Pressemeldungen - Archiv

  • 26. Juli 2018
    Museum Barberini zeigt erste Retrospektive, die Henri-Edmond Cross an einem Museum in Deutschland gewidmet ist

    Farbe und Licht. Der Neoimpressionist Henri-Edmond Cross
    17. November 2018 bis 17. Februar 2019

    Henri-Edmond Cross (1856–1910) gilt als einer der bedeutendsten Vertreter des französischen Neoimpressionismus. Gemeinsam mit seinem Freund und Künstlerkollegen Paul Signac entdeckte er die Côte d’Azur für die Malerei. Zwischen den Impressionisten um Claude Monet und den Vorreitern des Expressionismus um Henri Matisse markiert sein Œuvre eine entscheidende Etappe auf dem Weg zur Wertschätzung der Farbe als einem autonomen Gestaltungsmittel und damit in Richtung der Abstraktion. In Deutschland wurde er früh als ein Vorreiter der Moderne gefeiert. In Zusammenarbeit mit dem Musée des impressionnismes in Giverny zeigt das Museum Barberini die erste Retrospektive, die Cross an einem deutschen Museum gewidmet ist. Neben seiner herausragenden Rolle innerhalb der neoimpressionistischen Bewegung nimmt sie seinen Einfluss auf die spätere Entwicklung der französischen Avantgarde in den Blick und beleuchtet Cross’ Bedeutung als einer der großen Pioniere der Malerei des 20. Jahrhunderts.

    Henri-Edmond Delacroix wurde 1856 im nordfranzösischen Douai geboren. Seine künstlerische Ausbildung begann 1866 bei Carolus Duran, gefolgt von Unterricht an den Écoles Académiques de Dessin et d’Architecture in Lille sowie bei den Pariser Malern François Bonvin und Émile Dupont-Zipcy. Ab 1883 stellte er unter dem Pseudonym Cross aus, um Assoziationen mit dem berühmten Maler Eugène Delacroix zu vermeiden. Im Jahr darauf gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Salon des Indépendants, wo er die Bekanntschaft Paul Signacs machte und mit wenigen Ausnahmen bis 1910 prominent vertreten war. Unter dem Einfluss Georges Seurats experimentierte er ab Beginn der 1890er Jahre mit der neuen Maltechnik des Pointillismus, bei der leuchtende Farben in kurzen Pinselstrichen nebeneinandergesetzt werden. Frühe neoimpressionistische Gemälde wie Stierkampf (ca. 1891–92, Privatbesitz) oder Das Haar (ca. 1892, Musée d’Orsay, Paris) können als Hommage an den großen Vorreiter des Neoimpressionismus gedeutet werden.

    Entscheidend für die Entwicklung von Cross’ Œuvre war sein Umzug an die französische Riviera, deren landschaftliche Schönheit zur zentralen Inspirationsquelle wurde. 1891 bezog er ein Haus am Strand von Cabasson und ließ sich wenig später in dem Küstenstädtchen Saint-Clair nieder. Obwohl Cross die großstädtische Kunstszene im Auge behielt und in Kontakt zum Kreis der Neoimpressionisten stand, änderte sich sein Stil unter den neuen Lebens- und Arbeitsbedingungen: Die dunklen, tonigen Farben seines Frühwerks wichen einer hellen Palette und ausgeprägten Farbkontrasten. Zu einem Markenzeichen von Cross’ Arbeiten dieser Zeit wurden Landschafts- und Genrebilder, die eine romantisch verklärte Sicht auf den rustikalen Alltag an der Küste zeigen (vgl. Der Bauernhof [Morgen], 1893, Musée des Beaux-Arts, Nancy; Der Bauernhof [Abend], 1893, Privatbesitz; Die Wäscherin, 1895, Privatbesitz). In späten Werken verband er seine Naturidyllen häufig mit allegorischen und mythologischen Anklängen, die an das Idealbild eines Goldenen Zeitalters erinnern (vgl. Das Fröhliche Bad, 1899–1902, Privatbesitz; Faun, 1905–06, Privatbesitz). „Ich möchte das Glück malen, die glücklichen Wesen, die die Menschen in einigen Jahrhunderten (?) sein können, wenn die reine Anarchie verwirklicht ist“, hatte er im Juni 1893 mit einem Fragezeichen hinter der Zeitangabe an Signac geschrieben. In einem Vorwort zu Cross’ Einzelausstellung in der Pariser Galerie Druet 1905 sah der belgische Dichter Émile Verhaeren seine Kunst als eine „Verherrlichung der Natur“ sowie die „Verherrlichung einer inneren Vision“, die von einem „pantheistischen Eifer“ geprägt sei. Solche Anklänge an die Idee eines irdischen Paradieses spiegeln sich in Cross’ Darstellungen der lichtdurchfluteten Riviera wie Der Strand von Saint-Clair (1901, Privatbesitz) oder Ein Pinienwäldchen (1906, Privatbesitz) wieder.

    Zu Beginn des 20. Jahrhunderts galt Cross als einer der wichtigsten Vertreter der französischen Malerei und war Vorbild und Mentor für aufstrebende Avantgardekünstler wie Henri Matisse und Albert Marquet, die in regem Austausch mit ihm standen. Zugleich war Cross’ Werk in diesen Jahren auf nationalen und internationalen Ausstellungen präsent. In Deutschland wurde er früh als ein Vorreiter der Moderne anerkannt, seine Werke häufig ausgestellt und intensiv besprochen. Der Sammler Harry Graf Kessler gehörte zu seinen eifrigsten Bewunderern und erwarb zahlreiche Werke des Künstlers, darunter Landschaft bei Bormes (1907, Privatbesitz), Pardigon, Küste in der Provence, Abend (1907, The Kasser Mochary Foundation, Montclair, New Jersey) und Rosafarbener Frühling (1909, Privatbesitz). Lange vor ihren französischen Kollegen kauften deutsche Museumsgründer und Direktoren wie Karl Ernst Osthaus oder Georg Swarzenski Werke des Malers an, darunter das großformatige Hauptwerk Nachmittag im Garten (1904, Städel Museum, Frankfurt am Main). Die wegweisende Ausstellung des Kölner Sonderbundes 1912 feierte Cross neben Paul Cézanne, Pablo Picasso und Vincent van Gogh als eine der großen Leitfiguren der französischen Avantgarde.

    Bei der Schau im Museum Barberini handelt es sich um die erste Retrospektive, die dem Künstler an einem Museum in Deutschland gewidmet ist. Rund 20 Jahre nach der letzten Einzelausstellung zu Cross (Musée de la Chartreuse, Douai, 1998/99) nimmt sie die gesamte Entwicklung seines künstlerischen Schaffens in den Blick und präsentiert seinen innovativen Umgang mit Farbe und Licht im erweiterten Kontext der Avantgarde seiner Zeit. Darüber hinaus beleuchtet die Ausstellung Cross’ Interesse an anarchistischem Gedankengut und erörtert die sozialpolitische Dimension seiner gemalten Utopien. „Cross’ frühe Rezeption in Deutschland war für uns ein entscheidender Aspekt bei der Umsetzung dieses Projekts. Viele Werke, die sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts in deutschem Besitz befanden oder auf Ausstellungen in Deutschland gezeigt wurden, kehren im Rahmen der Retrospektive hierher zurück“, erklärt Ortrud Westheider, Direktorin des Museums Barberini. „Zahlreiche Gemälde, die im Werkverzeichnis zu Cross von 1964 aufgeführt werden, gelten heute als verschollen oder befinden sich in Privatbesitz. Es freut uns daher ganz besonders, dass es uns gelungen ist, so viele Privateigentümer für dieses Ausstellungsprojekt zu begeistern. Gerade dadurch können wir unserem Publikum Cross mit einem repräsentativen Querschnitt durch sein gesamtes Schaffen näherbringen, darunter viele seiner bedeutendsten neoimpressionistischen Werke“, ergänzt Daniel Zamani, Kurator der Ausstellung am Museum Barberini.

    Die Retrospektive umfasst insgesamt rund 100 Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen aus sämtlichen Werkphasen des Künstlers, darunter Leihgaben aus dem Musée d’Orsay in Paris, dem Museo Nacional Thyssen-Bornemisza in Madrid, der Ny Carlsberg Glyptotek in Kopenhagen, dem Museum of Fine Arts in Houston, dem Toledo Museum of Art in Ohio, dem Chrysler Museum of Art in Norfolk, sowie zahlreiche Werke aus internationalen Privatsammlungen. Zu den Highlights der Retrospektive gehören zwei von Cross’ frühesten neoimpressionistischen Strandbildern, Calanque des Antibois (1891–92) und Plage de la Vignasse (ca. 1891–92), die von der National Gallery of Art in Washington und dem Musée d’art moderne André Malraux in Le Havre zur Verfügung gestellt werden. Ein weiterer Höhepunkt sind Cross’ bislang weitgehend unbekannte Schwarz-Weiß-Zeichnungen, die mit Kohle oder Crayon Conté ausgeführt wurden und die seinen engen Dialog mit den Papierarbeiten Georges Seurats eindringlich vor Augen führen.

    SERVICEDATEN & EINTRITTE

    Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam

    Mo & Mi–So 10–19 Uhr, jeder erste Do im Monat 10–21 Uhr, Di geschlossen
    Mo–Fr (außer Di) für Kindergärten und Schulen nach Anmeldung 9–11 Uhr
    Eintritt: € 14 / ermäßigt € 10 / Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei

    Jahreskarte Einzelperson € 30 / Jahreskarte Paare € 50 /

    Young Friend (unter 35 Jahre) € 20


    Online-Zeitfenster-Tickets unter www.museum-barberini.com
    Pressephotos: www.museum-barberini.com/presse

  • 28. Juni 2018 | Pressemitteilung
    Gerhard Richter. Abstraktion – Erste Ausstellung eines zeitgenössischen Künstlers im Museum Barberini

    Pressemitteilung

    Gerhard Richter. Abstraktion

    30. Juni bis 21. Oktober 2018

    Gerhard Richters Werk ist in großen Retrospektiven gewürdigt worden: 2002 widmete ihm das Museum of Modern Art, New York, eine Einzelausstellung. 2011 zeigten die Tate Modern, London, die Neue Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin und das Centre Pompidou, Paris, eine Präsentation, die im Titel Panorama schon den weiten Blick auf Richters Lebenswerk benannte. Wie diese Ausstellungen schlägt auch Gerhard Richter. Abstraktion im Museum Barberini den großen Bogen von den 1960er Jahren bis zu neuen Arbeiten. Sie widmet sich dabei erstmals einem für Richters Malerei zentralenThema: den abstrakten Strategien und Verfahrensweisen im Gesamtwerk des Künstlers.

    Die Schau geht von einem Werk der Sammlung des Museums Barberini aus und vereint über 90, zum Teil noch nicht ausgestellte Werke aus internationalen Museums- und Privatsammlungen. Sie zeigt Richters Entwicklung von den schwarzweißen Fotobildern und Farbtafeln über die Ausschnitte, die Grauen Bilder und Vermalungen bis zu den Abstrakten Bildern, wie Richter von den späten 1970er Jahren an seine Gemälde mit ihren Pinsel-, Rakel- und Spachtelspuren im Farbauftrag häufig betitelte. In der Variationsbreite unterschiedlichster Werkgruppen werden so Elemente erkennbar, die sich durch das gesamte Werk ziehen.

    „Abstraktion ist ein roter Faden durch Richters Malerei. So sprunghaft und vielgestaltig sie manchen Zeitgenossen beim Wechsel zwischen verschiedenen Werkphasen erschien, so konsequent entwickelte sich sein Werk als stetige Fortführung und Wandlung der Abstraktion“, erklärt Ortrud Westheider, Direktorin des Museum Barberini. „Durch kalkuliertes Einbeziehen des Zufalls nimmt Richter die bewusste Steuerung des Malprozesses zurück. Er arbeitet mit Rasterstrukturen, hinter denen das Schöpferische zurücktritt oder zieht mit der Rakel über die gesamte Bildfläche. Er vermeidet schöpferisches Pathos und Bedeutungen, die außerhalb der Kunst liegen, die Bilder wirken so durch sich selbst.“

    Die Ausstellung, kuratiert von Dietmar Elger, Leiter des Gerhard Richter Archivs an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, ist in enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit Gerhard Richter entstanden. Ein umfangreiches Veranstaltungs- und Vermittlungsprogramm mit Vorträgen, Führungen, Konzerten und Filmen begleitet die Ausstellung.

  • 27. Juni 2018 | Pressemitteilung
    Museum Barberini präsentiert Meisterwerke aus den Sammlungen der Palazzi Barberini und Corsini Rom

    Museum Barberini präsentiert Meisterwerke aus den Sammlungen der Palazzi Barberini und Corsini Rom im kommenden Jahr

    Das Museum Barberini zeigt vom 13. Juli bis 6. Oktober 2019 die Ausstellung Wege des Barock. Die Nationalgalerien Barberini Corsini in Rom. 54 Meisterwerke aus den Sammlungen der Palazzi Barberini und Corsini sind zu Gast in Potsdam, darunter eines der bedeutendsten Werke Caravaggios, sein 1589/99 entstandenes Gemälde Narziss.

    Flaminia Gennari Santori, Direktorin der National­galerien Barberini Corsini in Rom: „Wir freuen uns, dass wir unser Museum und einen Teil seiner Sammlung gerade in Potsdam vorstellen können, einer Stadt mit so zahlreichen Anknüpfungspunkten an Kunst und Architektur Roms.“ Als Papst Urban VIII. sammelte Maffeo Barberini im 17. Jahrhundert Bilder und gab Gemälde in Auftrag, die heute zu den Hauptwerken der italienischen Malerei zählen. Die Ausstellung, das erste Projekt des Museums Barberini im Bereich der Alten Meister, wird die Themen und stilistischen Entwicklungen des Barock in Rom aufzeigen. Die Stadt war im 17. Jahrhundert nicht nur in der Architektur, sondern auch in der bildenden Kunst das kulturelle Zentrum Europas.

    Ortrud Westheider, Direktorin des Museums Barberini: „Es ist für uns eine große Ehre und auch Anerkennung des noch jungen Museums Barberini, mit der traditionsreichen Nationalgalerie kooperieren zu können. Es war von Anfang an unser Wunsch, mit der Sammlung, die den gleichen Namen wie unser Gebäude trägt, eine Ausstellung zu realisieren. Dass dies nun auch noch mit der spekta­kulären Leihgabe von Caravaggios Narziss möglich ist, freut mich besonders.“

    Das Museum Barberini am Alten Markt ist eine Rekonstruktion des Palais Barberini, das Friedrich der Große 1771/72 nach dem Vorbild des Palazzo Barberini errichten ließ. Die Architekten Georg Christian Unger und Carl von Gontard adaptierten in Potsdam die von Gian Lorenzo Bernini mit anderen im Auftrag von Taddeo und Francesco Barberini 1627-1638 errichtete barocke Fassade und variierten sie. Heute beheimatet der Palazzo Barberini eine der bedeutendsten Sammlungen italienischer Malerei. Zusammen mit den Sammlungen der Galleria Corsini bilden sie die Gallerie Nazionali Barberini Corsini.

    Die Stiftung Preußischer Schlösser und Gärten Berlin Brandenburg und die Landeshauptstadt Potsdam nehmen die Ausstellung zum Anlass, mit dem Museum Barberini den Sommer 2019 zu einer Feier italienischer Kunst und Kultur werden zu lassen. Dr. Franziska Windt, Kuratorin für die französischen und italienischen Gemälde der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin Brandenburg: „Schlösser und Gärten Potsdams zeugen von unzähligen Inspirationen, die Friedrich II. und Friedrich Wilhelm IV. von römischen Vor­bildern empfangen haben. Wir laden unsere Besucher dazu ein, den Spuren dieser Anregungen nachzugehen.“ Eine als Wanderweg zu den römischen Monumenten in Potsdam konzipierte App soll die Kunstwerke erschließen. Weitere Partner der Stadt, darunter das Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte, das Filmmuseum und die Kammerakademie Potsdam, die Potsdamer Erlebnisnacht, das Bildungsforum, der Freundeskreis Potsdam-Perugia sowie die PMSG Potsdam Marketing und Service GmbH widmen sich ebenfalls dem Thema Italien in Potsdam. Jann Jakobs, Oberbürgermeister von Potsdam: „Wir freuen uns auf zahlreiche Initiativen. ‚Italien in Potsdam‘ verspricht einen inspirierenden Kultursommer.“


    Wege des Barock. Die Nationalgalerien Barberini Corsini in Rom
    Ausstellung im Museum Barberini, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam
    13. Juli bis 6. Oktober 2019

    Symposium zur Ausstellung: 17. Oktober 2018, Museum Barberini
    Mit Vorträgen von Maurizia Cicconi, Michele Di Monte, Inés Richter-Musso, Prof. Dr. Sebastian Schütze, Dr. Franziska Windt. 10 Euro / ermäßigt 8 Euro, freier Eintritt für Studierende, Anmeldung erforderlich.

  • 8. Juni 2018 | Pressemeldung
    Ausstellung Max Beckmann. Welttheater endet erfolgreich mit rund 90.000 Besuchern

    Am Sonntag, 10. Juni 2018, endet die Ausstellung Max Beckmann. Welttheater mit 112 zum Teil kaum gezeigten Meisterwerken aus bedeutenden internationalen und nationalen Museen und Privatsammlungen. Rund 90.000 Besucher haben die Ausstellung in den vergangenen vier Monaten im Museum Barberini besucht.

