Gerhard Richter. Abstraktion

30. Juni bis 21. Oktober 2018

Gerhard Richters Werk ist in großen Retrospektiven gewürdigt worden: 2002 widmete ihm das Museum of Modern Art, New York, eine Einzelausstellung. 2011 zeigten die Tate Modern, London, die Neue Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin und das Centre Pompidou, Paris, eine Präsentation, die im Titel Panorama schon den weiten Blick auf Richters Lebenswerk benannte. Wie diese Ausstellungen schlägt auch Gerhard Richter. Abstraktion im Museum Barberini den großen Bogen von den 1960er Jahren bis zu neuen Arbeiten. Sie widmet sich dabei erstmals einem für Richters Malerei zentralen Thema: den abstrakten Strategien und Verfahrensweisen im Gesamtwerk des Künstlers.

Gerhard Richter: Abstraktes Bild (551-1), 1984, Privatsammlung, © Gerhard Richter 2018 (29062018)

Gerhard Richter: Abstraktes Bild (551-1), 1984, Privatsammlung, © Gerhard Richter 2018 (29062018)

Gerhard Richters Werk ist in großen Retrospektiven gewürdigt worden: 2002 widmete ihm das Museum of Modern Art, New York, eine Einzelausstellung. 2011 zeigten die Tate Modern, London, die Neue Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin und das Centre Pompidou, Paris, eine Präsentation, die im Titel Panorama schon den weiten Blick auf Richters Lebenswerk benannte. Wie diese Ausstellungen schlägt auch Gerhard Richter. Abstraktion im Museum Barberini den großen Bogen von den 1960er Jahren bis zu neuen Arbeiten. Sie widmet sich dabei erstmals einem für Richters Malerei zentralen Thema: den abstrakten Strategien und Verfahrensweisen im Gesamtwerk des Künstlers.

Gerhard Richter: Abstraktes Bild (551-1), 1984, Privatsammlung, © Gerhard Richter 2018 (29062018)

Gerhard Richter: Abstraktes Bild (551-1), 1984, Privatsammlung, © Gerhard Richter 2018 (29062018)

Die Schau geht von einem Werk der Sammlung des Museums Barberini aus und vereint über 90, zum Teil noch nicht ausgestellte Werke aus internationalen Museums- und Privatsammlungen. Sie zeigt Richters Entwicklung von den schwarzweißen Fotobildern und Farbtafeln über die Ausschnitte, die Grauen Bilder und Vermalungen bis zu den Abstrakten Bildern, wie Richter von den späten 1970er Jahren an seine Gemälde mit ihren Pinsel-, Rakel- und Spachtelspuren im Farbauftrag häufig betitelte. In der Variationsbreite unterschiedlichster Werkgruppen werden so Elemente erkennbar, die sich durch das gesamte Werk ziehen.

Gerhard Richter, Abstraktes Bild (568-1), 1984, Privatsammlung. © Gerhard Richter 2018 (29062018)

Gerhard Richter, Abstraktes Bild (568-1), 1984, Privatsammlung. © Gerhard Richter 2018 (29062018)

Die Schau geht von einem Werk der Sammlung des Museums Barberini aus und vereint über 90, zum Teil noch nicht ausgestellte Werke aus internationalen Museums- und Privatsammlungen. Sie zeigt Richters Entwicklung von den schwarzweißen Fotobildern und Farbtafeln über die Ausschnitte, die Grauen Bilder und Vermalungen bis zu den Abstrakten Bildern, wie Richter von den späten 1970er Jahren an seine Gemälde mit ihren Pinsel-, Rakel- und Spachtelspuren im Farbauftrag häufig betitelte. In der Variationsbreite unterschiedlichster Werkgruppen werden so Elemente erkennbar, die sich durch das gesamte Werk ziehen.

