Presse

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Achim Klapp, Marte Kräher
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Pressetexte

Hier finden Sie unsere Pressemitteilungen sowie die Pressemappe für die laufenden Ausstellungen Gerhard Richter. Abstraktion (30. Juni bis 21. Oktober 2018) sowie Nolde, Feininger, Nay. Vom Expressionismus zum Informel (9. Juni 2018 bis 17. Februar 2019) und Congo Tales. Geschichten aus Mbomo (30. Juni bis 21. Oktober 2018).

Pressemitteilungen
  • 19. Oktober 2018 | Pressemitteilung
    Über 150.000 Besucher in der Gerhard Richter-Ausstellung

    Am Sonntag, 21. Oktober 2018, endet die Ausstellung „Gerhard Richter. Abstraktion“. Über 150.000 Besucherinnen und Besuchern werden dann die Schau in den vergangenen dreieinhalb Monaten in Potsdam gesehen haben. Es war die erste Einzelausstellung eines zeitgenössischen Künstlers im Museum Barberini. „Gerhard Richter. Abstraktion“ vereinte Werke aus fünf Jahrzehnten unterschiedlicher Schaffensphasen des Künstlers von den 1960er Jahren bis zu neuen, bislang noch nicht ausgestellten Arbeiten. Im Unterschied zu den Retrospektiven der vergangene Jahre im Museum of Modern Art in New York, Tate Modern, London, Neue Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin und Centre Pompidou in Paris konzentrierte sich die Ausstellung im Museum Barberini inhaltlich auf das für Richters Malerei zentrale Thema der Abstraktion.

    „Abstraktion ist ein roter Faden durch Richters Malerei. Sie ist Richters Methode, weil sie ihn von der gesehenen Realität wegführt und eine neue Realität erzeugt, die zu entdecken die Kunst sein Mittel ist. 2016 erwarb die Hasso Plattner Stiftung das abstrakte Gemälde A B, Still aus dem Jahr 1986, das den Anlass gab, dem Künstler das Ausstellungsthema Abstraktion vorzuschlagen. Zu unserer großen Freude hatte Gerhard Richter dem Vorhaben zugestimmt, es mit zahlreichen, zum Teil noch nie gezeigten Leihgaben unterstützt und über das Konzept unserer Ausstellung immer wieder nachgedacht, es ergänzt und gemeinsam mit uns im Juni die Eröffnung gefeiert“, erklärt Ortrud Westheider, Direktorin des Museums Barberini. „Diese enge Zusammenarbeit und Auseinandersetzung fiel in eine Zeit intensiver Vorbereitungen für seine Ausstellung im New Yorker Metropolitan Museum of Art im kommenden Jahr. Mit Dietmar Elger, Leiter des Gerhard Richter Archivs an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und Co-Kurator der Potsdamer Ausstellung, danke ich dem Künstler sehr für dieses Geschenk.“

    Im Anschluss an die Richter-Schau zeigt das Museum Barberini vom 17. November 2018 bis 17. Februar 2019 die erste Retrospektive, die Henri-Edmond Cross (1856–1910) an einem deutschen Museum gewidmet ist. Gemeinsam mit seinem Freund und Künstlerkollegen Paul Signac entdeckte Cross, der als einer der bedeutendsten Vertreter des französischen Neoimpressionismus gilt, die Côte d’Azur für die Malerei. Zwischen den Impressionisten um Claude Monet und den Vorreitern des Expressionismus um Henri Matisse markiert sein Œuvre eine entscheidende Etappe auf dem Weg zur Wertschätzung der Farbe als einem autonomen Gestaltungsmittel und damit in Richtung der Abstraktion. In Deutschland wurde er früh als ein Vorreiter der Moderne gefeiert. Neben seiner herausragenden Rolle innerhalb der neoimpressionistischen Bewegung nimmt sie seinen Einfluss auf die spätere Entwicklung der französischen Avantgarde in den Blick und beleuchtet Cross’ Bedeutung als einer der großen Pioniere der Malerei des 20. Jahrhunderts.

