do im Monat 10–21 Uhr, Di geschlossen

    Mo–Fr (außer Di) für Kindergärten und Schulen nach Anmeldung 9–11 Uhr

    Eintritt: € 14 / ermäßigt € 10 / Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei

    Jahreskarte Einzelperson € 30 / Jahreskarte Paare € 50 /
    Young Friend (unter 35 Jahre) € 20

    Online-Zeitfenster-Tickets unter www.museum-barberini.com

  • 5. Dezember 2017 | Pressemitteilung
    Jahresprogramm Museum Barberini 2018

    Potsdam, 5. Dezember 2017

    Jahresprogramm Museum Barberini 2018

    Das im Januar 2017 eröffnete Museum Barberini in Potsdam unter der Leitung von Direktorin Dr. Ortrud Westheider stellt in Ausstellungen mit internationalen Kooperationen einzelne Themen, Künstler oder Epochen vor. Das Ausstellungsjahr 2018 startet mit einer Schau zu Max Beckmann.

    Aktuelle Ausstellung

    29. Oktober 2017 bis 4. Februar 2018

    Hinter der Maske. Künstler in der DDR

    24. Februar bis 10. Juni 2018

    Max Beckmann. Welttheater

    Viele Gemälde Max Beckmanns (1884–1950) zeigen die Welt des Theaters, Zirkus und Varietés. Der Maler verwandelte das Bild in eine Bühne. Das Zurschaustellen trieb ihn an. Erstmals geht eine Ausstellung der Frage nach der ideen­geschichtlichen Einbindung der Vorstellung vom Welttheater in der Kunst Max Beckmanns nach. Sie ermöglicht einen neuen Zugang zu einem der großen Ausnahmekünstler des 20. Jahrhunderts.

    Unter den ca. 100 gezeigten Werken sind zwei großformatige, bisher kaum in Europa präsentierte Triptychen.

    Die Ausstellung entstand in Kooperation mit der Kunsthalle Bremen.

    30. Juni bis 21. Oktober 2018

    Gerhard Richter. Abstraktion

    Die Ausstellung Gerhard Richter. Abstraktion widmet sich erstmals den abstrakten Strategien und Verfahrensweisen im Gesamtwerk des Künstlers. Angeregt durch eine Neuerwerbung des Museums Barberini durchmisst sie Richters Werk von den 1960er Jahren bis heute und widmet sich dem Verhältnis und den Bedeutungen von Abstraktion und Gegenstand, von Photographie und Farbmaterial, von Übermalung und Freilegung.

    Sie vereint etwa 80 Werke aus internationalen Museums- und Privatsammlungen. Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Gerhard Richter Archiv der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.

    17. November 2018 bis 17. Februar 2019

    Henri-Edmond Cross. Maler des Glücks

    Aus dem Impressionismus entwickelte sich in den 1880er Jahren eine Malerei, bei der leuchtende Farbe in kurzen Pinselstrichen nebeneinandergesetzt wurde – der Pointillismus. Diese Malerei zerlegte die Wirklichkeit in einzelne Farbinformationen. Einer ihrer wichtigsten Vertreter war Henri-Edmond Cross (1856–1910), der dem utopischen Gesellschaftsentwurf des Anarchismus anhing. In Zusammenarbeit mit dem Musée des impressionnismes Giverny zeigt das Museum Barberini die erste Retrospektive zum Werk dieses Neoimpressionisten in Deutschland.

    SERVICEDATEN & EINTRITTE

    Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam

    Mo & Mi–So 10–19 Uhr, jeder erste Do im Monat 10–21 Uhr, Di geschlossen
    Mo–Fr (außer Di) für Kindergärten und Schulen nach Anmeldung 9–11 Uhr
    Eintritt: € 14 / ermäßigt € 10 / Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei

    Jahreskarte Einzelperson € 30 / Jahreskarte Paare € 50 /

    Young Friend (unter 35 Jahre) € 20


    Online-Zeitfenster-Tickets unter www.museum-barberini.com

  • 4. Dezember 2017 | Pressemitteilung
    Einladung zum 5. Symposium ins Museum Barberini: Henri-Edmond Cross. Maler des Glücks

    Einladung zum 5. Symposium ins Museum Barberini: Henri-Edmond Cross. Maler des Glücks, am Mittwoch, den 13. Dezember 2017 von 10–18 Uhr.

    Aus dem Impressionismus entwickelte sich in den 1880er Jahren eine Malerei, bei der leuchtende Farbe in kurzen Pinselstrichen nebeneinandergesetzt wurde. Henri-Edmond Cross (1856–1910) zerlegte die Wirklichkeit in einzelne Farbinformationen. Er hing dem utopischen Gesellschaftsentwurf des Anarchismus an. In Zusammenarbeit mit dem Musée des impressionnismes Giverny zeigt das Museum Barberini die erste Retrospektive eines der bedeutendsten Neoimpressionisten in Deutschland. In Giverny wird die Ausstellung vom 27. Juli bis zum 4. November 2018, in Potsdam vom 17. November 2018 bis zum 17. Februar 2019 gezeigt. Die Vorträge des Symposiums widmen sich den Themen des Malers im Kontext der europäischen Moderne. Sie werden im Katalog zur Ausstellung abgedruckt.

    Vorträge:

    10:00: Begrüßung Ortrud Westheider, Museum Barberini & Frédéric Frank, Musée des impressionnismes Giverny

    10:15: Henri-Edmond Cross et l’Allemagne, Marina Ferretti, Musée des impressionnismes Giverny

    11:15: La collection d’Olivier Senn, contribution à l’étude des oeuvres graphiques d’Henri-Edmond Cross, Annette Haudiquet, Musée d’Art Moderne André Malraux, Le Havre

    14:00: Henri-Edmond Cross et la Belgique, Monique Nonne, Paris

    15:00: Utopie der Moderne. Zu den Landschaftsdarstellungen von Henri-Edmond Cross, Daniel Zamani, Museum Barberini

    16:30: Anarchism and Ambiguity: Contrasting Pissarro, Signac, and Cross, Richard Thomson, History of Art, The University of Edinburgh

    Kosten: € 10,– / Freier Eintritt für Studierende

    Online-Tickets können unter www.museum-barberini.com gebucht werden. Tickets sind zudem am Tag des Symposiums an der Museumskasse erhältlich.

    Die Veranstaltung findet auf Französisch, Englisch und Deutsch statt. Die Beiträge auf Französisch werden ins Deutsche übersetzt.

  • 8. November 2017 | Pressemitteilung
    Rahmenprogramm zur Ausstellung "Hinter der Maske. Künstler in der DDR"

    Potsdam, 8. November 2017

    Zur Ausstellung Hinter der Maske. Künstler in der DDR im Museum Barberini vom 29. Oktober 2017 bis zum 4. Februar 2018 wird ein umfangreiches Rahmenprogramm veranstaltet, u.a.:

    Lesung: Mittwoch, 15.11.2017, 19 Uhr

    Die Lüge, Uwe Kolbe

    Uwe Kolbes Roman handelt von Verrat: Ein Vater schöpft im Rahmen seiner Tätigkeit für den Staat diverse Quellen im Bereich der Kultur ab – darunter seinen eigenen Sohn. Die Geschichte einer maßlosen und erschreckenden Verstrickung. Vater und Sohn beginnen einander zu umkreisen. Nur langsam ahnt man, welchen Kampf sie miteinander führen und dass er lebenslang dauern wird.

    In Kooperation mit der Stadt- und Landesbibliothek Potsdam

    € 10 / ermäßigt € 8

    Auditorium


    Lesung: Mittwoch, 22.11.2017, 19 Uhr

    Stierblutjahre. Die Boheme des Ostens, Jutta Voigt

    Jutta Voigt erzählt von der Sehnsucht nach einem anderen Leben in der DDR. Im Vorwort ihres Buches schreibt sie: „Die Geschichte der Boheme des Ostens ist eine von Aufbruch und Enttäuschung, von Avantgarde und Gleichgültigkeit. Aber auch eine von der Lust des Spiels und der Macht des Übermuts. Die Boheme des Ostens rauchte Kette und trank Rotwein, am liebsten Stierblut, das Beste was es gab, Egri Bikavér aus Ungarn.“ Jutta Voigt studierte in den 1960er Jahren Philosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin und war Teil der Boheme im Prenzlauer Berg.

    In Kooperation mit der Stadt- und Landesbibliothek Potsdam

    Eintritt frei

    Gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

    Reservierung empfohlen:

    T + 49 331 289 6600, www.bibliothek.potsdam.de

    Ort der Lesung: Stadt- und Landesbibliothek Potsdam, Am Kanal 47, 14467 Potsdam


    Vortrag: Donnerstag, 16.11.2017, 16–19 Uhr

    Harald Metzkes im Museum Barberini und im Potsdam Museum

    Geführter Rundgang durch die Ausstellung Hinter der Maske. Künstler in der DDR im Museum Barberini und anschließender Vortrag von Dr. Jutta Götzmann:
    Harald Metzkes – Ich verfasse mich selbst

    Harald Metzkes hat an der Hochschule für Bildende Künste Dresden studiert, war an der Deutschen Akademie der Künste zu Berlin Meisterschüler von Otto Nagel und zählt zu den Wegbereitern der Berliner Schule. Für sein Lebenswerk, das aus tausenden Ölgemälden, Aquarellen, Zeichnungen und druckgraphischen Arbeiten besteht, erhielt er 2012 den Ehrenpreis des Brandenburgischen Ministerpräsidenten. Mit vier Werken ist er in der Ausstellung Hinter der Maske. Künstler in der DDR vertreten. Einer Führung durch die Ausstellung im Museum Barberini von 16.30 bis 17.30 Uhr schließt sich ein Vortrag von Dr. Jutta Götzmann, Direktorin des Potsdam Museums, unter dem Titel Harald Metzkes – Ich verfasse mich selbst an. Sie nähert sich der Selbstsicht und der Weltsicht des Künstlers. Im Fokus stehen zwei Gemälde, die Harald Metzkes als Schenkung an die Kunstsammlung des Potsdam Museums übergibt. Sie werden im Vortragsraum erstmalig präsentiert.

    In Kooperation mit dem Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte

    € 10 / ermäßigt € 8

    Führung: Foyer Museum Barberini

    Vortrag: Potsdam Museum, Am Alten Markt 9, 14467 Potsdam

  • 4. Oktober 2017 | Pressemitteilung
    Mehr als 140.000 Besucher: Museum Barberini beendet zweite Ausstellung erneut mit herausragenden Besucherzahlen

    Mehr als 140.000 Besucher: Museum Barberini beendet zweite Ausstellung erneut mit herausragenden Besucherzahlen

    Seit Eröffnung des Museums Barberini zu Beginn dieses Jahres hält der Besucherandrang unvermindert an. Die ersten Sonderausstellungen zum Impressionismus und zur Klassischen Moderne sahen mehr als 320.000 Besucher, die am 3. Oktober zu Ende gegangene Ausstellung Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne mehr als 140.000 Besucher.

    Bei einer Laufzeit von 90 Tagen wurden rund 960 Führungen und Workshops durchgeführt, davon mehr als 100 für Schulklassen- und Kindergartengruppen sowie 300 öffentliche Führungen. Darüber hinaus sind insgesamt über 35.000 Jahreskarten verkauft worden. Die preisgekrönte Museums-App wurde zwischenzeitlich 52.000 Mal heruntergeladen und die Social Media Portale des Museums verzeichnen weiterhin stetig wachsende Followerzahlen.