    „Unser Wunsch, mit einer sehr klaren Erzählung unsere Besucher für den oft als sperrig empfundenen Beckmann zu begeistern, hat sich erfüllt. Die Beckmann-Schau ist seit unserem fulminanten Start im vergangenen Jahr nun bereits die vierte große Ausstellung in Folge mit kontinuierlich hohen Besucherzahlen und hervorragendem Publikums- und Medienecho“, erklärt Ortrud Westheider, Direktorin des Museums Barberini. „Besonders freut mich, dass wir mit unserem vielseitigen Begleitprogramm – mit Themenführungen, Filmprogramm, mit Tangoabend, Meditation und Kinderzirkusakrobatik im Museum, nicht zu vergessen den wunderbaren Talks mit Bundestagspräsident a. D. Norbert Lammert, Ulrich Matthes, Cem Özdemir, Klaus Staeck, Harald Welzer und vielen weiteren prominenten Gästen – uns als wichtiger Veranstaltungs- und Kulturerlebnisort in der Berlin-Brandenburger Region etablieren konnten.“

    Die Beckmann-Schau wurde in Kooperation mit der Kunsthalle Bremen realisiert, eine erste Station der Ausstellung in Bremen hatte zuvor bereits rund 70.000 Besucher angelockt. Ende Juni startet die nächste große Ausstellung im Museum Barberini: Gerhard Richter. Abstraktion widmet sich erstmals einem für Richters Malerei zentralen Thema, den abstrakten Strategien und Verfahrensweisen im Gesamtwerk des Künstlers. Die Schau geht von einem Werk der Sammlung des Museums Barberini aus und vereint über 90, zum Teil noch nicht ausgestellte Werke aus internationalen Museums- und Privatsammlungen. Im Herbst zeigt das Museum Barberini die erste Retrospektive des französischen Neoimpressionisten Henri-Edmond Cross in Deutschland. Im Frühjahr 2019 folgt Picasso. Das späte Werk. Alle Leihgaben für diese Schau stammen aus der Sammlung Jacqueline Picasso. Jacqueline Picassos Tochter Catherine Hutin stellt diese bislang kaum öffentlich gezeigte Sammlung für die Ausstellung in Potsdam zur Verfügung.

    SERVICEDATEN & EINTRITTE

    Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam

    Mo & Mi–So 10–19 Uhr, jeder erste Do im Monat 10–21 Uhr, Di geschlossen
    Mo–Fr (außer Di) für Kindergärten und Schulen nach Anmeldung 9–11 Uhr
    Eintritt: € 14 / ermäßigt € 10 / Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei

    Jahreskarte Einzelperson € 30 / Jahreskarte Paare € 50 /

    Young Friend (unter 35 Jahre) € 20


    Online-Zeitfenster-Tickets unter www.museum-barberini.com

  • 23. Mai 2018 | Pressemitteilung
    Meisterwerke von Nolde, Feininger, Nay und ein Oral Culture-Projekt begleiten Gerhard Richter-Schau

    Nolde, Feininger, Nay. Vom Expressionismus zum Informel, 09.06.2018 - 10.02.2019

    Congo Tales. Erzählungen aus Mbomo, 30.06. - 21.10.2018

    Parallel zur Ausstellung Gerhard Richter. Abstraktion zeigt das Museum Barberini zwei Präsentationen: Nolde, Feininger, Nay. Vom Expressionismus zum Informel und das Oral Culture-Projekt Congo Tales. Erzählungen aus Mbomo.

    Bereits ab 9. Juni 2018 sind Werke von Willi Baumeister, Lyonel Feininger, Wassily Kandinsky, Ernst Wilhelm Nay, Emil Nolde, Max Pechstein, Karl Schmidt-Rottluff und Fritz Winter zu sehen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelten sich in der Kunst in Deutschland zahlreiche avantgardistische Strömungen. Die Maler der Brücke waren die Ersten, die auf die Kraft der Farbe setzten. Das Bauhaus arbeitete an einer Farbtheorie der Moderne. Spätestens nach dem Zweiten Weltkrieg galt die Farbe als Mittel des künstlerischen Selbstausdrucks. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden diese Künstler verfemt, aber ihre Werke prägten die Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts. Eine Auswahl präsentiert das Museum Barberini nun in einer konzentrierten Schau von 26 Werken.

    Das Projekt Congo Tales widmet sich dem Thema des Geschichtenerzählens. Mündliche Überlieferung von Geschichten und kulturellen Praktiken ist die Grundlage kultureller Gemeinschaft. Durch regionale Erzählungen bilden sich kollektive Identitäten aus. Das von Stefanie Plattner und Eva Vonk initiierte, über mehrere Jahre angelegte Projekt visualisiert Fabeln und Erzählungen aus der Region Mbomo im Odzala-Kokoua-Nationalpark in der Republik Kongo mit Photographien des New Yorker Photographen Pieter Henket. Im Rahmenprogramm ist eine Dokumentation des mit dem Pulitzer Grant bedachten Photographen Jasper Rischen zu sehen. Eine Publikation gewährt Einblicke in die vielfältige Kultur der mündlichen Überlieferung von Märchen, Geschichten und Mythen und die Landschaft dieser einzigartigen Region, die fast ein Viertel des weltweiten Regenwaldes beheimatet. Die Potsdamer Präsentation, die von einem Vermittlungs- und Kinderprogramm begleitet wird, ist die zweite Station des langfristigen Oral Culture-Projekts. Auftakt von Congo Tales ist eine Photo-Ausstellung, die am 28. Mai 2018 in Mbomo, Kongo, eröffnet wird.

    Museum Barberini, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam
    Öffnungszeiten: Mo & Mi–So 10–19 Uhr, jeder erste Do im Monat 10–21 Uhr, Di geschlossen, Mo–Fr (außer Di) für Kindergärten und Schulen nach Anmeldung 9–11 Uhr
    Eintritt: € 14 / ermäßigt € 10 / Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei, Jahreskarte Einzelperson € 30 / Jahreskarte Paare € 50 / Young Friend (unter 35 Jahre) € 20, Online-Zeitfenster-Tickets unter www.museum-barberini.com
    Mehr Informationen und Pressephotos: www.museum-barberini.com/presse und www.talesofus.net

  • 18. Mai 2018 | Pressemitteilung
    Vorankündigung: Gerhard Richter. Abstraktion, 30. Juni - 21. Oktober 2018, Museum Barberini Potsdam

    Erste Ausstellung, die sich der Abstraktion im Gesamtwerk des Künstlers widmet / Beleuchtet Ideen und Techniken Richters von den 1960er Jahren bis heute

    30.06. - 21.10.2018

    Potsdam, 17. Mai 2018

    Gerhard Richters Werk ist in großen Retrospektiven gewürdigt worden: 2002 widmete ihm das Museum of Modern Art, New York, eine Einzelausstellung. 2011 zeigten die Tate Modern, London, die Neue Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin und das Centre Pompidou, Paris, eine Präsentation, die im Titel Panorama schon den weiten Blick auf Richters Lebenswerk benannte. Wie diese Ausstellungen schlägt auch Gerhard Richter. Abstraktion im Museum Barberini den großen Bogen von den 1960er Jahren bis zu neuen Arbeiten. Sie widmet sich dabei erstmals einem für Richters Malerei zentralen Thema: den abstrakten Strategien und Verfahrensweisen im Gesamtwerk des Künstlers.

    Die Schau geht von einem Werk der Sammlung des Museums Barberini aus und vereint über 90, zum Teil noch nicht ausgestellte Werke aus internationalen Museums- und Privatsammlungen. Sie zeigt Richters Entwicklung von den schwarzweißen Fotobildern und Farbtafeln über die Ausschnitte, die Grauen Bilder und Vermalungen bis zu den Abstrakten Bildern, wie Richter von den späten 1970er Jahren an seine Gemälde mit ihren Pinsel-, Rakel- und Spachtelspuren im Farbauftrag häufig betitelte. In der Variationsbreite unterschiedlichster Werkgruppen werden so Elemente erkennbar, die sich durch das gesamte Werk ziehen.

    „Abstraktion ist ein roter Faden durch Richters Malerei. So sprunghaft und vielgestaltig sie manchen Zeitgenossen beim Wechsel zwischen verschiedenen Werkphasen erschien, so konsequent entwickelte sich sein Werk als stetige Fortführung und Wandlung der Abstraktion“, erklärt Ortrud Westheider, Direktorin des Museum Barberini. „Durch kalkuliertes Einbeziehen des Zufalls nimmt Richter die bewusste Steuerung des Malprozesses zurück. Er arbeitet mit Rasterstrukturen, hinter denen das Schöpferische zurücktritt oder zieht mit der Rakel über die gesamte Bildfläche. Er vermeidet schöpferisches Pathos und Bedeutungen, die außerhalb der Kunst liegen, die Bilder wirken so durch sich selbst.“

    Die Ausstellung, kuratiert von Dietmar Elger, Leiter des Gerhard Richter Archivs an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, ist in enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit Gerhard Richter entstanden. Ein umfangreiches Veranstaltungs- und Vermittlungsprogramm mit Vorträgen, Führungen, Konzerten und Filmen begleitet die Ausstellung.

    Gerhard Richter. Abstraktion
    Museum Barberini, Humboldtstr. 5–6, 14467 Potsdam
    Laufzeit: 30. Juni bis 21. Oktober 2018
    Pressekonferenz: 28. Juni 2018, 11 Uhr (bitte hier akkreditieren)
    Pressefotos: www.museum-barberini.com/presse

    Pressekontakt
    Achim Klapp
    Presse und Öffentlichkeitsarbeit Museum Barberini
    T +49 331 236014 305
    E presse@museum-barberini.com
    www.museum-barberini.com

  • 26. April 2018 | Pressemitteilung
    Begleitprogramm zur Ausstellung „Max Beckmann. Welttheater“

    Talks, Vorträge, Themenführungen, Filme und Aktionen machen den Kosmos Beckmann und seine Aktualität erfahrbar

    Potsdam, 26. April 2018 – Die Welt der Varieté- und Jahrmarktkünstler, Akrobaten, Clowns und Schauspieler war für Max Beckmann Metapher für menschliche Beziehungen und das Weltgeschehen. Bis 10. Juni 2018 zeigt das Museum Barberini mit „Max Beckmann. Welttheater“ noch die erste Ausstellung zu diesem zentralen Thema im Werk des Malers, das angesichts der gegenwärtigen medialen Entwicklung von höchster Aktualität ist. Ein umfangreiches Begleitprogramm mit Vorträgen, Talks, Themen- und Kinderführungen, Filmen und Aktionen vermittelt Beckmanns Idee von der Welt als Bühne und macht sie auf anspruchsvolle wie spielerische Weise erfahrbar.

    Jo Schück, Moderator des ZDF-Kulturmagazins Aspekte, lädt am 30. Mai Schauspielerin und Regisseurin Feo Aladag („Die Fremde“), Politiker Cem Özdemir, Schauspieler Ulrich Matthes und Sozialpsychologe Harald Welzer zu einer Talkrunde ins Museum Barberini ein. Sein Thema ist „Die Welt als Bühne“. Wie aktuell ist Beckmanns Metapher des Welttheaters angesichts der rasanten Entwicklungen in der medialen Welt, die das Weltgeschehen häufig als Spektakel erscheinen lässt? Erleben wir derzeit Tragödie, Komödie oder Realsatire?

    Theatermacher Thomas Oberender, Intendant der Berliner Festspiele, interessiert Beckmanns spezifische Art, seine Figuren im Bild zu inszenieren. In seinem Vortrag am 17. Mai reflektiert er, inwieweit die Theatermetapher im Medium der Malerei mit der Entwicklung des modernen Theaters korrespondiert.

    Eine breite Palette von vielen weiteren Veranstaltungen – von Themenführungen über Filmprogramm im Filmmuseum Potsdam bis zu Yoga und Meditation im Museum, Kinderführungen und Akrobatik in der Ausstellung runden das Begleitprogramm im Mai und Juni ab und unterstreichen das Bestreben des Museums Barberini, den Kosmos Beckmann neu und für jedermann erfahrbar zu machen.

    Mehr Informationen und Tickets für alle Veranstaltungen unter

    www.museum-barberini.com

  • 21. März 2018 | Pressemitteilung
    Das Museum Barberini gratuliert Klaus Fußmann zum 80. Geburtstag

    Das Museum Barberini gratuliert dem norddeutschen Maler Klaus Fußmann zu seinem 80. Geburtstag

    Am 24. März 2018 feiert der Künstler Klaus Fußmann seinen 80. Geburtstag. Aus diesem Anlass zeigt das Museum Barberini noch bis zum 3. Juni eine Ausstellung mit 39 großformatigen Gemälden des Malers. Seit den Anfängen seiner Sammeltätigkeit begleiten den Museumsstifter Hasso Plattner die Werke Klaus Fußmanns, der in Berlin und Gelting an der Ostsee lebt.

    Es ist die erste Ausstellung, die sich dem in seinem Werk zentralen Thema von Menschen in Landschaften widmet. Menschen und Räume beschäftigen Klaus Fußmann in seiner Malerei seit den siebziger Jahren. Waren es zunächst einzelne Figuren, die sich im kargen Innenraum seines Ateliers abzeichneten, zeigte er die Zeugen seines Werkprozesses schon bald vor dem Gegenlicht des Fensters. Seine Modelle – Freunde und Verwandte – stehen mit dem Rücken vor dem Raster des Fensterkreuzes, markieren die Schwelle zwischen dem Innen und Außen, den Blick auf den Betrachter gerichtet. Sie wirken monumental in der Vereinzelung und doch fragil wie eine Erscheinung. Darin sind sie mit den Skulpturen Alberto Giacomettis vergleichbar, der seinen Portraits die Aura der Unerreichbarkeit verlieh. Dieses Erscheinungshafte und zugleich Konkrete in der menschlichen Figur ist ein zentrales Thema in Fußmanns Werk.

    Das Museum Barberini gratuliert Klaus Fußmann zum 80. Geburtstag mit einer Sonderführung durch die Ausstellung am 24.03.2017, 15 Uhr

    Link Pressemappe Ausstellungen Max Beckmann und Klaus Fußmann


    SERVICEDATEN & EINTRITTE
    Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam
    Mo & Mi–So 10–19 Uhr, jeder erste Do im Monat 10–21 Uhr, Di geschlossen
    Mo–Fr (außer Di) für Kindergärten und Schulen nach Anmeldung 9–11 Uhr
    Eintritt: € 14 / ermäßigt € 10 / Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei
    Jahreskarte Einzelperson € 30 / Jahreskarte Paare € 50 /
    Young Friend (unter 35 Jahre) € 20
    Online-Zeitfenster-Tickets unter www.museum-barberini.com

  • 19. März 2018 | Pressemitteilung
    Politik als Theater – Wie unterhaltsam darf Demokratie sein?

    Politik als Theater – Wie unterhaltsam darf Demokratie sein?

    Wortwechsel, eine Sendung von Deutschlandfunk Kultur, live aus dem Museum Barberini am Freitag, 23. März 2018, 17.30 Uhr

    Das muss man US-Präsident Trump lassen: Ein Langweiler ist er nicht. Doch bedeutet maximale Medienwirksamkeit automatisch gute Politik? Sicher müssen in einer Demokratie die Wähler umworben werden, und dabei zählt auch die Verpackung. Aber wenn alles Inszenierung ist, wer trifft dann Ent­scheidungen, die nicht sexy sind? Politik als Theater – wie viel Unterhaltung kann Demokratie sich leisten, und wie viel Ehrlichkeit braucht sie? Darüber diskutieren die Spin-Doctorin Verena Köttker, Cicero-Redakteur Alexander Kissler, Theaterintendant Holger Schultze und der Grafikdesigner und Künstler Klaus Staeck am 23. März im Museum Barberini. Die Diskussion wird live aufgezeichnet für die Sendung „Wortwechsel“ des Deutschlandfunk Kultur und findet im Rahmen der Ausstellung Max Beckmann. Welttheater im Museum Barberini statt.

    Wortwechsel „Politik als Theater – Wie unterhaltsam darf Demokratie sein?“
    in Kooperation mit Deutschlandfunk Kultur
    23. März 2018, 17.30 Uhr (Live-Sendung 18–19 Uhr)
    Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam
    € 10 / ermäßigt € 8


    Mit:

    Klaus Staeck, Grafikdesigner, Karikaturist und Jurist. Von April 2006 bis Mai 2015 war Staeck Präsident der Akademie der Künste in Berlin. Als politischer Künstler und jahrzehntelanger Beobachter hat er den politischen Diskurs in Deutschland maßgeblich mitgestaltet.

    Holger Schultze, Intendant des Theaters und Orchesters Heidelberg, der u.a. in der aktuellen Spielzeit das Stück „Ich bin das Volk“ von Frans Xaver Kroetz inszeniert, bei dem es um die allmähliche Durchdringung der Gesellschaft mit rechtem Denken geht. Schultze war von 1992-1994 Spielleiter am Hans-Otto-Theater in Potsdam.

    Verena Köttker, Agenturinhaberin von koetter kommunikation im Berliner Regierungsviertel, kennt sowohl das Mediengeschäft in allen Formaten als auch die Anforderungen von Unternehmen an Politik- und Kommunikationsarbeit aus eigener, über 25jähriger Erfahrung.

    Alexander Kissler, Ressortleiter Salon beim Magazin Cicero, mit Theatervergangenheit. Er verfasste zahlreiche Sachbücher, u.a. „Dummgeglotzt. Wie das Fernsehen uns verblödet“, „Keine Toleranz den Intoleranten. Warum der Westen seine Werte verteidigen muss“

    Moderation: Susanne Führer
    Begrüßung: Ortrud Westheider, Direktorin Museum Barberini und Kuratorin der Ausstellung Max Beckmann. Welttheater


    SERVICEDATEN & EINTRITTE

    Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam
    Mo & Mi–So 10–19 Uhr, jeder erste Do im Monat 10–21 Uhr, Di geschlossen
    Mo–Fr (außer Di) für Kindergärten und Schulen nach Anmeldung 9–11 Uhr
    Eintritt: € 14 / ermäßigt € 10 / Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei
    Jahreskarte Einzelperson € 30 / Jahreskarte Paare € 50 /

    Young Friend (unter 35 Jahre) € 20

    Online-Zeitfenster-Tickets unter www.museum-barberini.com

  • 1. März 2018 | Pressemitteilung
    Jahresprogramm Museum Barberini 2018 / Vorschau 2019

    Jahresprogramm Museum Barberini 2018 / Vorschau 2019

    Das im Januar 2017 eröffnete Museum Barberini in Potsdam stellt in Ausstellungen mit internationalen Kooperationen einzelne Themen, Künstler oder Epochen vor. Das Ausstellungsjahr 2018 startet mit einer Schau zu Max Beckmann.


    24. Februar bis 10. Juni 2018
    Max Beckmann. Welttheater

    Viele Gemälde Max Beckmanns (1884–1950) zeigen die Welt des Theaters, Zirkus und Varietés. Der Maler verwandelte das Bild in eine Bühne. Das Zurschaustellen trieb ihn an. Erstmals geht eine Ausstellung der Frage nach der ideen­geschichtlichen Einbindung der Vorstellung vom Welttheater in der Kunst Max Beckmanns nach. Sie ermöglicht einen neuen Zugang zu einem der großen Ausnahmekünstler des 20. Jahrhunderts. Unter den ca. 100 gezeigten Werken sind zwei großformatige, bisher kaum in Europa präsentierte Triptychen. Die Ausstellung entstand in Kooperation mit der Kunsthalle Bremen.