  • 26. Juli 2018 | Pressemitteilung
    Museum Barberini zeigt erste Retrospektive, die Henri-Edmond Cross an einem Museum in Deutschland gewidmet ist

    Farbe und Licht. Der Neoimpressionist Henri-Edmond Cross
    17. November 2018 bis 17. Februar 2019

    Henri-Edmond Cross (1856–1910) gilt als einer der bedeutendsten Vertreter des französischen Neoimpressionismus. Gemeinsam mit seinem Freund und Künstlerkollegen Paul Signac entdeckte er die Côte d’Azur für die Malerei. Zwischen den Impressionisten um Claude Monet und den Vorreitern des Expressionismus um Henri Matisse markiert sein Œuvre eine entscheidende Etappe auf dem Weg zur Wertschätzung der Farbe als einem autonomen Gestaltungsmittel und damit in Richtung der Abstraktion. In Deutschland wurde er früh als ein Vorreiter der Moderne gefeiert. In Zusammenarbeit mit dem Musée des impressionnismes in Giverny zeigt das Museum Barberini die erste Retrospektive, die Cross an einem deutschen Museum gewidmet ist. Neben seiner herausragenden Rolle innerhalb der neoimpressionistischen Bewegung nimmt sie seinen Einfluss auf die spätere Entwicklung der französischen Avantgarde in den Blick und beleuchtet Cross’ Bedeutung als einer der großen Pioniere der Malerei des 20. Jahrhunderts.

    Henri-Edmond Delacroix wurde 1856 im nordfranzösischen Douai geboren. Seine künstlerische Ausbildung begann 1866 bei Carolus Duran, gefolgt von Unterricht an den Écoles Académiques de Dessin et d’Architecture in Lille sowie bei den Pariser Malern François Bonvin und Émile Dupont-Zipcy. Ab 1883 stellte er unter dem Pseudonym Cross aus, um Assoziationen mit dem berühmten Maler Eugène Delacroix zu vermeiden. Im Jahr darauf gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Salon des Indépendants, wo er die Bekanntschaft Paul Signacs machte und mit wenigen Ausnahmen bis 1910 prominent vertreten war. Unter dem Einfluss Georges Seurats experimentierte er ab Beginn der 1890er Jahre mit der neuen Maltechnik des Pointillismus, bei der leuchtende Farben in kurzen Pinselstrichen nebeneinandergesetzt werden. Frühe neoimpressionistische Gemälde wie Stierkampf (ca. 1891–92, Privatbesitz) oder Das Haar (ca. 1892, Musée d’Orsay, Paris) können als Hommage an den großen Vorreiter des Neoimpressionismus gedeutet werden.

    Entscheidend für die Entwicklung von Cross’ Œuvre war sein Umzug an die französische Riviera, deren landschaftliche Schönheit zur zentralen Inspirationsquelle wurde. 1891 bezog er ein Haus am Strand von Cabasson und ließ sich wenig später in dem Küstenstädtchen Saint-Clair nieder. Obwohl Cross die großstädtische Kunstszene im Auge behielt und in Kontakt zum Kreis der Neoimpressionisten stand, änderte sich sein Stil unter den neuen Lebens- und Arbeitsbedingungen: Die dunklen, tonigen Farben seines Frühwerks wichen einer hellen Palette und ausgeprägten Farbkontrasten. Zu einem Markenzeichen von Cross’ Arbeiten dieser Zeit wurden Landschafts- und Genrebilder, die eine romantisch verklärte Sicht auf den rustikalen Alltag an der Küste zeigen (vgl. Der Bauernhof [Morgen], 1893, Musée des Beaux-Arts, Nancy; Der Bauernhof [Abend], 1893, Privatbesitz; Die Wäscherin, 1895, Privatbesitz). In späten Werken verband er seine Naturidyllen häufig mit allegorischen und mythologischen Anklängen, die an das Idealbild eines Goldenen Zeitalters erinnern (vgl. Das Fröhliche Bad, 1899–1902, Privatbesitz; Faun, 1905–06, Privatbesitz). „Ich möchte das Glück malen, die glücklichen Wesen, die die Menschen in einigen Jahrhunderten (?) sein können, wenn die reine Anarchie verwirklicht ist“, hatte er im Juni 1893 mit einem Fragezeichen hinter der Zeitangabe an Signac geschrieben. In einem Vorwort zu Cross’ Einzelausstellung in der Pariser Galerie Druet 1905 sah der belgische Dichter Émile Verhaeren seine Kunst als eine „Verherrlichung der Natur“ sowie die „Verherrlichung einer inneren Vision“, die von einem „pantheistischen Eifer“ geprägt sei. Solche Anklänge an die Idee eines irdischen Paradieses spiegeln sich in Cross’ Darstellungen der lichtdurchfluteten Riviera wie Der Strand von Saint-Clair (1901, Privatbesitz) oder Ein Pinienwäldchen (1906, Privatbesitz) wieder.