    Bislang schauten sich seit Eröffnung des Museums Barberini in Potsdam 460.000 Gäste die Ausstellungen an. Damit übersteigt der große Zuspruch alle Erwartungen. Die Neugründung des Hauses, eine Initiative des SAP-Mitbegründers Prof. Dr. h.c. mult. Hasso Plattner, gilt als erfolgreichster Start eines Museums in Deutschland.

    Mit der kommenden Ausstellung Hinter der Maske. Künstler in der DDR beginnt das Museum Barberini die Erforschung der eigenen Sammlung zur Kunst in der DDR, die in der deutschen Kunstgeschichte immer noch eine marginalisierte Position einnimmt. Ausgehend vom eigenen Bestand, von dem zehn Werke gezeigt werden, versammelt die Schau über 100 Arbeiten von rund 80 Künstlern (darunter 20 Künstlerinnen) aus den Bereichen Malerei, Photographie, Graphik, Collage und Skulptur.

    Nach dem Ende der Ausstellung Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne wird bis 28.10. die Ausstellung Hinter der Maske. Künstler in der DDR aufgebaut. Aus diesem Grund hat das Museum vom 4.10. bis 6.10. und vom 24.10. bis 28.10. geschlossen. Vom 7.10. bis 23.10. gibt es eine Teilöffnung. So ist ein Ausstellungsraum im Erdgeschoss zur Abstraktion in den USA und Mexico mit Werken von Harold Joe Waldrum, Dan Namingha und Rufino Tamayo zugänglich. In dieser Zeit wird ein ermäßigter Eintritt von € 2 erhoben. Täglich, um 11 Uhr, bietet das Museum Barberini eine öffentliche Führung zum Thema Das Museum Barberini. Architektur und Kunst an.

  • 28. September 2017 | Pressemitteilung
    Letzte Ausstellungstage und Kinderkunstaktionen zur Amerikanischen Moderne in Potsdam – noch bis zum 3.10.

    Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne
    17. Juni–3. Oktober 2017
    Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam

    Letzte Ausstellungstage und Kinderkunstaktionen zur Amerikanischen Moderne in Potsdam – noch bis zum 3.10.

    Nur noch bis einschließlich 3.10. gibt es die Gelegenheit, die Ausstellung Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne im Museum Barberini zu besuchen – dann reisen die Werke zurück in die USA. Die Phillips Collection in Washington, D. C., schickte für die Ausstellung erstmals 68 Werke der frühen amerikanischen Moderne nach Deutschland.

    Bereits über 120.000 Besucher zählte die Ausstellung seit ihrer Eröffnung. Am Wochenende sowie am Tag der deutschen Einheit ist das Potsdamer Museum von jeweils 10 bis 19 Uhr geöffnet. Um 11, 12 und 15 Uhr werden öffentliche Führungen zur Sonderausstellung angeboten. Für die kleinsten Besucher gibt es am Sonntag, den 1.10. um 15 Uhr die Veranstaltung Kinder führen Kinder, bei der die Kids-Guides anderen Kindern ihre Lieblingsbilder zeigen. Außerdem können am Samstag, den 30.9. um 11 Uhr, zeitgleich zur öffentlichen Führung die Kleinen bei der Kinderkunstaktion selbst kreativ werden.

    Online-Zeitfenster-Tickets unter www.museum-barberini.com

  • 21. September 2017 | Pressemitteilung
    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übernimmt Schirmherrschaft über die Ausstellung Hinter der Maske. Künstler in der DDR

    Potsdam, 21. September 2017

    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übernimmt Schirmherrschaft über die Ausstellung Hinter der Maske. Künstler in der DDR

    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Schirmherrschaft für die große Ausstellung Hinter der Maske. Künstler in der DDR im Museum Barberini übernommen, die vom 29. Oktober 2017 bis zum 4. Februar 2018 in Potsdam gezeigt wird. Damit erfährt die erste Ausstellung des Museums Barberini zu seinem Sammlungsschwerpunkt Kunst in der DDR eine herausragende Würdigung. Die Schau zeigt die Vielgestaltigkeit der künstlerischen Selbstbehauptung, die Künstler in einem Staat fanden, der Kunst eine politische und erzieherische Funktion zuschrieb und sie reglementierte. Mit Hinter der Maske. Künstler in der DDR widmet sich das Museum Barberini der Künstlerpersönlichkeit in der DDR und ihrer Selbstinszenierung im Spannungsfeld von Rollenbild und Rückzug, verordnetem Kollektivismus und schöpferischer Individualität.

    Mit dieser Ausstellung beginnt das Museum Barberini die Erforschung der eigenen Sammlung zur Kunst in der DDR, die in der deutschen Kunstgeschichte immer noch eine marginalisierte Position einnimmt. Ausgehend vom eigenen Bestand, von dem zehn Werke gezeigt werden, versammelt die Ausstellung über 100 Arbeiten von rund 80 Künstlern (darunter 20 Künstlerinnen) aus den Bereichen Malerei, Photographie, Graphik, Collage und Skulptur.

    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird die Ausstellung am 28. Oktober 2017 feierlich im Museum Barberini eröffnen.

  • 6. September 2017 | Pressemitteilung
    Aus Künstlersicht – Museum Barberini zeigt Kunst aus der DDR Über 100 Werke von rund 80 Künstlern von den Anfängen bis 1989

    Pressemitteilung

    Aus Künstlersicht – Museum Barberini zeigt Kunst aus der DDR

    Über 100 Werke von rund 80 Künstlern von den Anfängen bis 1989

    Hinter der Maske. Künstler in der DDR

    29. Oktober 2017 bis 4. Februar 2018

    In der ersten Ausstellung zu seinem Sammlungsschwerpunkt Kunst in der DDR nimmt das Museum Barberini die Selbstdarstellung von Künstlerinnen und Künstlern in den Blick. Die Schau zeigt die Vielgestaltigkeit der künstlerischen Selbstbehauptung, die Künstler in einem Staat fanden, der Kunst eine politische und erzieherische Funktion zuschrieb und sie reglementierte. Doch macht die Ausstellung nicht die politischen Bedingungen zu ihrem Ausgangspunkt, sondern richtet den Blick auf die künstlerische Selbstwahrnehmung und -inszenierung. Dabei arbeitet sie heraus, wie konkret das Kunstschaffen in der DDR in der europäischen Bildtradition stand und verknüpft es so mit der Kunstgeschichte.

    Der bildenden Kunst in der DDR war eine staatstragende Funktion zugeschrieben. Eigensinn und Selbstverständnis der Künstler gingen jedoch weit darüber hinaus. Mit Hinter der Maske. Künstler in der DDR widmet sich das Museum Barberini der Künstler-persönlichkeit in der DDR und ihrer Selbstinszenierung im Spannungsfeld von Rollenbild und Rückzug, verordnetem Kollektivismus und schöpferischer Individualität.

    Die Sicht des Künstlers auf sich selbst kommt in Selbst- und Gruppenbildnissen oder Rollenbildern zum Ausdruck. Diese in der abendländischen Kunst seit der Renaissance tradierten Bildgattungen wurden in der Malerei der DDR ebenso fortgeführt wie das Genre der Atelierbilder. Neben diesen überlieferten Motiven und Themen zeigt die Ausstellung auch die Hinwendung zur Abstraktion als künstlerische Absage an einen Gesellschaftsbezug oder den Einsatz des eigenen Körpers, der in performativen Ansätzen der späten 1980er Jahre zum Tragen kam.

    Zahlreiche Ausstellungen haben sich seit 1989 mit der Kunst in der DDR beschäftigt. Dabei standen zumeist politische Aspekte im Vordergrund – von der Problematik der staatlichen Auftragskunst (Berlin 1995) über den Diktaturenvergleich (Weimar 1999) bis zum oppositionellen Potential (Berlin 2016). Nach diesen politischen und soziologischen Blickwinkeln fokussiert Hinter der Maske. Künstler in der DDR, wie die Künstler im kritischen Blick nach innen ihr Selbstverständnis und ihr Verhältnis zur vorgeschriebenen Aufgabe reflektierten und wo und wie sie trotz staatlicher Vorgaben Spielräume für die künstlerische Kreativität fanden. Durch diesen thematischen Zugang kann der Blick von soziologischen und ideologischen Aspekten auf die Werke im eigentlichen Sinne gerichtet werden, ohne die Kunst jedoch zu dekontextualisieren.

    Mit dieser Ausstellung beginnt das Museum Barberini die Erforschung der eigenen Sammlung zur Kunst in der DDR, die in der deutschen Kunstgeschichte immer noch eine marginalisierte Position einnimmt. Ausgehend vom eigenen Bestand, von dem zehn Werke gezeigt werden, versammelt die Ausstellung über 100 Arbeiten von rund 80 Künstlern (darunter 20 Künstlerinnen) aus den Bereichen Malerei, Photographie, Graphik, Collage und Skulptur.

    Die Leihgaben stammen aus zahlreichen Museen, Galerien und Privatsammlungen. So u.a. aus dem Lindenau-Museum Altenburg; der Nationalgalerie Berlin; dem Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst Cottbus & Frankfurt (Oder); den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden; dem Kunstmuseum Moritzburg Halle; dem Museum der bildenden Künste Leipzig; der Tübke Stiftung Leipzig oder der Galerie Eigen + Art Leipzig/Berlin.

    Unter den ausgestellten Werken befinden sich unter anderem Arbeiten von Karl-Heinz Adler (*1927), Gerhard Altenbourg (1926–1989), Strawalde (Jürgen Böttcher) (*1931), Hartwig Ebersbach (*1940), Hermann Glöckner (1889–1987), Hans-Hendrik Grimmling (*1947), Ulrich Hachulla (*1943), Bernhard Heisig (1925–2011), Wolfgang Mattheuer (1927–2004), Harald Metzkes (*1929), Michael Morgner (*1942), A. R. Penck (1939–2017), Stefan Plenkers (*1945), Evelyn Richter (*1930), Arno Rink (*1940), Theodor Rosenhauer (1901–1996), Willi Sitte (1921–2013), Werner Tübke (1929–2004), Elisabeth Voigt (1893–1977), Dieter Weidenbach (*1945), Trak Wendisch (*1958) und der Künstlergruppe Clara Mosch.

    Kuratiert wurde die Ausstellung von Valerie Hortolani und Michael Philipp.

    Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Prestel Verlag, der rund 270 Seiten umfasst. Der Katalog wird im Museumsshop für € 29,95 und im Buchhandel für € 39,95 erhältlich sein. Er enthält Beiträge von Valerie Hortolani, Museum Barberini, Potsdam; Petra Lange-Berndt, Universität Hamburg; Michael Philipp, Museum Barberini, Potsdam; Carolin Quermann, Städtische Galerie Dresden und Martin Schieder, Universität Leipzig.

