Max Beckmann. Welttheater

24. Februar bis 10. Juni 2018

Viele Gemälde Max Beckmanns (1884–1950) zeigen die Welt des Theaters, Zirkus und Varietés. Das Zurschaustellen trieb ihn an. Beckmann hat auf seinen Gemälden das Welttheater, die barocke Sichtweise des Lebens als Bühnenspiel, für die Moderne aktualisiert.

Angesichts der Erfahrungen des Künstlers im Ersten Weltkrieg und der dramatischen Entwicklungen auf der politischen Weltbühne während seines Exils nach 1937 galt Beckmann das Welttheater als Sinnbild für die Katastrophensituation des aktuellen Weltgeschehens. Die Metapher des Welttheaters erweist sich in Beckmanns Kunst als Strategie, um sich der Gegenwart und ihren dramatischen Veränderungen stellen zu können. Der Maler verwandelte das Bild in eine Bühne seiner Kunst. Max Beckmann. Welttheater ist die erste Ausstellung, die das für ihn so zentrale Thema in den Fokus rückt. Sie ermöglicht einen neuen Zugang zu einem der großen Ausnahmekünstler des 20. Jahrhunderts. Mit Leihgaben zahlreicher internationaler Museumssammlungen wie der Tate, London, dem Fogg Museum, Cambridge MA, und der National Gallery of Art Washington, D.C. In Kooperation mit der Kunsthalle Bremen.

Tickets

Führungen

Max Beckmann, 1884-1950, Doppelbildnis Karneval, Max Beckmann und Quappi/Carnival Double-Portrait, Max Beckmann and Quappi, 1925, Copyright: © VG Bild-Kunst, Bonn 2018, Copyright Foto: ARTOTHEK Weilheim: Stiftung Museum Kunstpalast

Max Beckmann, 1884-1950, Doppelbildnis Karneval, Max Beckmann und Quappi/Carnival Double-Portrait, Max Beckmann and Quappi, 1925, Copyright: © VG Bild-Kunst, Bonn 2018, Copyright Foto: ARTOTHEK Weilheim: Stiftung Museum Kunstpalast

Viele Gemälde Max Beckmanns (1884–1950) zeigen die Welt des Theaters, Zirkus und Varietés. Das Zurschaustellen trieb ihn an. Beckmann hat auf seinen Gemälden das Welttheater, die barocke Sichtweise des Lebens als Bühnenspiel, für die Moderne aktualisiert.

Viele Gemälde Max Beckmanns (1884–1950) zeigen die Welt des Theaters, Zirkus und Varietés. Das Zurschaustellen trieb ihn an. Beckmann hat auf seinen Gemälden das Welttheater, die barocke Sichtweise des Lebens als Bühnenspiel, für die Moderne aktualisiert.

Max Beckmann, 1884-1950, Doppelbildnis Karneval, Max Beckmann und Quappi/Carnival Double-Portrait, Max Beckmann and Quappi, 1925, Copyright: © VG Bild-Kunst, Bonn 2018, Copyright Foto: ARTOTHEK Weilheim: Stiftung Museum Kunstpalast

Max Beckmann, 1884-1950, Doppelbildnis Karneval, Max Beckmann und Quappi/Carnival Double-Portrait, Max Beckmann and Quappi, 1925, Copyright: © VG Bild-Kunst, Bonn 2018, Copyright Foto: ARTOTHEK Weilheim: Stiftung Museum Kunstpalast

Angesichts der Erfahrungen des Künstlers im Ersten Weltkrieg und der dramatischen Entwicklungen auf der politischen Weltbühne während seines Exils nach 1937 galt Beckmann das Welttheater als Sinnbild für die Katastrophensituation des aktuellen Weltgeschehens. Die Metapher des Welttheaters erweist sich in Beckmanns Kunst als Strategie, um sich der Gegenwart und ihren dramatischen Veränderungen stellen zu können. Der Maler verwandelte das Bild in eine Bühne seiner Kunst. Max Beckmann. Welttheater ist die erste Ausstellung, die das für ihn so zentrale Thema in den Fokus rückt. Sie ermöglicht einen neuen Zugang zu einem der großen Ausnahmekünstler des 20. Jahrhunderts. Mit Leihgaben zahlreicher internationaler Museumssammlungen wie der Tate, London, dem Fogg Museum, Cambridge MA, und der National Gallery of Art Washington, D.C. In Kooperation mit der Kunsthalle Bremen.