    Zu Beginn des 20. Jahrhunderts galt Cross als einer der wichtigsten Vertreter der französischen Malerei und war Vorbild und Mentor für aufstrebende Avantgardekünstler wie Henri Matisse und Albert Marquet, die in regem Austausch mit ihm standen. Zugleich war Cross’ Werk in diesen Jahren auf nationalen und internationalen Ausstellungen präsent. In Deutschland wurde er früh als ein Vorreiter der Moderne anerkannt, seine Werke häufig ausgestellt und intensiv besprochen. Der Sammler Harry Graf Kessler gehörte zu seinen eifrigsten Bewunderern und erwarb zahlreiche Werke des Künstlers, darunter Landschaft bei Bormes (1907, Privatbesitz), Pardigon, Küste in der Provence, Abend (1907, The Kasser Mochary Foundation, Montclair, New Jersey) und Rosafarbener Frühling (1909, Privatbesitz). Lange vor ihren französischen Kollegen kauften deutsche Museumsgründer und Direktoren wie Karl Ernst Osthaus oder Georg Swarzenski Werke des Malers an, darunter das großformatige Hauptwerk Nachmittag im Garten (1904, Städel Museum, Frankfurt am Main). Die wegweisende Ausstellung des Kölner Sonderbundes 1912 feierte Cross neben Paul Cézanne, Pablo Picasso und Vincent van Gogh als eine der großen Leitfiguren der französischen Avantgarde.

    Bei der Schau im Museum Barberini handelt es sich um die erste Retrospektive, die dem Künstler an einem Museum in Deutschland gewidmet ist. Rund 20 Jahre nach der letzten Einzelausstellung zu Cross (Musée de la Chartreuse, Douai, 1998/99) nimmt sie die gesamte Entwicklung seines künstlerischen Schaffens in den Blick und präsentiert seinen innovativen Umgang mit Farbe und Licht im erweiterten Kontext der Avantgarde seiner Zeit. Darüber hinaus beleuchtet die Ausstellung Cross’ Interesse an anarchistischem Gedankengut und erörtert die sozialpolitische Dimension seiner gemalten Utopien. „Cross’ frühe Rezeption in Deutschland war für uns ein entscheidender Aspekt bei der Umsetzung dieses Projekts. Viele Werke, die sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts in deutschem Besitz befanden oder auf Ausstellungen in Deutschland gezeigt wurden, kehren im Rahmen der Retrospektive hierher zurück“, erklärt Ortrud Westheider, Direktorin des Museums Barberini. „Zahlreiche Gemälde, die im Werkverzeichnis zu Cross von 1964 aufgeführt werden, gelten heute als verschollen oder befinden sich in Privatbesitz. Es freut uns daher ganz besonders, dass es uns gelungen ist, so viele Privateigentümer für dieses Ausstellungsprojekt zu begeistern. Gerade dadurch können wir unserem Publikum Cross mit einem repräsentativen Querschnitt durch sein gesamtes Schaffen näherbringen, darunter viele seiner bedeutendsten neoimpressionistischen Werke“, ergänzt Daniel Zamani, Kurator der Ausstellung am Museum Barberini.