    Parallel zur Ausstellung Hinter der Maske. Künstler in der DDR zeigt das Museum Barberini als dokumentarische Präsentation die so genannte Galerie aus dem Palast der Republik. Die 16 großformatigen Bilder können als Zeugnis der 1971 ausgerufenen staatlichen Leitlinie „Weite und Vielfalt“ betrachtet werden. Vor dem Hintergrund dieser staatlichen Repräsentationskunst wird umso deutlicher, wie reich das Kunstleben in der DDR war, das sich jenseits davon entfaltete und in der Schau Hinter der Maske zu sehen ist.

    Zur Präsentation der Palast-Galerie erscheint eine Dokumentation mit Texten von Michael Philipp, Museum Barberini, die 96 Seiten umfasst und im Museumsshop und im Buchhandel erhältlich sein wird.

  • 31. Juli 2017 | Pressemitteilung
    Museum Barberini zeigt die Palast-Galerie: Seit über 20 Jahren zum ersten Mal wieder zu sehen.

    Potsdam, 31. Juli 2017

    Museum Barberini zeigt die Palast-Galerie: Seit über 20 Jahren zum ersten Mal wieder zu sehen.

    Flankierend zur Ausstellung Hinter der Maske. Künstler in der DDR ist im Museum Barberini vom 28. Oktober 2017 bis zum 4. Februar 2018 die Galerie aus dem Palast der Republik zu sehen.

    Zum Palast der Republik, dem zentralen Repräsentationsbau der DDR, gehörten 16 großformatige Bilder, die im Hauptfoyer installiert waren. Die sogenannte Palast-Galerie entstand 1975 zum Thema „Dürfen Kommunisten träumen?“ Künstler wie Bernhard Heisig, Wolfgang Mattheuer, Willi Sitte, Werner Tübke, Walter Womacka und Hans Vent steuerten Werke bei, die von 1976 bis 1990 hier ausgestellt wurden.

    Bereits wenige Wochen nach der Eröffnung hatten mehrere Hunderttausend Besucher den Palast der Republik und die Galerie gesehen, die Gemälde wurden vielfach in der DDR in Publikationen abgebildet, einige Gemälde wurden auch als Briefmarkenmotive verbreitet.

    Zuletzt war die Palast-Galerie 1995 bei der Ausstellung Auftrag: Kunst im Deutschen Historischen Museum zu sehen, seitdem lagern die Bilder im Depot. Lediglich einzelne Werke waren zwischenzeitlich und für kurze Zeit für Ausstellungen entliehen.

    Im gemeinsamen Engagement des Deutschen Historischen Museums, des Bundesverwaltungsamts und des Museums Barberini werden die Werke derzeit restauriert. Dies umfasst die Reinigung der Bildfläche – insgesamt über 200 Quadratmeter –, die Neuinstallation von Aufhängevorrichtungen und Ergänzungen der Rahmen.

    Die Definition des Themas und die Einladung der Künstler oblag 1975 Fritz Cremer, Leiter des künstlerischen Planungsstabs des Palasts der Republik. Einzige konkrete Vorgabe war aus architektonischen Gründen die Höhe der Bilder: Sie musste 280 cm betragen, die Breite durfte bis zu sechs Meter erreichen. Die Künstler stellten unterschiedliche Motive dar, die sie frei auswählten. Außer beim Werk von Walter Womacka, Wenn Kommunisten träumen..., waren die Bezüge zum ausgeschriebenen Thema eher lose. Die Künstler malten in ihrem jeweiligen eigenen Stil, blieben jedoch durchweg im Figürlichen und damit in der Tradition der realistischen Malerei in der DDR.

    Mit dieser dokumentarischen Präsentation zeigt das Museum Barberini ein Zeitzeugnis aus dem Zenit der Staatskunst der DDR, die das offizielle Verständnis von Kunst nach der 1971 ausgerufenen Leitlinie der „Weite und Vielfalt“ widerspiegelt. Vor dem Hintergrund dieser staatlichen Repräsentationskunst wird umso deutlicher, wie reich das Kunstleben in der DDR war, dass sich jenseits davon entfaltete. Dies zeigt die Ausstellung Hinter der Maske. Künstler in der DDR vom 28. Oktober 2017 bis zum 4. Februar 2018 im Museum Barberini.

    Zur Palast-Galerie im Palast der Republik

    Der Palast der Republik wurde 1973–1976 nach Plänen von Heinz Graffunder auf dem Gelände des Berliner Stadtschlosses erbaut, das derzeit als Humboldtforum wiederaufgebaut wird. Er war Sitz des Parlaments, Repräsentationsgebäude und Kulturhaus. Bis zu seiner Schließung im Jahr 1990 fanden hier Kulturveranstaltungen, Konzerte und Theateraufführungen statt und es gab verschiedene gastronomische Angebote.

    Zum Gesamtkonzept des Baus gehörte auch die umfangreiche Ausstattung mit Kunstwerken, darunter eine Marx-Engels-Plastik auf dem Vorplatz und, als prominentestes Element, die Palast-Galerie im Hauptfoyer. Fritz Cremer, Bildhauer und Vizepräsident der Akademie der Künste, wurde 1974 zum Leiter des künstlerischen Planungsstabs des Palasts der Republik ernannt. Ihm oblag es, Künstler zu gewinnen, die Auftragsarbeiten zum Thema Dürfen Kommunisten Träumen? erstellten. Von den 19 angefragten Künstlern nahmen 16 den Auftrag an. Im Dezember 1975 waren alle Arbeiten fertiggestellt, so dass sie mit der Eröffnung des Gebäudes im April 1976 präsentiert werden konnten und bis zur Schließung dort verblieben.

    Künstler und Werke:

    Günter Brendel (*1930): Großes Stillleben, 1975/76,
    Dispersion auf Hartfaser, 280 x 368 cm

    René Graetz (1908–1974) / Arno Mohr (1910–2001): Krieg und Frieden, 1975,
    Tempera auf Hartfaser, 280 x 368 cm

    Erhard Großmann (*1936): Tadschikistan, 1975, Tempera auf Hartfaser, 280 x 600 cm

    Bernhard Heisig (1925–2011): Ikarus, 1975, Öl auf Hartfaser, 280 x 450 cm

    Wolfgang Mattheuer (1927–2004): Guten Tag, 1975, Öl auf Hartfaser, 280 x 281 cm

    Arno Mohr (1910–2001): Forscht, bis ihr wißt, 1975,
    Mischtechnik auf Hartfaser, 280 x 552 cm

    Willi Neubert (1920–2011): Gestern – Heute, 1975,
    Mischtechnik auf Hartfaser, 280 x 345 cm

    Ronald Paris (*1933): Unser die Welt – trotz alledem, 1975/76,
    Dispersion auf Hartfaser, 280 x 600 cm

    Kurt Robbel (1909–1986): Die schaffenden Kräfte, 1975/76,
    Mischtechnik auf Hartfaser, 280 x 160 / 272 / 160 cm

    Wolfram Schubert (*1926): Brot für alle, 1975, Tempera auf Hartfaser, 280 x 368 cm

    Willi Sitte (1921–2013): Die rote Fahne – Kampf, Leid und Sieg, 1975/76,
    Öl auf Hartfaser, 280 x 300 cm

    Werner Tübke (1929–2004): Mensch – Maß aller Dinge, 1975, Mischtechnik auf Hartfaser in fünf Einzelteilen:

    Familie, 170 x170 cm; Liebespaar, 170 x170 cm; Kampf der Zentauren und Lapithen, 85 x 170 cm; Totenklage, 85 x 170 cm; Der Tanz um das goldene Kalb, 85 x 170 cm

    Hans Vent (*1934): Menschen am Strand, 1975, Dispersion auf Hartfaser, 280 x 552 cm

    Matthias Wegehaupt (*1938): Raum für Neues, 1975,
    Mischtechnik auf Hartfaser, 280 x 552 cm

    Walter Womacka (1925–2010): Wenn Kommunisten träumen..., 1975,
    Öl auf Hartfaser, 280 x 552 cm

    Lothar Zitzmann (1924–1977): Weltjugendlied, 1975, Öl auf Hartfaser, 280 x 552 cm

    SERVICEDATEN & EINTRITTE

    Hinter der Maske. Künstler der DDR

    28. Oktober 2017 bis 04. Februar 2018

    Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam

    Mo & Mi–So 10–19 Uhr, jeder erste Do im Monat 10–21 Uhr, Di geschlossen

    Mo–Fr (außer Di) für Kindergärten und Schulen nach Anmeldung 9–11 Uhr

    Eintritt: € 14 / ermäßigt € 10 / Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei

    Jahreskarte Einzelperson € 30 / Jahreskarte Paare € 50 /

    Young Friend (unter 35 Jahre) € 20

    Online-Zeitfenster-Tickets unter www.museum-barberini.com

  • 3. Juli 2017 | Pressemitteilung
    Museum Barberini zeigt 2018 Ausstellung zur Abstraktion bei Gerhard Richter von den 1960er Jahren bis heute

    Potsdam, 3. Juli 2017

    Museum Barberini zeigt 2018 Ausstellung zur Abstraktion bei Gerhard Richter
    von den 1960er Jahren bis heute

    Ausstellung
    Gerhard Richter. Abstraktion
    30. Juni bis 7. Oktober 2018

    Die Ausstellung Gerhard Richter. Abstraktion widmet sich erstmals den abstrakten Strategien und Verfahrensweisen im Gesamtwerk des Künstlers. Die Schau geht von einem Werk des Museums Barberini aus und vereint etwa 80 weitere aus internationalen Museums- und Privatsammlungen.

    Seit den 1960er Jahren begreift Gerhard Richter Malerei als Kontinuum, als eine Klammer um die Brüche des 20. Jahrhunderts. Abstraktion und Realismus trennten im Kalten Krieg Ost und West. Richter, der sich im Studium in Dresden mit den Vorgaben des Sozialistischen Realismus konfrontiert sah, lernte nach seiner Ausreise in die BRD an der Düsseldorfer Akademie die Tradition abstrakter Malerei ebenso kennen wie die Abkehr von der Malerei in der Fluxusbewegung und der Aktionskunst.

    Gerhard Richter begann im Frühwerk der 1960er Jahre eine Hinterfragung der Malerei, die ihn bis heute beschäftigt: In seiner Serie der grauen Bilder in den 1970er Jahren reagierte er mit monochromen Werken auf die Ablehnung der Malerei. In der Farbe Grau sah er eine Möglichkeit, politische Themen anzusprechen ohne sie zu ästhetisieren. Er überführte Dokumente seiner Familiengeschichte in schwarzweiße Malerei wie auch zeitgeschichtliche Dokumente oder tagesaktuelle Pressebilder.

    In der Serie der Vermalungen um 1970 werden für Richter Farbauftrag und Pinselstrich zum Thema. Für andere Bilder photographierte er kleine Details aus seiner Farbpalette und übertrug sie in photorealistischer Technik auf großformatige Leinwände. In den Farbtafeln der 1970er Jahre überließ er die Nachbarschaften der Farben dem Zufall und unterzog er die Malerei einem objektivierbaren Verfahren. Seit 1976 entsteht schließlich die Werkgruppe der Abstrakten Bilder, bei der Richter den Farbauftrag mit Pinsel, Rakel und Spachtel einem Wechselspiel aus bewussten Entscheidungen und zufälligen Prozessen überlässt. Diese Werke bilden inzwischen den Großteil seines Œuvres.

    Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Gerhard Richter Archiv der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Kuratoren der Ausstellung sind Dietmar Elger, Gerhard Richter Archiv, und Ortrud Westheider, Museum Barberini.

    Am 29. November 2017 veranstaltet das Museum Barberini sein fünftes Symposium. Es bereitet den Katalog zur Ausstellung vor. Beiträger sind u. a. Hubertus Butin, Dietmar Elger und Ortrud Westheider.

    Museum Barberini

    Das Museum Barberini wurde im Januar 2017 unter großem öffentlichen Interesse eröffnet. 320.000 Besucher sahen bis zum 28. Mai 2017 die Eröffnungsausstellungen zum Impressionismus und zur Klassischen Moderne.
    Die Hasso Plattner Stiftung rekonstruierte von 2013 bis 2016 das Palais Barberini in Potsdams historischer Mitte und betreibt das darin angesiedelte Museum.
    Das Museum Barberini zeigt unter der Leitung von Dr. Ortrud Westheider Ausstellungen in internationalen Kooperationen, die einzelne Themen, Künstler oder Epochen vorstellen. Ausgangspunkt für Präsentationen von den Alten Meistern bis ins 21. Jahrhundert ist die Sammlung des SAP-Mitbegründers Prof. Dr. h.c. mult. Hasso Plattner aus Kunst aus der DDR und Malerei nach 1989 sowie Meisterwerken der Kunstgeschichte. Impressionistische Werke von Claude Monet und Pierre-Auguste Renoir sind darin ebenso vertreten wie Klassiker der Moderne und amerikanische Abstrakte, so u. a. Gemälde von Max Liebermann, Edward Munch, Joan Mitchell und Gerhard Richter.

    Aktuelle Ausstellung

    Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne

    Noch bis zum 3. Oktober 2017 präsentiert das Museum Barberini in Zusammenarbeit mit der Phillips Collection, Washington, D. C. sein erstes internationales Kooperationsprojekt. Die Ausstellung Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne widmet sich der Entwicklung der amerikanischen Kunst vom Impressionismus bis zum Abstrakten Expressionismus. Die Phillips Collection schickte dafür erstmals 68 Werke der frühen Amerikanischen Moderne nach Deutschland.

    SERVICEDATEN & EINTRITTE
    Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne
    17. Juni–3. Oktober 2017
    Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam

    Mo & Mi–So 10–19 Uhr, jeder erste Do im Monat 10–21 Uhr, Di geschlossen
    Mo–Fr (außer Di) für Kindergärten und Schulen nach Anmeldung 9–11 Uhr
    Eintritt: € 14 / ermäßigt € 10 / Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei

    Jahreskarte
    Einzelperson € 30 / Jahreskarte Paare € 50 /Young Friend (unter 35 Jahre) € 20

    Online-Zeitfenster-Tickets unter www.museum-barberini.com

  • 15. Juni 2017 | Pressemitteilung
    Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne

    Potsdam, 15. Juni 2017

    Wie die amerikanische Kunst abstrakt wurde: Das Museum Barberini holt die amerikanische Moderne nach Potsdam

    Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne

    17. Juni–3. Oktober 2017

    Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam

    Nach seinen Eröffnungsausstellungen zeigt das Museum Barberini vom 17. Juni bis
    3. Oktober 2017 mit der Ausstellung Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne sein erstes internationales Kooperationsprojekt. Die Phillips Collection in Washington, D. C., schickt dafür erstmals 68 Werke der frühen amerikanischen Moderne nach Deutschland.

    Die amerikanische Kunst der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist in Europa bis heute wenig bekannt. Die Ausstellung präsentiert einen Querschnitt der nordamerikanischen Malerei anhand der drei zentralen Themen Landschaft, Portrait und Stadt ebenso wie die sich parallel entwickelnde abstrakte Malerei. Diese kulminierte nach 1945 im Abstrakten Expressionismus, und New York wurde zum neuen Kunstzentrum. Die Entwicklung lässt sich anhand der Sammlung der Phillips Collection nachvollziehen.

    Die Ausstellung Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne bietet damit ein Panorama der Themen und Stile vom Impressionismus bis zum Abstrakten Expressionismus. Sie führt mit Werken von George Inness (1825–1894), Marsden Hartley (1877–1943), Georgia O’Keeffe (1887–1986), Richard Diebenkorn (1922–1993) und anderen durch Landschaftskunst, Portraitmalerei und Stadtlandschaft in die Farbfeldmalerei.

    Dr. Ortrud Westheider, Direktorin des Museums Barberini, setzt mit diesem Kooperationsprojekt den programmatischen Ansatz des Museums Barberini fort, internationale Kunst von Weltrang in thematisch fokussierten Präsentationen zu zeigen. Nach ihrer Ausstellung in Hamburg zu Edward Hopper und seine Zeit im Jahr 2009 stellt sie nun die facettenreiche amerikanische Moderne in acht Themenräumen vor: „Amerikas Weg in die Moderne lässt sich anhand der Werke der Phillips Collection, Washington, D. C., beispielhaft aufzeigen. Diese Kooperation ist eine große Ehre für das Museum Barberini.“

    Dr. Dorothy M. Kosinski, Direktorin der Phillips Collection, Washington, D. C.: „Wir freuen uns, zentrale Werke unser Sammlung nach Potsdam zu senden und damit die amerikanische Moderne in Europa zu präsentieren. Das jüngst eröffnete Museum Barberini bietet dafür einen hervorragenden Rahmen.“

    Wie die amerikanische Kunst abstrakt wurde

    Die Erschließung der Wildnis, die Vermessung des Landes und die Unterschutzstellung der Naturwunder in den Nationalparks motivierten die erste amerikanische Landschaftsmalerei. Unter dem Einfluss des europäischen Impressionismus wurden die heroischen und religiösen Aufladungen dieser frühen Landschaftsmalerei durch die individuelle Beobachtung von Lichtstimmungen und atmosphärischen Erscheinungen der Natur abgelöst. Der epochale Wechsel vom ländlich-agrarischen zum städtisch-industriellen Amerika ließ den Städten an der Ostküste eine immer größere Bedeutung zukommen. Künstlerisch wurde dieser Prozess vom Übergang zur Figurenmalerei charakterisiert, doch die Landschaft behielt ihre Bedeutung und wurde für viele Künstler Ausgangspunkt abstrakter Kompositionen. Die Produktionskraft und der architektonische Wandel der Städte regte Maler wie Charles Sheeler (1883–1965) und Ralston Crawford (1906–1978) zu Bildern des Präzisionismus, der amerikanischen Spielart der Neuen Sachlichkeit, an, die den Zukunftsoptimismus der Wirtschaft aufgriffen. Nach dem Zweiten Weltkrieg bot die Abstraktion den Künstlern die Basis für einen moralisch-philosophisch aufgefassten Neuanfang.

    Die Farbe gewann im Abstrakten Expressionismus ein Eigenleben, das dem europäischen Expressionismus fremd war. Es entstanden Farbräume, in die der Betrachter eintauchen kann. Die Künstler verstanden ihre Bilder als Felder, die auch über die Bildgrenzen hinaus fortsetzbar sind. In diesen Feldern ist jeder Punkt von gleicher Wichtigkeit, jeder Punkt ermöglicht den Einstieg in das Bild. Die Bilder sind unüberschaubar, sie sind nicht auf einen Blick zu erfassen und nicht zu vereinnahmen, so die Hoffnung der Maler. Die Kunst sollte die Erlebnis- und Entscheidungsfähigkeit des Einzelnen stärken.

    Der Sammler Duncan Phillips

    Der Kunstkritiker und Mäzen Duncan Phillips (1886–1966), Gründer der Phillips Collection in Washington, D. C., begleitete und förderte moderne amerikanische Künstler, insbesondere zwischen den Weltkriegen. Mit seiner Sammlertätigkeit prägte er den Kanon der amerikanischen Kunstgeschichte. Der frühe Tod seines Vaters und der seines Bruders veranlassten ihn, die familiäre Sammlung zum Ausgangspunkt eines ihnen gewidmeten Museums zu machen, das der modernen nordamerikanischen Kunst galt. 1921 eröffnet, ging die Phillips Collection den Gründungen des Museum of Modern Art (1929) und des Whitney Museum of American Art (1931) voraus. Phillips’ Auffassung, die Kunst als Universalsprache zu betrachten, die über nationale Schulen und Epochen erhaben sei, ist bis heute eine Inspiration. Dieses Bekenntnis zu individuellen künstlerischen Positionen ist nach wie vor wichtig.

    Phillips betrachtete Kunst als „universale Sprache, die jeder chronologischen und nationalen Einordnung trotzt“. Mit Honoré Daumier (1808–1879) und Pierre-Auguste Renoir (1841–1919) sammelte er französische Malerei des 19. Jahrhunderts ebenso wie Werke der französischen Malerei des 20. Jahrhunderts, so z.B. Pierre Bonnard (1867–1947). In der Zeit zwischen den Kriegen, als konservative Kreise in den Vereinigten Staaten die abstrakte, unabhängige und von europäischer Avantgarde beeinflusste Kunst missbilligten, setzte Phillips sich für solche amerikanische Kunst ein. Das Verbindende war das Entstehen der Moderne in Amerika. Seit Gründung der Phillips Collection gehört dies zu ihrem Selbstverständnis.

    Wie Duncan Phillips sammelt auch Museumsgründer Hasso Plattner die französischen Impressionisten ebenso wie zeitgenössische amerikanische Malerei. So begegnen sich in der Kooperation der bedeutenden historischen Privatsammlung mit dem Museum Barberini auch zwei verwandte Partner.

    Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Prestel Verlag, der 248 Seiten mit 200 Abbildungen umfasst und für € 29,90 im Museumsshop sowie für € 39,95 im Buchhandel erhältlich sein wird. Die Essays gehen auf ein internationales Symposium zurück, das am 21. November 2016 im Museum Barberini stattfand. Zwei Hauptwerken der Phillips Collection ist ein eigener Beitrag gewidmet, die anderen erforschen die vielfältigen Beziehungen der amerikanischen Kunst zu Europa.

    SERVICEDATEN & EINTRITTE

    The Phillips Collection, Washington, D. C., in Zusammenarbeit mit dem Museum Barberini, Potsdam

    Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne

    17. Juni–3. Oktober 2017

    Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam

    Mo & Mi–So 10–19 Uhr, jeder erste Do im Monat 10–21 Uhr, Di geschlossen

    Mo–Fr (außer Di) für Kindergärten und Schulen nach Anmeldung 9–11 Uhr

    Eintritt: € 14 / ermäßigt € 10 / Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei

    Jahreskarte Einzelperson € 30 / Jahreskarte Paare € 50 /

    Young Friend (unter 35 Jahre) € 20

    Online-Zeitfenster-Tickets unter www.museum-barberini.com

  • 28. Mai 2017 | Pressemitteilung
    320.000 Besucher: Museum Barberini beendet Eröffnungsausstellungen mit herausragenden Besucherzahlen

    Potsdam, 28. Mai 2017

    320.000 Besucher: Museum Barberini beendet Eröffnungsausstellungen mit herausragenden Besucherzahlen

    Ab Mitte Juni: Neue Sonderausstellung Amerikanische Moderne

    Seit Eröffnung des Museums Barberini zu Beginn dieses Jahres hält der Besucherandrang unvermindert an. Die Sonderausstellungen zum Impressionismus und zur Klassischen Moderne mit 170 Werken sahen bis zum 28. Mai 2017 mehr als 320.000 Besucher.