    30. Juni bis 21. Oktober 2018
    Gerhard Richter. Abstraktion

    Die Ausstellung Gerhard Richter. Abstraktion widmet sich erstmals den abstrakten Strategien und Verfahrensweisen im Gesamtwerk des Künstlers. Angeregt durch eine Neuerwerbung des Museums Barberini durchmisst sie Richters Werk von den 1960er Jahren bis heute und widmet sich dem Verhältnis und den Bedeutungen von Abstraktion und Gegenstand, von Photographie und Farbmaterial, von Übermalung und Freilegung. Sie vereint etwa 80 Werke aus internationalen Museums- und Privatsammlungen. Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Gerhard Richter Archiv der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.


    17. November 2018 bis 17. Februar 2019
    Farbe und Licht. Der Neoimpressionist Henri-Edmond Cross

    Aus dem Impressionismus entwickelte sich in den 1880er Jahren eine Malerei, bei der leuchtende Farbe in kurzen Pinselstrichen nebeneinandergesetzt wurde – der Pointillismus. Diese Malerei zerlegte die Wirklichkeit in einzelne Farbinformationen. Einer ihrer wichtigsten Vertreter war Henri-Edmond Cross (1856–1910), der dem utopischen Gesellschaftsentwurf des Anarchismus anhing. In Zusammenarbeit mit dem Musée des impressionnismes Giverny zeigt das Museum Barberini die erste Retrospektive zum Werk dieses Neoimpressionisten in Deutschland.


    9. März bis 16. Juni 2019
    Picasso. Das späte Werk
    Aus der Sammlung Jacqueline Picasso

    Pablo Picasso (1881-1973) gilt als Erneuerer der Kunst im 20. Jahrhundert. In Malerei, Skulptur, Graphik und Keramik hat er neue Maßstäbe gesetzt. Weniger bekannt ist sein Schaffen aus den letzten zwei Jahrzehnten seines Lebens, als Picasso von seiner Frau Jacqueline mehr Bildnisse schuf als je zuvor von einem anderen Modell. Die Ausstellung Picasso. Das späte Werk zeigt, wie Picasso auch in seinen letzten Schaffensjahren innovativ blieb. Alle Leihgaben stammen aus der Sammlung Jacqueline Picasso (1927-1986). Ihre Tochter Catherine Hutin stellt diese bislang kaum öffentlich gezeigte Sammlung für die Ausstellung im Museum Barberini zur Verfügung. In der von Gastkurator Bernardo Laniado-Romero getroffenen Auswahl befinden sich zahlreiche Werke, die erstmalig in Deutschland gezeigt sowie einige, die zum ersten Mal in einem Museum präsentiert werden.


    SERVICEDATEN & EINTRITTE

    Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam
    Mo & Mi–So 10–19 Uhr, jeder erste Do im Monat 10–21 Uhr, Di geschlossen
    Mo–Fr (außer Di) für Kindergärten und Schulen nach Anmeldung 9–11 Uhr
    Eintritt: € 14 / ermäßigt € 10 / Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei
    Jahreskarte Einzelperson € 30 / Jahreskarte Paare € 50 /

    Young Friend (unter 35 Jahre) € 20

    Online-Zeitfenster-Tickets unter www.museum-barberini.com

  • 5. Februar 2018 | Pressemitteilung
    Ausstellung Hinter der Maske. Künstler in der DDR endete erfolgreich mit 110.000 Besuchern.

    Potsdam, 5. Februar 2018

    Die aktuelle Ausstellung im Museum Barberini Hinter der Maske. Künstler in der DDR endete erfolgreich mit 110.000 Besuchern.

    Die Schau Hinter der Maske. Künstler in der DDR war noch bis zum 4.2. zu sehen. Sie widmete sich der Inszenierung des Künstlerindividuums von 1945 bis 1989. Das Thema wurde durch vier Generationen in Gemälden, Photographie, Graphik, Collage, Skulptur und Aktionen vorgestellt. Der Katalog ist in der deutschen Ausgabe restlos ausverkauft, es gibt noch einige Exemplare der englischen Ausgabe.

    Frau Westheider, die Direktorin des Museum Barberini resümierte: „Nach den Impressionisten und der amerikanischen Moderne haben wir einen prägnanten Überblick über Kunst in der DDR gegeben. Unsere Schau hat sich eines so großen Zuspruchs erfreut, weil sie bei den Menschen Fragen der Identität aufrief.“

    Das Ausstellungsjahr 2018 startet am 24.2. mit einer Schau zu einem der großen Ausnahmekünstler des 20. Jahrhunderts: Max Beckmann. Welttheater. Viele Gemälde Max Beckmanns (1884–1950) zeigen die Welt des Theaters, Zirkus und Varietés. Motive des Zurschaustellens prägten das Werk Max Beckmanns (1884–1950) seit den frühen 1920er Jahren: Varieté- und Jahrmarktkünstler, Akrobaten, Clowns und Schauspieler. Beckmann sah diesen Themenkreis als Ausdruck des Welttheaters. Damit stellte er sein Schaffen in die Tradition der barocken Idee, die das Weltgeschehen als scheinhaftes Spiel begreift, das auf eine dahinterliegende Macht verweist.

    SERVICEDATEN & EINTRITTE

    Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam

    Mo & Mi–So 10–19 Uhr, jeder erste Do im Monat 10–21 Uhr, Di geschlossen
    Mo–Fr (außer Di) für Kindergärten und Schulen nach Anmeldung 9–11 Uhr
    Eintritt: € 14 / ermäßigt € 10 / Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei

    Jahreskarte Einzelperson € 30 / Jahreskarte Paare € 50 /

    Young Friend (unter 35 Jahre) € 20


    Online-Zeitfenster-Tickets unter www.museum-barberini.com

  • 25. Januar 2018 | Pressemitteilung
    Museum Barberini präsentiert 2019 das späte Werk von Pablo Picasso

    Potsdam, 25. Januar 2018

    Museum Barberini präsentiert 2019 das späte Werk von Pablo Picasso

    Picasso. Das späte Werk

    Aus der Sammlung Jacqueline Picasso

    9. März bis 16. Juni 2019

    Pablo Picasso (1881-1973) gilt als Erneuerer der Kunst im 20. Jahrhundert. In Malerei, Skulptur, Graphik und Keramik hat er neue Maßstäbe gesetzt. Weniger bekannt ist sein Schaffen aus den letzten zwei Jahrzehnten seines Lebens, als Picasso von seiner Frau Jacqueline mehr Bildnisse schuf als je zuvor von einem anderen Modell. Die Ausstellung Picasso. Das späte Werk zeigt, wie Picasso auch in seinen letzten Schaffensjahren innovativ blieb.

    Alle Leihgaben stammen aus der Sammlung Jacqueline Picasso (1927-1986). Ihre Tochter Catherine Hutin stellt diese bislang kaum öffentlich gezeigte Sammlung für die Ausstellung im Museum Barberini zur Verfügung. In der von Gastkurator Bernardo Laniado-Romero getroffenen Auswahl befinden sich zahlreiche Werke, die erstmalig in Deutschland gezeigt sowie einige, die zum ersten Mal in einem Museum präsentiert werden.

    SERVICEDATEN & EINTRITTE

    Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam

    Mo & Mi–So 10–19 Uhr, jeder erste Do im Monat 10–21 Uhr, Di geschlossen
    Mo–Fr (außer Di) für Kindergärten und Schulen nach Anmeldung 9–11 Uhr
    Eintritt: € 14 / ermäßigt € 10 / Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei

    Jahreskarte Einzelperson € 30 / Jahreskarte Paare € 50 /

    Young Friend (unter 35 Jahre) € 20


    Online-Zeitfenster-Tickets unter www.museum-barberini.com

  • 15. Januar 2018 | Pressemitteilung
    Einjähriges Jubiläum im Museum Barberini wird als Barberini Friends Day gefeiert

    Potsdam, 10. Januar 2018

    Einjähriges Jubiläum im Museum Barberini wird als Barberini Friends Day gefeiert

    Die Neugründung des Museums Barberini, eine Initiative des SAP-Mitbegründers Prof. Dr. h.c. mult. Hasso Plattner, gilt als erfolgreichster Start eines Kunstmuseums in Deutschland. Mitte Dezember 2017 wurde der 500.000 Besucher im Museum Barberini begrüßt. Mit den Ausstellungen Klassische Moderne und Impressionismus. Die Kunst der Landschaft, Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne sowie die laufende Schau Hinter der Maske. Künstler der DDR nahm das Museum sein auf internationalen Kooperationen beruhendes Ausstellungsprogramm auf.

    Am Sonntag, den 21. Januar 2018 findet anlässlich des einjährigen Bestehens des Museums ein besonderes Programm für die Barberini Friends statt, denn ab 2018 wird nun jährlich an diesem Datum der Barberini Friends Day gefeiert. Alle bisherigen Friends, die an diesem Tag ihre Karte um ein Jahr verlängern oder neue Friends werden und eine Barberini Friends oder Barberini Young Friends Karte erwerben, sind zu einem Glas Sekt ins Foyer eingeladen. Zudem werden von 11 bis 18 Uhr stündlich zusätzlich zwei kostenlose Führungen durch die Schau Hinter der Maske. Kunst in der DDR ausschließlich für die Friends angeboten. Die Anzahl der Teilnehmer ist pro Führung auf 20 Personen begrenzt, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Ausstellungskatalog Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne ist am Jubiläumstag mit einem Preisnachlass von 30% erhältlich.

    Mit der Jahreskarte kann man die Ausstellungen des Museums ein Jahr lang besuchen, so oft man möchte – mit sofortigem Einlass ohne Schlange stehen. Außerdem erhalten die Barberini Friends Einladungen zu speziellen Veranstaltungen oder den ersten Rundgang durch eine neue Ausstellung. Aktuell sind schon mehr als 37.000 Barberini Friend Karten verkauft worden.

    Die Direktorin Ortrud Westheider freut sich im Hinblick auf die Zahl der bisher verkauften Jahreskarten über den positiven Zuspruch: „Die Rückmeldungen zur Barberini Friends und Young Friends Karte sind sehr positiv und wir sprechen viele Besucher an, die sich unserem Haus, dem Ausstellungsprogramm und Veranstaltungen verbunden fühlen und einfach gern regelmäßig ins Museum kommen.“

    SERVICEDATEN & EINTRITTE

    Hinter der Maske. Künstler der DDR, 29. Oktober 2017 bis 4. Februar 2018

    Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam

    Mo & Mi–So 10–19 Uhr, jeder erste Do im Monat 10–21 Uhr, Di geschlossen

    Mo–Fr (außer Di) für Kindergärten und Schulen nach Anmeldung 9–11 Uhr

    Eintritt: € 14 / ermäßigt € 10 / Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei

    Jahreskarte Einzelperson € 30 / Jahreskarte Paare € 50 /
    Young Friend (unter 35 Jahre) € 20

    Online-Zeitfenster-Tickets unter www.museum-barberini.com

  • 15. Januar 2018 | Pressemitteilung
    Max Beckmann. Welttheater

    Potsdam, 15. Januar 2018

    24. Februar bis 10. Juni 2018

    Max Beckmann. Welttheater

    Motive des Zurschaustellens prägten das Werk Max Beckmanns (1884–1950) seit den frühen 1920er Jahren: Varieté- und Jahrmarktkünstler, Akrobaten, Clowns und Schauspieler. Beckmann sah diesen Themenkreis als Ausdruck des Welttheaters. Damit stellte er sein Schaffen in die Tradition der barocken Idee, die das Weltgeschehen als scheinhaftes Spiel begreift, das auf eine dahinterliegende Macht verweist. Max Beckmann. Welttheater ist die erste Ausstellung zu diesem zentralen Thema im Werk des Malers.

    Max Beckmann gehört zu den bedeutendsten Malern der Klassischen Moderne. In den zwanziger Jahren stand er der Neuen Sachlichkeit nahe. Mit seinen schwarzen Konturen und leuchtenden Farben galt er später als Expressionist, der früh internationale Beachtung fand. Viele seiner berühmten Triptychen hängen in Museen in den USA. Darunter befindet sich das Schauspieler-Triptychon aus dem Fogg Art Museum der Harvard University, das im Zentrum der neuen Ausstellung im Museum Barberini steht.

    Max Beckmanns Gemälde, Skulpturen und Druckgraphik zeigen oft Szenen, die auf oder hinter der Bühne spielen: Zu sehen sind Varieté- oder Zirkusnummern, Schauspieler in der Garderobe oder Schausteller auf dem Jahrmarkt. Hinzu kommen Selbstportraits, in denen sich Beckmann als Clown oder Artist präsentiert. Schon Picasso hatte den Künstler unter das fahrende Volk gemischt, um herauszustellen, dass er vom Rand der Gesellschaft einen unbestechlichen Blick auf die Menschen richtet.

    Auch für Beckmann war die Rolle des Zuschauers eine Möglichkeit, das Weltgeschehen zu kommentieren und persönliche Erfahrungen zu verarbeiten. Der Maler fühlte sich den Menschen als aufrichtiger Berichterstatter verpflichtet, als Zeitgenosse, der das Leben auf der Straße und die gesellschaftlichen Gegensätze aufzeigen wollte. Als Sanitärer im Ersten Weltkrieg hatte er großes Leid gesehen. Er gehörte einer Generation an, der der Glaube an eine ordnende Macht verlorengegangen war. Ihr stellte sich die Frage nach der persönlichen Souveränität, die bei Beckmann in der Figur des Narren ihren Ausdruck findet. Mit diesem Vergleich traf er den Nerv einer Generation, die das Ausgeliefertsein an das Schicksal erfahren hatte und der sich damit auch die Frage nach der Willensfreiheit stellte.

    Angesichts seiner persönlichen Erfahrungen und der dramatischen Entwicklungen auf der politischen Weltbühne – 1933 wurde ihm sein Lehramt an der Frankfurter Städelschule gekündigt, nach 1937 befand er sich im Exil in Amsterdam – galt Beckmann das Welttheater als Sinnbild für das aktuelle Geschehen. Er suchte die Wahrheit hinter der Maskerade, und dafür lieferten Zirkus und Theater die Vorlagen: das Leben ist nicht nur für Seiltänzer ein Balanceakt und nicht nur für Schauspieler ein Rollenspiel.

    Nicht allein Beckmanns Motive, auch Komposition und Malweise zeugen vom Zurschaustellen. In den zwanziger Jahren begann er, seine Bilder wie Guckkastenbühnen anzulegen. In einem flachen Raum wölben sich Figuren und Gegenstände dem Betrachter entgegen. Je leuchtender die Farben, je freier die Malerei, desto flächiger und moderner seine Bilder. In seinen ausdrucksstarken Gemälden betonte er das Körperliche. Plastisch modelliert, sprechen die dargestellten Motive die Sinne der Betrachter direkt an. Durch auffordernde Gesten und provozierende Themen entwickelte Beckmann die seinem Werk eigene Ansprache. Sie fordert den Betrachter heraus und ist bis heute aktuell.

    Die Ausstellung versammelt 112 Leihgaben aus deutschen und internationalen Museen und Privatsammlungen wie der Nationalgalerie Berlin, der Stiftung Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, dem Museum Ludwig, Köln, der Tate, London und dem Saint Louis Art Museum. Unter den gezeigten Werken sind auch zwei großformatige, bisher kaum in Europa präsentierte Triptychen aus amerikanischen Sammlungen.

    Die Ausstellung wurde in Kooperation mit der Kunsthalle Bremen realisiert, die eine der größten Beckmann-Sammlungen Deutschlands besitzt. Dort war die Ausstellung vom 30.9.2017–4.2.2018 zu sehen.

    Kuratorinnen der Ausstellung sind Dr. Eva Fischer-Hausdorf, Kuratorin an der Kunsthalle Bremen und Dr. Ortrud Westheider, Direktorin des Museum Barberini.

    Der Katalog geht auf ein Symposium zurück, das am 29.3.2017 im Museum Barberini stattfand. Er erscheint im Prestel Verlag und umfasst 224 Seiten, mit Beiträgen von u.a. Dr. Eva Fischer-Hausdorf, Dr. Sebastian Karnatz, Prof. Dr. Irene Pieper, Dr. Lynette Roth, Dr. Ortrud Westheider und Dr. Christiane Zeiller. Der Katalog wird im Museumsshop für € 29,00 und im Buchhandel für € 39,95 erhältlich sein.

    SERVICEDATEN & EINTRITTE

    Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam

    Mo & Mi–So 10–19 Uhr, jeder erste Do im Monat 10–21 Uhr, Di geschlossen Mo–Fr (außer Di) für Kindergärten und Schulen nach Anmeldung 9–11 Uhr Eintritt: € 14 / ermäßigt € 10 / Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei

    Jahreskarte Einzelperson € 30 / Jahreskarte Paare € 50 / Young Friend (unter 35 Jahre) € 20

    Online-Zeitfenster-Tickets unter www.museum-barberini.com

  • 14. Dezember 2017 | Pressemitteilung
    Über 500.000 Besucher im ersten Jahr. Museum Barberini Potsdam schreibt seine Erfolgsgeschichte fort

    Potsdam, 13. Dezember 2017

    Über 500.000 Besucher im ersten Jahr

    Museum Barberini Potsdam schreibt seine Erfolgsgeschichte fort

    Vergangene Woche wurde der 500.000 Besucher im Museum Barberini begrüßt. Seit Eröffnung des Museums Barberini zu Beginn des Jahres 2017 erfreut sich das Haus über einen stetigen Zuspruch, der sich auch in der dritten Ausstellung über Künstler in der DDR fortsetzt. Mit seinem konzeptionellem Ansatz einer dynamischen Ausstellungstätigkeit mit internationalen Kooperationen, eine moderne Vermittlungsarbeit und digitalen Zugängen hat das Museum den Nerv der Zeit getroffen. “Für uns ist die anhaltende Begeisterung der Potsdamer und Berliner und all unserer Gäste, die aus ganz Deutschland und aus dem Ausland zu uns kommen eine große Freude und Bestätigung unserer Arbeit. Ich freue mich sehr, unseren Besuchern auch im kommenden Jahr wieder Ausstellungen von großer Strahlkraft anbieten zu können, “ so die Direktorin Dr. Ortrud Westheider.