    Die Retrospektive umfasst insgesamt rund 100 Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen aus sämtlichen Werkphasen des Künstlers, darunter Leihgaben aus dem Musée d’Orsay in Paris, dem Museo Nacional Thyssen-Bornemisza in Madrid, der Ny Carlsberg Glyptotek in Kopenhagen, dem Museum of Fine Arts in Houston, dem Toledo Museum of Art in Ohio, dem Chrysler Museum of Art in Norfolk, sowie zahlreiche Werke aus internationalen Privatsammlungen. Zu den Highlights der Retrospektive gehören zwei von Cross’ frühesten neoimpressionistischen Strandbildern, Calanque des Antibois (1891–92) und Plage de la Vignasse (ca. 1891–92), die von der National Gallery of Art in Washington und dem Musée d’art moderne André Malraux in Le Havre zur Verfügung gestellt werden. Ein weiterer Höhepunkt sind Cross’ bislang weitgehend unbekannte Schwarz-Weiß-Zeichnungen, die mit Kohle oder Crayon Conté ausgeführt wurden und die seinen engen Dialog mit den Papierarbeiten Georges Seurats eindringlich vor Augen führen.

    SERVICEDATEN & EINTRITTE

    Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam

    Mo & Mi–So 10–19 Uhr, jeder erste Do im Monat 10–21 Uhr, Di geschlossen
    Mo–Fr (außer Di) für Kindergärten und Schulen nach Anmeldung 9–11 Uhr
    Eintritt: € 14 / ermäßigt € 10 / Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei

    Jahreskarte Einzelperson € 30 / Jahreskarte Paare € 50 /

    Young Friend (unter 35 Jahre) € 20


    Online-Zeitfenster-Tickets unter www.museum-barberini.com
    Pressephotos: www.museum-barberini.com/presse

  • 28. Juni 2018 | Pressemitteilung
    Gerhard Richter. Abstraktion – Erste Ausstellung eines zeitgenössischen Künstlers im Museum Barberini

    Pressemitteilung

    Gerhard Richter. Abstraktion

    30. Juni bis 21. Oktober 2018

    Gerhard Richters Werk ist in großen Retrospektiven gewürdigt worden: 2002 widmete ihm das Museum of Modern Art, New York, eine Einzelausstellung. 2011 zeigten die Tate Modern, London, die Neue Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin und das Centre Pompidou, Paris, eine Präsentation, die im Titel Panorama schon den weiten Blick auf Richters Lebenswerk benannte. Wie diese Ausstellungen schlägt auch Gerhard Richter. Abstraktion im Museum Barberini den großen Bogen von den 1960er Jahren bis zu neuen Arbeiten. Sie widmet sich dabei erstmals einem für Richters Malerei zentralenThema: den abstrakten Strategien und Verfahrensweisen im Gesamtwerk des Künstlers.

    Die Schau geht von einem Werk der Sammlung des Museums Barberini aus und vereint über 90, zum Teil noch nicht ausgestellte Werke aus internationalen Museums- und Privatsammlungen. Sie zeigt Richters Entwicklung von den schwarzweißen Fotobildern und Farbtafeln über die Ausschnitte, die Grauen Bilder und Vermalungen bis zu den Abstrakten Bildern, wie Richter von den späten 1970er Jahren an seine Gemälde mit ihren Pinsel-, Rakel- und Spachtelspuren im Farbauftrag häufig betitelte. In der Variationsbreite unterschiedlichster Werkgruppen werden so Elemente erkennbar, die sich durch das gesamte Werk ziehen.

    „Abstraktion ist ein roter Faden durch Richters Malerei. So sprunghaft und vielgestaltig sie manchen Zeitgenossen beim Wechsel zwischen verschiedenen Werkphasen erschien, so konsequent entwickelte sich sein Werk als stetige Fortführung und Wandlung der Abstraktion“, erklärt Ortrud Westheider, Direktorin des Museum Barberini. „Durch kalkuliertes Einbeziehen des Zufalls nimmt Richter die bewusste Steuerung des Malprozesses zurück. Er arbeitet mit Rasterstrukturen, hinter denen das Schöpferische zurücktritt oder zieht mit der Rakel über die gesamte Bildfläche. Er vermeidet schöpferisches Pathos und Bedeutungen, die außerhalb der Kunst liegen, die Bilder wirken so durch sich selbst.“

    Die Ausstellung, kuratiert von Dietmar Elger, Leiter des Gerhard Richter Archivs an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, ist in enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit Gerhard Richter entstanden. Ein umfangreiches Veranstaltungs- und Vermittlungsprogramm mit Vorträgen, Führungen, Konzerten und Filmen begleitet die Ausstellung.