    Bei einer Laufzeit von 112 Tagen wurden rund 1.480 Führungen und Workshops durchgeführt, davon 220 für Schulklassen- und Kindergartengruppen sowie 190 Öffentliche Führungen. Darüber hinaus sind fast 30.300 Jahreskarten verkauft worden. Die preisgekrönte Museums-App wurde 37.800 Mal heruntergeladen und die Social Media Portale des Museums verzeichnen stetig wachsende Followerzahlen. Alle Zeitfenster-Tickets der letzten Ausstellungswochen, in denen bei verlängerten Öffnungszeiten täglich geöffnet war, waren frühzeitig ausgebucht. Mit mehr als 320.000 Besuchern in vier Monaten gilt die Neugründung des Museums Barberini als Meilenstein in der Museumslandschaft.

    Damit übersteigt der große Zuspruch alle Erwartungen der Museumsleitung. Die Neugründung des Potsdamer Museums ist eine Initiative des SAP-Mitbegründers Prof. Dr. h.c. mult. Hasso Plattner und präsentiert unter der Leitung der Direktorin Dr. Ortrud Westheider Ausstellungen in internationalen Kooperationen.

    “Wir hatten mit vielen Besuchern gerechnet, aber einen solchen Ansturm hatten wir nicht erwartet. Das ist natürlich das schönste Willkommensgeschenk, dass wir hier in Potsdam bekommen können,“ äußerte sich Dr. Ortrud Westheider zum Abschluss der jetzigen Ausstellungen.

    Vom 17. Juni bis zum 3. Oktober 2017 präsentiert das Museum in Zusammenarbeit mit der Phillips Collection, Washington, D. C. sein erstes internationales Kooperationsprojekt. Die Ausstellung: Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne widmet sich der Entwicklung der amerikanischen Kunst vom Impressionismus bis zum Abstrakten Expressionismus. Die Phillips Collection schickt dafür erstmals 68 Werke der frühen Amerikanischen Moderne nach Deutschland.

    Wegen des Ab- und Aufbaus für die Ausstellung Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne bleibt das Museum vom 29. bis 30. Mai sowie vom 14. bis 16. Juni 2017 geschlossen. Im Zeitraum 31. Mai bis 13. Juni 2017 sind einzelne Ausstellungssäle nicht zugänglich, der Besuch des Museums ist in dieser Zeit zum ermäßigten Eintrittspreis von € 4 möglich.

    Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne

    17. Juni bis 3. Oktober 2017

    Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstr. 5–6, 14467 Potsdam

    Mo & Mi–So 10–19 Uhr, jeder erste Do im Monat 10–21 Uhr, Di geschlossen

    Mo–Fr (außer Di) für Kindergärten und Schulen nach Anmeldung 9–11 Uhr

    Zeitfenster-Tickets: www.museum-barberini.com

  • 16. Mai 2017 | Pressemeldung
    Mattheuers Der Jahrhundertschritt ist unbeschädigt

    Potsdam, 16. Mai 2017

    Mattheuers Der Jahrhundertschritt ist unbeschädigt

    Berichterstattung zum Vorfall an Mattheuers Der Jahrhundertschritt im Hof des Museums Barberini vom Samstag, den 16. Mai 2017

    Entgegen anderslautender Meldungen ist die Bronzestatue Der Jahrhundertschritt (Wolfang Mattheuer) im Außenbereich des Museums Barberini nicht beschädigt worden. 
Durch das Auslaufen der roten Farbe aus dem Kreppband sind lediglich der Sockel der Statue sowie die angrenzenden Steinplatten leicht rot verfärbt worden. Ein Großteil der Verfärbungen konnte direkt durch Museumspersonal und den Verursacher selbst bereinigt werden.

    Die Restauratorin des Museums Barberini konnte den Schaden am Montag eingehend prüfen und feststellen, dass derzeit noch verbleibende leicht rötliche Verfärbungen in den Bodenplatten durch Wettereinwirkung zeitnah gänzlich verschwunden sein werden. Die Plastik selbst hat keinerlei Schäden davongetragen.

    Das Museum Barberini zieht den vorbehaltlich gestellten Strafantrag gegen den Verursacher zurück.

    Zum Vorfall:

    Ein 74-jähriger Mann hat am Samstag ein circa 20 Meter langes rotes Kreppband ausgehend von der Skulptur Der Jahrhundertschritt von Wolfgang Mattheuer über die die Statue umgebenen Steinplatten gelegt. Trotz des unverzüglichen Eingreifens der Museumsaufsichten, konnte das Auslaufen der Farbe aus dem Kreppband durch einsetzenden Regen nicht verhindert werden.

    Der Mann wollte an dem Kunstwerk eine „Kunstaktion“ vollführen, die sich jedoch nicht gegen das Kunstwerk richtete, sondern den roten Streifen auf der Plinte mit dem Kreppband verlängerte. Die Verfärbung der Bodenplatten hatte er dabei nicht beabsichtigt.

    Zum Jahrhundertschritt von Wolfang Mattheuer:

    Wolfgang Mattheuers Plastik Der Jahrhundertschritt (Erstanfertigung 1984) existiert Deutschlandweit in sechs bzgl. Größe, Ausführung und Materialität unterschiedlichen Fassungen. Standorte finden sich in Berlin, Potsdam, Bonn, Leipzig, Halle und Aachen.

    Mit der eindrücklichen Gestik in Form der zur Hitlergruß erhobenen rechten Hand und der zur Faust geballten Linken vereint die Plastik Anspielungen auf zwei totalitäre Regime: Den Nationalsozialismus und den Kommunismus. Das Auseinanderstreben der Gliedmaßen, das sich bis hin zu einem Riss durch den Brustkorb der Figur manifestiert, zeigt die Zerrissenheit des 20. Jahrhunderts. Das sich im Ausfallschritt befindliche unnatürlich lange Bein im Zusammenspiel mit dem hinterherhinkenden Rechten deutet zusätzlich symbolhaft auf die Instabilität der Zeit hin. Mattheuers Der Jahrhundertschritt gehört zu den bedeutendsten Skulpturen des vergangenen Jahrhunderts.

  • 12. Mai 2017 | Pressemeldung
    Wie die amerikanische Kunst abstrakt wurde: Das Museum Barberini holt die amerikanische Moderne nach Potsdam

    Potsdam, 12. Mai 2017

    Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne

    17. Juni–3. Oktober 2017

    Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam

    Pressekonferenz:

    15. Juni 2017, 11 Uhr

    Nach seinen Eröffnungsausstellungen zeigt das Museum Barberini vom 17. Juni bis 3. Oktober 2017 mit der Ausstellung Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne sein erstes internationales Kooperationsprojekt. Die Phillips Collection in Washington, D. C., schickt dafür erstmals 68 Werke der frühen amerikanischen Moderne nach Deutschland.

    Die amerikanische Kunst der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist in Europa bis heute wenig bekannt. Die Ausstellung präsentiert einen Querschnitt der nordamerikanischen Malerei anhand der drei zentralen Themen Landschaft, Portrait und Stadt ebenso wie die sich parallel entwickelnde abstrakte Malerei. Diese kulminierte nach 1945 im Abstrakten Expressionismus, und New York wurde zum neuen Kunstzentrum. Die Entwicklung lässt sich anhand der Sammlung der Phillips Collection nachvollziehen.

    Die Ausstellung Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne bietet damit ein Panorama der Themen und Stile vom Impressionismus bis zum Abstrakten Expressionismus. Sie führt mit Werken von George Inness (1825–1894), Marsden Hartley (1877–1943), Georgia O’Keeffe (1887–1986), Richard Diebenkorn (1922–1993) und anderen durch Landschaftskunst, Portraitmalerei und Stadtlandschaft in die Farbfeldmalerei.

    Dr. Ortrud Westheider, Direktorin des Museums Barberini, setzt mit diesem Kooperationsprojekt den programmatischen Ansatz des Museums Barberini fort, internationale Kunst von Weltrang in thematisch fokussierten Präsentationen zu zeigen. Nach ihrer Ausstellung in Hamburg zu Edward Hopper und seine Zeit im Jahr 2009 stellt sie nun die facettenreiche amerikanische Moderne in acht Themenräumen vor: „Amerikas Weg in die Moderne lässt sich anhand der Werke der Phillips Collection, Washington, D. C., beispielhaft aufzeigen. Diese Kooperation ist eine große Ehre für das Museum Barberini.“

    Dr. Dorothy M. Kosinski, Direktorin der Phillips Collection, Washington, D. C.: „Wir freuen uns, zentrale Werke unser Sammlung nach Potsdam zu senden und damit die amerikanische Moderne in Europa zu präsentieren. Das jüngst eröffnete Museum Barberini bietet dafür einen hervorragenden Rahmen.“

    Die Phillips Collection

    Der Kunstkritiker und Mäzen Duncan Phillips (1886–1966), Gründer der Phillips Collection in Washington, D. C., begleitete und förderte moderne amerikanische Künstler, insbesondere zwischen den Weltkriegen. Mit seiner Sammlertätigkeit prägte er den Kanon der amerikanischen Kunstgeschichte. Der frühe Tod seines Vaters und der seines Bruders veranlassten ihn, die familiäre Sammlung zum Ausgangspunkt eines ihnen gewidmeten Museums zu machen, das der modernen nordamerikanischen Kunst galt. 1921 eröffnet, ging die Phillips Collection den Gründungen des Museum of Modern Art (1929) und des Whitney Museum of American Art (1931) voraus. Phillips’ Auffassung, die Kunst als Universalsprache zu betrachten, die über nationale Schulen und Epochen erhaben sei, ist bis heute eine Inspiration.

    Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Prestel Verlag, der 248 Seiten mit 200 Abbildungen umfasst und für € 29,90 im Museumsshop sowie für € 39,95 im Buchhandel erhältlich sein wird. Die Essays gehen auf ein internationales Symposium zurück, das am 21. November 2016 im Museum Barberini stattfand. Zwei Hauptwerken der Phillips Collection ist ein eigener Beitrag gewidmet, die anderen erforschen die vielfältigen Beziehungen der amerikanischen Kunst zu Europa.

    SERVICEDATEN & EINTRITTE

    The Phillips Collection, Washington, D. C., in Zusammenarbeit mit dem Museum Barberini, Potsdam

    Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne

    17. Juni–3. Oktober 2017

    Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam

    Mo & Mi–So 10–19 Uhr, jeder erste Do im Monat 10–21 Uhr, Di geschlossen
    Mo–Fr (außer Di) für Kindergärten und Schulen nach Anmeldung 9–11 Uhr
    Eintritt: € 14 / ermäßigt € 10 / Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei
    Jahreskarte Einzelperson € 30 / Jahreskarte Paare € 50 /
    Young Friend (unter 35 Jahre) € 20
    Online-Zeitfenster-Tickets unter www.museum-barberini.com

  • 5. Mai 2017 | Pressemeldung
    Der 250.000 Besucher wurde im Museum Barberini begrüßt

    Potsdam, 5. Mai 2017

    Der 250.000 Besucher wurde im Museum Barberini begrüßt.