Gerhard Richter, Abstraktes Bild (568-1), 1984, Privatsammlung. © Gerhard Richter 2018 (29062018)

Gerhard Richter, Abstraktes Bild (568-1), 1984, Privatsammlung. © Gerhard Richter 2018 (29062018)

Gerhard Richter. Abstraktion » Ortrud Westheider über Abstraktion in Richters Werk

„Abstraktion ist ein roter Faden durch Richters Malerei. So sprunghaft und vielgestaltig sie manchen Zeitgenossen beim Wechsel zwischen verschiedenen Werkphasen erschien, so konsequent entwickelte sich sein Werk als stetige Fortführung und Wandlung der Abstraktion. Durch kalkuliertes Einbeziehen des Zufalls nimmt Richter die bewusste Steuerung des Malprozesses zurück. Er arbeitet mit Rasterstrukturen, hinter denen das Schöpferische zurücktritt oder zieht mit der Rakel über die gesamte Bildfläche. Er vermeidet schöpferisches Pathos und Bedeutungen, die außerhalb der Kunst liegen, die Bilder wirken so durch sich selbst.“
– Ortrud Westheider, Direktorin des Museum Barberini

Detail Makart (288), 1971. © Gerhard Richter 2018 (29.06.2018)

Detail Makart (288), 1971. © Gerhard Richter 2018 (29.06.2018)

„Abstraktion ist ein roter Faden durch Richters Malerei. So sprunghaft und vielgestaltig sie manchen Zeitgenossen beim Wechsel zwischen verschiedenen Werkphasen erschien, so konsequent entwickelte sich sein Werk als stetige Fortführung und Wandlung der Abstraktion. Durch kalkuliertes Einbeziehen des Zufalls nimmt Richter die bewusste Steuerung des Malprozesses zurück. Er arbeitet mit Rasterstrukturen, hinter denen das Schöpferische zurücktritt oder zieht mit der Rakel über die gesamte Bildfläche. Er vermeidet schöpferisches Pathos und Bedeutungen, die außerhalb der Kunst liegen, die Bilder wirken so durch sich selbst.“
– Ortrud Westheider, Direktorin des Museum Barberini

Detail Makart (288), 1971. © Gerhard Richter 2018 (29.06.2018)

Detail Makart (288), 1971. © Gerhard Richter 2018 (29.06.2018)

Die Ausstellung, kuratiert von Ortrud Westheider, Direktorin des Museum Barberini, und Dietmar Elger, Leiter des Gerhard Richter Archivs an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, ist in enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit dem Gerhard Richter Archiv entstanden. Ein umfangreiches Veranstaltungs- und Vermittlungsprogramm mit Vorträgen, Führungen, Konzerten und Filmen begleitet die Ausstellung.

Veranstaltungskalender

Gerhard Richter: 192 Farben (136), 1966, Hamburger Kunsthalle, Sammlung Gerhard und Elisabeth Sohst, © Gerhard Richter 2018 (29062018)

Gerhard Richter: 192 Farben (136), 1966, Hamburger Kunsthalle, Sammlung Gerhard und Elisabeth Sohst, © Gerhard Richter 2018 (29062018)

Die Ausstellung, kuratiert von Ortrud Westheider, Direktorin des Museum Barberini, und Dietmar Elger, Leiter des Gerhard Richter Archivs an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, ist in enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit dem Gerhard Richter Archiv entstanden. Ein umfangreiches Veranstaltungs- und Vermittlungsprogramm mit Vorträgen, Führungen, Konzerten und Filmen begleitet die Ausstellung.

Gerhard Richter: 192 Farben (136), 1966, Hamburger Kunsthalle, Sammlung Gerhard und Elisabeth Sohst, © Gerhard Richter 2018 (29062018)

Gerhard Richter: 192 Farben (136), 1966, Hamburger Kunsthalle, Sammlung Gerhard und Elisabeth Sohst, © Gerhard Richter 2018 (29062018)

Veranstaltungskalender

Biographie

Biographie
Katalog
Gerhard Richter. Abstraktion

Zur Ausstellung erscheint im Prestel Verlag, München, ein Katalog, herausgegeben vom Museum Barberini, Potsdam in Zusammenarbeit mit dem Gerhard Richter Archiv, Staatliche Kunstsammlungen Dresden. Mit Beiträgen von Hubertus Butin, Dietmar Elger, Valerie Hortolani, Matthias Krüger, Ortrud Westheider und Armin Zweite. 240 Seiten, 24,0 x 30,0 cm, 174 farbige Abbildungen, ISBN: 978-3-7913-5744-7. Ausgabe im Museumsshop € 29,95. Buchhandelsausgabe € 39,00.