    Die Neugründung des Museums Barberini, eine Initiative des SAP-Mitbegründers Prof. Dr. h.c. mult. Hasso Plattner, gilt als erfolgreichster Start eines Kunstmuseums in Deutschland. Die Sonderausstellungen zum Impressionismus und zur Klassischen Moderne sahen mehr als 320.000 Besucher, die Ausstellung Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne mehr als 140.000 Besucher. Die laufende Schau Hinter der Maske. Künstler in der DDR besichtigten in den ersten Wochen rund 40.000 Gäste.

    Das Institut markt.forschung.kultur mit Sitz in Bremen bescheinigt dem Museum eine große Strahlkraft für Potsdam. Eine aktuelle Besucherstudie vom November 2017 zeigt, dass das Museum Barberini Gäste anzieht, die vermutlich sonst nicht nach Potsdam gekommen wären. Rund 45 Prozent der Besucher waren Berliner, weitere 21 Prozent Touristen, die in Berlin übernachteten und für einen Tagesbesuch nach Potsdam reisten. Weitere Gäste kamen aus Bayern, Baden-Württemberg, NRW, Niedersachsen und Hamburg. 76 Prozent der Auswärtigen reisten ausschließlich wegen des Museums nach Potsdam, jeder zehnte überhaupt zum ersten Mal.

    Für die Ausstellung Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne liegen die regionalwirtschaftlichen Effekte bei rund 7,3 Millionen Euro, so die Schätzung von markt.forschung.kultur.

    „Unser Wunsch, dass wir mit unserem Programm Potsdamer und Berliner zu regelmäßigen Besuchen erreichen, ist in Erfüllung gegangen. Das zeigt die hohe Zahl an Jahreskarten, die wir ausgeben konnten und die vielen positiven Rückmeldungen in unserem digitalen Gästebuch“, so Westheider. Bereits 30.000 Kunstinteressierte besitzen die Jahreskarte „Barberini Friends“. Die preisgekrönte Barberini App wurde bisher 50.000 Mal heruntergeladen.

    Auch international hat sich das Museum Barberini bereits in kurzer Zeit ein Renommee erarbeiten können, das in Ausstellungen mit internationalen Kooperationen einzelne Themen, Künstler oder Epochen vorstellt.

    Das Ausstellungsjahr 2018 startet mit der Schau Max Beckmann. Welttheater in Kooperation mit der Kunsthalle Bremen und präsentiert vom 24. Februar bis 10. Juni 2018 zahlreiche Gemälde Beckmanns, die die Welt des Theaters, Zirkus und Varietés zeigen. Vom 30. Juni bis 21. Oktober 2018 widmet sich die Ausstellung Gerhard Richter. Abstraktion in Kooperation mit dem Gerhard Richter Archiv der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden erstmals den abstrakten Strategien und Verfahrensweisen im Gesamtwerk des Künstlers. Vom 17. November 2018 bis 17. Februar 2019 zeigt das Museum Barberini die erste Retrospektive zum Werk des Neoimpressionisten Henri-Edmond Cross (1856–1910) in Deutschland in Zusammenarbeit mit dem Musée des impressionnismes Giverny.

    SERVICEDATEN & EINTRITTE

    Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam

    Mo & Mi–So 10–19 Uhr, jeder erste Do im Monat 10–21 Uhr, Di geschlossen

    Mo–Fr (außer Di) für Kindergärten und Schulen nach Anmeldung 9–11 Uhr

    Eintritt: € 14 / ermäßigt € 10 / Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei

    Jahreskarte Einzelperson € 30 / Jahreskarte Paare € 50 /
    Young Friend (unter 35 Jahre) € 20

    Online-Zeitfenster-Tickets unter www.museum-barberini.com

  • 5. Dezember 2017 | Pressemitteilung
    Jahresprogramm Museum Barberini 2018

    Potsdam, 5. Dezember 2017

    Jahresprogramm Museum Barberini 2018

    Das im Januar 2017 eröffnete Museum Barberini in Potsdam unter der Leitung von Direktorin Dr. Ortrud Westheider stellt in Ausstellungen mit internationalen Kooperationen einzelne Themen, Künstler oder Epochen vor. Das Ausstellungsjahr 2018 startet mit einer Schau zu Max Beckmann.

    Aktuelle Ausstellung

    29. Oktober 2017 bis 4. Februar 2018

    Hinter der Maske. Künstler in der DDR

    24. Februar bis 10. Juni 2018

    Max Beckmann. Welttheater

    Viele Gemälde Max Beckmanns (1884–1950) zeigen die Welt des Theaters, Zirkus und Varietés. Der Maler verwandelte das Bild in eine Bühne. Das Zurschaustellen trieb ihn an. Erstmals geht eine Ausstellung der Frage nach der ideen­geschichtlichen Einbindung der Vorstellung vom Welttheater in der Kunst Max Beckmanns nach. Sie ermöglicht einen neuen Zugang zu einem der großen Ausnahmekünstler des 20. Jahrhunderts.

    Unter den ca. 100 gezeigten Werken sind zwei großformatige, bisher kaum in Europa präsentierte Triptychen.

    Die Ausstellung entstand in Kooperation mit der Kunsthalle Bremen.

    30. Juni bis 21. Oktober 2018

    Gerhard Richter. Abstraktion

    Die Ausstellung Gerhard Richter. Abstraktion widmet sich erstmals den abstrakten Strategien und Verfahrensweisen im Gesamtwerk des Künstlers. Angeregt durch eine Neuerwerbung des Museums Barberini durchmisst sie Richters Werk von den 1960er Jahren bis heute und widmet sich dem Verhältnis und den Bedeutungen von Abstraktion und Gegenstand, von Photographie und Farbmaterial, von Übermalung und Freilegung.

    Sie vereint etwa 80 Werke aus internationalen Museums- und Privatsammlungen. Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Gerhard Richter Archiv der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.

    17. November 2018 bis 17. Februar 2019

    Henri-Edmond Cross. Maler des Glücks

    Aus dem Impressionismus entwickelte sich in den 1880er Jahren eine Malerei, bei der leuchtende Farbe in kurzen Pinselstrichen nebeneinandergesetzt wurde – der Pointillismus. Diese Malerei zerlegte die Wirklichkeit in einzelne Farbinformationen. Einer ihrer wichtigsten Vertreter war Henri-Edmond Cross (1856–1910), der dem utopischen Gesellschaftsentwurf des Anarchismus anhing. In Zusammenarbeit mit dem Musée des impressionnismes Giverny zeigt das Museum Barberini die erste Retrospektive zum Werk dieses Neoimpressionisten in Deutschland.

    SERVICEDATEN & EINTRITTE

    Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam

    Mo & Mi–So 10–19 Uhr, jeder erste Do im Monat 10–21 Uhr, Di geschlossen
    Mo–Fr (außer Di) für Kindergärten und Schulen nach Anmeldung 9–11 Uhr
    Eintritt: € 14 / ermäßigt € 10 / Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei

    Jahreskarte Einzelperson € 30 / Jahreskarte Paare € 50 /

    Young Friend (unter 35 Jahre) € 20


    Online-Zeitfenster-Tickets unter www.museum-barberini.com

  • 4. Dezember 2017 | Pressemitteilung
    Einladung zum 5. Symposium ins Museum Barberini: Henri-Edmond Cross. Maler des Glücks

    Potsdam, 5.Dezember 2017

    Einladung zum 5. Symposium ins Museum Barberini: Henri-Edmond Cross. Maler des Glücks, am Mittwoch, den 13. Dezember 2017 von 10–18 Uhr.

    Aus dem Impressionismus entwickelte sich in den 1880er Jahren eine Malerei, bei der leuchtende Farbe in kurzen Pinselstrichen nebeneinandergesetzt wurde. Henri-Edmond Cross (1856–1910) zerlegte die Wirklichkeit in einzelne Farbinformationen. Er hing dem utopischen Gesellschaftsentwurf des Anarchismus an. In Zusammenarbeit mit dem Musée des impressionnismes Giverny zeigt das Museum Barberini die erste Retrospektive eines der bedeutendsten Neoimpressionisten in Deutschland. In Giverny wird die Ausstellung vom 27. Juli bis zum 4. November 2018, in Potsdam vom 17. November 2018 bis zum 17. Februar 2019 gezeigt. Die Vorträge des Symposiums widmen sich den Themen des Malers im Kontext der europäischen Moderne. Sie werden im Katalog zur Ausstellung abgedruckt.

    Vorträge:

    10:00: Begrüßung Ortrud Westheider, Museum Barberini & Frédéric Frank, Musée des impressionnismes Giverny

    10:15: Henri-Edmond Cross et l’Allemagne, Marina Ferretti, Musée des impressionnismes Giverny

    11:15: La collection d’Olivier Senn, contribution à l’étude des oeuvres graphiques d’Henri-Edmond Cross, Annette Haudiquet, Musée d’Art Moderne André Malraux, Le Havre

    14:00: Henri-Edmond Cross et la Belgique, Monique Nonne, Paris

    15:00: Utopie der Moderne. Zu den Landschaftsdarstellungen von Henri-Edmond Cross, Daniel Zamani, Museum Barberini

    16:30: Anarchism and Ambiguity: Contrasting Pissarro, Signac, and Cross, Richard Thomson, History of Art, The University of Edinburgh

    Kosten: € 10,– / Freier Eintritt für Studierende

    Online-Tickets können unter www.museum-barberini.com gebucht werden. Tickets sind zudem am Tag des Symposiums an der Museumskasse erhältlich.

    Die Veranstaltung findet auf Französisch, Englisch und Deutsch statt. Die Beiträge auf Französisch werden ins Deutsche übersetzt.

  • 8. November 2017 | Pressemitteilung
    Rahmenprogramm zur Ausstellung "Hinter der Maske. Künstler in der DDR"

    Potsdam, 8. November 2017

    Zur Ausstellung Hinter der Maske. Künstler in der DDR im Museum Barberini vom 29. Oktober 2017 bis zum 4. Februar 2018 wird ein umfangreiches Rahmenprogramm veranstaltet, u.a.:

    Lesung: Mittwoch, 15.11.2017, 19 Uhr

    Die Lüge, Uwe Kolbe

    Uwe Kolbes Roman handelt von Verrat: Ein Vater schöpft im Rahmen seiner Tätigkeit für den Staat diverse Quellen im Bereich der Kultur ab – darunter seinen eigenen Sohn. Die Geschichte einer maßlosen und erschreckenden Verstrickung. Vater und Sohn beginnen einander zu umkreisen. Nur langsam ahnt man, welchen Kampf sie miteinander führen und dass er lebenslang dauern wird.

    In Kooperation mit der Stadt- und Landesbibliothek Potsdam

    € 10 / ermäßigt € 8

    Auditorium


    Lesung: Mittwoch, 22.11.2017, 19 Uhr

    Stierblutjahre. Die Boheme des Ostens, Jutta Voigt

    Jutta Voigt erzählt von der Sehnsucht nach einem anderen Leben in der DDR. Im Vorwort ihres Buches schreibt sie: „Die Geschichte der Boheme des Ostens ist eine von Aufbruch und Enttäuschung, von Avantgarde und Gleichgültigkeit. Aber auch eine von der Lust des Spiels und der Macht des Übermuts. Die Boheme des Ostens rauchte Kette und trank Rotwein, am liebsten Stierblut, das Beste was es gab, Egri Bikavér aus Ungarn.“ Jutta Voigt studierte in den 1960er Jahren Philosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin und war Teil der Boheme im Prenzlauer Berg.

    In Kooperation mit der Stadt- und Landesbibliothek Potsdam

    Eintritt frei

    Gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

    Reservierung empfohlen:

    T + 49 331 289 6600, www.bibliothek.potsdam.de

    Ort der Lesung: Stadt- und Landesbibliothek Potsdam, Am Kanal 47, 14467 Potsdam


    Vortrag: Donnerstag, 16.11.2017, 16–19 Uhr

    Harald Metzkes im Museum Barberini und im Potsdam Museum

    Geführter Rundgang durch die Ausstellung Hinter der Maske. Künstler in der DDR im Museum Barberini und anschließender Vortrag von Dr. Jutta Götzmann:
    Harald Metzkes – Ich verfasse mich selbst

    Harald Metzkes hat an der Hochschule für Bildende Künste Dresden studiert, war an der Deutschen Akademie der Künste zu Berlin Meisterschüler von Otto Nagel und zählt zu den Wegbereitern der Berliner Schule. Für sein Lebenswerk, das aus tausenden Ölgemälden, Aquarellen, Zeichnungen und druckgraphischen Arbeiten besteht, erhielt er 2012 den Ehrenpreis des Brandenburgischen Ministerpräsidenten. Mit vier Werken ist er in der Ausstellung Hinter der Maske. Künstler in der DDR vertreten. Einer Führung durch die Ausstellung im Museum Barberini von 16.30 bis 17.30 Uhr schließt sich ein Vortrag von Dr. Jutta Götzmann, Direktorin des Potsdam Museums, unter dem Titel Harald Metzkes – Ich verfasse mich selbst an. Sie nähert sich der Selbstsicht und der Weltsicht des Künstlers. Im Fokus stehen zwei Gemälde, die Harald Metzkes als Schenkung an die Kunstsammlung des Potsdam Museums übergibt. Sie werden im Vortragsraum erstmalig präsentiert.

    In Kooperation mit dem Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte

    € 10 / ermäßigt € 8

    Führung: Foyer Museum Barberini

    Vortrag: Potsdam Museum, Am Alten Markt 9, 14467 Potsdam

  • 4. Oktober 2017 | Pressemitteilung
    Mehr als 140.000 Besucher: Museum Barberini beendet zweite Ausstellung erneut mit herausragenden Besucherzahlen

    Potsdam, 4. Oktober 2017

    Mehr als 140.000 Besucher: Museum Barberini beendet zweite Ausstellung erneut mit herausragenden Besucherzahlen

    Seit Eröffnung des Museums Barberini zu Beginn dieses Jahres hält der Besucherandrang unvermindert an. Die ersten Sonderausstellungen zum Impressionismus und zur Klassischen Moderne sahen mehr als 320.000 Besucher, die am 3. Oktober zu Ende gegangene Ausstellung Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne mehr als 140.000 Besucher.

    Bei einer Laufzeit von 90 Tagen wurden rund 960 Führungen und Workshops durchgeführt, davon mehr als 100 für Schulklassen- und Kindergartengruppen sowie 300 öffentliche Führungen. Darüber hinaus sind insgesamt über 35.000 Jahreskarten verkauft worden. Die preisgekrönte Museums-App wurde zwischenzeitlich 52.000 Mal heruntergeladen und die Social Media Portale des Museums verzeichnen weiterhin stetig wachsende Followerzahlen.

    Bislang schauten sich seit Eröffnung des Museums Barberini in Potsdam 460.000 Gäste die Ausstellungen an. Damit übersteigt der große Zuspruch alle Erwartungen. Die Neugründung des Hauses, eine Initiative des SAP-Mitbegründers Prof. Dr. h.c. mult. Hasso Plattner, gilt als erfolgreichster Start eines Museums in Deutschland.

    Mit der kommenden Ausstellung Hinter der Maske. Künstler in der DDR beginnt das Museum Barberini die Erforschung der eigenen Sammlung zur Kunst in der DDR, die in der deutschen Kunstgeschichte immer noch eine marginalisierte Position einnimmt. Ausgehend vom eigenen Bestand, von dem zehn Werke gezeigt werden, versammelt die Schau über 100 Arbeiten von rund 80 Künstlern (darunter 20 Künstlerinnen) aus den Bereichen Malerei, Photographie, Graphik, Collage und Skulptur.

    Nach dem Ende der Ausstellung Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne wird bis 28.10. die Ausstellung Hinter der Maske. Künstler in der DDR aufgebaut. Aus diesem Grund hat das Museum vom 4.10. bis 6.10. und vom 24.10. bis 28.10. geschlossen. Vom 7.10. bis 23.10. gibt es eine Teilöffnung. So ist ein Ausstellungsraum im Erdgeschoss zur Abstraktion in den USA und Mexico mit Werken von Harold Joe Waldrum, Dan Namingha und Rufino Tamayo zugänglich. In dieser Zeit wird ein ermäßigter Eintritt von € 2 erhoben. Täglich, um 11 Uhr, bietet das Museum Barberini eine öffentliche Führung zum Thema Das Museum Barberini. Architektur und Kunst an.

  • 28. September 2017 | Pressemitteilung
    Letzte Ausstellungstage und Kinderkunstaktionen zur Amerikanischen Moderne in Potsdam – noch bis zum 3.10.

    Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne
    17. Juni–3. Oktober 2017
    Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam

    Letzte Ausstellungstage und Kinderkunstaktionen zur Amerikanischen Moderne in Potsdam – noch bis zum 3.10.

    Nur noch bis einschließlich 3.10. gibt es die Gelegenheit, die Ausstellung Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne im Museum Barberini zu besuchen – dann reisen die Werke zurück in die USA. Die Phillips Collection in Washington, D. C., schickte für die Ausstellung erstmals 68 Werke der frühen amerikanischen Moderne nach Deutschland.

    Bereits über 120.000 Besucher zählte die Ausstellung seit ihrer Eröffnung. Am Wochenende sowie am Tag der deutschen Einheit ist das Potsdamer Museum von jeweils 10 bis 19 Uhr geöffnet. Um 11, 12 und 15 Uhr werden öffentliche Führungen zur Sonderausstellung angeboten. Für die kleinsten Besucher gibt es am Sonntag, den 1.10. um 15 Uhr die Veranstaltung Kinder führen Kinder, bei der die Kids-Guides anderen Kindern ihre Lieblingsbilder zeigen. Außerdem können am Samstag, den 30.9. um 11 Uhr, zeitgleich zur öffentlichen Führung die Kleinen bei der Kinderkunstaktion selbst kreativ werden.

    Online-Zeitfenster-Tickets unter www.museum-barberini.com

  • 21. September 2017 | Pressemitteilung
    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übernimmt Schirmherrschaft über die Ausstellung Hinter der Maske. Künstler in der DDR

    Potsdam, 21. September 2017

    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übernimmt Schirmherrschaft über die Ausstellung Hinter der Maske. Künstler in der DDR

    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Schirmherrschaft für die große Ausstellung Hinter der Maske. Künstler in der DDR im Museum Barberini übernommen, die vom 29. Oktober 2017 bis zum 4. Februar 2018 in Potsdam gezeigt wird. Damit erfährt die erste Ausstellung des Museums Barberini zu seinem Sammlungsschwerpunkt Kunst in der DDR eine herausragende Würdigung. Die Schau zeigt die Vielgestaltigkeit der künstlerischen Selbstbehauptung, die Künstler in einem Staat fanden, der Kunst eine politische und erzieherische Funktion zuschrieb und sie reglementierte. Mit Hinter der Maske. Künstler in der DDR widmet sich das Museum Barberini der Künstlerpersönlichkeit in der DDR und ihrer Selbstinszenierung im Spannungsfeld von Rollenbild und Rückzug, verordnetem Kollektivismus und schöpferischer Individualität.