  • 27. Juni 2018 | Pressemitteilung
    Museum Barberini präsentiert Meisterwerke aus den Sammlungen der Palazzi Barberini und Corsini Rom

    Das Museum Barberini zeigt vom 13. Juli bis 6. Oktober 2019 die Ausstellung Wege des Barock. Die Nationalgalerien Barberini Corsini in Rom. 54 Meisterwerke aus den Sammlungen der Palazzi Barberini und Corsini sind zu Gast in Potsdam, darunter eines der bedeutendsten Werke Caravaggios, sein 1589/99 entstandenes Gemälde Narziss.

    Flaminia Gennari Santori, Direktorin der National­galerien Barberini Corsini in Rom: „Wir freuen uns, dass wir unser Museum und einen Teil seiner Sammlung gerade in Potsdam vorstellen können, einer Stadt mit so zahlreichen Anknüpfungspunkten an Kunst und Architektur Roms.“ Als Papst Urban VIII. sammelte Maffeo Barberini im 17. Jahrhundert Bilder und gab Gemälde in Auftrag, die heute zu den Hauptwerken der italienischen Malerei zählen. Die Ausstellung, das erste Projekt des Museums Barberini im Bereich der Alten Meister, wird die Themen und stilistischen Entwicklungen des Barock in Rom aufzeigen. Die Stadt war im 17. Jahrhundert nicht nur in der Architektur, sondern auch in der bildenden Kunst das kulturelle Zentrum Europas.

    Ortrud Westheider, Direktorin des Museums Barberini: „Es ist für uns eine große Ehre und auch Anerkennung des noch jungen Museums Barberini, mit der traditionsreichen Nationalgalerie kooperieren zu können. Es war von Anfang an unser Wunsch, mit der Sammlung, die den gleichen Namen wie unser Gebäude trägt, eine Ausstellung zu realisieren. Dass dies nun auch noch mit der spekta­kulären Leihgabe von Caravaggios Narziss möglich ist, freut mich besonders.“

    Das Museum Barberini am Alten Markt ist eine Rekonstruktion des Palais Barberini, das Friedrich der Große 1771/72 nach dem Vorbild des Palazzo Barberini errichten ließ. Die Architekten Georg Christian Unger und Carl von Gontard adaptierten in Potsdam die von Gian Lorenzo Bernini mit anderen im Auftrag von Taddeo und Francesco Barberini 1627-1638 errichtete barocke Fassade und variierten sie. Heute beheimatet der Palazzo Barberini eine der bedeutendsten Sammlungen italienischer Malerei. Zusammen mit den Sammlungen der Galleria Corsini bilden sie die Gallerie Nazionali Barberini Corsini.

    Die Stiftung Preußischer Schlösser und Gärten Berlin Brandenburg und die Landeshauptstadt Potsdam nehmen die Ausstellung zum Anlass, mit dem Museum Barberini den Sommer 2019 zu einer Feier italienischer Kunst und Kultur werden zu lassen. Dr. Franziska Windt, Kuratorin für die französischen und italienischen Gemälde der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin Brandenburg: „Schlösser und Gärten Potsdams zeugen von unzähligen Inspirationen, die Friedrich II. und Friedrich Wilhelm IV. von römischen Vor­bildern empfangen haben. Wir laden unsere Besucher dazu ein, den Spuren dieser Anregungen nachzugehen.“ Eine als Wanderweg zu den römischen Monumenten in Potsdam konzipierte App soll die Kunstwerke erschließen. Weitere Partner der Stadt, darunter das Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte, das Filmmuseum und die Kammerakademie Potsdam, die Potsdamer Erlebnisnacht, das Bildungsforum, der Freundeskreis Potsdam-Perugia sowie die PMSG Potsdam Marketing und Service GmbH widmen sich ebenfalls dem Thema Italien in Potsdam. Jann Jakobs, Oberbürgermeister von Potsdam: „Wir freuen uns auf zahlreiche Initiativen. ‚Italien in Potsdam‘ verspricht einen inspirierenden Kultursommer.“