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Interview mit Ortrud Westheider, Direktorin Museum Barberini

Max Beckmann. Biographie

Am 12. Februar 1884 wird Max Beckmann in Leipzig geboren. Bereits in seiner frühen Jugend fertigt er Skizzen von Zuschauern im Zirkus und Theater an. Mit 16 Jahren nimmt er ein Studium an der Großherzoglichen Kunstschule in Weimar auf. In den Jahren 1903/04 hält sich Beckmann in Paris auf, wo er Varietés und Konzerthäuser besucht. In seiner Berliner Zeit ab 1904 behält er seine Leidenschaft bei und ist ein reger Besucher von Kammermusik- und Symphoniekonzerten.

1906 heiratet er die Malerin und spätere Opernsängerin Minna Tube. Bei Beginn des Ersten Weltkriegs meldet sich Beckmann als freiwilliger Krankenpfleger. Zahlreiche Zeichnungen und druckgraphische Werke sind geprägt von seinen Erfahrungen im Kriegsalltag. Sie führen zu einem tiefgreifenden Wandel in Beckmanns Schaffen und kulminieren in einem psychischen Zusammenbruch und einer Entlassung aus dem Militär im Jahr 1916. Im selben Jahr zieht der Maler zu Freunden nach Frankfurt am Main. Sein Stammcafé, das Café Rumpelmayer, ist ein Treffpunkt der Theaterszene und bekannt für seine Konzerte. Er verfasst die Theaterstücke Das Hotel, Ebbi und Der Damenfreund. Nach der Scheidung von Minna im Jahr 1925 heiratet er Mathilde von Kaulbach, genannt Quappi.

Durch eine Professur an der Städelschule ab 1929 und die Verkäufe seiner Bilder in Berlin, Paris und New York avanciert Beckmann in den folgenden Jahren zu einem der bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Maler seiner Zeit. 1933 werden Beckmanns Gemälde von den Nationalsozialisten als „entartet“ diffamiert. Er verliert seine Anstellung an der Städelschule und siedelt nach Berlin über, von wo aus er 1937 über Paris nach Amsterdam emigriert. Nach Kriegsende 1945 begibt sich Beckmann wieder auf zahlreiche Reisen und siedelt 1948 in die USA über. Einen Tag vor seinem Tod beendet er die Arbeit an seinem Triptychon Argonauten. Max Beckmann stirbt am 27. Dezember 1950 in New York.

Max Beckmann. Biographie
Automatenphotographie: Max und Mathilde Beckmann im Luna-Park, Paris, 1920er Jahre, Max Beckmann Archiv, Max Beckmann Nachlässe, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München

Automatenphotographie: Max und Mathilde Beckmann im Luna-Park, Paris, 1920er Jahre, Max Beckmann Archiv, Max Beckmann Nachlässe, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München

Am 12. Februar 1884 wird Max Beckmann in Leipzig geboren. Bereits in seiner frühen Jugend fertigt er Skizzen von Zuschauern im Zirkus und Theater an. Mit 16 Jahren nimmt er ein Studium an der Großherzoglichen Kunstschule in Weimar auf. In den Jahren 1903/04 hält sich Beckmann in Paris auf, wo er Varietés und Konzerthäuser besucht. In seiner Berliner Zeit ab 1904 behält er seine Leidenschaft bei und ist ein reger Besucher von Kammermusik- und Symphoniekonzerten.

1906 heiratet er die Malerin und spätere Opernsängerin Minna Tube. Bei Beginn des Ersten Weltkriegs meldet sich Beckmann als freiwilliger Krankenpfleger. Zahlreiche Zeichnungen und druckgraphische Werke sind geprägt von seinen Erfahrungen im Kriegsalltag. Sie führen zu einem tiefgreifenden Wandel in Beckmanns Schaffen und kulminieren in einem psychischen Zusammenbruch und einer Entlassung aus dem Militär im Jahr 1916. Im selben Jahr zieht der Maler zu Freunden nach Frankfurt am Main. Sein Stammcafé, das Café Rumpelmayer, ist ein Treffpunkt der Theaterszene und bekannt für seine Konzerte. Er verfasst die Theaterstücke Das Hotel, Ebbi und Der Damenfreund. Nach der Scheidung von Minna im Jahr 1925 heiratet er Mathilde von Kaulbach, genannt Quappi.

Durch eine Professur an der Städelschule ab 1929 und die Verkäufe seiner Bilder in Berlin, Paris und New York avanciert Beckmann in den folgenden Jahren zu einem der bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Maler seiner Zeit. 1933 werden Beckmanns Gemälde von den Nationalsozialisten als „entartet“ diffamiert. Er verliert seine Anstellung an der Städelschule und siedelt nach Berlin über, von wo aus er 1937 über Paris nach Amsterdam emigriert. Nach Kriegsende 1945 begibt sich Beckmann wieder auf zahlreiche Reisen und siedelt 1948 in die USA über. Einen Tag vor seinem Tod beendet er die Arbeit an seinem Triptychon Argonauten. Max Beckmann stirbt am 27. Dezember 1950 in New York.