    Mit dieser Ausstellung beginnt das Museum Barberini die Erforschung der eigenen Sammlung zur Kunst in der DDR, die in der deutschen Kunstgeschichte immer noch eine marginalisierte Position einnimmt. Ausgehend vom eigenen Bestand, von dem zehn Werke gezeigt werden, versammelt die Ausstellung über 100 Arbeiten von rund 80 Künstlern (darunter 20 Künstlerinnen) aus den Bereichen Malerei, Photographie, Graphik, Collage und Skulptur.

    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird die Ausstellung am 28. Oktober 2017 feierlich im Museum Barberini eröffnen.

  • 6. September 2017 | Pressemitteilung
    Aus Künstlersicht – Museum Barberini zeigt Kunst aus der DDR Über 100 Werke von rund 80 Künstlern von den Anfängen bis 1989

    Pressemitteilung

    Aus Künstlersicht – Museum Barberini zeigt Kunst aus der DDR

    Über 100 Werke von rund 80 Künstlern von den Anfängen bis 1989

    Hinter der Maske. Künstler in der DDR

    29. Oktober 2017 bis 4. Februar 2018

    In der ersten Ausstellung zu seinem Sammlungsschwerpunkt Kunst in der DDR nimmt das Museum Barberini die Selbstdarstellung von Künstlerinnen und Künstlern in den Blick. Die Schau zeigt die Vielgestaltigkeit der künstlerischen Selbstbehauptung, die Künstler in einem Staat fanden, der Kunst eine politische und erzieherische Funktion zuschrieb und sie reglementierte. Doch macht die Ausstellung nicht die politischen Bedingungen zu ihrem Ausgangspunkt, sondern richtet den Blick auf die künstlerische Selbstwahrnehmung und -inszenierung. Dabei arbeitet sie heraus, wie konkret das Kunstschaffen in der DDR in der europäischen Bildtradition stand und verknüpft es so mit der Kunstgeschichte.

    Der bildenden Kunst in der DDR war eine staatstragende Funktion zugeschrieben. Eigensinn und Selbstverständnis der Künstler gingen jedoch weit darüber hinaus. Mit Hinter der Maske. Künstler in der DDR widmet sich das Museum Barberini der Künstler-persönlichkeit in der DDR und ihrer Selbstinszenierung im Spannungsfeld von Rollenbild und Rückzug, verordnetem Kollektivismus und schöpferischer Individualität.

    Die Sicht des Künstlers auf sich selbst kommt in Selbst- und Gruppenbildnissen oder Rollenbildern zum Ausdruck. Diese in der abendländischen Kunst seit der Renaissance tradierten Bildgattungen wurden in der Malerei der DDR ebenso fortgeführt wie das Genre der Atelierbilder. Neben diesen überlieferten Motiven und Themen zeigt die Ausstellung auch die Hinwendung zur Abstraktion als künstlerische Absage an einen Gesellschaftsbezug oder den Einsatz des eigenen Körpers, der in performativen Ansätzen der späten 1980er Jahre zum Tragen kam.

    Zahlreiche Ausstellungen haben sich seit 1989 mit der Kunst in der DDR beschäftigt. Dabei standen zumeist politische Aspekte im Vordergrund – von der Problematik der staatlichen Auftragskunst (Berlin 1995) über den Diktaturenvergleich (Weimar 1999) bis zum oppositionellen Potential (Berlin 2016). Nach diesen politischen und soziologischen Blickwinkeln fokussiert Hinter der Maske. Künstler in der DDR, wie die Künstler im kritischen Blick nach innen ihr Selbstverständnis und ihr Verhältnis zur vorgeschriebenen Aufgabe reflektierten und wo und wie sie trotz staatlicher Vorgaben Spielräume für die künstlerische Kreativität fanden. Durch diesen thematischen Zugang kann der Blick von soziologischen und ideologischen Aspekten auf die Werke im eigentlichen Sinne gerichtet werden, ohne die Kunst jedoch zu dekontextualisieren.

    Mit dieser Ausstellung beginnt das Museum Barberini die Erforschung der eigenen Sammlung zur Kunst in der DDR, die in der deutschen Kunstgeschichte immer noch eine marginalisierte Position einnimmt. Ausgehend vom eigenen Bestand, von dem zehn Werke gezeigt werden, versammelt die Ausstellung über 100 Arbeiten von rund 80 Künstlern (darunter 20 Künstlerinnen) aus den Bereichen Malerei, Photographie, Graphik, Collage und Skulptur.

    Die Leihgaben stammen aus zahlreichen Museen, Galerien und Privatsammlungen. So u.a. aus dem Lindenau-Museum Altenburg; der Nationalgalerie Berlin; dem Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst Cottbus & Frankfurt (Oder); den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden; dem Kunstmuseum Moritzburg Halle; dem Museum der bildenden Künste Leipzig; der Tübke Stiftung Leipzig oder der Galerie Eigen + Art Leipzig/Berlin.

    Unter den ausgestellten Werken befinden sich unter anderem Arbeiten von Karl-Heinz Adler (*1927), Gerhard Altenbourg (1926–1989), Strawalde (Jürgen Böttcher) (*1931), Hartwig Ebersbach (*1940), Hermann Glöckner (1889–1987), Hans-Hendrik Grimmling (*1947), Ulrich Hachulla (*1943), Bernhard Heisig (1925–2011), Wolfgang Mattheuer (1927–2004), Harald Metzkes (*1929), Michael Morgner (*1942), A. R. Penck (1939–2017), Stefan Plenkers (*1945), Evelyn Richter (*1930), Arno Rink (*1940), Theodor Rosenhauer (1901–1996), Willi Sitte (1921–2013), Werner Tübke (1929–2004), Elisabeth Voigt (1893–1977), Dieter Weidenbach (*1945), Trak Wendisch (*1958) und der Künstlergruppe Clara Mosch.

    Kuratiert wurde die Ausstellung von Valerie Hortolani und Michael Philipp.

    Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Prestel Verlag, der rund 270 Seiten umfasst. Der Katalog wird im Museumsshop für € 29,95 und im Buchhandel für € 39,95 erhältlich sein. Er enthält Beiträge von Valerie Hortolani, Museum Barberini, Potsdam; Petra Lange-Berndt, Universität Hamburg; Michael Philipp, Museum Barberini, Potsdam; Carolin Quermann, Städtische Galerie Dresden und Martin Schieder, Universität Leipzig.

    Parallel zur Ausstellung Hinter der Maske. Künstler in der DDR zeigt das Museum Barberini als dokumentarische Präsentation die so genannte Galerie aus dem Palast der Republik. Die 16 großformatigen Bilder können als Zeugnis der 1971 ausgerufenen staatlichen Leitlinie „Weite und Vielfalt“ betrachtet werden. Vor dem Hintergrund dieser staatlichen Repräsentationskunst wird umso deutlicher, wie reich das Kunstleben in der DDR war, das sich jenseits davon entfaltete und in der Schau Hinter der Maske zu sehen ist.

    Zur Präsentation der Palast-Galerie erscheint eine Dokumentation mit Texten von Michael Philipp, Museum Barberini, die 96 Seiten umfasst und im Museumsshop und im Buchhandel erhältlich sein wird.

  • 31. Juli 2017 | Pressemitteilung
    Museum Barberini zeigt die Palast-Galerie: Seit über 20 Jahren zum ersten Mal wieder zu sehen.

    Potsdam, 31. Juli 2017

    Museum Barberini zeigt die Palast-Galerie: Seit über 20 Jahren zum ersten Mal wieder zu sehen.

    Flankierend zur Ausstellung Hinter der Maske. Künstler in der DDR ist im Museum Barberini vom 28. Oktober 2017 bis zum 4. Februar 2018 die Galerie aus dem Palast der Republik zu sehen.

    Zum Palast der Republik, dem zentralen Repräsentationsbau der DDR, gehörten 16 großformatige Bilder, die im Hauptfoyer installiert waren. Die sogenannte Palast-Galerie entstand 1975 zum Thema „Dürfen Kommunisten träumen?“ Künstler wie Bernhard Heisig, Wolfgang Mattheuer, Willi Sitte, Werner Tübke, Walter Womacka und Hans Vent steuerten Werke bei, die von 1976 bis 1990 hier ausgestellt wurden.

    Bereits wenige Wochen nach der Eröffnung hatten mehrere Hunderttausend Besucher den Palast der Republik und die Galerie gesehen, die Gemälde wurden vielfach in der DDR in Publikationen abgebildet, einige Gemälde wurden auch als Briefmarkenmotive verbreitet.

    Zuletzt war die Palast-Galerie 1995 bei der Ausstellung Auftrag: Kunst im Deutschen Historischen Museum zu sehen, seitdem lagern die Bilder im Depot. Lediglich einzelne Werke waren zwischenzeitlich und für kurze Zeit für Ausstellungen entliehen.

    Im gemeinsamen Engagement des Deutschen Historischen Museums, des Bundesverwaltungsamts und des Museums Barberini werden die Werke derzeit restauriert. Dies umfasst die Reinigung der Bildfläche – insgesamt über 200 Quadratmeter –, die Neuinstallation von Aufhängevorrichtungen und Ergänzungen der Rahmen.

    Die Definition des Themas und die Einladung der Künstler oblag 1975 Fritz Cremer, Leiter des künstlerischen Planungsstabs des Palasts der Republik. Einzige konkrete Vorgabe war aus architektonischen Gründen die Höhe der Bilder: Sie musste 280 cm betragen, die Breite durfte bis zu sechs Meter erreichen. Die Künstler stellten unterschiedliche Motive dar, die sie frei auswählten. Außer beim Werk von Walter Womacka, Wenn Kommunisten träumen..., waren die Bezüge zum ausgeschriebenen Thema eher lose. Die Künstler malten in ihrem jeweiligen eigenen Stil, blieben jedoch durchweg im Figürlichen und damit in der Tradition der realistischen Malerei in der DDR.

    Mit dieser dokumentarischen Präsentation zeigt das Museum Barberini ein Zeitzeugnis aus dem Zenit der Staatskunst der DDR, die das offizielle Verständnis von Kunst nach der 1971 ausgerufenen Leitlinie der „Weite und Vielfalt“ widerspiegelt. Vor dem Hintergrund dieser staatlichen Repräsentationskunst wird umso deutlicher, wie reich das Kunstleben in der DDR war, dass sich jenseits davon entfaltete. Dies zeigt die Ausstellung Hinter der Maske. Künstler in der DDR vom 28. Oktober 2017 bis zum 4. Februar 2018 im Museum Barberini.

    Zur Palast-Galerie im Palast der Republik

    Der Palast der Republik wurde 1973–1976 nach Plänen von Heinz Graffunder auf dem Gelände des Berliner Stadtschlosses erbaut, das derzeit als Humboldtforum wiederaufgebaut wird. Er war Sitz des Parlaments, Repräsentationsgebäude und Kulturhaus. Bis zu seiner Schließung im Jahr 1990 fanden hier Kulturveranstaltungen, Konzerte und Theateraufführungen statt und es gab verschiedene gastronomische Angebote.

    Zum Gesamtkonzept des Baus gehörte auch die umfangreiche Ausstattung mit Kunstwerken, darunter eine Marx-Engels-Plastik auf dem Vorplatz und, als prominentestes Element, die Palast-Galerie im Hauptfoyer. Fritz Cremer, Bildhauer und Vizepräsident der Akademie der Künste, wurde 1974 zum Leiter des künstlerischen Planungsstabs des Palasts der Republik ernannt. Ihm oblag es, Künstler zu gewinnen, die Auftragsarbeiten zum Thema Dürfen Kommunisten Träumen? erstellten. Von den 19 angefragten Künstlern nahmen 16 den Auftrag an. Im Dezember 1975 waren alle Arbeiten fertiggestellt, so dass sie mit der Eröffnung des Gebäudes im April 1976 präsentiert werden konnten und bis zur Schließung dort verblieben.

    Künstler und Werke:

    Günter Brendel (*1930): Großes Stillleben, 1975/76,
    Dispersion auf Hartfaser, 280 x 368 cm

    René Graetz (1908–1974) / Arno Mohr (1910–2001): Krieg und Frieden, 1975,
    Tempera auf Hartfaser, 280 x 368 cm

    Erhard Großmann (*1936): Tadschikistan, 1975, Tempera auf Hartfaser, 280 x 600 cm

    Bernhard Heisig (1925–2011): Ikarus, 1975, Öl auf Hartfaser, 280 x 450 cm

    Wolfgang Mattheuer (1927–2004): Guten Tag, 1975, Öl auf Hartfaser, 280 x 281 cm

    Arno Mohr (1910–2001): Forscht, bis ihr wißt, 1975,
    Mischtechnik auf Hartfaser, 280 x 552 cm

    Willi Neubert (1920–2011): Gestern – Heute, 1975,
    Mischtechnik auf Hartfaser, 280 x 345 cm

    Ronald Paris (*1933): Unser die Welt – trotz alledem, 1975/76,
    Dispersion auf Hartfaser, 280 x 600 cm

    Kurt Robbel (1909–1986): Die schaffenden Kräfte, 1975/76,
    Mischtechnik auf Hartfaser, 280 x 160 / 272 / 160 cm

    Wolfram Schubert (*1926): Brot für alle, 1975, Tempera auf Hartfaser, 280 x 368 cm

    Willi Sitte (1921–2013): Die rote Fahne – Kampf, Leid und Sieg, 1975/76,
    Öl auf Hartfaser, 280 x 300 cm

    Werner Tübke (1929–2004): Mensch – Maß aller Dinge, 1975, Mischtechnik auf Hartfaser in fünf Einzelteilen:

    Familie, 170 x170 cm; Liebespaar, 170 x170 cm; Kampf der Zentauren und Lapithen, 85 x 170 cm; Totenklage, 85 x 170 cm; Der Tanz um das goldene Kalb, 85 x 170 cm

    Hans Vent (*1934): Menschen am Strand, 1975, Dispersion auf Hartfaser, 280 x 552 cm

    Matthias Wegehaupt (*1938): Raum für Neues, 1975,
    Mischtechnik auf Hartfaser, 280 x 552 cm

    Walter Womacka (1925–2010): Wenn Kommunisten träumen..., 1975,
    Öl auf Hartfaser, 280 x 552 cm

    Lothar Zitzmann (1924–1977): Weltjugendlied, 1975, Öl auf Hartfaser, 280 x 552 cm

    SERVICEDATEN & EINTRITTE

    Hinter der Maske. Künstler der DDR

    28. Oktober 2017 bis 04. Februar 2018

    Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam

    Mo & Mi–So 10–19 Uhr, jeder erste Do im Monat 10–21 Uhr, Di geschlossen

    Mo–Fr (außer Di) für Kindergärten und Schulen nach Anmeldung 9–11 Uhr

    Eintritt: € 14 / ermäßigt € 10 / Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei

    Jahreskarte Einzelperson € 30 / Jahreskarte Paare € 50 /

    Young Friend (unter 35 Jahre) € 20

    Online-Zeitfenster-Tickets unter www.museum-barberini.com

  • 3. Juli 2017 | Pressemitteilung
    Museum Barberini zeigt 2018 Ausstellung zur Abstraktion bei Gerhard Richter von den 1960er Jahren bis heute

    Potsdam, 3. Juli 2017

    Museum Barberini zeigt 2018 Ausstellung zur Abstraktion bei Gerhard Richter
    von den 1960er Jahren bis heute

    Ausstellung
    Gerhard Richter. Abstraktion
    30. Juni bis 7. Oktober 2018

    Die Ausstellung Gerhard Richter. Abstraktion widmet sich erstmals den abstrakten Strategien und Verfahrensweisen im Gesamtwerk des Künstlers. Die Schau geht von einem Werk des Museums Barberini aus und vereint etwa 80 weitere aus internationalen Museums- und Privatsammlungen.

    Seit den 1960er Jahren begreift Gerhard Richter Malerei als Kontinuum, als eine Klammer um die Brüche des 20. Jahrhunderts. Abstraktion und Realismus trennten im Kalten Krieg Ost und West. Richter, der sich im Studium in Dresden mit den Vorgaben des Sozialistischen Realismus konfrontiert sah, lernte nach seiner Ausreise in die BRD an der Düsseldorfer Akademie die Tradition abstrakter Malerei ebenso kennen wie die Abkehr von der Malerei in der Fluxusbewegung und der Aktionskunst.

    Gerhard Richter begann im Frühwerk der 1960er Jahre eine Hinterfragung der Malerei, die ihn bis heute beschäftigt: In seiner Serie der grauen Bilder in den 1970er Jahren reagierte er mit monochromen Werken auf die Ablehnung der Malerei. In der Farbe Grau sah er eine Möglichkeit, politische Themen anzusprechen ohne sie zu ästhetisieren. Er überführte Dokumente seiner Familiengeschichte in schwarzweiße Malerei wie auch zeitgeschichtliche Dokumente oder tagesaktuelle Pressebilder.

    In der Serie der Vermalungen um 1970 werden für Richter Farbauftrag und Pinselstrich zum Thema. Für andere Bilder photographierte er kleine Details aus seiner Farbpalette und übertrug sie in photorealistischer Technik auf großformatige Leinwände. In den Farbtafeln der 1970er Jahre überließ er die Nachbarschaften der Farben dem Zufall und unterzog er die Malerei einem objektivierbaren Verfahren. Seit 1976 entsteht schließlich die Werkgruppe der Abstrakten Bilder, bei der Richter den Farbauftrag mit Pinsel, Rakel und Spachtel einem Wechselspiel aus bewussten Entscheidungen und zufälligen Prozessen überlässt. Diese Werke bilden inzwischen den Großteil seines Œuvres.

    Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Gerhard Richter Archiv der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Kuratoren der Ausstellung sind Dietmar Elger, Gerhard Richter Archiv, und Ortrud Westheider, Museum Barberini.

    Am 29. November 2017 veranstaltet das Museum Barberini sein fünftes Symposium. Es bereitet den Katalog zur Ausstellung vor. Beiträger sind u. a. Hubertus Butin, Dietmar Elger und Ortrud Westheider.