    Museum Barberini öffnet bis 28. Mai 2017 zusätzlich auch dienstags 10–19 Uhr.

    Heute, am 5. Mai 2017, wurde der 250.000 Besucher im Museum Barberini begrüßt. Der Besucherandrang hält mit den beiden Ausstellungen Impressionismus. Die Kunst der Landschaft sowie Klassiker der Moderne. Liebermann, Munch, Nolde, Kandinsky unvermindert an.

    In den ersten 100 Tagen des Museumsbetriebs wurden außerdem 132 Schulklassen- und Kindergartengruppen sowie 685 weitere Gruppenführungen und 148 Öffentliche Führungen angeboten. Es wurden darüber hinaus 23.372 Jahreskarten verkauft und die App wurde 30.648 heruntergeladen. Die Social Media Portale des Museums können bereits eine hohe Reichweite vorweisen und verzeichnen stetig wachsende Followerzahlen: Der Facebookkanal kann sich mit 7700 Fans bereits mit solchen von anderen renommierten Museen messen.

    Aufgrund des starken Interesses öffnet das Museum Barberini nun dauerhaft bereits ab
    10 Uhr. Außerdem entfällt im Zeitraum vom 1. bis 28. Mai 2017 der Schließtag am Dienstag, sodass die Eröffnungsausstellungen täglich von 10 bis 19 Uhr zu besuchen sind.

    Alle zusätzlichen Zeiten sind als Online-Zeitfenstertickets buchbar: www.museum-barberini.com.

    Vom 17. Juni bis zum 3. Oktober 2017 präsentiert das Museum in Zusammenarbeit mit der Phillips Collection, Washington, D. C. sein erstes internationales Kooperationsprojekt. Die Ausstellung: Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne. widmet sich der Entwicklung der amerikanischen Kunst vom Impressionismus bis zum Abstrakten Expressionismus. Die Phillips Collection schickt dafür erstmals 68 Werke der frühen amerikanischen Moderne nach Deutschland.

    SERVICEDATEN

    Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam

    Mo & Mi–So 10–19 Uhr, jeder erste Do im Monat 10–21 Uhr, Di geschlossen
    1. Mai bis 28. Mai 2017: Mo–So 10–19 Uhr, kein Schließtag
    Mo–Fr (außer Di) für Kindergärten und Schulen nach Anmeldung 9–11 Uhr
    Online-Tickets unter www.museum-barberini.com

  • 27. April 2017 | Pressemeldung
    Museum Barberini öffnet dauerhaft mittwochs bis montags ab 10 Uhr

    Potsdam, 27. April 2017

    220.000 Ticketverkäufe in drei Monaten.
    Museum Barberini öffnet dauerhaft mittwochs bis montags ab 10 Uhr.
    Nur im Mai 2017 zusätzlich dienstags 10–19 Uhr geöffnet.

    Der Besucherandrang auf das Museum Barberini hält seit seiner Eröffnung am 23. Januar 2017 unvermindert an. Bis Ende April 2017 wurden mehr als 220.000 Tickets verkauft.

    Aufgrund des starken Interesses öffnet das Museum Barberini nun dauerhaft bereits ab
    10 Uhr. Außerdem entfällt im Zeitraum vom 1. bis 28. Mai 2017 der Schließtag am Dienstag, sodass die Eröffnungsausstellungen täglich von 10 bis 19 Uhr zu besuchen sind.

    Für die letzte Zeitschiene, von 18 bis 19 Uhr, gibt es ab sofort das ermäßigte Evening Special Ticket für € 8 und ermäßigt € 6.

    Alle zusätzlichen Zeiten sind als Online-Zeitfenstertickets buchbar: www.museum-barberini.com.

    Noch bis zum 28. Mai 2017 zeigt das Museum Barberini die Ausstellungen Impressionismus. Die Kunst der Landschaft sowie Klassiker der Moderne. Liebermann, Munch, Nolde, Kandinsky und gewährt Einblicke in seine Sammlung mit insgesamt über 170 Werken in 17 Ausstellungssälen.

    Ab dem 17. Juni 2017 bis zum 3. Oktober widmet sich das Museum Barberini mit der Ausstellung Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne in Kooperation mit der Philipps Collection, Washington D. C. der Entwicklung der amerikanischen Kunst vom Impressionismus bis zum Abstrakten Expressionismus.

    Vom 28. Oktober 2017 bis zum 4. Februar 2018 zeigt das Museum Barberini die Ausstellung Hinter der Maske. Künstler in der DDR und vom 23. Februar bis zum 10. Juni 2018 in Kooperation mit der Kunsthalle Bremen die Schau Max Beckmann. Welttheater.

    SERVICEDATEN & EINTRITT

    Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam
    Mo & Mi–So 10–19 Uhr, jeder erste Do im Monat 10–21 Uhr, Di geschlossen
    1. Mai bis 28. Mai 2017: Mo–So 10–19 Uhr, Do 4. Mai 2017 10–21 Uhr
    Mo–Fr (außer Di) für Kindergärten und Schulen nach Anmeldung 9–11 Uhr

    Eintritt € 14 / ermäßigt € 10 / Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre frei.
    Jahreskarte Barberini Friend (Einzelperson) € 30, Barberini Friends (Paare) € 50,
    Barberini Young Friend (Einzelperson < 35 Jahre) € 20

    Online-Tickets unter www.museum-barberini.com.

  • 19. April 2017 | Veranstaltungshinweis
    Einladung zum 4. Symposium Hinter der Maske. Künstler in der DDR

    Potsdam, 19. April 2017

    Einladung zum 4. Symposium

    Hinter der Maske. Künstler in der DDR

    24. April 2017, 10–18 Uhr im Museum Barberini

    In der DDR gab es eine offizielle Staatskunst; sie sollte politisch wirken. Diese ideologischen Verflechtungen wurden in den vergangenen Jahren in zahlreichen Ausstellungen untersucht. Wie aber reflektierten die Künstler im kritischen Blick nach innen ihr Selbstverständnis und ihr Verhältnis zur vorgeschriebenen staatstragenden Funktion? Die Ausstellung Hinter der Maske. Künstler in der DDR widmet sich den Spielarten künstlerischer Selbstinszenierung in der DDR zwischen Rollenbild und Rückzug, verordnetem Kollektivismus und schöpferischer Individualität.

    Das Symposium bereitet die Ausstellung vor, die vom 28. Oktober 2017 bis zum 4. Februar 2018 im Museum Barberini in Potsdam zu sehen ist. Die Vorträge des Symposiums werden im Ausstellungskatalog veröffentlicht.

    Kostenbeitrag € 10,- / Freier Eintritt für Studierende

    Online-Tickets sind unter www.museum-barberini.com buchbar.

    Tickets sind zudem am Tag des Symposiums an der Museumskasse erhältlich.

    Veranstaltungsort: Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstr. 5–6, 14467 Potsdam

    Programm

    10:00
    Begrüßung
    Dr. Ortrud Westheider, Museum Barberini

    10:15
    „Dürfen Kommunisten träumen?“. Staatliche Vorgaben und künstlerische Freiheit in der DDR
    Dr. Michael Philipp, Museum Barberini

    11:15
    Selbstbildnis und Alter Ego. Die Inszenierung des Künstlers in der DDR
    Valerie Hortolani, Berlin

    12:15
    Mittagspause

    14:00
    Kunstproduktion im Plural. Kollektive und Kollektivität in der DDR
    Prof. Dr. Petra Lange-Berndt, Universität Hamburg

    15:00
    Abstraction: Autonomy by Withdrawal
    Hannah Klemm, St. Louis Art Museum

    16:00
    Kaffeepause

    16:30
    Der Blick auf Alte Meister. Verweise und Anverwandlungen
    Dr. Carolin Quermann, Städtische Galerie Dresden

    17:30
    „Drinnen, draußen und ich“. Zum Künstleratelier in der DDR
    Prof. Dr. Martin Schieder, Universität Leipzig

    18:30
    Empfang

  • 21. März 2017 | Pressemeldung
    Museum Barberini verlängert die Öffnungszeiten

    Potsdam, 21. März 2017

    Museum Barberini verlängert die Öffnungszeiten
    Vom 1. April bis 28. Mai 2017 schon ab 10 Uhr geöffnet. Im Mai 2017 auch dienstags 10–19 Uhr geöffnet

    Das Museum Barberini reagiert auf den großen Besucherandrang zu seinen Eröffnungsausstellungen mit einer Verlängerung der Öffnungszeiten. Vom 1. April bis zum 28. Mai 2017 wird das Museum schon um 10 Uhr, anstatt wie bisher, um 11 Uhr öffnen. Außerdem öffnet das Museum vom 1. bis 28. Mai 2017 auch dienstags von 10 bis 19 Uhr, dienstags gibt es keine Führungsangebote. Alle zusätzlichen Zeiten sind ab sofort als Onlinetickets buchbar: www.museum-barberini.com.

    Seit Eröffnung des Museums Barberini Ende Januar 2017 hält der Besucherandrang unvermindert an. Um die 15.000 Besucher zählt das Museum wöchentlich bei seinen Eröffnungsausstellungen Impressionismus. Die Kunst der Landschaft und Klassiker der Moderne. Liebermann, Munch, Nolde, Kandinsky. Insgesamt wurden bereits ca. 130.000 Tickets verkauft.

    Noch bis zum 28. Mai 2017 zeigt das Museum Barberini die Ausstellungen Impressionismus. Die Kunst der Landschaft sowie Klassiker der Moderne. Liebermann, Munch, Nolde, Kandinsky und gewährt Einblicke in seine Sammlung mit insgesamt über 170 Werken in 17 Ausstellungssälen.
    Ab dem 17. Juni 2017 widmet sich das Museum Barberini mit der Ausstellung Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne in Kooperation mit der Philipps Collection, Washington D. C. der Entwicklung der amerikanischen Kunst vom Impressionismus bis zum Abstrakten Expressionismus.

    SERVICEDATEN & EINTRITT

    Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam

    ab 1. April 2017: Mo & Mi–So 10–19 Uhr, jeder erste Do im Monat 10–21 Uhr, Di geschlossen
    1. Mai bis 28. Mai 2017: Mo–So 10–19 Uhr, jeder erste Do im Monat 10–21 Uhr
    Mo–Fr (außer Di) für Kindergärten und Schulen nach Anmeldung 9–11 Uhr
    Eintritt € 14 / ermäßigt € 10 / Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre frei.
    Jahreskarte Barberini Friend (Einzelperson) € 30, Barberini Friends (Paare) € 50, Barberini Young Friend (Einzelperson < 35 Jahre) € 20

    Online-Tickets unter www.museum-barberini.com.

  • 24. Februar 2017 | Veranstaltungshinweis
    Einladung zum 3. Symposium Max Beckmann. Welttheater

    Potsdam, 24. Februar 2017

    Einladung zum 3. Symposium

    Max Beckmann. Welttheater

    29. März 2017, 10–18 Uhr im Museum Barberini

    Max Beckmann (1884–1950) war fasziniert von der Welt des Theaters, des Zirkus', des Karnevals, des Varietés und der Großstadtcafés als metaphorische Schauplätze der menschlichen Beziehungen und des Weltgeschehens. Er nahm die Rolle des Zuschauers ein und inszenierte das Bild als Bühne. Das Zurschaustellen trieb ihn an.

