17. November 2018 – 2. Februar 2020

Künstler aus der DDR

Werke aus der Sammlung des Museum Barberini
Zwischen der Staatsgründung 1949 und der deutschen Wiedervereinigung 1990 entwickelte sich in der DDR ein vielfältiges Kunstschaffen im Spannungsfeld zwischen staatlicher Inanspruchnahme und künstlerischem Autonomieanspruch. Dabei wandelten sich die Lebensbedingungen und politischen Vorgaben, die künstlerischen Spielräume und Reglementierungsstrategien in den vier Jahrzehnten des Bestehens der DDR grundlegend. In Anbetracht der staatlichen Bestrebungen, das Kunstschaffen ideologisch zu beeinflussen, suchten die Künstler individuelle Wege zwischen Anpassung, Selbstbehauptung und offener Opposition.

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Photo: Helge Mundt, © Museum Barberini
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Die Sammlung des Museums Barberini hat einen Schwerpunkt in der Malerei von Künstlerinnen und Künstlern aus der DDR. Mit der aktuellen Sammlungspräsentation Künstler aus der DDR lädt das Museum ein, wichtige künstlerische Positionen der DDR neu zu entdecken. Unter dem Titel „Moderne Historienmalerei“ werden mythologische, literarische und religiöse Stoffe gezeigt in Gemälden von Künstlern Gudrun Brüne, Ulrich Hachulla, Rolf Händler, Bernhard Heisig, Johannes Heisig, Walter Libuda, Werner Liebmann, Harald Metzkes, Arno Rink, Willi Sitte und Werner Tübke. Ihre Motivwelt dienten nicht der glorifizierenden Darstellung der Staatsgeschichte, wie von offizieller Seite gefordert. Sie waren oftmals Ausgangspunkt persönlicher Reflexion oder zur Veranschaulichung allgemeinmenschlicher Fragestellungen. Nach dem Ende der DDR behielten viele Maler diese Sujets bei und führten das Genre der modernen Historienmalerei fort.

Drei weitere thematische Präsentationen „Aspekte des Malerischen“, „Melancholie“ und „Malerei und Landschaft“ werden ab dem 26. Oktober 2019 im Museum Barberini zu sehen sein.

Atelier-Besuch: Erika Stürmer-Alex

Erika Stürmer-Alex, geboren 1938 in Wriezen, betätigt sich in der Malerei, Druckgraphik, Plastik und Installation. Mit ihrem Kunsthof im brandenburgischen Lietzen gründete sie einen Schaffensort, an dem sich Künstler zum kreativen Experiment treffen. Sie studierte 1958–1963 Malerei, Graphik und Kunst am Bau an der Hochschule für Bildende und Angewandte Kunst Berlin-Weißensee bei Herbert Behrens-Hangeler und Kurt Robbel. Von ihrem Hof aus organisierte sie ab 1982 Pleinairs und betätigte sich politisch. 1991 gründete sie den Künstlerinnenverein Endmoräne. Das Video entstand im Rahmen der Ausstellung Hinter der Maske im Museum Barberini (2017).

 

Erika Stürmer-Alex, geboren 1938 in Wriezen, betätigt sich in der Malerei, Druckgraphik, Plastik und Installation. Mit ihrem Kunsthof im brandenburgischen Lietzen gründete sie einen Schaffensort, an dem sich Künstler zum kreativen Experiment treffen. Sie studierte 1958–1963 Malerei, Graphik und Kunst am Bau an der Hochschule für Bildende und Angewandte Kunst Berlin-Weißensee bei Herbert Behrens-Hangeler und Kurt Robbel. Von ihrem Hof aus organisierte sie ab 1982 Pleinairs und betätigte sich politisch. 1991 gründete sie den Künstlerinnenverein Endmoräne. Das Video entstand im Rahmen der Ausstellung Hinter der Maske im Museum Barberini (2017).

 

Atelier-Besuch: Hartwig Ebersbach

Hartwig Ebersbach, geboren 1940 in Zwickau, studierte ab 1959 an der HGB Leipzig bei Bernhard Heisig. er realisierte mit seinem expressiven Schaffen eine Kunst radikaler Subjektivität, die er bis zur Spaltung seiner künstlerischen Identität im Alter Ego des Kaspar vorantrieb. 1979–1983 leitete er an der HGB eine Klasse für experimentelle Kunst und war Mitglied der Künstlergruppe 37,2, die sich Experimenten zwischen Philosophie, Psychologie, Kybernetik und Performance widmete.
Das Video entstand im Rahmen der Ausstellung Hinter der Maske im Museum Barberini (2017).

 

Hartwig Ebersbach, geboren 1940 in Zwickau, studierte ab 1959 an der HGB Leipzig bei Bernhard Heisig. er realisierte mit seinem expressiven Schaffen eine Kunst radikaler Subjektivität, die er bis zur Spaltung seiner künstlerischen Identität im Alter Ego des Kaspar vorantrieb. 1979–1983 leitete er an der HGB eine Klasse für experimentelle Kunst und war Mitglied der Künstlergruppe 37,2, die sich Experimenten zwischen Philosophie, Psychologie, Kybernetik und Performance widmete.
Das Video entstand im Rahmen der Ausstellung Hinter der Maske im Museum Barberini (2017).