Gerhard Richter. Abstraktion

Zur Ausstellung erscheint im Prestel Verlag, München, ein Katalog, herausgegeben vom Museum Barberini, Potsdam in Zusammenarbeit mit dem Gerhard Richter Archiv, Staatliche Kunstsammlungen Dresden. Mit Beiträgen von Hubertus Butin, Dietmar Elger, Valerie Hortolani, Matthias Krüger, Ortrud Westheider und Armin Zweite. 240 Seiten, 24,0 x 30,0 cm, 174 farbige Abbildungen, ISBN: 978-3-7913-5744-7. Ausgabe im Museumsshop € 29,95. Buchhandelsausgabe € 39,00.

Videos
Eröffnungsworte zur Ausstellung
Abstraktes und Konkretes. Keine Rede
Norbert Lammert, Bundestagspräsident a.D.

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Norbert Lammert, Bundestagspräsident a.D.

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Pressestimmen

„Wieder einmal eine großartig konzipierte Ausstellung in Potsdam. Gerhard Richters Werk bietet in der Abstraktion eine verblüffende Vielfalt. Selbst wer mit ihr fremdelt, wird hier spätestens im letzten Raum bekehrt. In allem Ungegenständlichen scheint immer wieder die Landschaft auf. Der weite Horizont, der Himmel, das Grün der Wiesen. Das ist Optimismus.“
– Gabriela Walde in Berliner Morgenpost

„Noch nie zuvor hat man sich in so großem Rahmen ausschließlich auf diesen „roten Faden“ – den Weggang von der Gegenständlichkeit, zugleich aber auch das Spiel mit ihr – sowie auf Richters malerische Strategien und Verfahren konzentriert.“
– Ingeborg Ruthe in der Berliner Zeitung

„Das Museum Barberini zeigt Gerhard Richter als analytischen Vordenker und unumstrittenen Großmeister der ungegenständlichen Malerei“
– DARE Magazin

„Bestechend zu sehen, wie Richter sein Werk immer weitergedreht und -entwickelt hat … ganz hervorragend“
– Simone Reber auf Deutschlandfunk Kultur

„Das Museum Barberini zeigt Werke des Malers Gerhard Richter: Keine Retrospektive, und auch nicht das Alterswerk des 86-Jährigen. Stattdessen geht es um den roten Faden in seinem Künstlerleben: die Abstraktion.“
– Deutsche Welle

„Eine Schau, die anhand von Schlüsselwerken und teils nie gezeigten Arbeiten Richters künstlerisches Grundverständnis auf den Punkt bringt.“
– Gesine Borcherdt in DIE WELT

„Für Gerhard Richter, der am Donnerstag in Potsdam war, ist es wie ein Treffen mit alten Bekannten.“
– FAZ online

„Das Museum Barberini feiert den Maler -Star Gerhard Richter mit einer spektakulären Ausstellung“
– Ulrike Plewnia in FOCUS

„Richters Haltung ist davon bestimmt, sich von emotionalen, erzählerischen, pathetischen Intentionen zu befreien, aber ohne das Ziel, sich ein Bild von der Welt zu machen, jemals aufzugeben“
– Frankfurter Rundschau

„Das Highlight des Jahres im Museum Barberini ... eine Entdeckungsreihe durch das Richter-Universum“
– rbb Abendschau und Brandenburg aktuell

„Überraschend in all ihrer Vielfalt“
– Barbara Wiegand im rbb-Inforadio

„Faszinierend zu sehen, wie er sein malerisches Besteck auspackt und mit immer neuen Variationen anwendet“
– Silke Hennig im kulturradio vom rbb

„50 Jahre Kunstschaffen ergeben hier eine logische Entwicklung“
– SPIEGEL online

„Ein Festival der visuellen Kulinarik“
– Peter Richter in Süddeutsche Zeitung