    In seinem Œuvre finden sich weit mehr als 100 Gemälde zu diesem Thema: Darstellungen von Artisten, Portraits von Schauspielern, Einblicke in Garderoben oder hinter Theaterbühnen. Die Kunsthalle Bremen und das Museum Barberini befragen in einer Ausstellung den Begriff des „Welttheaters“, der in den 1930er Jahren mit Beckmanns Werken in Verbindung gebracht wurde. Das wissenschaftliche Symposium, das im Vorfeld der Ausstellung am 29. März im Museum Barberini stattfindet, stellt neue Forschungen zu Beckmann und seinem Welttheater vor. Die Vorträge werden im Ausstellungskatalog publiziert.

    In Kooperation mit der Kunsthalle Bremen, die die Ausstellung Max Beckmann. Welttheater vom 30. September 2017 bis zum 4. Februar 2018 zeigt. Im Museum Barberini ist die Schau vom 24. Februar bis zum 10. Juni 2018 zu sehen.

    Kostenbeitrag € 10,- / Freier Eintritt für Studierende

    Online-Tickets sind unter www.museum-barberini.com buchbar.

    Tickets sind zudem am Tag des Symposiums an der Museumskasse erhältlich.

    Veranstaltungsort: Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstr. 5–6, 14467 Potsdam

    Programm

    10:00

    Begrüßung

    Dr. Ortrud Westheider, Museum Barberini
    Prof. Dr. Christoph Grunenberg, Kunsthalle Bremen

    10:15

    Vom Theatrum mundi zur Schaubude. Beckmanns Idee des Welttheaters
    Dr. Eva Fischer-Hausdorf, Kunsthalle Bremen

    11:15

    Max Beckmanns Malerei als Zurschaustellung
    Dr. Ortrud Westheider, Museum Barberini

    12:15

    Mittagspause

    14:00

    Clowns, Tiere und Artisten. Beckmanns Passion für den Zirkus im Spiegel seiner Skizzenbücher
    Dr. Christiane Zeiller, Max Beckmann Archiv, München

    15:00

    Max Beckmanns Triptychen als Bühnen-Bilder

    Dr. Lynette Roth, Busch-Reisinger Museum, Harvard Art Museums, Cambridge (USA)

    16:00

    Kaffeepause

    16:30

    Zwischen Katastrophenerfahrung und Weltanschauung. Zum Welttheater in der Literatur
    Prof. Dr. Irene Pieper, Universität Hildesheim

    17:30

    Parodie, Experiment und Selbstbehauptung.
    Die Dramen Max Beckmanns

    Dr. Sebastian Karnatz, Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen, München

    18:30

    Empfang

  • 23. Februar 2017 | Pressemeldung
    60.000 Besucher im ersten Monat: Museum Barberini übertrifft alle Erwartungen

    Potsdam, 22. Februar 2017

    60.000 Besucher im ersten Monat: Museum Barberini übertrifft alle Erwartungen

    Seitdem das Museum Barberini vor einem Monat, am 23. Januar 2017, für das Publikum öffnete, ist das Interesse der nationalen und internationalen Gäste ungebrochen. In den letzten vier Wochen besuchten bis zu 15.000 Kunstinteressierte pro Woche das neue Kunstmuseum in Potsdam. Besonders groß ist der Ansturm während der Woche bis zum frühen Nachmittag sowie an den Wochenenden. Es wurden 48.000 Zeitfenster-Tickets und 12.000 Jahreskarten verkauft.

    Auch digital erfreut sich das Angebot einer großen Beliebtheit. Die kostenfreie Barberini-App wurde schon 12.500 Mal heruntergeladen. Mit der App haben die Besucher die Möglichkeit, sich über die Ausstellungen und die Hintergründe des rekonstruierten Palais zu informieren. Sie enthält Audioguide-Touren mit unterschiedlichen Schwerpunkten für Erwachsene und Kinder. Die App bietet neben 360°-Panoramen eine Anmeldung zum Newsletter und die Weiterleitung zum Online-Ticket-Shop. Auch die Social Media Profile des Museums haben großen Zulauf. So können auf Facebook bereits über 6.600 Fans gezählt werden.

    Unter den zahlreichen Gästen konnten der Stifter des Museums Hasso Plattner und die Direktorin Ortrud Westheider bei der Eröffnung neben Bundeskanzlerin Angela Merkel, Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke, Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs auch die Ehrengäste Bill Gates, Botschafter, Museumsdirektoren, Sammler, Schauspieler, Künstler sowie Persönlichkeiten aus Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen begrüßen.

    Noch bis zum 28. Mai 2017 zeigt das Museum Barberini die Ausstellungen Impressionismus. Die Kunst der Landschaft sowie Klassiker der Moderne. Liebermann, Munch, Nolde, Kandinsky und gewährt Einblicke in seine Sammlung mit insgesamt über 170 Werken in 17 Ausstellungssälen. Ab dem 17. Juni 2017 widmet sich das Museum Barberini mit der Ausstellung Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne in Kooperation mit der Philipps Collection, Washington D. C. der Entwicklung der amerikanischen Kunst vom Impressionismus bis zum Abstrakten Expressionismus.

    SERVICEDATEN & EINTRITTE

    Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam

    Mo & Mi–So 11–19 Uhr, jeder erste Do im Monat 11–21 Uhr, Di geschlossen

    Mo–Fr (außer Di) für Kindergärten und Schulen nach Anmeldung 9–11 Uhr

    Eintritt € 14 / ermäßigt € 10 / Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre frei.

    Jahreskarte Barberini Friend (Einzelperson) € 30, Barberini Friends (Paare) € 50,
    Barberini Young Friend (Einzelperson < 35 Jahre) € 20

    Online-Tickets unter www.museum-barberini.com

  • 27. Januar 2017 | Pressemeldung
    Auftakt Rahmenprogramm des Museums Barberini mit Vortrag / Mit Zeitfenstertickets erhalten Besucher Einlass ohne Wartezeiten

    Potsdam, 27. Januar 2017

    Auftakt Rahmenprogramm des Museums Barberini mit Vortrag

    Mit Zeitfenstertickets erhalten Besucher Einlass ohne Wartezeiten

    Seit das Museum Barberini am 23. Januar 2017 für das Publikum öffnete, bleibt das Besucherinteresse ungebrochen groß. Täglich haben in der Eröffnungswoche 1500 bis 2000 Kunstliebhaber das wiederaufgebaute Palais Barberini besucht und die Ausstellungen mit Werken von Claude Monet, Auguste Renoir, Gustave Caillebotte, Camille Pissarro, Alfred Sisley und Auguste Rodin sowie Werke der Amerikanischen Moderne und Kunst der DDR bestaunt. Mit den Ausstellungen Impressionismus. Die Kunst der Landschaft sowie Klassiker der Moderne. Liebermann, Munch, Nolde, Kandinsky und Einblicken in seine Sammlung zeigt das neue Kunstmuseum bis zum 28. Mai 2017 insgesamt über 170 Werke in 17 Ausstellungssälen.

    Neben regelmäßigen Führungen bietet das Museum Barberini auch ein Begleitprogramm an. Der erste Vortrag anlässlich der Ausstellung Impressionismus. Die Kunst der Landschaft wird durch den renommierten Kunsthistoriker James Rubin zum Thema Monet’s Water Lilies: Seeing with the Body in englischer Sprache am 30. Januar 2017 um 18 Uhr gehalten. Prof. Dr. James Rubin, einer der weltweit bekanntesten Spezialisten in Geschichte, Theorie und Kritik der europäischen Avantgardekunst des 19. Jahrhunderts mit Schwerpunkt vor allem in der französischen Kunst, lehrt an der State University of New York at Stony Brook.

    Vortrag

    Monet’s Water Lilies: Seeing with the Body

    30. Januar 2017, 18 Uhr
    Prof. Dr. James Rubin ist Kunsthistoriker an der State University of New York at Stony Brook.
    In englischer Sprache € 10 / ermäßigt € 8

    SERVICEDATEN & EINTRITTE

    Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam

    Mo & Mi–So 11–19 Uhr, jeder erste Do im Monat 11–21 Uhr, Di geschlossen Mo–Fr (außer Di) für Kindergärten und Schulen nach Anmeldung 9–11 Uhr
    Eintritt € 14 / erm. € 10 / Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre frei Jahreskarte Einzelperson € 30 / Jahreskarte Paare € 50 / Young Friend (unter 35 Jahre) € 20

    Online-Tickets unter www.museum-barberini.com

  • 20. Januar 2017 | Pressemeldung
    Heutige Eröffnung des Museums Barberini mit Bundeskanzlerin Angela Merkel

    Heutige Eröffnung des Museums Barberini mit Bundeskanzlerin Angela Merkel

    Heute Abend wird das Museum Barberini zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel feierlich in Potsdam eröffnet. Rund 650 geladene Gäste aus dem In- und Ausland nehmen an dem Festakt teil. Im Anschluss an die Eröffnung des neuen Kunstmuseums lädt Hasso Plattner zu einem Konzert mit der Rocklegende John Fogerty ein. Die Ansprachen des Abends halten Prof. Dr. Hasso Plattner, der Potsdamer Oberbürgermeister Jann Jakobs, der Ministerpräsident von Brandenburg, Dietmar Woidke sowie die Bundeskanzlerin Angela Merkel.

    Unter den Gästen des Abends befinden sich viele bekannte Namen und hochrangige Persönlichkeiten, darunter Bill Gates, Günter Jauch und Wolfgang Joop.

    Auszug aus der Gästeliste:

    Stifter & Mäzen

    Prof. Dr. Hasso

    Plattner

    Founder and CEO SAO and HPI

    Potsdam, USA

    Dr. Angela

    Merkel

    Chancellor, Federal Republic of Germany

    Berlin

    Dr. Dietmar

    Woidke

    Federal State Prime Minister of Brandenburg

    Potsdam

    Jann

    Jakobs

    Lord Mayor of Potsdam

    Potsdam

    Ehrengäste

    Bill

    Gates

    Melinda and Bill Gates Foundation, Microsoft

    USA

    Matthias

    Platzeck

    Former Federal State Prime Minister of Brandenburg

    Potsdam

    Manfred

    Stolpe

    Former Federal State Prime Minister of Brandenburg

    Potsdam

    Botschafter

    Philippe

    Etienne

    Ambassador, France

    Wladimir M.

    Grinin

    Ambassador, Russian Federation

    Berlin

    Kent D.