Über den Künstler

Katalog
Max Beckmann. Welttheater

Zur Ausstellung erscheint im Prestel Verlag, München, ein Katalog, herausgegeben von der Kunsthalle Bremen – Der Kunstverein in Bremen und dem Museum Barberini, Potsdam. Mit Beiträgen von Verena Borgmann, Eva Fischer-Hausdorf, Miriam Häßler, Sebastian Karnatz, Eefke Kleimann, Irene Pieper, Lynette Roth, Ortrud Westheider, Christiane Zeiller, 224 Seiten, 183 farbige Abbildungen, Ausgabe im Museumsshop € 30,00, Buchhandelsausgabe € 39,95

Max Beckmann. Welttheater

Zur Ausstellung erscheint im Prestel Verlag, München, ein Katalog, herausgegeben von der Kunsthalle Bremen – Der Kunstverein in Bremen und dem Museum Barberini, Potsdam. Mit Beiträgen von Verena Borgmann, Eva Fischer-Hausdorf, Miriam Häßler, Sebastian Karnatz, Eefke Kleimann, Irene Pieper, Lynette Roth, Ortrud Westheider, Christiane Zeiller, 224 Seiten, 183 farbige Abbildungen, Ausgabe im Museumsshop € 30,00, Buchhandelsausgabe € 39,95

Pressestimmen

Berliner Morgenpost: Wenn die Welt eine Bühne ist, ist das Museum Barberini mit der Ausstellung „Welttheater“ ein bunter, dennoch melancholischer Zirkus.

Berliner Zeitung: Das jüngste Ausstellungsereignis ist wieder ein Coup … eine einzigartige Ausstellung.

B.Z.: Manege frei für Max Beckmanns Welttheater

Der Tagesspiegel: Das Potsdamer Museum Barberini zeigt einen bedeutenden Ausschnitt aus dem Werk des großen Kulissenschiebers Max Beckmann ... Es lohnt, die Gemälde aus der Nähe zu betrachten, den schichtenartigen Aufbau der Farben, ihr Leuchten oder auch ihre Stumpfheit, ganz wie Beckmann, dieser Theaterdirektor der Kunst, es wollte.

Deutsche Welle: Max Beckmann is another big hit for the Museum Barberini

Dresdner Neueste Nachrichten: Das Museum Barberini in Potsdam zeigt die Ausstellung „Max Beckmann. Welttheater“. Darunter sind Leihgaben aus Übersee, die in Europa nur selten gezeigt werden.

Leipziger Volkszeitung: Es ist die Ahnung von einem Dasein als Theater, in dem jeder eine Rolle zu spielen hat, die Beckmann zeitlebens umtrieb und was sich in zahlreichen seiner Werke niederschlug.

Märkische Allgemeine Zeitung: Neue Ausstellung, ähnliches Thema, und doch ganz anders. Es geht erneut um die Souveränität des Künstlers im Museum Barberini in Potsdam. Wie viel Selbstbestimmung ist möglich? Wie autonom kann die Kunst unter bestimmten gesellschaftlichen Umständen sein? Nachdem diese Fragen in den vergangenen Monaten in der viel beachteten Ausstellung „Hinter der Maske“ für die Kunst aus der DDR diskutiert wurde, ist nun Max Beckmann dran.

neues deutschland: Beckmanns Welttheater überwältigt die Augen und restlichen Sinnesorgane regelrecht, so farbenreich ist es ... Was ist das, ein Welttheater von nur einem Maler? Des Rätsels Lösung ist, es sich im Museum Barberini anzuschauen.

rbb abendschau: Sieht so aus, als sei dem Museum schon wieder ein großer Wurf gelungen

rbb Brandenburg aktuell: Potsdams kulturelle Schmuckkiste, das Museum Barberini, zaubert die nächste Ausstellung aus dem Hut

rbb online: Die beeindruckende Schau nimmt den Besucher mit auf eine Reise durch Werk des Expressionisten - und fordert den Besucher zur Selbstreflexion auf

rbb kulturradio: Sehenswert

Rheinische Post: Das Museum Barberini feiert den von den Nazis verfemten Max Beckmann ... Das noch junge Haus erweist sich als Publikumsmagnet

stern online: Museum Barberini startet mit Max Beckmann ins zweite Jahr

tip: Was hier im Museum Barberini gezeigt wird, ist Beckmann at its best

Weltkunst: Kann man Max Beckmann jemals wieder in einem anderen Licht sehen?

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