    Museum Barberini

    Das Museum Barberini wurde im Januar 2017 unter großem öffentlichen Interesse eröffnet. 320.000 Besucher sahen bis zum 28. Mai 2017 die Eröffnungsausstellungen zum Impressionismus und zur Klassischen Moderne.
    Die Hasso Plattner Stiftung rekonstruierte von 2013 bis 2016 das Palais Barberini in Potsdams historischer Mitte und betreibt das darin angesiedelte Museum.
    Das Museum Barberini zeigt unter der Leitung von Dr. Ortrud Westheider Ausstellungen in internationalen Kooperationen, die einzelne Themen, Künstler oder Epochen vorstellen. Ausgangspunkt für Präsentationen von den Alten Meistern bis ins 21. Jahrhundert ist die Sammlung des SAP-Mitbegründers Prof. Dr. h.c. mult. Hasso Plattner aus Kunst aus der DDR und Malerei nach 1989 sowie Meisterwerken der Kunstgeschichte. Impressionistische Werke von Claude Monet und Pierre-Auguste Renoir sind darin ebenso vertreten wie Klassiker der Moderne und amerikanische Abstrakte, so u. a. Gemälde von Max Liebermann, Edward Munch, Joan Mitchell und Gerhard Richter.

    Aktuelle Ausstellung

    Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne

    Noch bis zum 3. Oktober 2017 präsentiert das Museum Barberini in Zusammenarbeit mit der Phillips Collection, Washington, D. C. sein erstes internationales Kooperationsprojekt. Die Ausstellung Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne widmet sich der Entwicklung der amerikanischen Kunst vom Impressionismus bis zum Abstrakten Expressionismus. Die Phillips Collection schickte dafür erstmals 68 Werke der frühen Amerikanischen Moderne nach Deutschland.

    SERVICEDATEN & EINTRITTE
    Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne
    17. Juni–3. Oktober 2017
    Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam

    Mo & Mi–So 10–19 Uhr, jeder erste Do im Monat 10–21 Uhr, Di geschlossen
    Mo–Fr (außer Di) für Kindergärten und Schulen nach Anmeldung 9–11 Uhr
    Eintritt: € 14 / ermäßigt € 10 / Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei

    Jahreskarte
    Einzelperson € 30 / Jahreskarte Paare € 50 /Young Friend (unter 35 Jahre) € 20

    Online-Zeitfenster-Tickets unter www.museum-barberini.com

  • 15. Juni 2017 | Pressemitteilung
    Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne

    Potsdam, 15. Juni 2017

    Wie die amerikanische Kunst abstrakt wurde: Das Museum Barberini holt die amerikanische Moderne nach Potsdam

    Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne

    17. Juni–3. Oktober 2017

    Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam

    Nach seinen Eröffnungsausstellungen zeigt das Museum Barberini vom 17. Juni bis
    3. Oktober 2017 mit der Ausstellung Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne sein erstes internationales Kooperationsprojekt. Die Phillips Collection in Washington, D. C., schickt dafür erstmals 68 Werke der frühen amerikanischen Moderne nach Deutschland.

    Die amerikanische Kunst der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist in Europa bis heute wenig bekannt. Die Ausstellung präsentiert einen Querschnitt der nordamerikanischen Malerei anhand der drei zentralen Themen Landschaft, Portrait und Stadt ebenso wie die sich parallel entwickelnde abstrakte Malerei. Diese kulminierte nach 1945 im Abstrakten Expressionismus, und New York wurde zum neuen Kunstzentrum. Die Entwicklung lässt sich anhand der Sammlung der Phillips Collection nachvollziehen.

    Die Ausstellung Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne bietet damit ein Panorama der Themen und Stile vom Impressionismus bis zum Abstrakten Expressionismus. Sie führt mit Werken von George Inness (1825–1894), Marsden Hartley (1877–1943), Georgia O’Keeffe (1887–1986), Richard Diebenkorn (1922–1993) und anderen durch Landschaftskunst, Portraitmalerei und Stadtlandschaft in die Farbfeldmalerei.

    Dr. Ortrud Westheider, Direktorin des Museums Barberini, setzt mit diesem Kooperationsprojekt den programmatischen Ansatz des Museums Barberini fort, internationale Kunst von Weltrang in thematisch fokussierten Präsentationen zu zeigen. Nach ihrer Ausstellung in Hamburg zu Edward Hopper und seine Zeit im Jahr 2009 stellt sie nun die facettenreiche amerikanische Moderne in acht Themenräumen vor: „Amerikas Weg in die Moderne lässt sich anhand der Werke der Phillips Collection, Washington, D. C., beispielhaft aufzeigen. Diese Kooperation ist eine große Ehre für das Museum Barberini.“

    Dr. Dorothy M. Kosinski, Direktorin der Phillips Collection, Washington, D. C.: „Wir freuen uns, zentrale Werke unser Sammlung nach Potsdam zu senden und damit die amerikanische Moderne in Europa zu präsentieren. Das jüngst eröffnete Museum Barberini bietet dafür einen hervorragenden Rahmen.“

    Wie die amerikanische Kunst abstrakt wurde

    Die Erschließung der Wildnis, die Vermessung des Landes und die Unterschutzstellung der Naturwunder in den Nationalparks motivierten die erste amerikanische Landschaftsmalerei. Unter dem Einfluss des europäischen Impressionismus wurden die heroischen und religiösen Aufladungen dieser frühen Landschaftsmalerei durch die individuelle Beobachtung von Lichtstimmungen und atmosphärischen Erscheinungen der Natur abgelöst. Der epochale Wechsel vom ländlich-agrarischen zum städtisch-industriellen Amerika ließ den Städten an der Ostküste eine immer größere Bedeutung zukommen. Künstlerisch wurde dieser Prozess vom Übergang zur Figurenmalerei charakterisiert, doch die Landschaft behielt ihre Bedeutung und wurde für viele Künstler Ausgangspunkt abstrakter Kompositionen. Die Produktionskraft und der architektonische Wandel der Städte regte Maler wie Charles Sheeler (1883–1965) und Ralston Crawford (1906–1978) zu Bildern des Präzisionismus, der amerikanischen Spielart der Neuen Sachlichkeit, an, die den Zukunftsoptimismus der Wirtschaft aufgriffen. Nach dem Zweiten Weltkrieg bot die Abstraktion den Künstlern die Basis für einen moralisch-philosophisch aufgefassten Neuanfang.

    Die Farbe gewann im Abstrakten Expressionismus ein Eigenleben, das dem europäischen Expressionismus fremd war. Es entstanden Farbräume, in die der Betrachter eintauchen kann. Die Künstler verstanden ihre Bilder als Felder, die auch über die Bildgrenzen hinaus fortsetzbar sind. In diesen Feldern ist jeder Punkt von gleicher Wichtigkeit, jeder Punkt ermöglicht den Einstieg in das Bild. Die Bilder sind unüberschaubar, sie sind nicht auf einen Blick zu erfassen und nicht zu vereinnahmen, so die Hoffnung der Maler. Die Kunst sollte die Erlebnis- und Entscheidungsfähigkeit des Einzelnen stärken.

    Der Sammler Duncan Phillips

    Der Kunstkritiker und Mäzen Duncan Phillips (1886–1966), Gründer der Phillips Collection in Washington, D. C., begleitete und förderte moderne amerikanische Künstler, insbesondere zwischen den Weltkriegen. Mit seiner Sammlertätigkeit prägte er den Kanon der amerikanischen Kunstgeschichte. Der frühe Tod seines Vaters und der seines Bruders veranlassten ihn, die familiäre Sammlung zum Ausgangspunkt eines ihnen gewidmeten Museums zu machen, das der modernen nordamerikanischen Kunst galt. 1921 eröffnet, ging die Phillips Collection den Gründungen des Museum of Modern Art (1929) und des Whitney Museum of American Art (1931) voraus. Phillips’ Auffassung, die Kunst als Universalsprache zu betrachten, die über nationale Schulen und Epochen erhaben sei, ist bis heute eine Inspiration. Dieses Bekenntnis zu individuellen künstlerischen Positionen ist nach wie vor wichtig.

    Phillips betrachtete Kunst als „universale Sprache, die jeder chronologischen und nationalen Einordnung trotzt“. Mit Honoré Daumier (1808–1879) und Pierre-Auguste Renoir (1841–1919) sammelte er französische Malerei des 19. Jahrhunderts ebenso wie Werke der französischen Malerei des 20. Jahrhunderts, so z.B. Pierre Bonnard (1867–1947). In der Zeit zwischen den Kriegen, als konservative Kreise in den Vereinigten Staaten die abstrakte, unabhängige und von europäischer Avantgarde beeinflusste Kunst missbilligten, setzte Phillips sich für solche amerikanische Kunst ein. Das Verbindende war das Entstehen der Moderne in Amerika. Seit Gründung der Phillips Collection gehört dies zu ihrem Selbstverständnis.

    Wie Duncan Phillips sammelt auch Museumsgründer Hasso Plattner die französischen Impressionisten ebenso wie zeitgenössische amerikanische Malerei. So begegnen sich in der Kooperation der bedeutenden historischen Privatsammlung mit dem Museum Barberini auch zwei verwandte Partner.

    Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Prestel Verlag, der 248 Seiten mit 200 Abbildungen umfasst und für € 29,90 im Museumsshop sowie für € 39,95 im Buchhandel erhältlich sein wird. Die Essays gehen auf ein internationales Symposium zurück, das am 21. November 2016 im Museum Barberini stattfand. Zwei Hauptwerken der Phillips Collection ist ein eigener Beitrag gewidmet, die anderen erforschen die vielfältigen Beziehungen der amerikanischen Kunst zu Europa.

    SERVICEDATEN & EINTRITTE

    The Phillips Collection, Washington, D. C., in Zusammenarbeit mit dem Museum Barberini, Potsdam

    Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne

    17. Juni–3. Oktober 2017

    Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam

    Mo & Mi–So 10–19 Uhr, jeder erste Do im Monat 10–21 Uhr, Di geschlossen

    Mo–Fr (außer Di) für Kindergärten und Schulen nach Anmeldung 9–11 Uhr

    Eintritt: € 14 / ermäßigt € 10 / Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei

    Jahreskarte Einzelperson € 30 / Jahreskarte Paare € 50 /

    Young Friend (unter 35 Jahre) € 20

    Online-Zeitfenster-Tickets unter www.museum-barberini.com

  • 28. Mai 2017 | Pressemitteilung
    320.000 Besucher: Museum Barberini beendet Eröffnungsausstellungen mit herausragenden Besucherzahlen

    Potsdam, 28. Mai 2017

    320.000 Besucher: Museum Barberini beendet Eröffnungsausstellungen mit herausragenden Besucherzahlen

    Ab Mitte Juni: Neue Sonderausstellung Amerikanische Moderne

    Seit Eröffnung des Museums Barberini zu Beginn dieses Jahres hält der Besucherandrang unvermindert an. Die Sonderausstellungen zum Impressionismus und zur Klassischen Moderne mit 170 Werken sahen bis zum 28. Mai 2017 mehr als 320.000 Besucher.

    Bei einer Laufzeit von 112 Tagen wurden rund 1.480 Führungen und Workshops durchgeführt, davon 220 für Schulklassen- und Kindergartengruppen sowie 190 Öffentliche Führungen. Darüber hinaus sind fast 30.300 Jahreskarten verkauft worden. Die preisgekrönte Museums-App wurde 37.800 Mal heruntergeladen und die Social Media Portale des Museums verzeichnen stetig wachsende Followerzahlen. Alle Zeitfenster-Tickets der letzten Ausstellungswochen, in denen bei verlängerten Öffnungszeiten täglich geöffnet war, waren frühzeitig ausgebucht. Mit mehr als 320.000 Besuchern in vier Monaten gilt die Neugründung des Museums Barberini als Meilenstein in der Museumslandschaft.

    Damit übersteigt der große Zuspruch alle Erwartungen der Museumsleitung. Die Neugründung des Potsdamer Museums ist eine Initiative des SAP-Mitbegründers Prof. Dr. h.c. mult. Hasso Plattner und präsentiert unter der Leitung der Direktorin Dr. Ortrud Westheider Ausstellungen in internationalen Kooperationen.

    “Wir hatten mit vielen Besuchern gerechnet, aber einen solchen Ansturm hatten wir nicht erwartet. Das ist natürlich das schönste Willkommensgeschenk, dass wir hier in Potsdam bekommen können,“ äußerte sich Dr. Ortrud Westheider zum Abschluss der jetzigen Ausstellungen.

    Vom 17. Juni bis zum 3. Oktober 2017 präsentiert das Museum in Zusammenarbeit mit der Phillips Collection, Washington, D. C. sein erstes internationales Kooperationsprojekt. Die Ausstellung: Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne widmet sich der Entwicklung der amerikanischen Kunst vom Impressionismus bis zum Abstrakten Expressionismus. Die Phillips Collection schickt dafür erstmals 68 Werke der frühen Amerikanischen Moderne nach Deutschland.

    Wegen des Ab- und Aufbaus für die Ausstellung Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne bleibt das Museum vom 29. bis 30. Mai sowie vom 14. bis 16. Juni 2017 geschlossen. Im Zeitraum 31. Mai bis 13. Juni 2017 sind einzelne Ausstellungssäle nicht zugänglich, der Besuch des Museums ist in dieser Zeit zum ermäßigten Eintrittspreis von € 4 möglich.

    Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne

    17. Juni bis 3. Oktober 2017

    Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstr. 5–6, 14467 Potsdam

    Mo & Mi–So 10–19 Uhr, jeder erste Do im Monat 10–21 Uhr, Di geschlossen

    Mo–Fr (außer Di) für Kindergärten und Schulen nach Anmeldung 9–11 Uhr

    Zeitfenster-Tickets: www.museum-barberini.com

  • 16. Mai 2017 | Pressemeldung
    Mattheuers Der Jahrhundertschritt ist unbeschädigt

    Potsdam, 16. Mai 2017

    Mattheuers Der Jahrhundertschritt ist unbeschädigt

    Berichterstattung zum Vorfall an Mattheuers Der Jahrhundertschritt im Hof des Museums Barberini vom Samstag, den 16. Mai 2017

    Entgegen anderslautender Meldungen ist die Bronzestatue Der Jahrhundertschritt (Wolfang Mattheuer) im Außenbereich des Museums Barberini nicht beschädigt worden. 
Durch das Auslaufen der roten Farbe aus dem Kreppband sind lediglich der Sockel der Statue sowie die angrenzenden Steinplatten leicht rot verfärbt worden. Ein Großteil der Verfärbungen konnte direkt durch Museumspersonal und den Verursacher selbst bereinigt werden.

    Die Restauratorin des Museums Barberini konnte den Schaden am Montag eingehend prüfen und feststellen, dass derzeit noch verbleibende leicht rötliche Verfärbungen in den Bodenplatten durch Wettereinwirkung zeitnah gänzlich verschwunden sein werden. Die Plastik selbst hat keinerlei Schäden davongetragen.

    Das Museum Barberini zieht den vorbehaltlich gestellten Strafantrag gegen den Verursacher zurück.

    Zum Vorfall:

    Ein 74-jähriger Mann hat am Samstag ein circa 20 Meter langes rotes Kreppband ausgehend von der Skulptur Der Jahrhundertschritt von Wolfgang Mattheuer über die die Statue umgebenen Steinplatten gelegt. Trotz des unverzüglichen Eingreifens der Museumsaufsichten, konnte das Auslaufen der Farbe aus dem Kreppband durch einsetzenden Regen nicht verhindert werden.

    Der Mann wollte an dem Kunstwerk eine „Kunstaktion“ vollführen, die sich jedoch nicht gegen das Kunstwerk richtete, sondern den roten Streifen auf der Plinte mit dem Kreppband verlängerte. Die Verfärbung der Bodenplatten hatte er dabei nicht beabsichtigt.

    Zum Jahrhundertschritt von Wolfang Mattheuer:

    Wolfgang Mattheuers Plastik Der Jahrhundertschritt (Erstanfertigung 1984) existiert Deutschlandweit in sechs bzgl. Größe, Ausführung und Materialität unterschiedlichen Fassungen. Standorte finden sich in Berlin, Potsdam, Bonn, Leipzig, Halle und Aachen.

    Mit der eindrücklichen Gestik in Form der zur Hitlergruß erhobenen rechten Hand und der zur Faust geballten Linken vereint die Plastik Anspielungen auf zwei totalitäre Regime: Den Nationalsozialismus und den Kommunismus. Das Auseinanderstreben der Gliedmaßen, das sich bis hin zu einem Riss durch den Brustkorb der Figur manifestiert, zeigt die Zerrissenheit des 20. Jahrhunderts. Das sich im Ausfallschritt befindliche unnatürlich lange Bein im Zusammenspiel mit dem hinterherhinkenden Rechten deutet zusätzlich symbolhaft auf die Instabilität der Zeit hin. Mattheuers Der Jahrhundertschritt gehört zu den bedeutendsten Skulpturen des vergangenen Jahrhunderts.

  • 12. Mai 2017 | Pressemeldung
    Wie die amerikanische Kunst abstrakt wurde: Das Museum Barberini holt die amerikanische Moderne nach Potsdam

    Potsdam, 12. Mai 2017

    Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne

    17. Juni–3. Oktober 2017

    Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam

    Pressekonferenz:

    15. Juni 2017, 11 Uhr

    Nach seinen Eröffnungsausstellungen zeigt das Museum Barberini vom 17. Juni bis 3. Oktober 2017 mit der Ausstellung Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne sein erstes internationales Kooperationsprojekt. Die Phillips Collection in Washington, D. C., schickt dafür erstmals 68 Werke der frühen amerikanischen Moderne nach Deutschland.

    Die amerikanische Kunst der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist in Europa bis heute wenig bekannt. Die Ausstellung präsentiert einen Querschnitt der nordamerikanischen Malerei anhand der drei zentralen Themen Landschaft, Portrait und Stadt ebenso wie die sich parallel entwickelnde abstrakte Malerei. Diese kulminierte nach 1945 im Abstrakten Expressionismus, und New York wurde zum neuen Kunstzentrum. Die Entwicklung lässt sich anhand der Sammlung der Phillips Collection nachvollziehen.

    Die Ausstellung Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne bietet damit ein Panorama der Themen und Stile vom Impressionismus bis zum Abstrakten Expressionismus. Sie führt mit Werken von George Inness (1825–1894), Marsden Hartley (1877–1943), Georgia O’Keeffe (1887–1986), Richard Diebenkorn (1922–1993) und anderen durch Landschaftskunst, Portraitmalerei und Stadtlandschaft in die Farbfeldmalerei.