    Wege des Barock. Die Nationalgalerien Barberini Corsini in Rom
    Ausstellung im Museum Barberini, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam
    13. Juli bis 6. Oktober 2019

    Symposium zur Ausstellung: 17. Oktober 2018, Museum Barberini
    Mit Vorträgen von Maurizia Cicconi, Michele Di Monte, Inés Richter-Musso, Prof. Dr. Sebastian Schütze, Dr. Franziska Windt. 10 Euro / ermäßigt 8 Euro, freier Eintritt für Studierende, Anmeldung erforderlich.

  • 23. Mai 2018 | Pressemitteilung
    Meisterwerke von Nolde, Feininger, Nay und ein Oral Culture-Projekt begleiten Gerhard Richter-Schau

    Nolde, Feininger, Nay. Vom Expressionismus zum Informel, 09.06.2018 - 10.02.2019

    Congo Tales. Geschichten aus Mbomo, 30.06. - 21.10.2018

    Parallel zur Ausstellung Gerhard Richter. Abstraktion zeigt das Museum Barberini zwei Präsentationen: Nolde, Feininger, Nay. Vom Expressionismus zum Informel und das Oral Culture-Projekt Congo Tales. Erzählungen aus Mbomo.

    Bereits ab 9. Juni 2018 sind Werke von Willi Baumeister, Lyonel Feininger, Wassily Kandinsky, Ernst Wilhelm Nay, Emil Nolde, Max Pechstein, Karl Schmidt-Rottluff und Fritz Winter zu sehen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelten sich in der Kunst in Deutschland zahlreiche avantgardistische Strömungen. Die Maler der Brücke waren die Ersten, die auf die Kraft der Farbe setzten. Das Bauhaus arbeitete an einer Farbtheorie der Moderne. Spätestens nach dem Zweiten Weltkrieg galt die Farbe als Mittel des künstlerischen Selbstausdrucks. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden diese Künstler verfemt, aber ihre Werke prägten die Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts. Eine Auswahl präsentiert das Museum Barberini nun in einer konzentrierten Schau von 26 Werken.

    Das Projekt Congo Tales widmet sich dem Thema des Geschichtenerzählens. Mündliche Überlieferung von Geschichten und kulturellen Praktiken ist die Grundlage kultureller Gemeinschaft. Durch regionale Erzählungen bilden sich kollektive Identitäten aus. Das von Stefanie Plattner und Eva Vonk initiierte, über mehrere Jahre angelegte Projekt visualisiert Fabeln und Erzählungen aus der Region Mbomo im Odzala-Kokoua-Nationalpark in der Republik Kongo mit Photographien des New Yorker Photographen Pieter Henket. Im Rahmenprogramm ist eine Dokumentation des mit dem Pulitzer Grant bedachten Photographen Jasper Rischen zu sehen. Eine Publikation gewährt Einblicke in die vielfältige Kultur der mündlichen Überlieferung von Märchen, Geschichten und Mythen und die Landschaft dieser einzigartigen Region, die fast ein Viertel des weltweiten Regenwaldes beheimatet. Die Potsdamer Präsentation, die von einem Vermittlungs- und Kinderprogramm begleitet wird, ist die zweite Station des langfristigen Oral Culture-Projekts. Auftakt von Congo Tales ist eine Photo-Ausstellung, die am 28. Mai 2018 in Mbomo, Kongo, eröffnet wird.

    Museum Barberini, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam
    Öffnungszeiten: Mo & Mi–So 10–19 Uhr, jeder erste Do im Monat 10–21 Uhr, Di geschlossen, Mo–Fr (außer Di) für Kindergärten und Schulen nach Anmeldung 9–11 Uhr
    Eintritt: € 14 / ermäßigt € 10 / Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei, Jahreskarte Einzelperson € 30 / Jahreskarte Paare € 50 / Young Friend (unter 35 Jahre) € 20, Online-Zeitfenster-Tickets unter www.museum-barberini.com
    Mehr Informationen und Pressephotos: www.museum-barberini.com/presse und www.talesofus.net

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