    Logsdon

    Chargé d'affaires of the Embassy of the United States of America

    Berlin

    Prof. Dr. Dr. Hermann

    Parzinger

    Stiftung Preußischer Kulturbesitz

    Berlin

    Prof. Dr. Peter

    Schäfer

    Jüdisches Museum

    Berlin

    Eske

    Nannen

    Kunsthalle Emden

    Emden

    Dr. Philipp

    Demandt

    Städel Museum - Städelsches Kunstinstitut und Städtische Galerie

    Frankfurt / Main

    Prof. Dr. Hartmut

    Dorgerloh

    Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

    Potsdam

    Axel

    Rüger

    Van Gogh Museum

    Amsterdam

    Dr. Christoph

    Becker

    Kunsthaus Zürich

    Zurich

    Privatsammler

    Christian und Karen

    Boros

    Berlin

    Julia

    Stoschek

    Düsseldorf

    Heiner und Ulla

    Pietzsch

    Berlin

    Medien

    Dr. Mathias

    Doepfner

    Axel Springer SE

    Berlin

    Friede

    Springer

    Friede Springer Stiftung

    Berlin

    Anja

    Zimmer

    Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MABB)

    Berlin

    Kultur

    Mayen

    Beckmann

    Estate Max Beckmann

    Köln

    David

    Chipperfield

    Architect

    Berlin

    Chris

    Dercon

    Volksbühne Berlin, former Tate, London

    Berlin

    Günther

    Jauch

    TV Presenter

    Potsdam

    Max

    Raabe

    Vocalist

    Berlin

    Christina

    Rau

    Foundation Zukunft Berlin

    Berlin

    Dr. Dr. h.c. Ulrich

    Raulff

    Deutsches Literaturarchiv Marbach

    Marbach

    Volker

    Schloendorff

    Europäisches Filmzentrum Babelsberg

    Potsdam

    Business

    Catherine von

    Fürstenberg-Dussmann

    Dussmann Stiftung & Co KGAa

    Berlin

    Karen

    Heumann

    Thjnk AG

    Hamburg

    Dr. Florian

    Langenscheidt

    Publisher and author

    Berlin

    Bill

    McDermott

    SAP America, Inc.

    USA

    Nathalie von

    Siemens

    Siemens AG

    Berlin

    Wissenschaft

    Prof. Paul

    Tucker

    University of Massachusetts Boston

    Boston / USA

    Prof. Dr. Ulrich

    Weinberg

    Hasso-Plattner-Institut at the University of Potsdam

    Potsdam

    Künstler

    Burghardt Klaussner

    Axel Milberg

    Wolfgang Joop

    Igor Levit

    Das Museum Barberini eröffnet mit den Ausstellungen Impressionismus. Die Kunst der Landschaft sowie Klassiker der Moderne. Liebermann, Munch, Nolde, Kandinsky und gibt Einblicke in seine Sammlung. Insgesamt werden über 170 Werke gezeigt (23.1.–28.5.17).

    Der erste reguläre Ausstellungstag des neuen Museums Barberini ist am 23.1.2017 schon

    Online-Tickets unter www.museum-barberini.com

  • 9. Januar 2017 | Pressemeldung
    Neues Kunstmuseum in Potsdam: Museum Barberini wird eröffnet

    Potsdam, 9. Januar 2017

    Neues Kunstmuseum in Potsdam: Museum Barberini wird eröffnet

    Pressekonferenz
    Donnerstag, 19. Januar 2017, 11 Uhr
    Alter Markt, Humboldtstr. 5­–6, 14467 Potsdam

    Podium:
    Prof. Dr. h.c. mult Hasso Plattner, Stifter und Mäzen
    Dr. Ortrud Westheider, Direktorin Museum Barberini

    Im Anschluss Rundgang durch das Museum Barberini

    In den vergangenen drei Jahren wurde im Herzen Potsdams ein Stück Kultur­geschichte wiedererrichtet. Am 23. Januar 2017 eröffnet Potsdams neues Kunst­museum, das Museum Barberini am Alten Markt, dem historischen Zentrum der Stadt. Das Haus zeigt unter der Leitung der Direktorin Dr. Ortrud Westheider Ausstellungen in internationalen Kooperationen, die einzelne Themen, Künstler oder Epochen vorstellen. Ausgangspunkt für die Präsentationen von den Alten Meistern bis ins 21. Jahrhundert ist die Sammlung Hasso Plattners. Sammlungsbereiche sind der Impressionismus, die Amerikanische Moderne, Kunst der DDR-Zeit und Malerei nach 1989.

    Das Museum Barberini eröffnet mit den Ausstellungen Impressionismus. Die Kunst der Landschaft sowie Klassiker der Moderne. Liebermann, Munch, Nolde, Kandinsky und gibt Einblicke in seine Sammlung. Insgesamt werden über 170 Werke gezeigt (23.1.–28.5.17).

    Die Gründung des Museums Barberini ist eine Initiative des SAP-Mitbegründers Prof. Dr. h.c. mult. Hasso Plattner. In den vergangenen 20 Jahren baute er eine Sammlung aus DDR-Kunst und Malerei nach 1989 sowie Meisterwerken der Kunstgeschichte auf. Impressionistische Werke von Claude Monet und Pierre-Auguste Renoir sind darin ebenso vertreten wie Klassiker der Moderne und amerikanische Abstrakte, u. a. Gemälde von Max Liebermann, Edward Munch, Joan Mitchel und Gerhard Richter. Die Sammlung spiegelt Hasso Plattners Interesse an Land­schaft und Abstraktion und die Fähigkeit eines Kunstwerks, den Betrachter mit all seinen Sinnen anzusprechen.

    Mit dem Museum Barberini möchte der Stifter und Mäzen seine Kunstsammlung öffentlich zeigen, sie für Ausstellungen zur Verfügung stellen und ein Ausstellungsprogramm in internationalen Kooperationen zu fördern: „Ich freue mich, meine Kunstsammlung nun der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Mit dem Museum Barberini haben wir dafür den perfekten Rahmen geschaffen: Möge das Museum Barberini als Ort der kritischen Auseinandersetzung mit internationaler Kunst seinen Beitrag dazu leisten, Potsdamer und Besucher der Stadt mit allen Sinnen anzusprechen und zu beteiligen.

    Dafür überträgt der Stifter und Mäzen die Leitung des Museums Barberini der international bestens vernetzen Kunsthistorikerin Dr. Ortrud Westheider. Sie plant jährlich drei wechselnde Schauen mit Werken der Sammlung ergänzt um Leihgaben aus Privatsammlungen und nationalen wie internationalen Museen. Die Sammlung der Hasso Plattner Stiftung, mit Kunst aus der DDR-Zeit und Malerei nach 1989, wird als dynamisch wechselnde Sammlungspräsentationen jeweils neu gezeigt.

    Die Arbeit des Museums Barberini zeichnet sich darüber hinaus durch den wissenschaftlichen Austausch, Diskussionen, Veranstaltungen und digitale Kunstvermittlung aus. Ortrud Westheider zur Eröffnung des Museums Barberini: „Ich freue mich darauf, diesen neuen Ort mit Leben zu füllen. Wir möchten dem Besucher eine intensive Begegnung mit dem Original ermöglichen und in Potsdam langfristig ein neues Zentrum der Kunstgeschichte etablieren.

    Eröffnungsausstellungen (23.1.–28.5.2017)
    Das Museum Barberini eröffnet mit zwei Ausstellungen, die sich durch Querverbindungen zueinander auszeichnen. Sie stellen die Sammlung Hasso Plattners in den Kontext von Werken aus internationalen Museums- und Privatsammlungen. Die insgesamt 170 Werke umfassen auch internationale Leihgaben, darunter aus dem Denver Art Museum, dem Städel Museums in Frankfurt, der Eremitage in Sankt Petersburg, dem Israel Museum in Jerusalem und der National Gallery in Washington sowie von internationalen Privatleihgebern, u. a. aus den USA, Frankreich, der Schweiz, Großbritannien und den Niederlanden.

    Impressionismus. Die Kunst der Landschaft

    Die Maler des Impressionismus entwickelten im 19. Jahrhundert ein Bewusstsein für die Gegenwart, welches die Kunst revolutionierte und das Bildgeschehen bis in unsere Zeit hinein durchdringt. Obgleich sie ihr Publikum in Paris fanden und ihnen die Großstadt zahlreiche Motive bot, war die Landschaft für Claude Monet, Alfred Sisley, Camille Pissarro und Gustave Caillebotte das wichtigste Thema. Hier konnten sie neue künstlerische Verfahren ausprobieren. Die Ausstellung Impressionismus. Die Kunst der Landschaft widmet sich erstmals den Experimentierfeldern impressionis­tischer Landschaft. Die Künstler zeigen das Meer, Waldwege, Wiesen, Gärten, Schnee­landschaften und Spiegelungen auf Wasserflächen und sprechen die Betrachter mit allen Sinnen an. Die Ausstellung präsentiert Meisterwerke im Kontext von 92 Gemälden, die aus 32 internationalen Museums- und Privatsammlungen stammen. Sie werden in Themen­räumen gezeigt, die Bildreihen der wichtigsten Motive vorführen. Die Ausstellung wirft einen neuen Blick auf die impressionistischen Künstler und ihre obsessive Beschäftigung mit der individuellen Wahrnehmung von Licht und Natur.

    Klassiker der Moderne. Liebermann, Munch, Nolde, Kandinsky

    Die malerischen Umbrüche der Moderne bis in die Gegenwart stehen im Zentrum der Ausstellung Klassiker der Moderne. Liebermann, Munch, Nolde, Kandinsky. Mit 60 Gemälden und Skulpturen aus mehr als 100 Jahren geht die Schau in sechs Kapiteln Fragen der künstlerischen und gesellschaftlichen Emanzipation nach. Die Werke gelten heute als Klassiker. Die Aus­stellung beginnt in den 1890er Jahren und schlägt den Bogen vom deutschen Impressionismus über den Fauvismus zur ungegenständlichen Malerei nach 1945 und stellt ausgehend von der Sammlung Hasso Plattners die Entwicklungslinien der Malerei des 20. Jahrhunderts heraus.

    Zur Ausstellung Impressionismus. Die Kunst der Landschaft erscheint ein Katalog in deutscher und englischer Ausgabe im Prestel Verlag, München. Er enthält ein Vorwort des Stfiters und Mäzens Hasso Plattner. Die Beiträge von Stephen F. Eisenman, Christoph Heinrich, Nancy Ireson, Richard Schiff und Ortrud Westheider gehen zurück auf das erste Symposium des Museums Barberini, das am 28. Juni 2016 in Potsdam stattfand. 252 Seiten, 29,90 € (im Museum), 39,90 € (im Buchhandel).

    Museum Barberini im Palais Barberini

    Die Hasso Plattner Stiftung ist Trägerin der gemeinnützigen Museum Barberini GmbH. Die Stiftung rekonstruierte das im Zweiten Weltkrieg zerstörte Palais als Museumsneubau, der traditionelles Handwerk und modernste Technik verbindet. In 17 Sälen zeigt das Museum Barberini unter der Leitung von Ortrud Westheider Ausstellungen in internationalen Kooperationen und dynamisch wechselnde Sammlungspräsentationen. Der Bau bietet darüber hinaus einen Shop, ein Café & Restaurant mit Außenplätzen sowie ein Auditorium für Lesungen, Konzerte und Vorträge.

    SERVICEDATEN & EINTRITTE

    Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstr. 5–6, 14467 Potsdam

    Mo & Mi–So 11–19 Uhr, jeder erste Do im Monat 11–21 Uhr, Di geschlossen (Sonderöffnungszeit am Di 24.1.2017, 11–19 Uhr

    Mo–Fr (außer Di) für Kindergärten und Schulen nach Anmeldung 9–11 Uhr

    Eintritt € 14 / erm. € 10 / Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre frei

    Jahreskarte Einzelperson € 30 / Jahreskarte Paare € 50 /

    Young Friend (unter 35 Jahre) € 20

    Online-Tickets unter www.museum-barberini.com