    Dr. Ortrud Westheider, Direktorin des Museums Barberini, setzt mit diesem Kooperationsprojekt den programmatischen Ansatz des Museums Barberini fort, internationale Kunst von Weltrang in thematisch fokussierten Präsentationen zu zeigen. Nach ihrer Ausstellung in Hamburg zu Edward Hopper und seine Zeit im Jahr 2009 stellt sie nun die facettenreiche amerikanische Moderne in acht Themenräumen vor: „Amerikas Weg in die Moderne lässt sich anhand der Werke der Phillips Collection, Washington, D. C., beispielhaft aufzeigen. Diese Kooperation ist eine große Ehre für das Museum Barberini.“

    Dr. Dorothy M. Kosinski, Direktorin der Phillips Collection, Washington, D. C.: „Wir freuen uns, zentrale Werke unser Sammlung nach Potsdam zu senden und damit die amerikanische Moderne in Europa zu präsentieren. Das jüngst eröffnete Museum Barberini bietet dafür einen hervorragenden Rahmen.“

    Die Phillips Collection

    Der Kunstkritiker und Mäzen Duncan Phillips (1886–1966), Gründer der Phillips Collection in Washington, D. C., begleitete und förderte moderne amerikanische Künstler, insbesondere zwischen den Weltkriegen. Mit seiner Sammlertätigkeit prägte er den Kanon der amerikanischen Kunstgeschichte. Der frühe Tod seines Vaters und der seines Bruders veranlassten ihn, die familiäre Sammlung zum Ausgangspunkt eines ihnen gewidmeten Museums zu machen, das der modernen nordamerikanischen Kunst galt. 1921 eröffnet, ging die Phillips Collection den Gründungen des Museum of Modern Art (1929) und des Whitney Museum of American Art (1931) voraus. Phillips’ Auffassung, die Kunst als Universalsprache zu betrachten, die über nationale Schulen und Epochen erhaben sei, ist bis heute eine Inspiration.

    Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Prestel Verlag, der 248 Seiten mit 200 Abbildungen umfasst und für € 29,90 im Museumsshop sowie für € 39,95 im Buchhandel erhältlich sein wird. Die Essays gehen auf ein internationales Symposium zurück, das am 21. November 2016 im Museum Barberini stattfand. Zwei Hauptwerken der Phillips Collection ist ein eigener Beitrag gewidmet, die anderen erforschen die vielfältigen Beziehungen der amerikanischen Kunst zu Europa.

    SERVICEDATEN & EINTRITTE

    The Phillips Collection, Washington, D. C., in Zusammenarbeit mit dem Museum Barberini, Potsdam

    Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne

    17. Juni–3. Oktober 2017

    Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam

    Mo & Mi–So 10–19 Uhr, jeder erste Do im Monat 10–21 Uhr, Di geschlossen
    Mo–Fr (außer Di) für Kindergärten und Schulen nach Anmeldung 9–11 Uhr
    Eintritt: € 14 / ermäßigt € 10 / Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei
    Jahreskarte Einzelperson € 30 / Jahreskarte Paare € 50 /
    Young Friend (unter 35 Jahre) € 20
    Online-Zeitfenster-Tickets unter www.museum-barberini.com

  • 5. Mai 2017 | Pressemeldung
    Der 250.000 Besucher wurde im Museum Barberini begrüßt

    Potsdam, 5. Mai 2017

    Der 250.000 Besucher wurde im Museum Barberini begrüßt.

    Museum Barberini öffnet bis 28. Mai 2017 zusätzlich auch dienstags 10–19 Uhr.

    Heute, am 5. Mai 2017, wurde der 250.000 Besucher im Museum Barberini begrüßt. Der Besucherandrang hält mit den beiden Ausstellungen Impressionismus. Die Kunst der Landschaft sowie Klassiker der Moderne. Liebermann, Munch, Nolde, Kandinsky unvermindert an.

    In den ersten 100 Tagen des Museumsbetriebs wurden außerdem 132 Schulklassen- und Kindergartengruppen sowie 685 weitere Gruppenführungen und 148 Öffentliche Führungen angeboten. Es wurden darüber hinaus 23.372 Jahreskarten verkauft und die App wurde 30.648 heruntergeladen. Die Social Media Portale des Museums können bereits eine hohe Reichweite vorweisen und verzeichnen stetig wachsende Followerzahlen: Der Facebookkanal kann sich mit 7700 Fans bereits mit solchen von anderen renommierten Museen messen.

    Aufgrund des starken Interesses öffnet das Museum Barberini nun dauerhaft bereits ab
    10 Uhr. Außerdem entfällt im Zeitraum vom 1. bis 28. Mai 2017 der Schließtag am Dienstag, sodass die Eröffnungsausstellungen täglich von 10 bis 19 Uhr zu besuchen sind.

    Alle zusätzlichen Zeiten sind als Online-Zeitfenstertickets buchbar: www.museum-barberini.com.

    Vom 17. Juni bis zum 3. Oktober 2017 präsentiert das Museum in Zusammenarbeit mit der Phillips Collection, Washington, D. C. sein erstes internationales Kooperationsprojekt. Die Ausstellung: Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne. widmet sich der Entwicklung der amerikanischen Kunst vom Impressionismus bis zum Abstrakten Expressionismus. Die Phillips Collection schickt dafür erstmals 68 Werke der frühen amerikanischen Moderne nach Deutschland.

    SERVICEDATEN

    Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam

    Mo & Mi–So 10–19 Uhr, jeder erste Do im Monat 10–21 Uhr, Di geschlossen
    1. Mai bis 28. Mai 2017: Mo–So 10–19 Uhr, kein Schließtag
    Mo–Fr (außer Di) für Kindergärten und Schulen nach Anmeldung 9–11 Uhr
    Online-Tickets unter www.museum-barberini.com

  • 27. April 2017 | Pressemeldung
    Museum Barberini öffnet dauerhaft mittwochs bis montags ab 10 Uhr

    Potsdam, 27. April 2017

    220.000 Ticketverkäufe in drei Monaten.
    Museum Barberini öffnet dauerhaft mittwochs bis montags ab 10 Uhr.
    Nur im Mai 2017 zusätzlich dienstags 10–19 Uhr geöffnet.

    Der Besucherandrang auf das Museum Barberini hält seit seiner Eröffnung am 23. Januar 2017 unvermindert an. Bis Ende April 2017 wurden mehr als 220.000 Tickets verkauft.

    Aufgrund des starken Interesses öffnet das Museum Barberini nun dauerhaft bereits ab
    10 Uhr. Außerdem entfällt im Zeitraum vom 1. bis 28. Mai 2017 der Schließtag am Dienstag, sodass die Eröffnungsausstellungen täglich von 10 bis 19 Uhr zu besuchen sind.

    Für die letzte Zeitschiene, von 18 bis 19 Uhr, gibt es ab sofort das ermäßigte Evening Special Ticket für € 8 und ermäßigt € 6.

    Alle zusätzlichen Zeiten sind als Online-Zeitfenstertickets buchbar: www.museum-barberini.com.

    Noch bis zum 28. Mai 2017 zeigt das Museum Barberini die Ausstellungen Impressionismus. Die Kunst der Landschaft sowie Klassiker der Moderne. Liebermann, Munch, Nolde, Kandinsky und gewährt Einblicke in seine Sammlung mit insgesamt über 170 Werken in 17 Ausstellungssälen.

    Ab dem 17. Juni 2017 bis zum 3. Oktober widmet sich das Museum Barberini mit der Ausstellung Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne in Kooperation mit der Philipps Collection, Washington D. C. der Entwicklung der amerikanischen Kunst vom Impressionismus bis zum Abstrakten Expressionismus.

    Vom 28. Oktober 2017 bis zum 4. Februar 2018 zeigt das Museum Barberini die Ausstellung Hinter der Maske. Künstler in der DDR und vom 23. Februar bis zum 10. Juni 2018 in Kooperation mit der Kunsthalle Bremen die Schau Max Beckmann. Welttheater.

    SERVICEDATEN & EINTRITT

    Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam
    Mo & Mi–So 10–19 Uhr, jeder erste Do im Monat 10–21 Uhr, Di geschlossen
    1. Mai bis 28. Mai 2017: Mo–So 10–19 Uhr, Do 4. Mai 2017 10–21 Uhr
    Mo–Fr (außer Di) für Kindergärten und Schulen nach Anmeldung 9–11 Uhr

    Eintritt € 14 / ermäßigt € 10 / Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre frei.
    Jahreskarte Barberini Friend (Einzelperson) € 30, Barberini Friends (Paare) € 50,
    Barberini Young Friend (Einzelperson < 35 Jahre) € 20

    Online-Tickets unter www.museum-barberini.com.

  • 19. April 2017 | Veranstaltungshinweis
    Einladung zum 4. Symposium Hinter der Maske. Künstler in der DDR

    Potsdam, 19. April 2017

    Einladung zum 4. Symposium

    Hinter der Maske. Künstler in der DDR

    24. April 2017, 10–18 Uhr im Museum Barberini

    In der DDR gab es eine offizielle Staatskunst; sie sollte politisch wirken. Diese ideologischen Verflechtungen wurden in den vergangenen Jahren in zahlreichen Ausstellungen untersucht. Wie aber reflektierten die Künstler im kritischen Blick nach innen ihr Selbstverständnis und ihr Verhältnis zur vorgeschriebenen staatstragenden Funktion? Die Ausstellung Hinter der Maske. Künstler in der DDR widmet sich den Spielarten künstlerischer Selbstinszenierung in der DDR zwischen Rollenbild und Rückzug, verordnetem Kollektivismus und schöpferischer Individualität.

    Das Symposium bereitet die Ausstellung vor, die vom 28. Oktober 2017 bis zum 4. Februar 2018 im Museum Barberini in Potsdam zu sehen ist. Die Vorträge des Symposiums werden im Ausstellungskatalog veröffentlicht.

    Kostenbeitrag € 10,- / Freier Eintritt für Studierende

    Online-Tickets sind unter www.museum-barberini.com buchbar.

    Tickets sind zudem am Tag des Symposiums an der Museumskasse erhältlich.

    Veranstaltungsort: Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstr. 5–6, 14467 Potsdam

    Programm

    10:00
    Begrüßung
    Dr. Ortrud Westheider, Museum Barberini

    10:15
    „Dürfen Kommunisten träumen?“. Staatliche Vorgaben und künstlerische Freiheit in der DDR
    Dr. Michael Philipp, Museum Barberini

    11:15
    Selbstbildnis und Alter Ego. Die Inszenierung des Künstlers in der DDR
    Valerie Hortolani, Berlin

    12:15
    Mittagspause

    14:00
    Kunstproduktion im Plural. Kollektive und Kollektivität in der DDR
    Prof. Dr. Petra Lange-Berndt, Universität Hamburg

    15:00
    Abstraction: Autonomy by Withdrawal
    Hannah Klemm, St. Louis Art Museum

    16:00
    Kaffeepause

    16:30
    Der Blick auf Alte Meister. Verweise und Anverwandlungen
    Dr. Carolin Quermann, Städtische Galerie Dresden

    17:30
    „Drinnen, draußen und ich“. Zum Künstleratelier in der DDR
    Prof. Dr. Martin Schieder, Universität Leipzig

    18:30
    Empfang

  • 21. März 2017 | Pressemeldung
    Museum Barberini verlängert die Öffnungszeiten

    Potsdam, 21. März 2017

    Museum Barberini verlängert die Öffnungszeiten
    Vom 1. April bis 28. Mai 2017 schon ab 10 Uhr geöffnet. Im Mai 2017 auch dienstags 10–19 Uhr geöffnet

    Das Museum Barberini reagiert auf den großen Besucherandrang zu seinen Eröffnungsausstellungen mit einer Verlängerung der Öffnungszeiten. Vom 1. April bis zum 28. Mai 2017 wird das Museum schon um 10 Uhr, anstatt wie bisher, um 11 Uhr öffnen. Außerdem öffnet das Museum vom 1. bis 28. Mai 2017 auch dienstags von 10 bis 19 Uhr, dienstags gibt es keine Führungsangebote. Alle zusätzlichen Zeiten sind ab sofort als Onlinetickets buchbar: www.museum-barberini.com.

    Seit Eröffnung des Museums Barberini Ende Januar 2017 hält der Besucherandrang unvermindert an. Um die 15.000 Besucher zählt das Museum wöchentlich bei seinen Eröffnungsausstellungen Impressionismus. Die Kunst der Landschaft und Klassiker der Moderne. Liebermann, Munch, Nolde, Kandinsky. Insgesamt wurden bereits ca. 130.000 Tickets verkauft.

    Noch bis zum 28. Mai 2017 zeigt das Museum Barberini die Ausstellungen Impressionismus. Die Kunst der Landschaft sowie Klassiker der Moderne. Liebermann, Munch, Nolde, Kandinsky und gewährt Einblicke in seine Sammlung mit insgesamt über 170 Werken in 17 Ausstellungssälen.
    Ab dem 17. Juni 2017 widmet sich das Museum Barberini mit der Ausstellung Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne in Kooperation mit der Philipps Collection, Washington D. C. der Entwicklung der amerikanischen Kunst vom Impressionismus bis zum Abstrakten Expressionismus.

    SERVICEDATEN & EINTRITT

    Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam

    ab 1. April 2017: Mo & Mi–So 10–19 Uhr, jeder erste Do im Monat 10–21 Uhr, Di geschlossen
    1. Mai bis 28. Mai 2017: Mo–So 10–19 Uhr, jeder erste Do im Monat 10–21 Uhr
    Mo–Fr (außer Di) für Kindergärten und Schulen nach Anmeldung 9–11 Uhr
    Eintritt € 14 / ermäßigt € 10 / Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre frei.
    Jahreskarte Barberini Friend (Einzelperson) € 30, Barberini Friends (Paare) € 50, Barberini Young Friend (Einzelperson < 35 Jahre) € 20

    Online-Tickets unter www.museum-barberini.com.

  • 24. Februar 2017 | Veranstaltungshinweis
    Einladung zum 3. Symposium Max Beckmann. Welttheater

    Potsdam, 24. Februar 2017

    Einladung zum 3. Symposium

    Max Beckmann. Welttheater

    29. März 2017, 10–18 Uhr im Museum Barberini

    Max Beckmann (1884–1950) war fasziniert von der Welt des Theaters, des Zirkus', des Karnevals, des Varietés und der Großstadtcafés als metaphorische Schauplätze der menschlichen Beziehungen und des Weltgeschehens. Er nahm die Rolle des Zuschauers ein und inszenierte das Bild als Bühne. Das Zurschaustellen trieb ihn an.

    In seinem Œuvre finden sich weit mehr als 100 Gemälde zu diesem Thema: Darstellungen von Artisten, Portraits von Schauspielern, Einblicke in Garderoben oder hinter Theaterbühnen. Die Kunsthalle Bremen und das Museum Barberini befragen in einer Ausstellung den Begriff des „Welttheaters“, der in den 1930er Jahren mit Beckmanns Werken in Verbindung gebracht wurde. Das wissenschaftliche Symposium, das im Vorfeld der Ausstellung am 29. März im Museum Barberini stattfindet, stellt neue Forschungen zu Beckmann und seinem Welttheater vor. Die Vorträge werden im Ausstellungskatalog publiziert.

    In Kooperation mit der Kunsthalle Bremen, die die Ausstellung Max Beckmann. Welttheater vom 30. September 2017 bis zum 4. Februar 2018 zeigt. Im Museum Barberini ist die Schau vom 24. Februar bis zum 10. Juni 2018 zu sehen.

    Kostenbeitrag € 10,- / Freier Eintritt für Studierende

    Online-Tickets sind unter www.museum-barberini.com buchbar.

    Tickets sind zudem am Tag des Symposiums an der Museumskasse erhältlich.

    Veranstaltungsort: Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstr. 5–6, 14467 Potsdam

    Programm

    10:00

    Begrüßung

    Dr. Ortrud Westheider, Museum Barberini
    Prof. Dr. Christoph Grunenberg, Kunsthalle Bremen

    10:15

    Vom Theatrum mundi zur Schaubude. Beckmanns Idee des Welttheaters
    Dr. Eva Fischer-Hausdorf, Kunsthalle Bremen

    11:15

    Max Beckmanns Malerei als Zurschaustellung
    Dr. Ortrud Westheider, Museum Barberini

    12:15

    Mittagspause

    14:00

    Clowns, Tiere und Artisten. Beckmanns Passion für den Zirkus im Spiegel seiner Skizzenbücher
    Dr. Christiane Zeiller, Max Beckmann Archiv, München

    15:00

    Max Beckmanns Triptychen als Bühnen-Bilder

    Dr. Lynette Roth, Busch-Reisinger Museum, Harvard Art Museums, Cambridge (USA)

    16:00

    Kaffeepause

    16:30

    Zwischen Katastrophenerfahrung und Weltanschauung. Zum Welttheater in der Literatur
    Prof. Dr. Irene Pieper, Universität Hildesheim

    17:30

    Parodie, Experiment und Selbstbehauptung.
    Die Dramen Max Beckmanns

    Dr. Sebastian Karnatz, Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen, München

    18:30

    Empfang

  • 23. Februar 2017 | Pressemeldung
    60.000 Besucher im ersten Monat: Museum Barberini übertrifft alle Erwartungen

    Potsdam, 22. Februar 2017

    60.000 Besucher im ersten Monat: Museum Barberini übertrifft alle Erwartungen

    Seitdem das Museum Barberini vor einem Monat, am 23. Januar 2017, für das Publikum öffnete, ist das Interesse der nationalen und internationalen Gäste ungebrochen. In den letzten vier Wochen besuchten bis zu 15.000 Kunstinteressierte pro Woche das neue Kunstmuseum in Potsdam. Besonders groß ist der Ansturm während der Woche bis zum frühen Nachmittag sowie an den Wochenenden. Es wurden 48.000 Zeitfenster-Tickets und 12.000 Jahreskarten verkauft.

    Auch digital erfreut sich das Angebot einer großen Beliebtheit. Die kostenfreie Barberini-App wurde schon 12.500 Mal heruntergeladen. Mit der App haben die Besucher die Möglichkeit, sich über die Ausstellungen und die Hintergründe des rekonstruierten Palais zu informieren. Sie enthält Audioguide-Touren mit unterschiedlichen Schwerpunkten für Erwachsene und Kinder. Die App bietet neben 360°-Panoramen eine Anmeldung zum Newsletter und die Weiterleitung zum Online-Ticket-Shop. Auch die Social Media Profile des Museums haben großen Zulauf. So können auf Facebook bereits über 6.600 Fans gezählt werden.

    Unter den zahlreichen Gästen konnten der Stifter des Museums Hasso Plattner und die Direktorin Ortrud Westheider bei der Eröffnung neben Bundeskanzlerin Angela Merkel, Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke, Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs auch die Ehrengäste Bill Gates, Botschafter, Museumsdirektoren, Sammler, Schauspieler, Künstler sowie Persönlichkeiten aus Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen begrüßen.

    Noch bis zum 28. Mai 2017 zeigt das Museum Barberini die Ausstellungen Impressionismus. Die Kunst der Landschaft sowie Klassiker der Moderne. Liebermann, Munch, Nolde, Kandinsky und gewährt Einblicke in seine Sammlung mit insgesamt über 170 Werken in 17 Ausstellungssälen. Ab dem 17. Juni 2017 widmet sich das Museum Barberini mit der Ausstellung Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne in Kooperation mit der Philipps Collection, Washington D. C. der Entwicklung der amerikanischen Kunst vom Impressionismus bis zum Abstrakten Expressionismus.

    SERVICEDATEN & EINTRITTE

    Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam

    Mo & Mi–So 11–19 Uhr, jeder erste Do im Monat 11–21 Uhr, Di geschlossen

    Mo–Fr (außer Di) für Kindergärten und Schulen nach Anmeldung 9–11 Uhr

    Eintritt € 14 / ermäßigt € 10 / Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre frei.

    Jahreskarte Barberini Friend (Einzelperson) € 30, Barberini Friends (Paare) € 50,
    Barberini Young Friend (Einzelperson < 35 Jahre) € 20

    Online-Tickets unter www.museum-barberini.com

  • 27. Januar 2017 | Pressemeldung
    Auftakt Rahmenprogramm des Museums Barberini mit Vortrag / Mit Zeitfenstertickets erhalten Besucher Einlass ohne Wartezeiten

    Potsdam, 27. Januar 2017

    Auftakt Rahmenprogramm des Museums Barberini mit Vortrag

    Mit Zeitfenstertickets erhalten Besucher Einlass ohne Wartezeiten

    Seit das Museum Barberini am 23. Januar 2017 für das Publikum öffnete, bleibt das Besucherinteresse ungebrochen groß. Täglich haben in der Eröffnungswoche 1500 bis 2000 Kunstliebhaber das wiederaufgebaute Palais Barberini besucht und die Ausstellungen mit Werken von Claude Monet, Auguste Renoir, Gustave Caillebotte, Camille Pissarro, Alfred Sisley und Auguste Rodin sowie Werke der Amerikanischen Moderne und Kunst der DDR bestaunt. Mit den Ausstellungen Impressionismus. Die Kunst der Landschaft sowie Klassiker der Moderne. Liebermann, Munch, Nolde, Kandinsky und Einblicken in seine Sammlung zeigt das neue Kunstmuseum bis zum 28. Mai 2017 insgesamt über 170 Werke in 17 Ausstellungssälen.

    Neben regelmäßigen Führungen bietet das Museum Barberini auch ein Begleitprogramm an. Der erste Vortrag anlässlich der Ausstellung Impressionismus. Die Kunst der Landschaft wird durch den renommierten Kunsthistoriker James Rubin zum Thema Monet’s Water Lilies: Seeing with the Body in englischer Sprache am 30. Januar 2017 um 18 Uhr gehalten. Prof. Dr. James Rubin, einer der weltweit bekanntesten Spezialisten in Geschichte, Theorie und Kritik der europäischen Avantgardekunst des 19. Jahrhunderts mit Schwerpunkt vor allem in der französischen Kunst, lehrt an der State University of New York at Stony Brook.

    Vortrag

    Monet’s Water Lilies: Seeing with the Body

    30. Januar 2017, 18 Uhr
    Prof. Dr. James Rubin ist Kunsthistoriker an der State University of New York at Stony Brook.
    In englischer Sprache € 10 / ermäßigt € 8

    SERVICEDATEN & EINTRITTE

    Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam

    Mo & Mi–So 11–19 Uhr, jeder erste Do im Monat 11–21 Uhr, Di geschlossen Mo–Fr (außer Di) für Kindergärten und Schulen nach Anmeldung 9–11 Uhr
    Eintritt € 14 / erm. € 10 / Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre frei Jahreskarte Einzelperson € 30 / Jahreskarte Paare € 50 / Young Friend (unter 35 Jahre) € 20

    Online-Tickets unter www.museum-barberini.com

  • 20. Januar 2017 | Pressemeldung
    Heutige Eröffnung des Museums Barberini mit Bundeskanzlerin Angela Merkel

    Potsdam, 20.1.2017

    Heutige Eröffnung des Museums Barberini mit Bundeskanzlerin Angela Merkel

    Heute Abend wird das Museum Barberini zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel feierlich in Potsdam eröffnet. Rund 650 geladene Gäste aus dem In- und Ausland nehmen an dem Festakt teil. Im Anschluss an die Eröffnung des neuen Kunstmuseums lädt Hasso Plattner zu einem Konzert mit der Rocklegende John Fogerty ein. Die Ansprachen des Abends halten Prof. Dr. Hasso Plattner, der Potsdamer Oberbürgermeister Jann Jakobs, der Ministerpräsident von Brandenburg, Dietmar Woidke sowie die Bundeskanzlerin Angela Merkel.

    Unter den Gästen des Abends befinden sich viele bekannte Namen und hochrangige Persönlichkeiten, darunter Bill Gates, Günter Jauch und Wolfgang Joop.

    Auszug aus der Gästeliste:

    Stifter & Mäzen

    Prof. Dr. Hasso

    Plattner

    Founder and CEO SAO and HPI

    Potsdam, USA

    Dr. Angela

    Merkel

    Chancellor, Federal Republic of Germany

    Berlin

    Dr. Dietmar

    Woidke

    Federal State Prime Minister of Brandenburg

    Potsdam

    Jann

    Jakobs

    Lord Mayor of Potsdam

    Potsdam

    Ehrengäste

    Bill

    Gates

    Melinda and Bill Gates Foundation, Microsoft

    USA

    Matthias

    Platzeck

    Former Federal State Prime Minister of Brandenburg

    Potsdam

    Manfred

    Stolpe

    Former Federal State Prime Minister of Brandenburg

    Potsdam

    Botschafter

    Philippe

    Etienne

    Ambassador, France

    Wladimir M.

    Grinin

    Ambassador, Russian Federation

    Berlin

    Kent D.

    Logsdon

    Chargé d'affaires of the Embassy of the United States of America

    Berlin

    Prof. Dr. Dr. Hermann

    Parzinger

    Stiftung Preußischer Kulturbesitz

    Berlin

    Prof. Dr. Peter

    Schäfer

    Jüdisches Museum

    Berlin

    Eske

    Nannen

    Kunsthalle Emden

    Emden

    Dr. Philipp

    Demandt

    Städel Museum - Städelsches Kunstinstitut und Städtische Galerie

    Frankfurt / Main

    Prof. Dr. Hartmut

    Dorgerloh

    Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

    Potsdam

    Axel

    Rüger

    Van Gogh Museum

    Amsterdam

    Dr. Christoph

    Becker

    Kunsthaus Zürich

    Zurich

    Privatsammler

    Christian und Karen

    Boros

    Berlin

    Julia

    Stoschek

    Düsseldorf

    Heiner und Ulla

    Pietzsch

    Berlin

    Medien

    Dr. Mathias

    Doepfner

    Axel Springer SE

    Berlin

    Friede

    Springer

    Friede Springer Stiftung

    Berlin

    Anja

    Zimmer

    Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MABB)

    Berlin

    Kultur

    Mayen

    Beckmann

    Estate Max Beckmann

    Köln

    David

    Chipperfield

    Architect

    Berlin

    Chris

    Dercon

    Volksbühne Berlin, former Tate, London

    Berlin

    Günther

    Jauch

    TV Presenter

    Potsdam

    Max

    Raabe

    Vocalist

    Berlin

    Christina

    Rau

    Foundation Zukunft Berlin

    Berlin

    Dr. Dr. h.c. Ulrich

    Raulff

    Deutsches Literaturarchiv Marbach

    Marbach

    Volker

    Schloendorff

    Europäisches Filmzentrum Babelsberg

    Potsdam

    Business

    Catherine von

    Fürstenberg-Dussmann

    Dussmann Stiftung & Co KGAa

    Berlin

    Karen

    Heumann

    Thjnk AG

    Hamburg

    Dr. Florian

    Langenscheidt

    Publisher and author

    Berlin

    Bill

    McDermott

    SAP America, Inc.

    USA

    Nathalie von

    Siemens

    Siemens AG

    Berlin

    Wissenschaft

    Prof. Paul

    Tucker

    University of Massachusetts Boston

    Boston / USA

    Prof. Dr. Ulrich

    Weinberg

    Hasso-Plattner-Institut at the University of Potsdam

    Potsdam

    Künstler

    Burghardt Klaussner

    Axel Milberg

    Wolfgang Joop

    Igor Levit

    Das Museum Barberini eröffnet mit den Ausstellungen Impressionismus. Die Kunst der Landschaft sowie Klassiker der Moderne. Liebermann, Munch, Nolde, Kandinsky und gibt Einblicke in seine Sammlung. Insgesamt werden über 170 Werke gezeigt (23.1.–28.5.17).

    Der erste reguläre Ausstellungstag des neuen Museums Barberini ist am 23.1.2017 schon

    Online-Tickets unter www.museum-barberini.com

  • 9. Januar 2017 | Pressemeldung
    Neues Kunstmuseum in Potsdam: Museum Barberini wird eröffnet

    Potsdam, 9. Januar 2017

    Neues Kunstmuseum in Potsdam: Museum Barberini wird eröffnet

    Pressekonferenz
    Donnerstag, 19. Januar 2017, 11 Uhr
    Alter Markt, Humboldtstr. 5­–6, 14467 Potsdam

    Podium:
    Prof. Dr. h.c. mult Hasso Plattner, Stifter und Mäzen
    Dr. Ortrud Westheider, Direktorin Museum Barberini

    Im Anschluss Rundgang durch das Museum Barberini

    In den vergangenen drei Jahren wurde im Herzen Potsdams ein Stück Kultur­geschichte wiedererrichtet. Am 23. Januar 2017 eröffnet Potsdams neues Kunst­museum, das Museum Barberini am Alten Markt, dem historischen Zentrum der Stadt. Das Haus zeigt unter der Leitung der Direktorin Dr. Ortrud Westheider Ausstellungen in internationalen Kooperationen, die einzelne Themen, Künstler oder Epochen vorstellen. Ausgangspunkt für die Präsentationen von den Alten Meistern bis ins 21. Jahrhundert ist die Sammlung Hasso Plattners. Sammlungsbereiche sind der Impressionismus, die Amerikanische Moderne, Kunst der DDR-Zeit und Malerei nach 1989.

    Das Museum Barberini eröffnet mit den Ausstellungen Impressionismus. Die Kunst der Landschaft sowie Klassiker der Moderne. Liebermann, Munch, Nolde, Kandinsky und gibt Einblicke in seine Sammlung. Insgesamt werden über 170 Werke gezeigt (23.1.–28.5.17).

    Die Gründung des Museums Barberini ist eine Initiative des SAP-Mitbegründers Prof. Dr. h.c. mult. Hasso Plattner. In den vergangenen 20 Jahren baute er eine Sammlung aus DDR-Kunst und Malerei nach 1989 sowie Meisterwerken der Kunstgeschichte auf. Impressionistische Werke von Claude Monet und Pierre-Auguste Renoir sind darin ebenso vertreten wie Klassiker der Moderne und amerikanische Abstrakte, u. a. Gemälde von Max Liebermann, Edward Munch, Joan Mitchel und Gerhard Richter. Die Sammlung spiegelt Hasso Plattners Interesse an Land­schaft und Abstraktion und die Fähigkeit eines Kunstwerks, den Betrachter mit all seinen Sinnen anzusprechen.

    Mit dem Museum Barberini möchte der Stifter und Mäzen seine Kunstsammlung öffentlich zeigen, sie für Ausstellungen zur Verfügung stellen und ein Ausstellungsprogramm in internationalen Kooperationen zu fördern: „Ich freue mich, meine Kunstsammlung nun der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Mit dem Museum Barberini haben wir dafür den perfekten Rahmen geschaffen: Möge das Museum Barberini als Ort der kritischen Auseinandersetzung mit internationaler Kunst seinen Beitrag dazu leisten, Potsdamer und Besucher der Stadt mit allen Sinnen anzusprechen und zu beteiligen.

    Dafür überträgt der Stifter und Mäzen die Leitung des Museums Barberini der international bestens vernetzen Kunsthistorikerin Dr. Ortrud Westheider. Sie plant jährlich drei wechselnde Schauen mit Werken der Sammlung ergänzt um Leihgaben aus Privatsammlungen und nationalen wie internationalen Museen. Die Sammlung der Hasso Plattner Stiftung, mit Kunst aus der DDR-Zeit und Malerei nach 1989, wird als dynamisch wechselnde Sammlungspräsentationen jeweils neu gezeigt.

    Die Arbeit des Museums Barberini zeichnet sich darüber hinaus durch den wissenschaftlichen Austausch, Diskussionen, Veranstaltungen und digitale Kunstvermittlung aus. Ortrud Westheider zur Eröffnung des Museums Barberini: „Ich freue mich darauf, diesen neuen Ort mit Leben zu füllen. Wir möchten dem Besucher eine intensive Begegnung mit dem Original ermöglichen und in Potsdam langfristig ein neues Zentrum der Kunstgeschichte etablieren.

    Eröffnungsausstellungen (23.1.–28.5.2017)
    Das Museum Barberini eröffnet mit zwei Ausstellungen, die sich durch Querverbindungen zueinander auszeichnen. Sie stellen die Sammlung Hasso Plattners in den Kontext von Werken aus internationalen Museums- und Privatsammlungen. Die insgesamt 170 Werke umfassen auch internationale Leihgaben, darunter aus dem Denver Art Museum, dem Städel Museums in Frankfurt, der Eremitage in Sankt Petersburg, dem Israel Museum in Jerusalem und der National Gallery in Washington sowie von internationalen Privatleihgebern, u. a. aus den USA, Frankreich, der Schweiz, Großbritannien und den Niederlanden.

    Impressionismus. Die Kunst der Landschaft

    Die Maler des Impressionismus entwickelten im 19. Jahrhundert ein Bewusstsein für die Gegenwart, welches die Kunst revolutionierte und das Bildgeschehen bis in unsere Zeit hinein durchdringt. Obgleich sie ihr Publikum in Paris fanden und ihnen die Großstadt zahlreiche Motive bot, war die Landschaft für Claude Monet, Alfred Sisley, Camille Pissarro und Gustave Caillebotte das wichtigste Thema. Hier konnten sie neue künstlerische Verfahren ausprobieren. Die Ausstellung Impressionismus. Die Kunst der Landschaft widmet sich erstmals den Experimentierfeldern impressionis­tischer Landschaft. Die Künstler zeigen das Meer, Waldwege, Wiesen, Gärten, Schnee­landschaften und Spiegelungen auf Wasserflächen und sprechen die Betrachter mit allen Sinnen an. Die Ausstellung präsentiert Meisterwerke im Kontext von 92 Gemälden, die aus 32 internationalen Museums- und Privatsammlungen stammen. Sie werden in Themen­räumen gezeigt, die Bildreihen der wichtigsten Motive vorführen. Die Ausstellung wirft einen neuen Blick auf die impressionistischen Künstler und ihre obsessive Beschäftigung mit der individuellen Wahrnehmung von Licht und Natur.

    Klassiker der Moderne. Liebermann, Munch, Nolde, Kandinsky

    Die malerischen Umbrüche der Moderne bis in die Gegenwart stehen im Zentrum der Ausstellung Klassiker der Moderne. Liebermann, Munch, Nolde, Kandinsky. Mit 60 Gemälden und Skulpturen aus mehr als 100 Jahren geht die Schau in sechs Kapiteln Fragen der künstlerischen und gesellschaftlichen Emanzipation nach. Die Werke gelten heute als Klassiker. Die Aus­stellung beginnt in den 1890er Jahren und schlägt den Bogen vom deutschen Impressionismus über den Fauvismus zur ungegenständlichen Malerei nach 1945 und stellt ausgehend von der Sammlung Hasso Plattners die Entwicklungslinien der Malerei des 20. Jahrhunderts heraus.

    Zur Ausstellung Impressionismus. Die Kunst der Landschaft erscheint ein Katalog in deutscher und englischer Ausgabe im Prestel Verlag, München. Er enthält ein Vorwort des Stfiters und Mäzens Hasso Plattner. Die Beiträge von Stephen F. Eisenman, Christoph Heinrich, Nancy Ireson, Richard Schiff und Ortrud Westheider gehen zurück auf das erste Symposium des Museums Barberini, das am 28. Juni 2016 in Potsdam stattfand. 252 Seiten, 29,90 € (im Museum), 39,90 € (im Buchhandel).

    Museum Barberini im Palais Barberini

    Die Hasso Plattner Stiftung ist Trägerin der gemeinnützigen Museum Barberini GmbH. Die Stiftung rekonstruierte das im Zweiten Weltkrieg zerstörte Palais als Museumsneubau, der traditionelles Handwerk und modernste Technik verbindet. In 17 Sälen zeigt das Museum Barberini unter der Leitung von Ortrud Westheider Ausstellungen in internationalen Kooperationen und dynamisch wechselnde Sammlungspräsentationen. Der Bau bietet darüber hinaus einen Shop, ein Café & Restaurant mit Außenplätzen sowie ein Auditorium für Lesungen, Konzerte und Vorträge.

    SERVICEDATEN & EINTRITTE

    Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstr. 5–6, 14467 Potsdam

    Mo & Mi–So 11–19 Uhr, jeder erste Do im Monat 11–21 Uhr, Di geschlossen (Sonderöffnungszeit am Di 24.1.2017, 11–19 Uhr

    Mo–Fr (außer Di) für Kindergärten und Schulen nach Anmeldung 9–11 Uhr

    Eintritt € 14 / erm. € 10 / Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre frei

    Jahreskarte Einzelperson € 30 / Jahreskarte Paare € 50 /

    Young Friend (unter 35 Jahre) € 20

    Online-Tickets unter www.museum-barberini.com